Das Trimestersystem: Eine Alternative zum Semester
Während an deutschen Hochschulen das akademische Jahr üblicherweise in zwei Semester geteilt wird, ist in den englischsprachigen Ländern die Drittelung in Trimester gängig.
Der Begriff Trimester setzt sich aus den lateinischen Wörtern tri (drei) und mensis (Monat) zusammen. Folglich versteht man unter Trimester einen Zeitraum von drei Monaten. Diese Einteilung findet hauptsächlich an ausländischen Hochschulen Anwendung. In Deutschland kommt diese Einteilung kaum zum Tragen.
Die übliche Teilung des Studienjahres erfolgt in Semesterabschnitte. Das Trimester ist nicht eindeutig definiert beziehungsweise unterscheidet sich in der Interpretation des "Tri". Während die beschriebene angelsächsische Variante das Jahr durch Drei (Trimester) aufteilt, bezieht sich in der anderen Variante das "Tri" auf die Zahl der Monate, die ein Trimester umfasst. Die vier Trimester werden in Wintertrimester (Januar - März), Frühjahrstrimester (April - Juni), Sommertrimester (Juli - September) und Herbsttrimester (Oktober - Dezember) aufgeteilt.
Vorteile und Unterschiede des Trimestersystems
Weiterhin kommt hinzu, dass die Phasen der Vorbereitungen auf Prüfungen verringert werden, da nicht nur zweimal jährlich Leistungsnachweise erbracht werden müssen, sondern viermal im Jahr. Des Weiteren würde der Einsatz des Trimesters eine Anpassung an die Internationalen Hochschulen, vor allem im angelsächsischen Raum, bedeuten. Ein Auslandsaufenthalt bedarf weniger Umstellung für die Studenten.
Durch die Einteilung in Trimester können Abschlüsse schneller erreicht werden. Das liegt an dem höheren Stoffvolumen pro Studieneinheit. Das Erreichen der Bildungsabschlüsse Bachelor und Master an den Bundeswehruniversitäten in Deutschland ist so in vier Jahren möglich. An anderen Universitäten mit der Einteilung in Semester benötigen Studenten hierfür mindestens fünf Jahre.
Im Gegensatz zum klassischen Semester-Modell, das du vielleicht aus Deutschland kennst, nutzen viele Hochschulen in Australien und Südostasien ein Trimestersystem. Das Jahr ist in drei gleich lange Studienphasen ungefähr so aufgeteilt:
- Trimester 1: Februar bis Mai
- Trimester 2: Juni bis September
- Trimester 3: September/Oktober/November bis Dezember/Januar/Februar
Trimester 3 ermöglicht dir einen flexiblen Studienstart zum Jahresende - ideal, wenn du noch in diesem Jahr ins Ausland möchtest oder Wartezeiten überbrücken willst. Ein Trimester entspricht dem Workload eines „normalen“ Semesters und man kann wählen, ob man 3 oder 4 Kurse belegen möchte, welche dann 22,5 bzw. 30 ECTS Credits entsprechen.
Partnerhochschulen für einen Start im Trimester 3:
Australien:
- Bond University (Gold Coast, Queensland)
- Deakin University (Melbourne, Victoria)
- Griffith University (Brisbane & Gold Coast, Queensland)
- International College of Management Sydney (ICMS) (Sydney, New South Wales)
- James Cook University (Cairns & Townsville, Queensland)
- Southern Cross University (Lismore, New South Wales & Gold Coast, Queensland)
- UNSW Sydney (Sydney, New South Wales)
Südostasien:
- Curtin University Singapore
- James Cook University Singapore
- RMIT University Vietnam (Ho-Chi-Minh-City)
Diese Universitäten bieten hochwertige Studienprogramme, internationale Campuserfahrung und oft günstigere Lebenshaltungskosten als in Europa oder den USA. Ein Start im Trimester 3 hat viele Vorteile: Du startest noch 2025 in dein Auslandsabenteuer, nutzt die Zeit nach dem Sommer sinnvoll und flexibel und kannst das Auslandssemester mit dem Auslands-BAföG finanzieren - oft sogar mit vollständiger Übernahme der Studiengebühren.
Diese Vorteile hast du außerdem, wenn du statt einem Auslandssemester dein ganzes Bachelor- oder Masterstudium an einer Trimester-Uni machst:
- Schneller zum Abschluss: Durch drei Trimester pro Jahr kannst du dein Studium oft verkürzen - ein Bachelor ist in rund zweieinhalb Jahren möglich, ein Master in etwa einem Jahr.
