Britax Römer Premium Line: Umfassender Test und Bewertung

Im Rahmen eines umfassenden Kindersitztests im Oktober 2022 hat der ADAC insgesamt 17 neue Kindersitze auf Sicherheit, Bedienung, Ergonomie, Schadstoffgehalt und Umweltschadstoffe kritisch geprüft. Nicht alle Modelle erwiesen sich als uneingeschränkt empfehlenswert. Die Stiftung Warentest entwickelt ihre Testmethoden kontinuierlich weiter, was dazu führt, dass nicht alle Testergebnisse über verschiedene Zeiträume hinweg vollständig vergleichbar sind.

Britax Römer Hi-Liner im Test

Der Britax Römer Hi-Liner ist ein Kindersitz für Kinder im Alter von etwa 4 bis 12 Jahren, mit einem Sitzgewicht von 6,5 kg. Laut Herstellerangaben ist dieses Modell bis auf die überarbeitete Kopfstützenverriegelung baugleich mit dem bereits getesteten Britax Römer Adventure Plus und dem Britax Römer Discovery Plus. Ebenso soll er bis auf den Bezugsstoff mit dem Britax Römer Discovery Plus 2 identisch sein. Für den Discovery Plus 2 wurden separate Handhabungsaspekte geprüft, die auch für den Hi-Liner übernommen wurden. Des Weiteren gibt der Hersteller an, dass der Hi-Liner mit dem geprüften Britax Römer Dualfix Plus vergleichbar ist, wobei der Britax Römer Swingfix M Plus ausschließlich rückwärtsgerichtet verwendet werden kann.

Ergebnisse des ADAC Kindersitztests

Der ADAC bewertete den Britax Römer Hi-Liner mit folgenden Testergebnissen:

  • Geringes Verletzungsrisiko beim Frontcrash
  • Sehr geringes Verletzungsrisiko beim Seitencrash
  • Optimaler Gurtverlauf
  • Der Kindersitz steht stabil im Fahrzeug
  • Geringe Gefahr der Fehlbedienung
  • Einfaches Anschnallen des Kindes
  • Einfacher Sitzeinbau
  • Leicht verständliche Bedienungsanleitung und Warnhinweise
  • Geringes Gewicht
  • Maschinenwäsche möglich
  • Gute Verarbeitung
  • Der Bezug ist schwierig zu entfernen
  • Gute Beinauflage
  • Gute Polsterung
  • Gute Sicht für das Kind nach außen
  • Günstige Sitzposition
  • Geringer Platzbedarf
  • Gutes Platzangebot
  • Sehr geringe Schadstoffbelastung
Schema zur Darstellung der Testkategorien und deren Gewichtung im ADAC Kindersitztest

Allgemeine Daten und Einordnung im Test

Der Britax Römer Hi-Liner ist für eine Körpergröße von 100 bis 150 Zentimeter zugelassen und hat einen moderaten Preis von ca. 220 Euro. Er ist eine Sitzerhöhung mit Rückenlehne, die idealerweise ab etwa 4 Jahren eingesetzt werden sollte, da jüngere Kinder beim Einschlafen nach vorne zusammensacken können.

Vergleich mit anderen Modellen

Im aktuellen Kindersitztest des ADAC wurden 17 Modelle geprüft. Drei Kindersitze erhielten das Urteil "mangelhaft". Der Britax Römer Kidfix Pro erzielte mit dem ADAC Urteil 1,8 generell das beste Ergebnis im Test und zeichnet sich durch sein geringes Gewicht von 6,4 kg aus, was ihn für häufige Fahrzeugwechsel attraktiv macht. Die Sitzerhöhung Britax Römer Maxi-Cosi Tanza i-Size, der günstigste Sitz im Test (100 Euro), erhielt im Gesamtergebnis ein "befriedigend" (ADAC Urteil 3,2).

Vergleichstabelle der besten Kindersitze im ADAC Test mit Fokus auf Sicherheit und Preis

Britax Römer: Innovation und Sicherheit

Britax Römer blickt auf eine lange Tradition in der Entwicklung von Kindersitzen zurück und gilt als Pionier in der Kindersitztechnologie. Zu den Meilensteinen zählen das Isofix-Verankerungssystem, die erste Babyschale für Neugeborene und die ersten nach R44 zugelassenen Kindersitze auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen betreibt drei eigene Crashtest-Anlagen auf drei Kontinenten, um die höchstmöglichen Sicherheitsstandards zu gewährleisten.

Technologische Highlights

  • SICT-Technologie (Side Impact Cushion Technology): Diese Technologie leitet Unfallkräfte vom Kind weg und schwächt sie ab. Sie fand Anwendung in Testsiegern wie dem Swingfix M i-Size und dem Kidfix III M.
  • ATS (Active Tensioning System): Dieses System in der King II Produktfamilie überprüft und korrigiert die Gurtspannung während der Fahrt mittels Signallicht und Signalton.

Britax | Romer SICT Technology

Britax Römer wurde zudem für seine ansprechenden Produktdesigns mehrfach mit renommierten Preisen wie dem Red Dot Design Award und dem IF Design Award ausgezeichnet. Die Philosophie "Hergestellt mit größter Sorgfalt" unterstreicht das Engagement für höchste Qualität und Reinheit der Produkte, wobei die Standards für Schadstoffe oft über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen.

