Kreißsaal: Ausstattung, Bedeutung und Fachbegriffe rund um die Geburt

Der Kreißsaal ist ein speziell ausgestatteter Raum in einem Krankenhaus oder einer Geburtsklinik, in dem Frauen ihre Babys zur Welt bringen. Während des Geburtsprozesses werden sie von Hebammen unterstützt.

Ursprung des Begriffs Kreißsaal

Der Begriff „Kreißsaal“ leitet sich von dem deutschen Wort „kreißen“ ab, das historisch für den Geburtsvorgang verwendet wurde. „Kreißen“ bedeutet so viel wie „gebären“ oder „entbinden“. Der Kreißsaal ist somit der Raum, in dem dieser natürliche Prozess stattfindet.

Ausstattung eines modernen Kreißsaals

Ein moderner Kreißsaal ist mit spezieller Ausrüstung ausgestattet, um den Geburtsprozess so sicher und komfortabel wie möglich zu gestalten.

Geburtsbett

Das Geburtsbett ist verstellbar, um verschiedene Geburtspositionen zu ermöglichen und die Bedürfnisse der Gebärenden optimal zu unterstützen.

Geburtentisch

Der Geburtentisch hält die wichtigsten Arbeitsutensilien für die Geburt bereit.

Geburtwanne

Geburtswannen für Wassergeburten sind speziell gestaltet und deutlich größer als herkömmliche Badewannen. Um der gebärenden Frau das Klettern über den Wannenrand zu ersparen, verfügen sie oft über eine große, nahezu ebenerdige Einstiegstür.

Schnittzeichnung eines modernen Kreißsaals mit Geburtsbett, Wanne und medizinischer Ausrüstung

Fachbegriffe rund um Schwangerschaft und Geburt

Für werdende Eltern, insbesondere bei der ersten Schwangerschaft, können Fachbegriffe aus dem medizinischen Bereich zunächst befremdlich wirken. Die Bedeutung hinter dem Vokabular ist jedoch oft weniger dramatisch als auf den ersten Blick vermutet. Eine einfühlsame Kommunikation ist für die werdende Mutter extrem wichtig, wobei beschreibende Formulierungen ohne Wertungen ein guter Ratgeber sind.

Insbesondere während der Geburt, wenn das Stresslevel bei allen hoch ist, können befremdliche Fachtermini zusätzlich irritieren und Ängste hervorrufen. Ein verzögerter Geburtsverlauf kann die Konsequenz sein, wenn die werdende Mutter zu sehr verspannt ist. Um dies zu vermeiden und das Wohlbefinden der Schwangeren zu gewährleisten, gibt es Tricks rund um die Formulierung, mit deren Verwendung gute Erfahrungen gemacht wurden.

Wichtige Fachbegriffe und ihre Bedeutung

Fachbegriff Bedeutung
Eiweiß (im Blut der Mutter) Ein Eiweiß, welches im Blut der Mutter nachgewiesen werden kann.
Fruchtwasserspiegelung Wird bei Überschreiten des Geburtstermins durchgeführt und zeigt durch die Farbe an, ob ein Übertragen des Kindes vorliegt.
Cardiotokogramm (CTG) Aufzeichnung der Wehentätigkeit der Mutter und der Herzfrequenzmuster des Kindes auf einem Papierstreifen.
Fetus Lateinisch: das Gezeugte, die Leibesfrucht. Medizinischer Ausdruck für das Kind im Mutterleib ab der 13. Schwangerschaftswoche nach der Zeugung bzw. ab der 15. Entwicklungswoche.
Implantation Einpflanzung von Fremdteilen in den Körper.
Vaginitis Entzündung der Scheide.
Mastitis Entzündung der Brustdrüse. In den ersten Tagen nach der Entbindung ist die Gefahr einer Mastitis bei stillenden Müttern besonders groß.
Organogenese Organentwicklung des Embryos zwischen dem 15. und 16. Entwicklungstag.
Ovum Das reife Ei, das nach dem Eisprung innerhalb von drei bis vier Tagen von den Eierstöcken über den Eileiter zur Gebärmutter gelangt.
Periduralanästhesie (PDA) Gezielte örtliche Betäubung der unteren Körperhälfte über einen Katheter im Lendenbereich.
Plazenta Mutterkuchen, ein Organ, das für die Schwangerschaft aufgebaut wird.
Punktion Einstich in ein Organ, um Flüssigkeit zu entnehmen.
Rhesusinkompatibilität Blutgruppenserologische Unverträglichkeit im Rhesussystem, hat Bedeutung bei der Konstellation Rh-neg. Mutter und Rh-pos. Kind.
Symptom Zeichen einer Krankheit.
Zoonose Z.B. Durch kranke Tiere und ihre Exkremente übertragbare Krankheit.
Schwangerschaftsproteine Sind Produkte des Mutterkuchens (Plazenta), die im Serum der Mutter messbar sind.
Chromosom Träger der Erbinformation in den Zellkernen.
Trisomie 21 (Down-Syndrom) Chromosomenanomalie, bei der das Chromosom 21 dreifach vorhanden ist. Dies führt zu bestimmten körperlichen Merkmalen und geistiger Behinderung.
Trisomie 18 (Edwards-Syndrom) Chromosomenanomalie, bei der das Chromosom 18 dreifach vorhanden ist.
Fruchtwasser Das Kind ist im Mutterleib von Flüssigkeit, dem sogenannten Fruchtwasser, umgeben.
Kontraktion Zusammenziehen (der Gebärmutter).
Ovulation Empfängnis, findet im normalen Menstruationszyklus am 14. Tag statt.
Praenatest Eine neue Möglichkeit, aus dem mütterlichen Blut auf Trisomie 21, 13 und 18 sowie auf Turner-Syndrom zu untersuchen.
Trisomie 13 (Pätau-Syndrom) Chromosomenanomalie, bei der das Chromosom 13 dreifach vorhanden ist.
Vorzeitiger Blasensprung Der Zeitpunkt, an dem die Fruchtblase platzt, bevor die Geburt beginnt.
Plazenta praevia Die Plazenta (der Mutterkuchen) liegt vor dem Muttermund.
Oberflächenmerkmal der roten Blutkörperchen Bezieht sich auf die Blutgruppen und Rhesusfaktoren.
Abortus imminens Ungewollte Fehlgeburt vor der 24. Schwangerschaftswoche.
Tachykardie Abnorm hohe Herzfrequenz.
Ersttrimesterscreening Screeninguntersuchung auf Down-Syndrom, das im 1. Trimester der Schwangerschaft durchgeführt wird.
Chromosomenanomalie Genetische Erkrankung, bei welcher statt eines Chromosomenpaares 3 Chromosomen vorhanden sind.

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Wenn man zum ersten Mal schwanger ist, prasseln viele neue Begriffe auf die werdenden Eltern ein. Ärzte, Hebammen und andere Eltern erklären, berichten und führen die zukünftigen Mamas und Papas in die Welt des Kinderkriegens ein. Von medizinischen und organisatorischen Dingen fühlen sich manche überfordert und suchen Rat.

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