Maite Kelly, eine bekannte Schlagersängerin, die seit Jahrzehnten auf der Bühne steht, hat in verschiedenen Interviews und Talkshows Einblicke in ihr Leben und ihre Gesundheit gegeben. Diese Einblicke umfassen sowohl ihre Kindheit und familiären Hintergründe als auch ihre persönlichen Diagnosen und Erfahrungen.
Geburtsfehler: Ein Loch im Herzen
In der MDR-Talkshow „Riverboat“ enthüllte Maite Kelly, dass sie mit einem Geburtsfehler zur Welt kam: einem kleinen Loch in ihrem Herzen. Sie erklärte, dass ihr Herz dadurch etwas größer sei und eine Form habe, die an zwei Herzen erinnere. Obwohl dies als Baby eine Sorge darstellen konnte, ist es inzwischen zugewachsen und stellt keine Gefahr mehr dar. Moderatorin Kim Fisher zeigte sich überrascht von dieser Offenbarung.

Persönliche Diagnosen und das Gefühl, anders zu sein
Maite Kelly teilt offen Diagnosen, die ihr geholfen haben, ihre Vergangenheit und ihr Leben in der Kelly Family neu zu bewerten. Sie fühlte sich schon in der turbulenten Zeit nach dem Durchbruch der Familie in den 1990er Jahren oft "anders". Dies führte sie auf ihre Neurodiversität zurück, einschließlich leichtem ADS und Synästhesie. Für sie verschmelzen Sinneseindrücke, was dazu führte, dass sie die Welt anders wahrnahm als ihre Geschwister. Sie las lieber Bücher und schrieb Gedichte, was das Verständnis unter den Geschwistern erschwerte.
Diese Erfahrungen führten zu Diagnosen wie Legasthenie (Lese-Rechtschreibschwäche) und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung). Sie beschreibt ADHS bei sich als das Fehlen eines Filters, was sich in ihrer Direktheit äußert. Diese Direktheit scheint auch ihre Tochter Josie geerbt zu haben.
Familiäre Hintergründe: Vater und Alkoholsucht
Nach dem frühen Tod ihrer Mutter Barbara-Ann im Jahr 1982 wurde Dan Kelly, der Vater, zum Mittelpunkt für seine Kinder. Maite Kelly erinnerte sich im Interview mit der "Zeit" an die Alkoholsucht ihres Vaters und dessen erfolgreichen Entzug. Dan Kelly konnte mithilfe der Anonymen Alkoholiker sein Ziel erreichen, von einem Tag auf den anderen aufzuhören zu trinken. Sein Entzugsprozess war langwierig und schmerzhaft, aber er schaffte es, sich aus dieser Tragödie zu befreien. Dan Kelly verstarb jedoch 2002 im Alter von 71 Jahren an den Folgen seiner jahrelangen Sucht.
Erfahrungen mit Schwangerschaften und Geburten
Maite Kelly ist stolze Mutter von drei Töchtern: Agnes, Josephine und Solène. Die Geburten ihrer ersten beiden Kinder waren jedoch alles andere als reibungslos. Kurz vor der Geburt kam es zu dramatischen Szenen, die eine Notoperation erforderten. Laut "Freizeitwoche" wurden Agnes und Josephine per Not-Kaiserschnitt zur Welt gebracht, nachdem Maites Fruchtblase geplatzt war und sich die Babys nicht drehten. Es gab eine Wettlauf gegen die Zeit, um eine Vergiftung der Neugeborenen zu verhindern, was die Ärzte glücklicherweise verhindern konnten.
Diese traumatischen Erfahrungen ließen sich Kelly jedoch nicht von der weiteren Kinderplanung abhalten. Acht bzw. sieben Jahre nach den ersten Geburten brachte sie ihre dritte Tochter Solène zur Welt.

Musik und Trauerbewältigung
Maite Kelly thematisiert in ihrer Musik auch sensible Themen wie Tod und Trauer. Nach dem Tod ihrer Schwester Barby Kelly im Alter von nur 45 Jahren schrieb sie den Song "Ich bin bereit". In diesem Lied geht es darum, wie Kinder mit dem Tod eines geliebten Menschen umgehen und ihre Trauer verarbeiten können. Der Song ist Teil der neuen Special-Bonus-Edition ihres Hit-Albums "Hello!".
Dieser Ansatz der Trauerbewältigung spiegelt sich auch in der Kinderbuchreihe "Die kleine Hummel Bommel nimmt Abschied" wider, die Maite Kelly gemeinsam mit Britta Sabbag und Joëlle Tourlonias entwickelt hat. Die Geschichte handelt von der Hummel Bommel, die Abschied von ihrer Oma nehmen muss, und soll Kindern helfen, mit Verlust und Trauer umzugehen. Der Tod ist ein Thema, mit dem sich Maite Kelly bereits zuvor auseinandersetzen musste, da sie auch den Verlust ihrer Mutter Barbara-Ann und ihres Vaters Dan Kelly erlebt hat.