Die Frage nach der Abgewöhnung des Schnullers bei Kindern, insbesondere bei älteren Kindern wie einem Vierjährigen, beschäftigt viele Eltern. Als Logopädin wurde mir kürzlich diese Frage gestellt. Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht jeder Tipp für jedes Kind gleichermaßen geeignet ist. Bevor man mit der Entwöhnung beginnt, ist es ratsam, sich über die möglichen negativen Folgen eines langen Schnullergebrauchs zu informieren.

Negative Auswirkungen des Schnullergebrauchs
Der Schnuller kann die natürliche Ruhelage der Zunge im Mund beeinträchtigen, indem er sie nach unten drückt. Dies verhindert, dass die Zunge ihren Platz oben am Gaumen einnimmt. Zudem kann der Schnuller dazu führen, dass die Lippen leicht geöffnet bleiben, was die Mundatmung begünstigen kann.
Strategien zur Schnullerentwöhnung
Es muss nicht immer eine radikale Lösung sein. Je nach Alter des Kindes kann man gemeinsam besprechen, zu welchen Zeiten der Schnuller noch benötigt wird, beispielsweise zum Einschlafen oder nach der Kita. Bei einigen Kindern ist es möglich, den Schnuller nach dem Einschlafen vorsichtig aus dem Mund zu nehmen und den Mund sanft zu schließen, eventuell mit leichtem Druck unter dem Kinn.
Das Saugen am Schnuller kann Kindern helfen, überwältigende Gefühle zu regulieren, was die Abgewöhnung erschwert. Das natürliche Saugbedürfnis nimmt jedoch mit dem Alter ab. Alternativen wie Kuscheln, Schaukeln oder schwere Decken können ebenfalls zur Beruhigung beitragen.
Nutzung von Erkältungsphasen
Wenn ein Kind eine verstopfte Nase hat und durch den Mund atmen muss, kann dies das Schnullern unterbrechen. Manche Kinder lehnen den Schnuller in dieser Zeit ab, während andere ihn umso mehr benötigen. Wenn Ihr Kind zu ersteren gehört, können Sie die Erkältungsphase nutzen, um Alternativen wie Kuscheln, Vorlesen, ein Kuscheltier oder einen Kauring anzubieten.
Kreative Lösungsansätze
Eine liebevolle Idee ist das Bauen einer "Schnullergarage" aus Legosteinen, die gemeinsam mit dem Kind gestaltet werden kann.
Die Rolle des Zungenbandes
Bei manchen Kindern ist das Zungenband, das unterhalb der Zunge liegt, zu kurz. Dies kann die natürliche Zungenlage am Gaumen verhindern und dazu führen, dass Kinder besonders intensiv saugen oder am Daumen lutschen. Eine Überprüfung des Zungenbandes kann in solchen Fällen sinnvoll sein.
Schnullerfee und Osterhase: Tauschgeschäfte mit Vorsicht
Oft wird versucht, Kindern die Abgabe des Schnullers durch Tauschgeschäfte schmackhaft zu machen. Jedoch können Drei- und Vierjährige die Tragweite solcher Vereinbarungen noch nicht vollständig erfassen. Die Enttäuschung und Trauer können daher trotz eines Geschenks groß sein, wenn der Schnuller fehlt.
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Das Bedürfnis nach Kauen, Beißen und Saugen
Ein Kindheitserlebnis beschreibt, wie ein Bruder intensiv an einem Stofffetzen kaute und biss, der einst eine Babydecke war. Dieses Verhalten setzte sich bis ins Schulalter fort und führte sogar zur Zerstörung von Polstermöbeln. Damals waren die Gründe für solch ein Verhalten noch unbekannt.
Mit heutigem Wissen ist klar, dass das Kauen, Beißen und Saugen ein wichtiges Bedürfnis stillt, oft zur Selbstberuhigung. Wenn Kinder ein starkes Kaubedürfnis zeigen, kann dies eine Gewohnheit sein, die durch Gespräche und das Anbieten gesunder Alternativen wie Karotten beeinflusst werden kann. Bei manchen Kindern handelt es sich jedoch um mehr als nur eine Gewohnheit; sie nutzen oralmotorische Selbstregulierung als Strategie, um sich auszubalancieren. Dieses Verhalten ist weder gefährlich noch eine Diagnose, sondern ein weit verbreitetes Phänomen, das die meisten Kinder mit der Zeit überwinden.
