Haltbarkeit von selbstgemachter Babynahrung

Wenn Sie sich dafür entscheiden, den Brei für Ihr Baby selbst herzustellen, ist es praktisch, gleich eine größere Menge davon zuzubereiten. Um die Babynahrung danach haltbar zu machen, können Sie sie einkochen oder einmachen.

Unterschied zwischen Einkochen und Einmachen

Mit Einkochen oder Einwecken ist das Sterilisieren von Lebensmitteln gemeint. Das Gekochte wird in ein steriles Glas gefüllt und erhitzt. Durch das Erhitzen dehnen sich Luft und Wasserdampf im Glas aus und es entsteht ein Überdruck. Beim anschließenden Abkühlen bildet sich ein Vakuum.

Beim Einmachen werden die Zutaten pasteurisiert, also durch Erhitzen haltbar gemacht. Das Gekochte wird erhitzt oder gekocht und heiß in ein sterilisiertes Glas abgefüllt. Beim Abkühlen entsteht ein Unterdruck und der Deckel schließt wie ein Ventil luftdicht ab.

Überprüfung des Vakuums

Beim Öffnen eines Einweckglases sollte durch das Aufheben des Vakuums ein Zischgeräusch und beim Aufschrauben eines Schraubglases ein Klickgeräusch zu hören sein. Fehlt das Geräusch, müssen Sie davon ausgehen, dass kein Vakuum vorhanden war, welches das Glas luftdicht verschlossen hat. Wenn dadurch Keime ins Glas gelangt sind, können diese sich durch die lange Lagerzeit vermehren.

Verwenden Sie keine leeren Fertigbreigläschen zum Einmachen oder Einkochen. Wenn ein Glas einmal geöffnet wurde, kann sich kein Vakuum mehr bilden.

Geeignete Behälter und Sterilisation

Für das Einkochen benötigen Sie ein Einweckglas mit Glasdeckel, Gummiring und Metallklammern oder -bügel. Der Vorteil dieses Glases ist, dass Sie das Vakuum überprüfen können, indem Sie Klammern oder Bügel entfernen und der Deckel hält.

Alternativ können Sie auch Schraubgläser mit einem zweiteiligen Schraubdeckel aus Metall verwenden. Dieser besteht aus einem Deckel, der auf die Öffnung gelegt wird, und wird anschließend mit dem Schraubdeckel verschlossen.

Sterilisieren Sie darum die Einmachgläser, Gummiringe, Glas- oder Schraubdeckel, indem Sie sie 10 Minuten in kochendes Wasser geben. Stellen Sie sie danach auf einem sauberen Küchentuch ab.

Illustration von sterilisierten Einmachgläsern auf einem Küchentuch

Vorbereitung und Abfüllen des Babybreis

Kochen Sie die Zutaten für den Babybrei, pürieren Sie diese und füllen Sie den Brei dann heiß in die Einmachgläser. Ein Einfülltrichter erleichtert diesen Arbeitsschritt.

Füllen Sie die Gläser maximal bis einen Zentimeter unter den Rand und achten Sie darauf, dass dieser sauber bleibt. Tipp: Geht doch einmal etwas daneben, tauchen Sie ein Tuch in Essigwasser und wischen Sie den Rand damit sauber.

Verschließen Sie die Gläser mit dem entsprechenden Deckel.

Einkochen im Backofen

Stellen Sie die Gläser mit etwas Abstand auf ein tiefes Backblech und schieben Sie dieses auf die unterste Schiene in den Backofen. Füllen Sie Wasser ins Backblech, sodass die Gläser zu zwei Dritteln darin stehen.

Einkochzeiten

  • Für Gemüsebrei sollten die Gläser bei 100°C etwa 90 Minuten lang eingekocht werden.
  • Früchtebrei benötigt nur 30 Minuten bei 90 °C.
  • Brei mit Fleisch braucht zwei Stunden bei 120 °C.

Die Einkochzeit beginnt, wenn kleine Luftblasen im Glas nach oben steigen. Nach der Einkochzeit lassen Sie die Gläser auf einem Küchentuch abkühlen.

