Peg Perego Babyschalen im Test: Erfahrungen und Berichte

Der ADAC-Kindersitztest 2019 und weitere Prüfungen beleuchten die Sicherheit und Qualität von Kindersitzen, darunter auch Modelle von Peg Perego. Während einige Modelle durchfallen, zeigen andere gute bis sehr gute Ergebnisse.

ADAC-Kindersitztest: Schwächen bei Peg Perego und anderen Herstellern

Im aktuellen ADAC Test fielen zwei Kindersitze negativ auf. Das Modell "Viaggio Twist + Base Twist" von Peg Perego wurde wegen gravierender Sicherheitsprobleme und zu hoher Schadstoffbelastung gleich zweimal beanstandet. Auch der Kindersitz "Silver Cross Discover i-Size" zeigte eine zu hohe Belastung mit dem Weichmacher DPHP. Alle anderen 24 getesteten Modelle erhielten jedoch eine Empfehlung, wobei 15 davon mit der Note "gut" bewertet wurden.

Die Babyschalen für die kleinsten Kinder (Größe 40 bis 87 cm) schnitten durchweg gut ab, wobei das Modell Nuna Pipa Urbn mit der Note 1,6 als Spitzenreiter hervorging. Bei den Kleinkindersitzen bis 105 cm waren der "Maxi-Cosi Mica 360 Pro" und der "Cybex Sirona GI i-Size" mit jeweils Note 2,2 am besten platziert. Für die größeren Kinder bis 150 cm wurde der "Avova Sora-Fix" mit der Note 2,0 am besten bewertet.

Der ADAC prüft Kindersitze hinsichtlich Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt. Die Tests des ADAC gehen dabei über gesetzliche Anforderungen hinaus.

Schema der ADAC Prüfkriterien für Kindersitze

Entwicklungen und Vergleiche von Kindersitzen

Der "Maxi-Cosi Pebble 360 Pro" wurde im Herbst 2023 wegen Schadstoffgehalts im Bezugsstoff abgewertet. Sein Nachfolger, der "Maxi-Cosi Pebble 360 Pro2", ist frei von Schadstoffen und erhielt sowohl mit als auch ohne Isofix-Station "FamilyFix 360 Pro" das ADAC Urteil "gut". Der Test verdeutlicht die erheblichen Qualitätsunterschiede zwischen Kindersitzen und die Notwendigkeit einer gründlichen Informationsbeschaffung vor dem Kauf.

Seit 2015 hat der ADAC rund 450 Kindersitzmodelle getestet. Im Frühjahrstest 2019 wurden in Zusammenarbeit mit ÖAMTC, TCS und Stiftung Warentest 31 Kindersitze und Babyschalen geprüft.

Ergebnisse des Frühjahrstests 2019

Bei den Kindersitzen für Kinder bis 4 Jahre wurden unter anderem der Sirona Z von Cybex, der Nuna Norr, Heyner Multifix Twist und der Hy5.1 TT von Nachfolger sowie Besafe IZI Modular und Maxi-Cosi Pearl Pro getestet. Anders als im Herbsttest fielen hier zwei Sitze durch:

  • Der Chicco Oasys i-Size Bebecare bestand den Frontalcrash-Test nicht. Ein Riss im Hosenträgergurt schleuderte den Dummy durch das Auto.
  • Der Maxi-Cosi TobiFix wurde als "mangelhaft" bewertet, primär aufgrund von Problemen in der Schadstoffprüfung.

Alle anderen Modelle erhielten mindestens die Note "befriedigend".

Besondere Modelle im Fokus

Der Maxi-Cosi Jade erhielt als Babywanne ein "sehr gut" im ADAC-Crashtest und gilt als hervorragender Einstieg in die Reboarder-Sitzreihe Pearl. Die Zulassung nach ECE Norm R 129 ist eine Besonderheit. Ein Nachteil des Maxi-Cosi Jade ist sein Eigengewicht von über 6 Kilogramm.

Die Babyschale von Avionaut, mit einem Gewicht von nur zweieinhalb Kilogramm, gilt als einer der leichtesten Kindersitze weltweit. Zugelassen nach ECE 129 für Kleinkinder bis 1 ½ Jahre, hinterlässt sie nach dem ADAC Test 2019 einen positiven Eindruck, mit geringem Verletzungsrisiko bei Front- und Seitenaufprall.

Der Pebble Pro i-Size von Maxi-Cosi wurde im ADAC Kindersitztest 2019 sowohl mit Gurt als auch auf seiner Isofix-Basisstation 3wayFix getestet. Die Nutzungsgrenze liegt bei bis zu 75 Zentimetern Körpergröße. Die Sicherheit, insbesondere beim Frontalcrash, wurde hoch bewertet.

Vergleich der wichtigsten Sicherheitsmerkmale von Babyschalen

Peg Perego Primo Viaggio SL Isofix: Ein "sehr gut" von Stiftung Warentest

Die Traditionsmarke Peg Perego aus Italien bietet mit dem Primo Viaggio SL Isofix eine Babyschale, die von der Stiftung Warentest (Ausgabe 6/2013) mit "sehr gut" bewertet wurde. Hauptvorteile sind der Unfallschutz und der Bedienkomfort. Die Isofixbasis verbleibt im Fahrzeug und die Babyschale kann einfach darauf eingeklickt werden.