Oralmotorische Selbstregulierung als Strategie
Kinder regulieren instinktiv ihr Nervensystem, indem sie ihre Kiefer- oder Mundmuskulatur betätigen. Dieser Prozess involviert die Ausschüttung von Hormonen, die angenehme Gefühle hervorrufen. Wenn die sensorische Empfindung beim Kauen als angenehm und beruhigend empfunden wird, wird dieses Verhalten wiederholt.
Die Mundmotorik ist eng mit der Nahrungsaufnahme und dem Gefühl von Sättigung und Wohlbefinden verbunden. Die damit verbundenen hormonellen Reaktionen fördern Entspannung und Geborgenheit. Diese Empfindungen und Gewohnheiten werden von Geburt an geprägt und verstärkt.
Sensorische Kauprodukte als Hilfsmittel
Für Kinder mit einem erhöhten oralmotorischen Bedürfnis gibt es spezielle sensorische Kauprodukte. Diese bieten eine sichere und ungefährliche Möglichkeit zur oralmotorischen Stimulation. Sie bestehen aus hygienischem, synthetischem Gummimaterial und geben beim Kauen keine schädlichen Substanzen ab. Es gibt verschiedene Härtegrade, die auf das individuelle Kaubedürfnis abgestimmt werden können. Ein mittlerer Härtegrad wird oft als guter Ausgangspunkt empfohlen.

Der Schnuller und seine Rolle
Grundsätzlich spricht nichts gegen einen kiefergerecht geformten Schnuller mit abgeflachtem Saugteil in den ersten beiden Lebensjahren. Der Beruhigungssauger ist dem Daumen vorzuziehen, da das Daumenlutschen schwerer abzugewöhnen ist.
Zeitpunkt der Entwöhnung
Die Meinungen über den richtigen Zeitpunkt für die Schnullerentwöhnung gehen auseinander. Manche Eltern warten, bis das Kind den Schnuller von selbst abgibt, während andere eine frühe Entwöhnung bevorzugen. Experten sind ebenfalls geteilter Meinung: Einige sehen das Saugen nach dem sechsten Monat als reine Gewohnheit, andere betonen die beruhigende Wirkung als Mittel zur Stressbewältigung. Der richtige Zeitpunkt liegt oft zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr.
Jedes Kind ist anders. Einige reagieren auf einen "kalten Entzug" besser, andere benötigen eine langsame Entwöhnung. Es ist wichtig zu überlegen, welche Methode für das eigene Kind am besten geeignet ist.
Langsame Entwöhnung und Vorbereitung
Vielen Kindern fällt die Trennung leichter, wenn sie langsam darauf vorbereitet werden. Bauen Sie schnullerfreie Zeiten ein, zum Beispiel während des Spielens. Mit der Zeit wird das Kind den Schnuller vielleicht nur noch zum Einschlafen benötigen. Erklären Sie dem Kind, dass es zu groß für den Schnuller ist und dass es ohne Schnuller besser sprechen und lachen kann und die Zähne besser wachsen können.
Manchmal hilft es auch, den Schnuller einfach wegzupacken und nicht mehr darüber zu sprechen. Wenn ein neues Baby geboren wird, kann dies als Anlass genommen werden, dem Kind zu erklären, dass Schnuller für Babys sind.
Rituale und Tauschgeschäfte
Ein schönes Ritual ist es, den Schnuller in eine hübsche Schachtel zu legen und als Geschenk zu verpacken. Die Idee der Schnullerfee, die den Schnuller gegen eine kleine Überraschung eintauscht, kann ebenfalls helfen. Eine weitere Methode ist, die Spitze des Schnullers abzuschneiden, um das Saugen unbequemer zu machen.