Schema des Einkochvorgangs im Backofen mit gefülltem Backblech

Einkochen im Topf

Alternativ können Sie die Gläser auch in einem großen Topf einkochen. Legen Sie hierzu ein Küchentuch auf den Topfboden, stellen Sie die Gläser darauf und füllen Sie Wasser ein, sodass die Gläser zu zwei Dritteln im Wasser stehen. Setzen Sie den Deckel auf den Topf und kochen Sie das Wasser auf.

Sobald das Wasser kocht, beginnt die Einkochzeit entsprechend dem Inhalt des Glases. Nach der Einkochzeit lassen Sie die Gläser auf einem Küchentuch abkühlen.

Einmachen von Babybrei

Zum Einmachen eignen sich Gläser mit einem Schraubverschluss - auch Twist-Off-Deckel genannt - gut. Sterilisieren Sie darum die Schraubgläser und Deckel, indem Sie sie 10 Minuten in kochendes Wasser geben. Stellen Sie sie auf einem sauberen Küchentuch ab.

Kochen Sie die Zutaten für den Babybrei, pürieren Sie diese und füllen Sie den Brei dann kochend heiß in die Einmachgläser. Füllen Sie die Gläser maximal bis einen Zentimeter unter den Rand und achten Sie darauf, dass der Rand sauber bleibt. Tipp: Geht doch einmal etwas daneben, tauchen Sie ein Tuch in Essigwasser und wischen Sie den Rand damit sauber.

Setzen Sie sofort die Deckel drauf, verschließen Sie die Gläser fest und lassen Sie sie auf einem Küchentuch vollständig abkühlen.

Früher wurden die Gläser anschließend auf den Kopf gestellt, damit auch an der Deckelinnenseite und am obersten Rand des Glases durch die Hitze des Inhalts allfällige Keime abgetötet wurden. Heute weiß man, dass sich durch die hohe Temperatur Weichmacher im Deckel lösen können. Wenn Sie jedoch Deckel verwenden, die keine Weichmacher wie BPA oder sonstigen Kunststoff enthalten, können Sie die Gläser stürzen.

Nahaufnahme eines korrekt verschlossenen Einmachglases mit Babybrei

Haltbarkeit und Lagerung

Wenn Sie die Gläser und Deckel richtig und lange genug sterilisiert haben und den heißen Brei sofort danach in die Gläser abfüllen, sollte dieser einwandfrei sein. Die heiße Temperatur des Breis im Glas kann außerdem zusätzlich allfällige Keime abtöten. Lagern Sie die Gläser kühl und trocken, sind sie so lange haltbar:

  • Eingekochte Breie halten sich mindestens ein Jahr und darüber hinaus.
  • Eingemachter Brei hält sich mehrere Monate bis zu einem Jahr.

Nachdem ein Glas angebrochen wurde, hält es sich im Kühlschrank maximal drei Tage. Bevor Sie das Baby mit dem haltbar gemachten Babybrei füttern, probieren Sie ihn am besten selbst.

Vorteile von selbstgemachtem Babybrei

Indem Sie den Babybrei selbst herstellen, können Sie die Lebensmittel selbst bestimmen und Ihr Baby bekommt keine Zusätze wie zum Beispiel Zucker, Salz und Konservierungsstoffe zu essen. Es lernt auf diese Weise den unverfälschten Geschmack von Lebensmitteln kennen. Verwenden Sie für selbst gekochte Babymahlzeiten darum idealerweise Zutaten in Bio-Qualität.

Geeignete Zutaten für Babybrei

Für einen Früchtebrei eignen sich folgende Sorten:

  • Äpfel, Aprikosen, Bananen, Birnen, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Kiwi, Mango, Mirabellen, Pfirsiche, Papaya und Zwetschgen.

Geeignete Gemüsesorten für den Babybrei sind:

  • Blumenkohl, Broccoli, Erbsen, Gurken, Grünkohl, Karotten, Kartoffeln, Kohlrabi, Paprika, Süßkartoffeln, Tomaten und Zucchini.

Nicht geeignete Zutaten

Folgende Lebensmittel sind für Babybrei weniger geeignet:

  • Glutenhaltige Lebensmittel wie Weizen, Dinkel oder Hafer würden gären.
  • Petersilie enthält Bitterstoffe und ruiniert dadurch jeden Brei.
  • Alle Milchprodukte mit einem Fettgehalt über 1,5 Prozent werden schnell ranzig.
  • Eier oder Öl verändern ihren Geschmack. Das Pflanzenöl, das in vielen Rezepten enthalten ist, erst kurz vor dem Essen beifügen.
  • Nüsse können ranzig werden.

