Die Matratze gehört zu den wichtigsten Elementen der Bettausstattung. Nacht für Nacht - manchmal auch tagsüber - legen wir unseren Körper auf dieser funktionellen Schlafunterlage zur Ruhe. Dabei ist die Matratze gewissen Belastungen ausgesetzt und es kommt zwangsläufig zu „Verschmutzungen“ verschiedenster Art. Um sich im Bett rundum wohlzufühlen und lange Freude an der Matratze zu haben, ist eine gute Pflege und Reinigung der Schlafunterlage wichtig.
Die Hauptaufgaben und Anforderungen an eine Matratze
Die ergonomisch korrekte Lagerung des Körpers ist die wichtigste Hauptaufgabe der Matratze. In jeder Schlaf- bzw. Liegeposition sollte die Wirbelsäule ihre natürliche S-Form beibehalten, damit die notwendige Entlastung und Regeneration erfolgen kann. Dazu muss die Matratze den Körper an einigen Stellen unter-stützen und an anderen Stellen nachgiebiger sein, damit der Körper dort tiefer in die Schlafunterlage einsinken kann.
Feuchtigkeitsmanagement und Raumklima
Der Körper eines gesunden Menschen gibt während einer einzigen Nacht rund einen halben Liter Flüssigkeit ab - bei kranken Personen können es schnell anderthalb Liter und mehr werden. Etwa ein Drittel dieser abgegebenen Flüssigkeit geht in die Schlafunterlage. Die Feuchtigkeitsabgabe der Matratze steht in Abhängigkeit zur Lufttemperatur im Schlafzimmer: Je kälter der Raum ist, umso langsamer gibt die Matratze die Feuchtigkeit ab. Dieses führt dazu, dass sich die Feuchtigkeit in der vom Körper aufgewärmten Matratze sammelt. Feuchtes Liegen ist unhygienisch, unangenehm und es gibt für die Gelenke und die Muskulatur kaum etwas Schädlicheres als feuchte Kälte. Außerdem kann bei zusätzlich ungünstigen Begleitumständen wie einem nur selten beheizten Raum oder einem mangelhaft isolierten, kalten Boden Schimmel entstehen.
Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte deshalb langfristig immer bei mindestens 15°C und maximal bei 20°C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60% liegen.
Wärmeisolierung und Körpertemperatur
Die wärme-isolierende Wirkung von Matratzen fällt abhängig von ihrer Beschaffenheit unterschiedlich aus. So weisen z.B. Kaltschaummatratzen oder andere Matratzen mit Schaumstoffkern eine sehr hohe Isolierwirkung auf und können deshalb die aufgenommene Körperwärme lange „speichern“. Dieses ist für Menschen, die schneller frieren oder Personen, die bei eher niedrigen Raumtemperaturen nächtigen, wichtig. Ist der Schlafraum stärker geheizt oder tendiert der Schläfer generell eher dazu, dass ihm in der Nacht zu warm wird, sollte eine Matratze gewählt werden, die lediglich eine mittlere Isolierwirkung aufweist. Die Matratze sollte in diesen Fällen die Wärme schneller vom Schlafenden ableiten, damit es nicht zu warm im Bett wird.
Bei der Bewertung der wärme-isolierenden Funktion einer Matratze muss man allerdings auch sein eigenes Körpergewicht sowie ggf. besondere Eigenschaften eines Matratzen-Modells berücksichtigen. Für unser Wohlbefinden ist es wichtig, dass die Körpertemperatur konstant gehalten wird. Unser Körper reagiert sehr empfindlich auf Schwankungen und nimmt bereits Abweichungen von lediglich einem Grad wahr. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sowohl die Matratze als auch die eingesetzten Bettwaren so funktionieren, dass ein ausgeglichenes Klima im Bett herrscht. Überschüssige Wärme muss also zuverlässig nach außen abgeleitet werden.
Aufbau und Materialien von Matratzen
Matratzenkern
Der Kern einer Matratze ist ausschlaggebend für Ihre Eigenschaften und die gebotene Funktionalität. Grob unterscheidet man anhand des eingesetzten Kernmaterials nach Federkernmatratzen (z.B. Bonell-Federkern, Tonnentaschen-Federkern), Schaumstoffmatratzen (z.B. Kaltschaum, Viscoschaum), Latexmatratzen, Gelmatratzen sowie diversen Naturmatratzen (z.B. Kapok, Rosshaar oder Kokos).