Flexibilität und Handhabung des Primo Viaggio SL Isofix

Die Isofixbasis erleichtert den täglichen Ein- und Ausbau und ist auch für den Nachfolgesitz Primo Viaggio 1 Duo-Fix K für Kinder bis vier Jahre kompatibel. Die Basis ist jedoch nur für Fahrzeuge mit Isofix-Ösen geeignet. Alternativ kann die Babyschale auch nur mit dem Autogurt befestigt werden. Ein Nachteil ist, dass für die Befestigung ohne Basis ein langes Gurtband benötigt wird und die Tragebügel zum Einbau umgelegt werden müssen.

Die Montage ist nur in freigegebenen Fahrzeugen möglich. Bei Verwendung der Basis mit Stützfuß darf das Fahrzeug in der Regel kein Unterbodenstaufach haben. Die Kompatibilität sollte anhand der Fahrzeugtypenliste von Peg Perego geprüft werden.

Sicherheits- und Schadstoffbewertung

In der Schadstoffprüfung zeigte der Peg Perego Primo Viaggio SL Isofix relativ gute Werte, fiel jedoch wegen geringer Mengen an Organophosphor-Flammschutzmitteln in dieser Rubrik auf "befriedigend" zurück. Im Unfallschutz überzeugte der Sitz mit guten Belastungswerten im Frontcrash und sehr guten Werten im Seitenaufprall. Auch Gurtverlauf und Stand im Fahrzeug wurden positiv bewertet. Das konzeptionelle Fehlbedienungsrisiko wird als gering eingeschätzt.

Das Kind findet ausreichend Platz im Sitz, und die Sitzposition wird als "sehr gut" beurteilt.

Peg Perego team: Der flexible Geschwisterwagen

Mit dem Modell team hat Peg Perego einen vielseitigen Allrounder entwickelt, der sich durch einen Adapter zum Geschwisterwagen umfunktionieren lässt. Verschiedene Kombinationen sind möglich: Babywanne mit Sportwagensitz, Babyschale und Sitz oder zwei Sitze.

Anpassungsfähigkeit und Praxistest

Dieses Baukastensystem macht den "team" zum Begleiter für ein oder zwei Kinder bis zum 3. Lebensjahr. Der ausziehbare Lederimitat-Schiebegriff ist auch für große Eltern optimal geeignet. Große Luftkammerräder bewältigen unterschiedliche Untergründe problemlos. Ein großzügiger Netzkorb bietet Stauraum. Das Gestell lässt sich einfach wie ein Buch zusammenfalten und schnell im Auto verstauen.

Fünf Familien testeten den Kinderwagen im Praxistest und bewerteten Design, Anwenderfreundlichkeit, Sicherheit und Qualität mit guten Noten. Ausstattung und Liegekomfort für Babys erhielten jeweils "sehr gut". Testerinnen lobten die lange Nutzbarkeit durch verschiedene Umbaumöglichkeiten, die Sicherheit und Langlebigkeit des robusten Materials sowie die vielseitige Einsetzbarkeit.

Peg Perego Team Features Video

Weitere Babyschalen im Vergleich

Avionaut (Mai 2022 Test)

Diese Babyschale (ca. 4,2 kg) ist nach UN ECE Reg. 129 ("i-Size") zugelassen. Die Sitzauswahl erfolgt anhand der Körpergröße des Kindes. Die Höhe der Hosenträgergurte lässt sich einfach an das wachsende Kind anpassen. Ein Wechsel in den Nachfolgesitz ist erst nötig, wenn der Kopf des Kindes den oberen Rand der Babyschale erreicht.

Testergebnis (ADAC Urteil):

  • Sehr geringes Verletzungsrisiko beim Front- und Seitencrash
  • Guter Gurtverlauf
  • Anschnallen des Kindes einfach
  • Leicht verständliche Anleitung und Warnhinweise
  • Bezug leicht zu entfernen
  • Gute Verarbeitung
  • Günstige Sitzposition, geringer Platzbedarf, sehr gutes Platzangebot
  • Leicht erhöhte Gefahr der Fehlbedienung
  • Sitzeinbau etwas aufwändiger
  • Benötigt große Gurtlänge
  • Nur Handwäsche möglich
  • Beeinträchtigte Sicht für das Kind nach außen
  • Sehr geringe Schadstoffbelastung

Peg Perego Primo Viaggio SL Isofix (Mai 2021 Test)

Diese Babyschale (ca. 5,6 kg) ist ebenfalls nach UN Reg. 129 zugelassen. Die Gurt- und Kopfstützenhöhe kann zentral angepasst werden. Der Tragebügel muss zum Einbau im Fahrzeug umgeklappt werden, und die Schale ist vergleichsweise schwer.

Testergebnis (ADAC Urteil):

  • Sehr geringes Verletzungsrisiko beim Front- und Seitencrash
  • Guter Gurtverlauf
  • Kindersitz steht stabil im Fahrzeug
  • Anschnallen des Kindes einfach
  • Leicht verständliche Anleitung und Warnhinweise
  • Bezug ist leicht zu entfernen
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Erhöhte Gefahr der Fehlbedienung
  • Hohes Gewicht
  • Braucht große Gurtlänge
  • Nur Handwäsche möglich
  • Sehr gute Beinauflage, sehr gute Polsterung
  • Günstige Sitzposition, geringer Platzbedarf, sehr gutes Platzangebot
  • Beeinträchtigte Sicht für das Kind nach außen
  • Leicht erhöhte Schadstoffbelastungen

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