Milchprodukte, Mehl und andere glutenhaltige Lebensmittel können eingekocht werden, wenn sie zu einer festen Masse gebacken wurden, zum Beispiel zu einem Kuchen oder Brot.

Hygienehinweise bei der Zubereitung und Aufbewahrung

In Sachen Breimahlzeiten sind insbesondere für die Aufbewahrung von Gläschenresten und die Bevorratung selbstgemachter Breie einige Hygienehinweise zu beachten. Die industrielle Herstellung von Gläschenkost unterliegt strengen Hygienevorschriften.

Umgang mit Fertiggläschen

Bei der Verwendung von Fertiggläschen sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Füttern Sie Ihr Kind nicht direkt mit dem Löffel aus dem Gläschen. Füllen Sie stattdessen eine kleine Menge in eine Schüssel oder auf einen Teller. So vermeiden Sie, dass über den Löffel Keime aus dem Mund Ihres Babys ins Gläschen gelangen und den Breirest verderben.
  • Wenn Sie dennoch einmal direkt aus dem Gläschen füttern, sollten Sie Reste im Glas aus hygienischen Gründen nicht mehr verwenden.
  • Nehmen Sie nur die Menge aus dem Glas, von der Sie wissen, dass Ihr Kind sie isst. Den Rest können Sie dann je nach Produkt noch ein bis drei Tage im Kühlschrank im geschlossenen Glas aufbewahren und weiter verfüttern. Lesen Sie dazu die Empfehlungen der Hersteller auf dem Gläschen.
  • Einmal erhitzte Gläschenkost sollte grundsätzlich nicht aufbewahrt werden. Insbesondere Gläschen, die als Gemüse Spinat enthalten, sollten wegen des hohen Nitratgehaltes von Spinat grundsätzlich nicht noch einmal erwärmt werden.
  • Zum Essen reicht allerdings Zimmertemperatur vollkommen aus, die Breie müssen also nicht unbedingt vorher erwärmt werden.
  • Für den Löffel gilt: Nicht ablecken, damit Sie keine Kariesbakterien auf Ihr Kind übertragen.

Aufbewahrung von selbstgemachtem Brei

Selbstgekochten Brei können Sie im Kühlschrank etwa 24 Stunden lang aufbewahren. Lagern Sie den Brei in der kältesten Zone (zumeist auf die Glasplatte über dem Gemüsefach).

Wenn Sie größere Mengen einer kompletten Breimahlzeit zubereiten, können Sie diese portionsweise einfrieren. Kühlen Sie den Brei nach dem Pürieren möglichst schnell herunter und frieren Sie die Portionen direkt danach ein, damit sich keine Keime vermehren. Als Gefäße können Sie Gefrierdosen oder saubere Gläschen verwenden. Eingefrorene Breie aus eigener Herstellung sind bei -18°C bis zu zwei Monate haltbar.

Wichtig ist, den Brei einzufrieren und erst unmittelbar vor dem Füttern schnell aufzutauen, entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle, um Vitaminverluste zu verhindern. Lassen Sie den Brei nicht über Nacht im Kühlschrank auftauen. Vor dem Füttern müssen Sie den Brei gut durchrühren und seine Temperatur testen. Entnehmen Sie hierzu zum Beispiel mit einem eigenen Löffel eine kleine Portion zum Probieren.

Wenn Sie die eingefrorenen Gläschen in der Mikrowelle auftauen, müssen Sie besonders vorsichtig sein: Hier wird das Essen ungleichmäßig erhitzt und das Kind könnte sich an besonders heißen Nahrungsteilen verbrühen. Hier muss das Essen also besonders sorgfältig umgerührt und seine Temperatur getestet werden.

Statt kompletter Mahlzeiten können Sie auch die einzelnen Zutaten wie Gemüse oder Fleisch - zum Beispiel in Eiswürfelschalen - einfrieren und bei Bedarf entnehmen. Kartoffeln eignen sich allerdings nicht separat zum Einfrieren, da es hier zu erheblichen Geschmackseinbußen kommt.