Matratzenbezug
Der Bezug einer Matratze nimmt ebenfalls Einfluss auf ihre Eigenschaften und Funktionen. Er sollte in Material, Ausstattung und Ausführung auf den Kern der Matratze abgestimmt sein. Matratzen können mit fest angenähten oder abnehmbaren Bezügen ausgestattet werden, was für die Reinigung der Matratze von wesentlicher Bedeutung ist. Ein guter Bezug mit temperatur- bzw. klima-regulierenden Eigenschaften kann übrigens bis zur Hälfte des Gesamtpreises einer Matratze ausmachen.
Polsterung
Die Polsterung ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil von Matratzen. Da die Polsterung sowohl Komponente des Kerns als auch des Bezugs sein kann, handelt es sich hierbei genau genommen um kein einzelnes Element. Meist wird das Polstermaterial zu einem Vlies verarbeitet und dann direkt auf den Matratzen-Kern aufgebracht oder aber mit dem Bezug versteppt. Bei einigen Matratzen werden verschiedene Polstermaterialien eingesetzt und es gibt auch Modelle, bei denen sowohl eine Polsterung im Kern wie auch im Bezug vorhanden ist. Oft wird bei Matratzen auch noch nach Grobpolster und Feinpolster unterschieden. Die Matratzen-Polsterung sollte elastisch, feuchtigkeits- und luftdurchlässig sein sowie über wärme-regulierende Eigenschaften verfügen.

Die richtige Reinigung der Matratze
Reinigung von Matratzen mit abnehmbarem Bezug
Wenn Ihre Matratze mit einem abnehmbaren Bezug versehen ist, der sich waschen lässt, können Sie diesen einfach vom Kern trennen. Wie sich das textile Material des Bezuges genau pflegen lässt, können Sie in der Regel einem Etikett mit Pflegesymbolen am Bezug entnehmen.
Haben Sie eine sehr große, einteilige Matratze (ab 140 cm Breite) oder eine Schlafunterlage mit einem sehr dicken Bezug, resultiert daraus in der Regel ein höheres Gewicht (vor allem im nassen Zustand). Aus diesem Grund ist eine Reinigung in einer üblichen Haushaltswaschmaschine nicht empfehlenswert, auch wenn sich der Bezug eventuell trocken noch irgendwie in der Trommel der Maschine unterbringen lässt. In diesem Fall ist es ratsam, einen Waschsalon aufzusuchen, wo Maschinen mit einem höheren Fassungsvermögen zur Verfügung stehen.
Aus hygienischer Sicht ist ein Kochen (Waschen bei 90°C) empfehlenswert, insbesondere für Allergiker. Achten Sie beim Kauf einer neuen Matratze auf einen abnehmbaren und waschbaren Bezug, der sich teilen lässt (umlaufender Reißverschluss).
Als Allergiker sollten Sie beim Neukauf einer Matratze nicht nur Wert auf einen abnehmbaren und waschbaren Bezug legen, sondern einem Modell den Vorzug geben, welches durch eine spezielle Textilausrüstung zusätzlichen Schutz vor Milben bietet.
Trocknung von Matratzenbezügen
Unabhängig davon, was Ihnen das Pflegesymbol für den „Tumbler“ bzw. Wäschetrockner Ihres Bezuges anzeigt, gilt generell, dass es nicht sinnvoll ist, Matratzen-Bezüge in der Maschine zu trocknen. Sollten Sie Ihren Bezug selbst waschen, ist eine reguläre Lufttrocknung ideal. Dazu sollten Sie den Bezug allerdings nicht aufhängen. Ziehen Sie den feuchten Bezug stattdessen in Form und spannen Sie ihn, wenn möglich über die Lehnen von vier Stühlen, so dass die Feuchtigkeit gut über die große Fläche abgegeben werden kann. Alternativ eignen sich z.B. auch zwei stabile Flügel-Wäschetrockner zur Trocknung des Matratzen-Bezuges. Platzieren Sie den Bezug zum Trocknen bitte an einem schattigen Ort und auf gar keinen Fall in der prallen Sonne. Falls Sie den Matratzen-Bezug doch in den Wäschetrockner geben wollen (vorausgesetzt er trägt das entsprechende Pflegesymbol), wählen Sie die niedrigste Temperatur aus, um ein eventuelles Einlaufen des textilen Materials zu verhindern.
