Nuby All Natural Wundschutzcreme: Inhaltsstoffe und Anwendung

Die Bewertung von Kosmetikprodukten und deren Inhaltsstoffen ist eine komplexe Aufgabe, bei der Transparenz und Unabhängigkeit von entscheidender Bedeutung sind. Plattformen wie der "Hautschutzengel" spielen dabei eine wichtige Rolle, indem sie Konsumenten helfen, sich im Dschungel der Kosmetikindustrie zurechtzufinden und fundierte Entscheidungen für ihre Hautgesundheit zu treffen.

Der Hautschutzengel: Ein unabhängiger Ratgeber

Seit etwa 10 Jahren unterstützt der "Hautschutzengel" seine Nutzer dabei, ihre Hautprobleme zu bewältigen und fundierte Entscheidungen im Bereich Kosmetik zu treffen. In Deutschland gilt er als einzigartige Ressource, die zu 100 % neutral und unabhängig von der Kosmetikindustrie agiert.

Damit ein Produkt vom Hautschutzengel bewertet und empfohlen werden kann, ist es notwendig, dass es in die INCI-Tester Datenbank eingetragen ist. Die Nachprüfbarkeit der Inhaltsstoffe ist hierbei ein zentrales Kriterium.

Es ist wichtig zu verstehen, dass der Hautschutzengel auch Produkte mit Inhaltsstoffen empfiehlt, die nicht ausschließlich als unbedenklich eingestuft werden. Dies geschieht dann, wenn der Nutzen des Produkts das potenzielle Risiko überwiegt und das Produkt eine spezifische Funktion erfüllt, für die derzeit keine adäquate Alternative existiert. In solchen Fällen wird bei der Bewertung der Zusammensetzung ein Punktabzug vorgenommen.

Die Hautschutzengel-Datenbank ermöglicht es jedem Nutzer, durch gezieltes Filtern selbst zu bestimmen, welche Faktoren bei der Auswahl von Kosmetikprodukten für ihn persönlich am wichtigsten sind.

Grafik zur Funktionsweise der Hautschutzengel-Datenbank mit Filteroptionen

Inhaltsstoffbewertung und Produktinformationen

Die Bewertung der Inhaltsstoffe erfolgt unabhängig vom konkreten Produkt. Es ist jedoch zu beachten, dass aufgrund zeitlicher Verzögerungen und möglicher Tippfehler keine Garantie dafür übernommen werden kann, dass die auf der Webseite publizierten Zutaten oder Nährwerte exakt mit den Informationen auf der Produktetikette übereinstimmen. Lediglich die Angaben auf der Etikette des Produkts sind maßgeblich.

Das Produkt wird als vegan eingestuft. Diese Einschätzung basiert auf der Analyse der Verpackungsangaben, die entweder aus Produktdatenbanken stammen oder teilweise von Nutzern erfasst wurden. Sollten die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Vegan-Status aufweisen, unvollständig oder fehlerhaft erfasst sein oder veraltet sein, kann die Einschätzung abweichen. Codecheck.info kann keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernehmen.

Veganismus ist eine Lebens- und Ernährungsweise, die auf den Konsum von Produkten tierischen Ursprungs oder Produkten mit tierischen Bestandteilen verzichtet. Dazu zählen Lebensmittel und Kosmetika, die Inhaltsstoffe wie Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Milch, Eier und Honig enthalten. Die Gründe für Veganismus sind vielfältig und reichen von gesundheitlichen Aspekten über ethische Überzeugungen wie Tierschutz und Tierrechte bis hin zum Umweltschutz.

Es gilt stets: Nur die Angaben auf dem Etikett des Produkts sind relevant.

Potenzielle problematische Inhaltsstoffe: Palmöl

Einige Inhaltsstoffe können aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt sein. Dazu zählen beispielsweise Caprylic Acid und Glycerin. Die Produktion von Palmöl steht jedoch in engem Zusammenhang mit erheblichen Umweltschäden und sozialen Konflikten.