Einmal aufgetaute Breiportionen dürfen nicht erneut erwärmt oder tiefgefroren werden.

Babybrei einfrieren & haltbar machen: Die Anleitung

Zubereitung von Säuglingsnahrung aus Milchpulver

Eltern sollten Säuglingsnahrung aus Milchpulver immer frisch zubereiten. Das empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das fertige Fläschchen sollte keinesfalls länger als zwei Stunden bei über 5° Celsius herumstehen, bevor es das Baby bekommt. Sonst könnten sich schädliche Keime vermehren.

Wasser abkochen für Säuglingsnahrung

Zum Anrühren des Milchpulvers eignet sich am besten abgekochtes Wasser. Meist können Sie Leitungswasser dafür verwenden. Obwohl die Qualität unseres Leitungswassers generell sehr gut ist, können sich in den Leitungen oder Wasserhähnen Keime und Krankheitserreger vermehren. Um diese abzutöten, das Wasser abkochen.

Bei gekauftem Wasser unbedingt auf den Zusatz "Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet" achten.

Fläschchen und Sauger reinigen

Fläschchen sollten nicht auf Vorrat angerührt, sondern stets frisch zubereitet werden. Auf Reisen oder für das Füttern in der Nacht können Eltern die Säuglingsnahrung aber in saubere, trockene Flaschen portionieren und das abgekochte Trinkwasser in einer sauberen, verschlossenen Thermosflasche aufbewahren. Erst kurz vor dem Füttern das Wasser in das Fläschchen geben und mit dem Pulver mischen.

Bleiben Reste übrig, gehören diese in den Müll. Damit Löffel, Sauger und Fläschchen keimfrei bleiben, empfiehlt das BfR, alle benutzten Utensilien in der Spülmaschine bei 65 Grad Celsius oder per Hand mit heißem Wasser und Spülmittel gründlich zu reinigen. Innen- und Außenseiten von Flasche und Sauger mit Bürsten oder Schwämmen säubern, mit denen Sie kein anderes Geschirr außer Babys Fläschchen reinigen. Noch sicherer ist es, Fläschchen und Sauger in kochendem Wasser für mindestens zwei Minuten auszukochen. Anschließend gut trocknen.

Schritt für Schritt zur fertigen Flasche

So rühren Sie Babys Milch an:

  1. Vor der Zubereitung Arbeitsfläche gut säubern und die Hände gründlich mit fließendem warmem Wasser und Seife reinigen.
  2. Wasser abkochen und etwas abkühlen lassen. Für das Anrühren der Säuglingsnahrung bitte die Angaben zur Wassertemperatur auf der Verpackung beachten. Es genügen zum Beispiel Temperaturen um die 40° Celsius.
  3. Nach Packungsanleitung dosieren. Wenn Sie dazu einen Messlöffel benutzen, streichen Sie das Pulver am besten mit einem sauberen Messerrücken ab.
  4. Milchpulver und Wasser in die Flasche geben und so lange schütteln, bis sich das Pulver aufgelöst hat.
  5. Bevor das Baby die Milch bekommt, muss sie auf Trinktemperatur abkühlen. Das sind höchstens 37 Grad Celsius, also Körpertemperatur. Ein guter Test ist es, wenn Sie ein paar Tropfen auf die Innenseite Ihres Handgelenks geben. Die Milch sollte sich warm, aber nicht heiß anfühlen, die Flasche gut anfassen lassen.

Achtung: Bereiten Sie Fläschchennahrung niemals mithilfe einer Mikrowelle zu.

Infografik zur richtigen Zubereitung von Säuglingsnahrung aus Milchpulver

Aufbewahrung von Muttermilch

Als stillende Mutter möchten Sie sicherstellen, dass Ihr Baby stets die beste Nahrung erhält. Die richtige Aufbewahrung von abgepumpter Muttermilch spielt dabei eine zentrale Rolle, denn nur so bleiben alle wertvollen Nährstoffe und Antikörper erhalten.