Reinigung von Matratzen mit festem Bezug
Insbesondere bei Matratzen, bei denen sich der Bezug nicht abnehmen lässt, stellt sich für die Hausfrau oder den Hausmann die Frage, was er tun kann, um auch diese Matratzen richtig sauber zu machen. Grundsätzlich kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass es nicht wirklich empfehlenswert ist, einer Matratze mit großer Feuchtigkeit zu Leibe zu rücken. Die Feuchtigkeit dringt durch den Bezug in den Kern der Matratze ein. Trocknet die Matratze dann nicht richtig aus, schafft man so in bester Absicht einen optimalen Lebensraum für Hausstaubmilben und eine Basis für eine mögliche Schimmel-Entstehung.
Auch mit einer Trockenreinigung können Sie Ihrer Matratze etwas Gutes tun. Dazu brauchen Sie nur Natron (Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) oder auch: Soda, Bestandteil von klassischem Backpulver). Für die Matratzen-Reinigung wird das Natron-Pulver einfach gleichmäßig auf die Matratze aufgestreut. Anschließend einfach über mehrere Stunden wirken lassen, bevor man das Pulver ganz vorsichtig bei geringer Leistung mit dem Staubsauger von der Matratze entfernt. Die Salzkristalle des Natrons wirken abtötend auf Keime, Bakterien und Pilze.
Professionelle Matratzenreinigung
Wenn Sie Ihre Matratze einer kompletten Tiefenreinigung unterziehen wollen, überlegen Sie, einen Fachmann hinzuziehen. Es gibt professionelle Unternehmen, die sich auf die Matratzen-Reinigung spezialisiert haben. Diese kommen häufig - gegen eine Anfahrtspauschale - auch direkt zu Ihnen nach Hause, um die Matratze vor Ort zu reinigen. Dieses erspart Ihnen insbesondere bei sehr großen Matratzen den umständlichen Transport. Achten Sie bei der Auswahl eines Reinigungsunternehmens darauf, welche Verfahren zur Reinigung der Matratze eingesetzt werden.
Die richtige Pflege der Matratze
Belüftung und Lüften
Die korrekte Pflege der Matratze steht vielfach in direktem Zusammenhang mit ihrer Reinigung. Wie bereits eingangs geschildert, muss die Matratze jede Nacht eine große Flüssigkeitsmenge aufnehmen. Damit diese problemlos wieder abgegeben werden kann, ist eine gute Durchlüftung notwendig. Diese Durchlüftung wird zum Teil durch die Zwischenräume im Lattenrost gewährleistet.
Lüften Sie das Schlafzimmer jeden Tag direkt nach dem Aufstehen. Schlagen Sie dabei am besten das Oberbett ganz zurück bzw. nehmen Sie sämtliche Bettwaren aus dem Bett, damit die Matratze besser nach oben hin „atmen“ kann. Da auch Bettdecke und Kopfkissen während des Schlafes Flüssigkeit vom Körper aufnehmen, empfiekt sich diese ebenfalls so aufzuhängen oder hinzulegen, dass eine gute Belüftung der Bettwaren sichergestellt ist. Auch von unten sollte eine optimale Belüftung der Matratze gegeben sein. Wenn Sie über ein Bettgestell mit geschlossenem Bettkasten verfügen, öffnen Sie z.B. die Bettkastenschubladen.
Machen Sie das Bett frühestens zwei bis drei Stunden nach dem Aufstehen und verzichten Sie nach Möglichkeit auf Bettüberwürfe oder Tagesdecken. Falls Sie die Möglichkeit haben, empfiehlt es sich, den Schlafraum auch während des Tages immer wieder einmal kurz für 10 bis 15 Minuten zu lüften. Öffnen Sie dazu die Fenster vollständig und sorgen Sie für richtigen Durchzug, damit sich ein kompletter Luftaustausch vollziehen kann.
Mindestens alle drei Monate sollten Sie Ihre Matratze komplett lüften. Dazu nehmen Sie die Matratze aus dem Bett heraus und stellen Sie hochkant hin. Lassen Sie die Matratze bei geöffnetem Fenster für mehrere Stunden so stehen. Beachten Sie bitte, dass Matratzen mit Federkern, Schaumkern oder Latex-Kern vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden müssen. Wenn Sie eine Futon- oder Naturmatratze Ihr Eigen nennen, sollten Sie diese ruhig der Sonne aussetzen. Die UV-Strahlen wirken dabei keimtötend und die Fasern der Matratze trocknen sehr gut aus.
