Einleitung: Die Bedeutung des Hebammenberufs
Die Ausbildung zur Hebamme ist ein duales Studium, das Studierenden umfassende fachliche und praktische Kompetenzen in allen Bereichen der Hebammenwissenschaft vermittelt. Grundlagen für diese Ausbildung bilden das Gesetz über das Studium und den Beruf von Hebammen (HebG) und die entsprechende Studien- und Prüfungsverordnung (HebStPrV). Kaum eine Lebensphase ist für werdende Mütter und Familien so aufregend wie die Schwangerschaft. Angehende Hebammen beantworten zentrale Fragen zur körperlichen Veränderung während der Schwangerschaft und zum Geburtserlebnis. Dies macht die Tätigkeit als Hebamme zu einer äußerst verantwortungsvollen, anspruchsvollen und zugleich spannenden Aufgabe.
Der Bedarf an qualifizierten Hebammen ist sowohl national als auch international hoch. Die Ausbildung zur oder zum Hebamme/Entbindungspfleger in Riesa bietet die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in einem erfüllenden Berufsfeld zu sammeln. Werden Sie Teil einer wichtigen Lebensphase und gestalten Sie mit Ihrem Wissen und Einfühlungsvermögen die besten Startbedingungen für neue Leben.

Das duale Studium der Hebammenwissenschaft
Das duale Studium der Hebammenwissenschaft bereitet auf die vielseitige und verantwortungsvolle Tätigkeit von Hebammen vor. Die theoretischen Studienphasen an der Hochschule werden durch praktische Lerneinheiten in modernen Skills- und Simulationsräumen ergänzt. Dort werden praktische Fertigkeiten mit Simulationspuppen und -modellen geübt. Das Studium dauert in der Regel 3,5 Jahre und schließt mit dem akademischen Grad "Bachelor of Science" ab. Zur Erreichung dieses Grades wird am Ende des Studiums eine Bachelorthesis verfasst, die in einem Kolloquium verteidigt wird.
Die Lernziele umfassen die eigenverantwortliche und wissenschaftsbasierte Ausübung des Hebammenberufs, die Fähigkeit zur gesundheitsfördernden Betreuung von Frauen mit ihren Neugeborenen und Familien sowie die Unterstützung von Bindungsprozessen zwischen Eltern und Neugeborenem. Die im Studium erworbenen Fach- und Handlungskompetenzen ermöglichen die verantwortungsvolle, selbstständige und reflektierte Anwendung der Hebammentätigkeit im klinischen und außerklinischen Setting. Darüber hinaus erwerben die Studierenden Grundkenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens in ihrem Fachgebiet.
Hebammen (m, w, d) übernehmen eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe im Gesundheitswesen. Sie begleiten Frauen während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett, leiten Geburten, erkennen Komplikationen und versorgen Neugeborene und Mütter gleichermaßen. Als Spezialist*innen in ihrem Gebiet betreuen sie Frauen und Familien medizinisch und psychosozial. Das Hebammenstudium befähigt sie, hochkomplexe Betreuungsprozesse wissenschaftsbasiert und wissenschaftsorientiert zu planen, zu steuern und zu gestalten.
Struktur und Inhalte des Studiums
Das Studium beginnt jeweils zum Wintersemester und gliedert sich in einen hochschulischen und einen berufspraktischen Teil, die miteinander verbunden sind. Für den berufspraktischen Studienteil schließen die Studierenden einen Vertrag mit einer mit der TU Dresden kooperierenden Klinik ab. Die Studierenden werden in den geburtshilflichen Abteilungen der kooperierenden Kliniken eingesetzt. Die Praxiseinsätze finden im Krankenhaus und im ambulanten Bereich statt, beispielsweise bei einer freiberuflichen Hebamme oder in einer hebammengeleiteten Einrichtung wie einem Geburtshaus.