- Flexible Starttermine: Du kannst zu drei Terminen im Jahr starten und musst nicht auf das klassische Semester warten.
- Individuelle Planung: Du gestaltest dein Studium flexibel, z. B. mit Praktikumspausen oder zusätzlichem Trimester.
- Internationale Anerkennung: Die Abschlüsse sind weltweit anerkannt und verbessern deine Karrierechancen.
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Reisen während der Schwangerschaft: Worauf werdende Mütter achten sollten
Bevor das Baby kommt, möchten Sie vielleicht noch einmal richtig ausspannen und mit Ihrem Partner die Zweisamkeit genießen. Viele werdende Eltern sind sich jedoch unsicher, ob schwanger zu reisen zu anstrengend ist oder gar dem Baby schaden könnte. Die körperliche Belastung einer Urlaubsreise ist in der Schwangerschaft höher, da der Kreislauf „für zwei“ läuft - und damit auf Hochtouren. Aber natürlich dürfen Sie reisen, vorausgesetzt der behandelnde Arzt hat keine Bedenken.
Der beste Reisezeitpunkt in der Schwangerschaft
Grundsätzlich kann man in jedem Trimester verreisen. Ideal - gerade für Fernreisen - ist jedoch das zweite Trimester. „Die anfängliche Übelkeit ist meist abgeklungen, das Risiko einer Fehlgeburt ist geringer und die Schwangere fühlt sich in der Regel fit“, so die Ärztin. Gegen Reisen im frühen dritten Trimester spricht aus ihrer Sicht auch nichts, sofern die medizinische Versorgung im Urlaubsland weitgehend europäischen Standards entspricht, wie beispielsweise in den USA.
Oft sind hier zusätzliche Impfungen erforderlich, die den Körper und erst recht das Ungeborene stark belasten. Reiseländer, in denen sich die hygienischen Verhältnisse sehr von den europäischen unterscheiden, sollten Sie ebenfalls überdenken. Europäische Ziele sind in der Schwangerschaft auf jeden Fall zu bevorzugen.

Reiseziele für Schwangere
„Für Schwangere sind sichere, medizinisch gut versorgte Länder mit gemäßigtem Klima und hohen hygienischen Standards die beste Wahl“, sagt Nelly Chamarina, Chefärztin der Frauenklinik Achern. Zu solchen Reisezielen zählen beispielsweise Kanada, Australien, Neuseeland oder Japan. Auch Ziele in Südafrika (außerhalb der Malariaregionen) oder die USA sind geeignet. „Die Seychellen sind mein persönlicher Geheimtipp für Fernreisen in der Schwangerschaft“, so die Ärztin.
Hochgebirgstouren, Rund- oder Abenteuerreisen sollten Sie von der Liste streichen. Auch Fernreisen in exotische Länder mit extremem Klima gehören nicht zu den empfehlenswerten Zielen für werdende Mütter.
Per Flugzeug, Auto oder Zug: Das gilt für Schwangere
Schwanger fliegen
Liegen keine ärztlichen Bedenken vor, ist Fliegen in der Schwangerschaft möglich. Trotz erhöhter Strahlenbelastung gelten auch einzelne Langstreckenflüge in der Regel nicht als gefährlich. Auch der geringfügig verminderte Sauerstoffdruck im Flugzeug stellt für die meisten Schwangerschaften kein Risiko dar.
Was Sie aber bedenken sollten: Holen Sie vor Ihrer Reiseplanung und vor Reiseantritt eine ärztliche Einschätzung ein. Geben Sie bei der Buchung direkt an, dass Sie schwanger sind. Fluggesellschaften empfehlen, ab der 28. Woche der Schwangerschaft ein ärztliches Attest einzuholen. Es sollte Geburtstermin und Reisefähigkeit bestätigen. Bei einem Flug ist es für Schwangere günstig, einen Platz am Gang zu reservieren. So haben Sie etwas mehr Beinfreiheit und können bequemer zur Toilette gelangen.