Auslüften neuer Matratzen
Wenn Sie sich eine neue Matratze anschaffen, ist es ratsam, diese vor der ersten Verwendung erst einmal richtig auslüften zu lassen (Zeitraum: ca. 12 bis 24 Stunden). Die in der Matratze enthaltenen Stoffe sind zwar generell nicht gesundheitsschädlich, können aber zunächst unangenehm ausdünsten.
Drehen und Wenden
Um für eine gleichmäßige Abnutzung der Matratze zu sorgen und einer Liegekuhlen-Bildung vorzubeugen, sollte die Matratze regelmäßig gedreht und gewendet werden.
Hilfsmittel zur Reinigung und Pflege
Eine weiche Bürste ist ein überaus empfehlenswertes Hilfsmittel für das richtige Reinigen der Matratze. Mit der Bürste können Sie die Matratzen-Oberfläche regelmäßig abbürsten. Auch, wenn es immer noch Menschen gibt, die bei der Reinigung Ihrer Matratze zum Teppichklopfer greifen, so ist dieses Putzutensil denkbar ungeeignet dazu und sollte keinerlei Verwendung finden.
Der Staubsauger ist sehr beliebt bei der Matratzen-Reinigung. Auch die Nutzung des Staubsaugers kann sich allerdings negativ auf die Polsterung der Matratze (z.B. Verhärtungen durch verschobene Füllungen) auswirken oder auch zu Beschädigungen am Bezug (Ausleiern, Knötchenbildung) führen. Insbesondere für Allergiker werden spezielle Milbensauger bzw. Milbenstaubsauger angeboten. Diese Geräte arbeiten in der Regel nicht nur mit Saugkraft, sondern auch mit UV-Licht, welches die Milben abtöten soll. Die Wirkung der Milbensauger ist in Fachkreisen allerdings nicht ganz unumstritten. Einige Hersteller von Staubsaugern bieten alternativ auch spezielle Antimilben-Staubsaugeraufsätze für ihre Geräte an.

Zusätzlicher Matratzenschutz
Laken und Spannbettlaken
Die Verwendung eines regulären Bettlakens bzw. Spannbettlakens zum grundsätzlichen Schutz der Matratze und meist auch aus optischen Gründen ist für die meisten Menschen selbstverständlich. Eine Ausnahme bilden hier die Boxspringbetten, bei denen die Matratzen oft an den Seiten über dekorativen Stoff oder Kunstleder verfügen, so dass sich ein harmonisches und stimmiges Gesamtbild ergibt.
Molton- und Kalmuck-Bettwaren
Ergänzend zum Laken oder Spannbettlaken gibt es weitere Produkte aus dem Bereich der Bettwaren, die zum zusätzlichen Matratzen-Schutz und für eine verbesserte Hygiene eingesetzt werden können. Besonders bekannt und verbreitet sind hierbei saugfähige bzw. feuchtigkeitsabsorbierende Molton- oder Kalmuck-Bettwaren. Diese stehen in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung, worunter auch komplett wasserdichte Artikel zu finden sind.
Matratzen Encasings
Sehr praktisch und komfortabel in der Handhabung sind Spannbettlaken. Diese schützen im Gegensatz zu einfachen Laken nicht einzelne Teile oder die komplette Liegefläche der Matratze, sondern auch die Seiten. Bei den so genannten Matratzen Encasings handelt es sich um zusätzliche Vollbezüge für Matratzen, die noch einmal um die komplette Matratze gezogen werden. Dank einer speziellen Textilausrüstung bieten die Encasings einen zuverlässigen Schutz gegen Milben, Bakterien und Pilze. Die Encasings sind bei hohen Temperaturen waschbar. Sie empfehlen sich so perfekt für den Einsatz in Allergikerbetten. Sie sind insbesondere beim Neukauf einer Matratze empfehlenswert, da sich so von Anfang an eine Verunreinigung mit bzw. Ansiedlung von Milben verhindert.
Topper
Beim Topper handelt es sich vom Prinzip her um eine dünne Zusatzmatratze mit einer Höhe von etwa fünf bis zehn Zentimetern. Durch den Topper lässt sich das direkt auf dem Bett wahrgenommene Liegegefühl verfeinern, während die eigentliche Matratze weiterhin maßgeblich die Liegeergonomie sowie den Schlafkomfort bestimmt. Wird ein großer Topper im Doppelbett eingesetzt, lässt sich bei zwei Einzelmatratzen die oft unliebsame „Besucherritze“ komfortabel damit überbrücken. Die Nutzung eines Toppers schafft zudem eine zusätzliche Schutzschicht für die darunterliegende Matratze.