Zugangsvoraussetzungen und Bewerbungsprozess
Für die Aufnahme des Studiums sind spezifische fachspezifische Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen. Dazu gehört in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung. Eventuell ist auch der Nachweis über einen zukünftigen Abschluss erforderlich. Bei folgenden Kliniken können Sie sich für den berufspraktischen Teil des Studiums bewerben: Krankenhaus St. Ev.-Luth. Malteser Krankenhaus St.
Der Bewerbungsprozess gliedert sich in zwei Hauptschritte:
1. Bewerbung an der Klinik:
Zuerst müssen Sie sich an einer der kooperierenden Kliniken bewerben. Diese Kliniken arbeiten mit der TU Dresden zusammen. Nur dort können Sie sich um einen Praxisplatz für das Studium an der TU Dresden bewerben. Beachten Sie bitte die unterschiedlichen Bewerbungszeiträume der Kliniken. Bei einigen Kliniken müssen Sie sich bereits im Vorjahr um einen Platz bewerben, bei anderen reicht eine Bewerbung im Januar bis März des Studienjahres.
2. Bewerbung an der Universität:
Mit Ihrem abgeschlossenen Vertrag, einer schriftlichen Zusage oder der Zusage auf einen Platz in der Warteliste können Sie sich ab dem 01. Juni bis zum 15. Juli im Selma-Portal der TU Dresden bewerben. Auch hier müssen alle notwendigen Unterlagen für die Zulassung eingereicht werden.
Erforderliche Unterlagen für die Immatrikulation
Für die Immatrikulation sind verschiedene Nachweise erforderlich. Dazu gehören unter anderem:
- Eine einfache Kopie der Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abiturzeugnis).
- Ein Nachweis eines erweiterten Führungszeugnisses (nicht älter als drei Monate).
- Gegebenenfalls weitere Dokumente, die je nach individueller Situation gefordert werden.
Falls nach Eingang Ihrer Unterlagen festgestellt wird, dass zusätzliche Studiengebühren erhoben werden müssen, erhalten Sie einen separaten Gebührenbescheid.
Wenn Deutsch nicht Ihre Muttersprache ist, muss eine Bescheinigung über Deutschkenntnisse mindestens auf B2-Niveau vorliegen. Das Auswahlverfahren von Bewerber*innen wird von den Hochschulen und den verantwortlichen Kliniken durchgeführt.

Betreuungsleistungen und Tätigkeitsfelder von Hebammen
Hebammen betreuen und versorgen schwangere Frauen, Gebärende, Wöchnerinnen und deren Neugeborene von der Schwangerschaft über die Geburt und das Wochenbett bis hin zum Ende der Stillzeit. Ihre Aufgaben sind vielfältig und spannend - von der Organisation des Praxisbetriebs bis hin zur direkten Patientenbetreuung.
Umfassende Hebammenleistungen
Die Leistungen von Hebammen umfassen:
- Schwangerschaftsvorsorge: Regelmäßige Untersuchungen zur Überwachung des Gesundheitszustandes von Mutter und Kind.
- Geburtsbegleitung: Unterstützung während des Geburtsverlaufs, sowohl im Krankenhaus als auch zu Hause.
- Wochenbettbetreuung: Begleitung der Mutter und des Neugeborenen in den ersten Wochen nach der Geburt, inklusive Stillberatung und Rückbildung.
- Stillberatung: Hilfe bei Stillproblemen und Fragen rund um das Stillen.
- Beratung und Kurse: Geburtsvorbereitungskurse, Rückbildungskurse und Stilltreffs.
Besondere Angebote können auch schamanische Begleitung, Lasertherapie zur Wundheilung, Trageberatung und Beckenbodentraining umfassen. Diese Angebote zielen darauf ab, eine ganzheitliche Betreuung in dieser besonderen Lebensphase zu gewährleisten.
Klinikum Stuttgart: Arbeitsalltag einer Hebamme
Ergänzende Angebote und Weiterbildungen
Viele Hebammen spezialisieren sich durch zusätzliche Ausbildungen und bieten ergänzende Leistungen an. Dazu gehören beispielsweise:
- Ausbildung zur Stillberaterin
- Ausbildung zur Trageberaterin
- Akupunktur-Ausbildung für Hebammen
- Ausbildung in klassischer Homöopathie
- Kurse für Beckenbodentraining
- Ausbildungen im Bereich alternative Heilmethoden wie Reiki oder schamanische Praktiken
- Lasertherapie zur Förderung der Wundheilung
Diese Weiterbildungen ermöglichen eine individuelle und ganzheitlich orientierte Betreuung in allen Lebensphasen rund um Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach.
Karriereperspektiven als Hebamme
Die Ausbildung zur Hebamme eröffnet vielfältige Karrierewege. Absolventinnen und Absolventen können in Krankenhäusern, Geburtshäusern, freiberuflich oder in der Lehre tätig werden. Während der gesamten Studienzeit erhalten die Hebammenstudierenden eine Vergütung. Der Abschluss des Studiums berechtigt zur staatlichen Prüfung für die Erlangung der Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Hebamme“ und zur Verleihung des Bachelortitels durch die Hochschule.
Die Tätigkeit als Hebamme ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung, die es ermöglicht, Frauen und Familien in einer der prägendsten Phasen ihres Lebens zu begleiten und zu unterstützen.

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