„Die meisten Fluggesellschaften erlauben Schwangeren das Fliegen bis zur 36. Schwangerschaftswoche“, sagt Nelly Chamarina. Bei Mehrlingsschwangerschaften liegt die Grenze meist bei der 32. Woche. Dies liege jedoch nicht daran, dass das Fliegen an sich für Frauen mit fortschreitender Schwangerschaft gefährlich ist, sondern vielmehr daran, dass ab diesem Zeitpunkt die Wahrscheinlichkeit einer Geburt zunimmt. Das stelle für die Fluggesellschaften ein wirtschaftliches Risiko dar. Achtung: Bereits für Flüge ab der 28. Woche wird häufig ein ärztliches Attest verlangt. „Gleiches gilt übrigens auch bei vielen Kreuzfahrtgesellschaften“, so die Medizinerin. Hier ist es je nach Unternehmen bereits sogar ab der 24.
Da auf längeren Flügen die Gefahr einer Thrombose höher ist, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Kompressionstrümpfe tragen sollten. Für Fluggesellschaften ist klar, ab wann Schwangere nicht mehr reisen sollten: Ab der 34. Woche. Bei fast allen Fluggesellschaften gilt dann ein Transportverbot für Schwangere. Das Risiko einer Geburt an Bord ist zu hoch.
Übrigens: Wenn eine Fluggesellschaft Sie trotz Schwangerschaft mitnimmt, heißt das nicht, dass Sie im Zielland auch einreisen dürfen. In den USA müssen Sie als Schwangere beispielsweise nachweisen, dass Sie ausreichend krankenversichert sind. Erkundigen Sie sich also beim Reiseveranstalter oder dem Auswärtigen Amt über die jeweiligen Einreisebedingungen für Schwangere.
Luftdruck und Thrombose-Gefahr im Flieger
Je höher ein Flugzeug fliegt, desto „dünner“ wird die Luft - das heißt, der Luftdruck sinkt. Bei dünner Luft kann weniger Sauerstoff ins Blut gelangen, was auch Auswirkungen auf die Sauerstoffversorgung des Fötus haben kann. Wenn ein Flugzeug 10.000 Meter hoch fliegt, wird im Flugzeug der Luftdruck wie in etwa 1.800 bis 2.400 Metern Höhe über dem Meeresspiegel gehalten. Dieser in der Kabine herrschende Luftdruck ist für Schwangere gut verträglich.
„Für Gelegenheitsfliegerinnen - und damit auch für ansonsten gesunde Schwangere, die ein- oder zweimal pro Jahr fliegen - ist das gesundheitlich unbedenklich“, sagt Dr. Danielle Gyurech, Reise- und Tropenmedizinerin aus Zürich. Wer häufiger fliegen muss oder möchte, sollte Rücksprache mit der Gynäkologin halten.
Anders sieht es bei der Thrombose-Gefahr durch Langstreckenflüge aus. Das Problem: Das Risiko für eine Thrombose ist während der Schwangerschaft ohnehin erhöht, da hormonelle Veränderungen dies begünstigen. Die Gynäkologin empfiehlt, Kompressionsstrümpfe zu tragen, nicht länger als zwei Stunden am Stück zu sitzen und so viel wie möglich zu trinken.
Schwanger auf der Autofahrt
Im Gegensatz zum Fliegen gibt es bei Autoreisen keine offiziellen Beschränkungen, an die Sie sich halten müssen. Theoretisch können Sie noch bis kurz vor der Entbindung auf diese Weise verreisen. Umso wichtiger ist es, auf Folgendes zu achten: Schnallen Sie sich richtig an. Der Dreipunktgurt sollte nicht zu locker sitzen und über der Brust und unterhalb des Bauches verlaufen. So sind Sie und das Ungeborene am besten geschützt. Machen Sie häufig Pausen, denn langes Sitzen schränkt die Blutzirkulation im Beckenbereich ein. Bewegen Sie sich. Machen Sie zum Beispiel leichte Spaziergänge an der frischen Luft, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Haben Sie einen Unfall, suchen Sie einen Arzt auf. Auch dann, wenn Sie sich nicht offensichtlich verletzt haben. Die Gefahr einer Plazentaablösung sollte ausgeschlossen werden.
Schwanger auf Zugreise
Eine Zugfahrt ist eine komfortable Art, schwanger zu reisen. Sie können jederzeit aufstehen und sich die Beine vertreten, und Sie brauchen sich nicht auf den Verkehr zu konzentrieren oder sich anzuschnallen. Dennoch einige Tipps: Wenn Sie mit viel Gepäck reisen, können Sie Ihre Koffer mit dem Gepäckservice der Deutschen Bahn an den Urlaubsort schicken lassen. Eine Sitzplatzreservierung ist empfehlenswert, dann werden Sie es wahrscheinlich bequemer haben. Falls Sie umsteigen müssen, sollten Sie genügend Zeit einplanen, um in Ruhe das Gleis wechseln zu können.