Umweltauswirkungen der Palmölproduktion

Zur Schaffung von Platz für Ölplantagen werden große Flächen von Regenwäldern gerodet. Dies hat verheerende Folgen:

  • In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Regenwälder zerstört.
  • Zahllose Lebewesen sind vom Aussterben bedroht, insbesondere der Orang-Utan, dessen Populationen in Sumatra und Borneo dramatisch gesunken sind.
  • Die Waldzerstörung führt zur Freisetzung riesiger Mengen an Kohlendioxid (CO2), was Indonesien zu einem der größten Treibhausgasemittenten macht.
  • Die Entwässerung von Torfgebieten für den Anbau von Ölpalmen setzt zusätzlich CO2 und Methangas frei.
  • Brandrodungen und die damit verbundenen Torf- und Buschbrände emittieren enorme Mengen an CO2. Die Waldbrände in Indonesien im Jahr 2015 setzten mehr klimaschädliches CO2 frei als die gesamten USA im gleichen Zeitraum.
Karte der Regenwaldzerstörung durch Palmölplantagen in Indonesien und Malaysia

Um den Klimawandel zu bekämpfen, ist ein Moratorium auf die Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten unerlässlich.

Soziale Konflikte durch Palmölplantagen

Die Ausdehnung von Palmölplantagen führt häufig zu sozialen Konflikten. Die einheimische Bevölkerung verliert ihr Land, das ihre Lebensgrundlage darstellt, an die Palmölindustrie. Oftmals halten die Palmölfirmen ihre Versprechungen zur Kompensation gegenüber der Landbevölkerung nicht ein.

Palmöl in Deutschland und der EU

Deutschland verbraucht jährlich rund 1,8 Millionen Tonnen Palmöl. Der größte Anteil fließt in die Herstellung von Biodiesel (41 Prozent), gefolgt von Nahrungs- und Futtermitteln (40 Prozent) sowie industriellen Anwendungen wie Pharmazie oder Reinigungsmitteln (17 Prozent). Palmöl ist in etwa jedem zweiten Supermarktprodukt enthalten, von Margarine und Süßwaren bis hin zu Kosmetika und Waschmitteln.

Seit 2016 müssen Lebensmittel, die Palmöl enthalten, in der EU entsprechend deklariert werden. Für Kosmetika besteht jedoch noch keine Deklarationspflicht. Viele Begriffe auf Kosmetikverpackungen, wie Sodium palmate oder Elais guineensis, können auf Bestandteile der Ölpalme hinweisen. Da viele chemische Rohstoffe wie Fettsäuren sowohl aus Palmöl als auch aus anderen Pflanzen gewonnen werden können, ist es für Verbraucher nahezu unmöglich, den Kauf von Palmprodukten gänzlich zu vermeiden.

Nachhaltiges Palmöl und Zertifizierungen

Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung oder sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt noch gering.

Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) setzt zwar Kriterien für die Zertifizierung, wird jedoch von vielen Firmen als "grünes Feigenblatt" missbraucht. Es fehlen Kriterien, die der Treibhausgasproblematik Rechnung tragen, sowie seriöse und unabhängige Kontrollmechanismen.

Greenpeace kritisiert, dass der RSPO in einigen Fällen nicht in der Lage war, die nachhaltigen Anbaumethoden zertifizierter Lieferanten sicherzustellen.

Bio-Suisse zertifiziertes Palmöl folgt Richtlinien, die die Rodung von Flächen mit hohem Schutzwert verbieten, ausgenommen sind Flächen, die vor 1994 gerodet wurden.

Infografik zu den verschiedenen Palmöl-Zertifizierungen und ihren Schwächen

Handlungsempfehlungen für Verbraucher

Verbraucher können Hersteller aktiv dazu auffordern, kein Palmöl aus Regenwald- und Torflandzerstörung mehr zu verwenden. Dies kann über den Kundenservice oder ein Kontaktformular geschehen. Je mehr Konsumenten wirklich nachhaltiges Palmöl nachfragen, das weder Zerstörung von Lebensräumen, Landkonflikte noch Artenverlust mit sich bringt, desto eher werden Hersteller bereit sein, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Die Nachfrage nach Palmöl steigt weltweit stark an. Die Produktion führt jedoch in Indonesien und Malaysia zur massiven Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten.

Funktionen einzelner Inhaltsstoffe

  • Konservierungsmittel: Hemmt in erster Linie die Entwicklung von Mikroorganismen in kosmetischen Mitteln. (Quelle: Cosmetic Ingredient Review (CIR). 2010. CIR Compendium, containing abstracts, discussions, and conclusions of CIR cosmetic ingredient safety assessments.)
  • Denaturierungsmittel: Macht kosmetische Stoffe ungenießbar.

Palmölverbrauch | Welche Auswirkungen hat Palmöl auf die Umwelt?

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