Die Bedeutung des Schnullers in der frühen Kindheit
Der Schnuller ist für Kleinkinder ähnlich wichtig wie Babybrei oder Windeln. Er bietet Trost und Beruhigung. Bereits auf Ultraschallbildern in der Schwangerschaft ist erkennbar, dass Kinder lutschen und so ihre Mundmotorik und das Saugen üben. Das Saugen ist nicht nur für die Nahrungsaufnahme, sondern auch zur Beruhigung extrem wichtig. Es ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, wenn ein Kind lernt, sich durch Saugen selbst zu beruhigen. Ein Schnuller sollte jedoch nicht als reiner "Mundstopfer" dauerhaft eingesetzt werden, und Babys sollten auch die Möglichkeit zur Kommunikation und Lautbildung haben.
Risiken bei langem Schnullergebrauch
Ab etwa dem zweiten Lebensjahr kann ein dauerhaft genutzter Schnuller zu Zahnfehlstellungen führen. Daher sollte der Schnuller spätestens dann nur noch zur Beruhigung oder zum Einschlafen angeboten werden. Ein Schritt zur langsamen Abgewöhnung ist es, den Schnuller nicht mehr aktiv in den Mund zu stecken, sondern ihn lediglich anzubieten.
Kinder ab dem dritten oder vierten Lebensjahr bemerken oft selbst, dass sie zu alt für den Schnuller sind. Rituale wie die Schnullerfee oder der Schnullerbaum können beim Abschied helfen. Eltern sollten nicht aufgeben, wenn die Entwöhnung nicht sofort gelingt; kleine Rückschläge sind normal.
Einbeziehung des Kindes
Es ist wichtig, das Kind ernst zu nehmen und es in den Prozess der Schnullerentwöhnung einzubeziehen. Oft wollen Kinder das Thema besprechen und verhandeln. Die Zeit dafür sollte ihnen gegeben werden.
Der Schnuller: Ein täglicher Begleiter mit vielen Namen
Unter verschiedenen Namen wie Schnuller, Nuckel, Diddy oder Nuggi begleitet er viele Kinder täglich. Mit zunehmendem Alter wird es jedoch wichtiger, sich von diesem Objekt zu trennen, was nicht immer leichtfällt.
Vorteile und Nachteile des Schnullers
Der Schnuller bietet Beruhigung und kann das Einschlafen erleichtern, was auch Eltern zugutekommt. Er kann jedoch auf Dauer zur Gefahr für die Zahngesundheit werden und die Sprachentwicklung beeinträchtigen. Studien deuten darauf hin, dass das Saugen am Schnuller das Risiko für Mittelohrentzündungen erhöhen kann, da es das Druckverhältnis zwischen Ohren und Rachen verändert.
Das Saugen erfüllt nicht nur den Zweck der Nahrungsaufnahme, sondern beruhigt das Baby auch. In den ersten Lebensmonaten ist es eine effektive Selbstberuhigungsmethode. Gegen Ende des ersten Lebensjahres wird das Saugen bewusster und das Kind erkennt die beruhigende Wirkung. Das Saug- und Nuckelbedürfnis verliert mit dem Alter an Bedeutung oder kann durch andere Dinge ersetzt werden. Dennoch vermittelt es ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Folgen von langem Schnullergebrauch
Wenn die ersten Milchzähne durchbrechen, kann der Schnuller bleibende Schäden im Gebiss verursachen. Zahnfehlstellungen wie ein offener Biss, Kieferverformungen und beeinträchtigte Sprachentwicklung können die Folge sein. Während sich Verformungen in den ersten zwei Lebensjahren oft verwachsen, können Fehlstellungen ab dem dritten Lebensjahr behandlungsbedürftig werden.
Das Daumenlutschen schadet dem Gebiss oft noch mehr als das Nuckeln am Schnuller.
Der richtige Zeitpunkt für die Entwöhnung
Der natürliche Saugdrang lässt mit der Zeit nach, und die meisten Kinder entwickeln zwischen dem 9. und 12. Lebensmonat Interesse an fester Nahrung. Dies kann ein guter Zeitpunkt sein, über die Schnullerentwöhnung nachzudenken. Die Entwöhnung sollte langsam und mit Verständnis erfolgen.
Spätestens mit drei Jahren sollte der Schnuller abgewöhnt werden, um dauerhafte Folgeschäden zu vermeiden. In der Autonomiephase (Trotzphase), die etwa mit zwei Jahren beginnt, kann die Gewohnheitsänderung schwieriger sein.