Haltbarkeit von Muttermilch nach Lagerungstemperatur

  • Raumtemperatur (16-25°C): Bis zu 4 Stunden. Achten Sie auf einen kühlen, schattigen Ort, meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und Hitzequellen.
  • Kühlschrank (4°C oder kälter): Bis zu 4 Tage. Lagern Sie die Behälter im hinteren Teil des Kühlschranks, wo die Temperatur am konstantesten ist. Verwenden Sie luftdicht verschlossene Gefäße aus Glas oder BPA-freiem Hartplastik.
  • Gefrierschrank (-18°C oder kälter): Bis zu 6 Monate (optimal sind 3 Monate für die beste Qualität). Verwenden Sie spezielle Muttermilchflaschen oder Tiefkühlbeutel, die für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet und frei von Bisphenol A sind.

Hebammen-Tipp: Beschriften Sie jeden Behälter mit Datum und Uhrzeit des Abpumpens. Bewahren Sie Muttermilch in kleineren Portionen von 60 bis 120 ml auf.

Auftauen und Erwärmen von Muttermilch

Einmal aufgetaute Muttermilch sollten Sie innerhalb von 24 Stunden verbrauchen, wenn Sie sie im Kühlschrank aufbewahren. Tauen Sie die Milch am besten langsam im Kühlschrank über Nacht auf oder halten Sie den verschlossenen Behälter unter warmes fließendes Wasser bzw. stellen Sie ihn in ein Wasserbad mit maximal 37 bis 40°C. Niemals dürfen Sie aufgetaute Muttermilch wieder einfrieren, da dies die Qualität stark beeinträchtigt und das Risiko für Bakterienwachstum erhöht.

Hebammen-Tipp: Erwärmen Sie Muttermilch niemals in der Mikrowelle.

Verdorbene Muttermilch erkennen

Verdorbene Muttermilch gibt deutliche Warnzeichen, auf die Sie achten sollten, bevor Sie sie Ihrem Baby geben. Ein stark säuerlicher, ranziger oder fauliger Geruch ist das erste Anzeichen, dass die Milch nicht mehr gut ist. Auch eine klumpige oder flockige Konsistenz, die sich nicht durch sanftes Schwenken auflöst, deutet auf Verderb hin. Beachten Sie jedoch, dass sich Muttermilch beim Stehen natürlich in eine cremige obere Schicht und eine wässrigere untere Schicht trennt.

Mischen und Erwärmen von Muttermilch

Ja, Sie können verschiedene Portionen Muttermilch mischen, solange beide die gleiche Temperatur haben. Kühlen Sie frisch abgepumpte Milch zuerst im Kühlschrank ab, bevor Sie sie zu bereits gekühlter Milch hinzufügen.

Ein seifiger Geruch entsteht durch das Enzym Lipase, das Fette in der Muttermilch abbaut. Bei manchen Müttern ist die Lipase-Aktivität stärker ausgeprägt. Die Milch ist trotzdem sicher für Ihr Baby, auch wenn der Geruch ungewöhnlich erscheint.

Nein, einmal erwärmte Muttermilch sollten Sie nicht wieder kühlen und später erneut verwenden. Durch das Erwärmen und den möglichen Kontakt mit Bakterien aus dem Speichel Ihres Babys steigt das Risiko für Keimwachstum deutlich.

In einer gut isolierten Kühltasche mit Eisbeutel bleibt Muttermilch bis zu 24 Stunden frisch, solange die Temperatur konstant kühl bleibt. Das ist ideal für unterwegs oder am Arbeitsplatz.

Übersichtstabelle zur Haltbarkeit von Muttermilch unter verschiedenen Bedingungen

Haltbarkeit von Milchpulver nach dem Öffnen

Wir empfehlen, einen geöffneten Beutel Milchpulver innerhalb von 3 Wochen aufzubrauchen. Dies hat vor allem sensorische Gründe und dient der Produktstabilität. Nach dem Öffnen dringt automatisch Sauerstoff in das Pulver, der die Beschaffenheit des Milchpulvers verändern kann. Der Geschmack kann sich nach dieser Zeit verändern, und es gibt Kinder, die die Nahrung dann nicht mehr so gerne trinken.

Dennoch: Dringt aus der umgebenden Luft auch Feuchtigkeit an das Nahrungspulver, kann ein mikrobieller Verderb eintreten. Darum empfehlen wir, den Beutel nach jeder Entnahme gut zu verschließen und in einer luftdichten Dose aufzubewahren. Den Beutel nur kurz zum Entnehmen des Pulvers öffnen und geöffnete Beutel immer zügig aufbrauchen.

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