Matratzenbezug (Emma One) abziehen, waschen und aufziehen Matratzen Reinigung Anleitung
Spezielle Hinweise zur Matratzenpflege bei Babys und Kleinkindern
Babybay Matratzenreinigung
Die Frage „wie reinigt ihr eure Babybay Matratze, habt ihr dafür einen Bezug?“ taucht häufig auf. Wenn die Matratze nur Handwäsche erlaubt, kann sie im Schonwaschgang (Handwäsche-Programm oder Woll-Waschgang) bei 30°C in der Waschmaschine gewaschen werden. Ein Kochwaschgang ist für den Schaumstoffkern nicht geeignet. Es ist ratsam, eine neue Matratze zu kaufen, wenn der Schaumstoffkern stark verschmutzt ist oder nicht richtig trocknet.
Pflege von Babymatratzen
Im Gegensatz zu einer Erwachsenen-Matratze, begleitet eine Babymatratze Kinder meist nur für wenige Jahre, dennoch ist die richtige Pflege natürlich wichtig. Um eine punktuelle Abnutzung zu verhindern, empfehlen wir für die richtige Matratzenpflege die Matratze zwischen Kopf- und Fußende ca. alle drei Monate zu drehen. Matratzen mit Baby- & Kleinkindseite sollten erst gewendet werden, wenn das Baby ein Gewicht von 12 kg erreicht hat, da beide Matratzenseiten auf das Gewicht von Babys bzw. Kleinkindern abgestimmt sind.
Auslüften und Lüften von Babymatratzen
Viele Eltern wissen aus Erfahrung, dass neuen Textilien oftmals ein leicht chemischer Geruch anhängt. Damit das Neugeborene nicht mit diesem unangenehmen Geruch konfrontiert wird, sollte die neue Babymatratze vor dem Eintreffen des Kindes gelüftet werden. Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis sich der Duft komplett verflüchtigt hat. Das richtige Lüften der Babymatratze bleibt während der gesamten Nutzungsdauer ein sehr wichtiges Thema für die Eltern des Neugeborenen. Es ist anzuraten, die Schlafunterlage mindestens einmal im Jahr komplett und sehr gründlich durchzulüften. Während dieses Vorgangs werden optimalerweise alle Bezüge entfernt und jedes Hindernis, welches die Luftzufuhr blockieren könnte (beispielsweise Schubladen unter dem Bettkasten), aus dem Weg geräumt.
Neben der erwähnten Komplettlüftung, die einmal pro Jahr wiederholt wird, sollten sich die Eltern auch noch eine tägliche Routine angewöhnen, um gegen aufkommende Feuchtigkeit in der Matratze anzugehen. Idealerweise wird das Bettzeug von der Babymatratze entfernt und an anderer Stelle gelagert, damit sich die angesammelte Feuchtigkeit verflüchtigen kann. Dies dauert circa eine halbe Stunde. Zusätzlich wird das Schlafzimmer mindestens einmal am Tag stoßgelüftet. Dazu wird das Fenster für 20 Minuten weit geöffnet. Schubkästen unter dem Bett sind zwar praktisch, verhindern aber eine gute Zirkulation der Luft. Eltern, die auf Schubkästen unter dem Bett nicht verzichten möchten, sollten diese daher einmal pro Woche für 12 Stunden entfernen, um der Matratze die Möglichkeit zum „Durchatmen“ zu verschaffen.
Das richtige Klima im Kinderzimmer
Das richtige Klima im Kinderzimmer sorgt dafür, dass sich nicht nur der Nachwuchs dort so richtig wohlfühlen kann. Empfohlen wird, dass die Temperatur des Schlafzimmers kontinuierlich etwa 18 Grad Celsius betragen sollte. Wenn die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer des Babys zwischen 40 und 50% liegt, ist das Klima genau richtig für Kind und Matratze.
Matratzenauflagen und Matratzenschoner
Matratzenauflagen sind wunderbare kleine Helfer, die dazu beitragen, möglichst lange Freude an der Babymatratze zu haben. Wasserdichte Matratzenauflagen verhindern das Durchdringen von Nässe zur Matratze. In einem Haushalt mit kleinen Kindern, denen nachts schon mal das eine oder andere Missgeschick passieren kann, sind diese Auflagen meist sehr verbreitet. Matratzenschoner werden - im Gegensatz zu den Auflagen - auf den Lattenrost gelegt und bilden somit eine Schutzbarriere zwischen der Schlafunterlage und dem Rost.
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