Wann Schwangere lieber nicht mehr reisen sollten
Obwohl Sie sich darüber freuen, bedeutet eine Reise Stress und Anstrengung. Deshalb sollten Frauen bei einer Risiko- oder Mehrlingsschwangerschaft zuvor in jedem Fall mit ihrem Arzt oder der Hebamme sprechen. Verzichten Sie auf eine Reise bei:
- Blutungen
- frühzeitigen Wehen
- fortgeschrittener Schwangerschaft (ab der 36. Schwangerschaftswoche)
Impfungen und Malaria-Prophylaxe - was ist erlaubt?
Während der Schwangerschaft sind viele Standardimpfungen (zum Beispiel gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Grippe) möglich und sinnvoll. „Nur Lebendimpfstoffe, zum Beispiel gegen Gelbfieber, Masern, Mumps und Röteln sind nicht empfohlen“, sagt Danielle Gyurech. Diese Impfungen sollten Reisefans am besten noch vor der Kinderwunschzeit durchführen lassen.
Auch die Malaria-Prophylaxe ist problematisch: „Es gibt zwar ein Medikament, das für Schwangere zugelassen ist, aber viele vertragen es nicht“, sagt die Reisemedizinerin.
Gefahren durch Viren und Insekten: Zika und Gelbfieber
Das vor allem in den Tropen und Subtropen vorkommende Zika-Virus ist für werdende Mamas gefährlich, da es zu schweren Fehlbildungen beim ungeborenen Kind (zum Beispiel Mikrozephalie) führen kann. Zu den Risikogebieten zählen unter anderem Teile Süd- und Mittelamerikas sowie Afrikas. Da es keine Impfung gegen das vor allem durch Mücken übertragene Virus gibt, empfiehlt die WHO Schwangeren und Menschen, die eine Schwangerschaft planen, dringend, Reisen in bekannte Zika-Risikogebiete zu vermeiden.
„Wenn aus welchen Gründen auch immer eine Reise unvermeidbar ist, dann sollte man sich gut mit langer Kleidung und Moskitonetzen sowie mit Repellenten schützen“, so Nelly Chamarina. Repellenten sind Insektenschutzmittel, zum Beispiel als Sprays oder Lotionen, mit Wirkstoffen, die Insekten fernhalten.
Auch das Gelbfieber-Virus wird durch Mücken übertragen. Für die Einreise in einige Länder ist eine Impfung Pflicht.
Sind Insektenschutzmittel in der Schwangerschaft erlaubt?
„Ja, Schwangere dürfen und sollten Insektenschutzmittel verwenden, insbesondere in Regionen, in denen Dengue-, Chikungunya, Zika, Malaria, und andere von Mücken übertragene Tropenkrankheiten auftreten, sofern sie in diese Länder reisen müssen oder wollen“, sagt Danielle Gyurech. Repellents mit den Wirkstoffen Icaridin oder EBAAP gelten als geeignet, Mückensprays mit 40 oder 50 Prozent DEET sollten Sie nicht verwenden und am besten ärztliche Rücksprache halten. Den besten Mückenschutz bieten Moskitonetze und lange Kleidung, vor allem dann, wenn sie vor der Abreise noch mit einem speziellen Mückenschutzmittel imprägniert werden (gibt es zum Beispiel in der Apotheke).
Ernährung im Reiseland - worauf sollte man achten?
In vielen Reiseländern lauert die Gefahr von Magen-Darm-Erkrankungen durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Das Immunsystem und die Verdauung von Schwangeren sind meist anfälliger für Krankheiten. „Sie sollten besonders vorsichtig sein, da Dehydrierung und Fieber zu Komplikationen führen können“, sagt Nelly Chamarina. Ihr Rat? Folgende Regeln beherzigen:
- Nur durchgekochtes, gut erhitztes Essen essen.
- Obst nur geschält genießen.
- Kein Leitungswasser trinken.
- Auch zum Zähneputzen besser abgepacktes Trinkwasser anstatt Leitungswasser verwenden.
- Auf Eiswürfel und Speiseeis verzichten.
Zusätzlich empfiehlt es sich, eine Reiseapotheke mit Elektrolytlösungen und gegebenenfalls probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln dabeizuhaben.
Norderney: Mit der Insel-Hebamme im Einsatz | Die Nordreportage | NDR Doku
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