AGR-Gütesiegel für Britax Römer Produkte

Mehrere Britax Römer Produkte, darunter der BABY-SAFE PRO und die DUALFIX-Reihe, wurden mit dem AGR-Gütesiegel "Gesunder Rücken" ausgezeichnet. Dieses Siegel wird von der Aktion Gesunder Rücken e.V. vergeben und bestätigt die rückenfreundliche und ergonomisch durchdachte Gestaltung der Produkte, basierend auf strengen Kriterien hinsichtlich Sitzhaltung, Komfort und Alltagstauglichkeit.

Stiftung Warentest und ADAC: Methodik und Bedeutung

Die Stiftung Warentest ist eine unabhängige Verbraucherorganisation, die jährlich zahlreiche Produkte prüft. In Zusammenarbeit mit dem ADAC werden zweimal jährlich die neuesten Kindersitze getestet. Die Testkategorien umfassen Unfall­sicherheit (Frontal- und Seiten­aufprall), Hand­habung, Ergonomie und Schad­stoffe. Die Sicherheitstests gehen dabei über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Für die Bewertung der Sicherheit werden aufwendige Crashtests durchgeführt. Die Handhabung wird dahingehend geprüft, wie intuitiv und fehlerfrei der Sitz eingebaut werden kann. Die Ergonomie bewertet Komfort, Sitzposition und Platzangebot für das Kind sowie den Platzbedarf des Sitzes im Fahrzeug. Die Prüfung auf Schadstoffe erfolgt mittels einer Mischprobe aller textilen Teile, mit denen das Kind in Berührung kommt. Seit 2025 werden zusätzlich Umweltschadstoffe wie PFAS (sogenannte "Ewigkeits-Chemikalien") untersucht.

Infografik: Ablauf eines ADAC Kindersitztests - von der Beschaffung bis zur Bewertung

Tipps für Kauf und Einbau von Kindersitzen

Eltern wird empfohlen, vor dem Kauf eines Kindersitzes eine umfassende Informationsbeschaffung zu betreiben und nach Möglichkeit einen Praxis-Check mit Kind und Auto in einem Fachgeschäft durchzuführen. Eine gute Beratung ist dabei unerlässlich.

  • Fahrzeugkompatibilität: Prüfen Sie stets, ob der Kindersitz für Ihr Fahrzeug geeignet ist. Nach i-Size-Standard zugelassene Sitze können auf Autositzen mit i-Size-Freigabe montiert werden. Fahrzeug-Typlisten der Hersteller bieten zusätzliche Sicherheit.
  • Isofix-Basis: Nicht jede Isofix-Basis passt automatisch zu jedem Kindersitz desselben Herstellers. Achten Sie auf die Kompatibilität.
  • Gewicht des Sitzes: Insbesondere bei häufigen Autowechseln ist ein leichterer Sitz vorteilhaft. Zweigeteilte Modelle (Sitzschale plus Isofix-Station) sind oft leichter zu handhaben als einteilige.
  • Drehbare Modelle: Diese erleichtern das Anschnallen des Kindes.
  • Funktionsvielfalt: Mehr Funktionen können das Risiko von Fehlbedienungen erhöhen.
  • Gurt- und Lehnenanpassung: Passen Sie Gurte und Rückenlehne regelmäßig dem Wachstum des Kindes an und wechseln Sie nicht zu früh zum nächstgrößeren Sitz.
  • Anschnallen: Hosenträger- und Fahrzeuggurte straff anziehen. Dicke Jacken während der Autofahrt ausziehen.
  • Sitzerhöhungen mit Rückenlehne: Achten Sie auf eine selbstständige Aufrollung des Schultergurts und eine passende Schultergurtführung.
  • Platz: Achten Sie auf ausreichend Platz zwischen dem Kindersitz und dem Vordersitz.
Illustration: Korrekte Gurtführung bei einem Kindersitz

Britax Römer: LOVED for Safety, Design, Nature

Britax Römer hebt seine Verpflichtung zu Sicherheit, Design und Nachhaltigkeit hervor:

  • LOVED for Safety: Durch eigene Crashtest-Zentren und langjährige Erfahrung als Automobilzulieferer wird ein höchstmöglicher Sicherheitsstandard gewährleistet.
  • LOVED for Design: Renommierte Designpreise bestätigen die gelungene Kombination aus Form und Funktion.
  • LOVED by Nature: Die Philosophie der höchsten Produktqualität und Reinheit geht über gesetzliche Standards hinaus, mit strengen Tests und Qualitätskontrollen.

Insgesamt zeigt der Test, dass Britax Römer mit seinen Modellen wie dem Hi-Liner weiterhin zu den führenden Herstellern im Bereich Kindersicherheit zählt, wobei besonders die Sicherheit, Ergonomie und die geringe Schadstoffbelastung positiv hervorstechen. Kleinere Einschränkungen bei der Handhabung, wie das schwierige Entfernen des Bezugs, sind vorhanden, schmälern aber nicht das insgesamt gute Testergebnis.

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