Ungünstige Zeitpunkte für die Entwöhnung
Zeiten großer Veränderungen wie die Kita-Eingewöhnung, die Ankunft eines neuen Geschwisterchens oder ein Umzug sind keine idealen Zeitpunkte für die Schnullerentwöhnung, da sie das Kind zusätzlich belasten könnten.
Vorbereitung und liebevolle Begleitung
Die Entwöhnung kann ein langer Prozess sein, der liebevoll begleitet werden sollte. Klare, einfache Worte über die Nachteile des Schnullers (ohne Angst zu machen) können helfen. Wenn das Kind weint oder quengelt, sollte es getröstet werden. Das Verlängern von Kuscheleinheiten und das Hinauszögern der Schnullerübergabe sind weitere Schritte.
Tagsüber ist es oft hilfreich, den Schnuller außer Sicht- und Reichweite aufzubewahren. Als Alternative zum Schnuller können ab dem zweiten Lebensjahr Beißringe, harte Brotkrusten oder ähnliches angeboten werden. Ein Ersatzobjekt wie eine Schmusedecke oder ein Kuscheltier kann ebenfalls hilfreich sein.
Neue Einschlafrituale
Neue Einschlafhilfen wie ein warmes Bad, Schlaflieder oder ein spezielles Plüschtier können den Verzicht auf den Schnuller erleichtern. Wenn das Kind doch einmal mit Schnuller einschläft, sollte dieser aus dem Mund genommen werden, sobald es schläft. Eine "Schnullerzeit" als Übergangslösung, in der das Kind den Schnuller bewusst für eine begrenzte Zeit nutzen kann, kann ebenfalls helfen.
Tipps und Tricks zur Schnullerentwöhnung
Die Zeit, bis ein Kind sich vom Schnuller verabschiedet, ist schwer vorherzusagen. Mit zunehmendem Alter wird der Schnuller jedoch unwichtiger. Folgende Tipps können helfen:
- Schnullerfee: Die Schnullerfee tauscht nachts den Schnuller gegen ein Geschenk aus.
- Schnullerbaum: Kinder hängen ihren Schnuller an einen Baum, um Abschied zu nehmen, und sehen, dass viele andere Kinder dies bereits geschafft haben.
- Weitergabe des Schnullers: Das Kind könnte den Schnuller an ein Neugeborenes weitergeben, was beim Loslassen hilft und das Selbstbewusstsein stärkt.
- Bücher zum Thema: Kinderbücher über Schnullerentwöhnung können das Kind motivieren.
- Schnullerkalender: Ein Kalender, in dem schnullerfreie Tage markiert werden, kann als Belohnungssystem dienen.
- "Unbequemer" Schnuller: Das Abschneiden der Spitze oder die Verwendung eines zu kleinen Schnullers kann diesen unattraktiv machen.
Der Austausch mit anderen Eltern und die Rücksprache mit dem Kinderarzt sind ebenfalls ratsam, besonders wenn die Entwöhnung problematisch verläuft.
Fakten im Überblick
- Zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr sollte ein Kind ohne Schnuller auskommen können, um Schäden am Kiefer und den Zähnen sowie Sprachstörungen zu vermeiden.
- Die Entwöhnung sollte mit Liebe und Verständnis erfolgen.
- Der Schnuller ist ein wichtiger Begleiter, der tröstet und beruhigt, doch irgendwann steht der Abschied bevor.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. empfiehlt, den Schnuller bereits im Alter von 7 Monaten abzugewöhnen, da dann die ersten Milchzähne wachsen und der Saugreflex zurückgeht. Bei Frühgeborenen kann das Warten bis zum ersten Geburtstag vertretbar sein. Wenn die frühe Entwöhnung nicht gelingt, ist eine Entwöhnung im zweiten Lebensjahr möglich, wobei der Schnuller nur noch zum Schlafen und in Notsituationen angeboten wird. Der dritte Geburtstag gilt als spätester Zeitpunkt für die Entwöhnung.
Es ist wichtig, einen Zeitpunkt für die Entwöhnung zu wählen, an dem man sich darauf konzentrieren kann. Urlaub kann sich beispielsweise gut eignen.
Gründe für Schwierigkeiten bei der Entwöhnung
Kinder sind es gewohnt, einen Schnuller im Mund zu haben und daran zu saugen, besonders wenn sie müde sind oder Trost brauchen. Der Schnuller ist ein wichtiger "Seelentröster". Daher wird das Kind ihn wahrscheinlich nicht freiwillig hergeben.
Bei der Entwöhnung ist es wichtig, behutsam vorzugehen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, das Kind zu entwöhnen. Manchmal müssen mehrere Tipps ausprobiert werden.
Methoden der Schnullerentwöhnung
- Miteinander reden: Vorab mit dem Kind über den Abschied sprechen.
- Buch zum Schnuller abgewöhnen anschauen: Kinderbücher können zur Vorbereitung dienen.
- Schnuller langsam abgewöhnen: Den Schnuttergebrauch schrittweise reduzieren. Wichtig ist, dem Kind zu signalisieren, dass der Verzicht keine Liebesentzug bedeutet, sondern mehr Zuwendung erforderlich sein kann.
- Schnuller wegräumen: Den Schnuller außer Sichtweite aufbewahren.
- Schnullerbaum: Den Schnuller an einen Baum hängen, wo auch andere Kinder ihren Schnuller abgeben.
- Schnullerfee: Die Schnullerfee tauscht den Schnuller nachts gegen ein Geschenk.
- Zeremonie zum Schnuller abgewöhnen: Eigene Rituale entwickeln, z.B. den Schnuller vergraben und etwas Schönes pflanzen.
- Entwöhnungssauger: Spezielle Sauger, die das Nuckeln unattraktiv machen.
- Abschneiden der Schnullerspitze: Das Saugen wird unangenehm.
- Schnuller verschwinden lassen: Den Schnuller suchen und als "verschwunden" erklären.
Konsequenz ist bei allen Maßnahmen entscheidend. Die ersten Abende ohne Schnuller können anstrengend sein, aber nach einer Woche stellt sich oft eine Erleichterung ein.

Warum überhaupt ein Schnuller?
Babys haben ein natürliches Saugbedürfnis. Das Saugen am Schnuller beruhigt und erleichtert das Einschlafen. In der oralen Phase dient er auch der Beschäftigung und als Anker in Stresssituationen. Auch das Abstillen kann mit Schnuller leichter gelingen. Die Vorteile sind offensichtlich, aber auch Nachteile wie die spätere Entwöhnung müssen bedacht werden.
Warum sollte ich meinem Kind den Schnuller abgewöhnen?
Obwohl der Schnuller in den ersten Jahren nützlich sein kann, sollte er irgendwann verschwinden. Regelmäßiges Saugen kann zu Zahn- und Kieferfehlstellungen sowie Sprachstörungen führen, da die Zunge nicht lernt, am oberen Gaumen zu liegen. Zudem wird vermutet, dass häufiges Nuckeln das Risiko für Mittelohrentzündungen erhöhen kann.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Schnuller abgewöhnen?
Das Saugbedürfnis nimmt im zweiten Lebensjahr ab. Der Abschied vom Schnuller ist ein wichtiger Schritt zum "Großwerden". Früher wurde empfohlen, den Schnuller spätestens bis zum 3. Geburtstag abzugewöhnen. Mittlerweile empfehlen Experten eine frühere Entwöhnung, oft schon ab dem 7. Lebensmonat, wenn die ersten Milchzähne kommen und der Saugreflex zurückgeht.
Wenn eine frühe Entwöhnung nicht klappt, ist es vertretbar, den Schnuller während des zweiten Lebensjahres abzugewöhnen, wenn er nur noch zum Schlafen und in Notsituationen angeboten wird. Der 3. Geburtstag gilt als spätester Zeitpunkt.
Warum ist es ggf. schwer, den Schnuller wieder abzugewöhnen?
Kinder sind an den Schnuller als ständigen Begleiter gewöhnt, der Trost und Beruhigung spendet. Es ist verständlich, dass sie ihn nicht freiwillig hergeben möchten. Daher ist es wichtig, behutsam vorzugehen und die Methode an den Charakter des Kindes anzupassen.