Reisebuggys im Test: Komfort und Praktikabilität für unterwegs

Reisebuggys können eine wertvolle Unterstützung für Eltern sein, die viel unterwegs sind. Ein passender Buggy erweitert die eigene Komfortzone maßgeblich und erleichtert Reisen, sei es mit dem Flugzeug, dem Auto oder der Bahn. Wir haben uns auf dem Markt umgeschaut und 19 Buggys getestet, die explizit als Reisebuggys beworben werden. Dabei zeigte sich, dass einige Modelle nicht nur reise-, sondern auch alltagstauglich sind. Die teilweise hohen Anschaffungskosten erklären sich oft durch durchdachte, technische Extras.

Illustration eines modernen Reisebuggys im zusammengeklappten Zustand, der als Handgepäck durchgeht

Kriterien für den perfekten Reisebuggy

Auf Reisen, egal ob im Flugzeug, mit dem Auto oder der Bahn, gelten für Buggys andere Anforderungen als zu Hause. Ein Reisebuggy muss die An- und Abreise überstehen, flexibel an unterschiedlichen Orten einsetzbar sein und dem Kleinkind genügend Komfort bieten. Die besondere Herausforderung liegt oft darin, im zusammengeklappten Zustand besonders klein und handlich zu sein. Idealerweise erfüllt er dann auch die IATA-Vorgaben für Handgepäckgrößen der Flugzeug-Airlines und kann als Handgepäck direkt im Flugzeug mitgenommen werden. Sollte erst beim Boarding festgestellt werden, dass der mitgeführte Buggy zu groß ist, darf er nicht mit ins Flugzeug und wird als Sondergepäck eingecheckt.

Auch im Zug können die besonders aufs Platzsparen ausgelegten Buggys im Gang geschoben werden und passen in die Hutablage oder im Abteil in eine Ecke des Fußraums. Beim Reisen mit Auto und Wohnmobil wird der kompakte Reisebuggy ebenfalls überzeugen, da Platz hier oft rar gesät ist. Der Buggy wird meistens direkt bis zum Anreiseort genutzt und dann zusammengeklappt.

Gewicht und Handhabung

Für das Gewicht gibt es, abgesehen von Handgepäckrichtlinien, keine festen Vorgaben. Idealerweise lässt sich der zusammengeklappte Buggy ohne Probleme einige Minuten tragen. Die Testmodelle bewegten sich zwischen fünf bis neun Kilogramm. Um für alle Reisevarianten gerüstet zu sein, würden wir als Idealgewicht alles zwischen fünf bis sieben Kilogramm einordnen.

Das Zusammenklappen bei einem Reisebuggy ist ein wichtiges Kriterium. Der Buggy sollte am besten als Handgepäck durchgehen, auf jeden Fall aber in einen Kofferraum passen. Bei vielen Testmodellen gibt es den sogenannten Einhand-Klappmechanismus. Das bedeutet, dass der Buggy mit einer Hand auf- und zugeklappt werden kann. Bei den deutlich günstigeren Modellen funktionierte das Zusammenfalten nur mit beiden Händen und war im Test mitunter übungsbedürftig.

Komfort und Ausstattung

Ein Reisebuggy ist auf Portabilität ausgelegt. Doch ebenso wichtig sind die Faktoren Komfort und Ausstattung. Ist man auf Flughäfen und Bahnhöfen unterwegs, freut es einen, wenn sich der Buggy problemlos und wendig überall hinschieben lässt. Schwenkbare Hartgummiräder mit Feststellfunktion sind ideal. Über eine Federung der Hinter- und Vorderräder verfügten alle Buggys im Test, allerdings zeigten sich hier deutliche Qualitätsunterschiede.

Sehr praktisch sind kleine Taschen am Buggy für Geldbeutel und Handy, am besten mit Reißverschluss, damit nichts beim Zusammenklappen herausfällt. Auch der Korb unter der Sitzfläche kann ein wichtiges Auswahlkriterium sein. Mit Kleinkind gibt es immer Dinge, die transportiert werden wollen: Windeln, Getränk, Spielsachen, Wechselklamotten. Zu klein sollte der Korb also nicht sein - und auch etwas Gewicht aushalten. Fünf Kilo sind für uns die Mindestanforderung. Manche Buggys haben sogar einen Getränkehalter. Manche Modelle haben einen Korb, der vorn dank Federung heruntergedrückt werden kann.

Eine verstellbare Rückenlehne ist bei Reisebuggys meistens vorhanden und je nach Anschaffungspreis mehr oder weniger komfortabel ausgestattet. Die verstellbare Rückenlehne ist allerdings ein Extra, das wir sehr empfehlen - gerade, wenn Sie viel mit Ihrem Kleinkind unterwegs sind, das oft unterwegs schläft. Kinder können besser entspannen sowie länger und tiefer schlafen, wenn der Buggy als Liegebuggy genutzt werden kann, indem er in die 180-Grad-Liegeposition gestellt wird. Nicht alle Reisebuggys verfügen über eine stufenlos verstellbare Liegefläche oder lassen sich ganz flach machen.

Das Verdeck ist bei einem Reisebuggy genauso wichtig wie bei einem »normalen« Kinderwagen oder Buggy. Je weiter die Haube nach unten gezogen werden kann, desto besser. Integrierte Lüftungsfenster oder Insektennetze zahlen sich deutlich aus.

Reinigung und Pflege

Gerade bei Reisebuggys sollte man einmal mehr schauen, wie sich der smarte Begleiter reinigen lässt. Bei vielen Buggys ist der Bezug waschbar. Bei den teuren Modellen lassen sich die atmungsaktiven Bezüge oft einfach abnehmen und sanft reinigen oder sogar im Schongang der Waschmaschine waschen. Einfache Modelle verfügen gegebenenfalls nicht über einen separaten Bezug und die Kunststoffoberflächen können mit feuchten Tüchern und leichten Seifen abgewaschen werden. Kommt man mal ohne Regenschutz in einen Schauer, empfehlen wir, den Reisebuggy vollständig durchtrocknen zu lassen, bevor er wieder zusammengeklappt wird.

Zusätzliche Ausstattung

Gute Modelle verfügen über Adaptervorrichtungen für ein Geschwisterbrett. Das ist eine großartige Sache, da ältere Kinder die Option haben, mitzufahren oder auch kurz verschnaufen können. Weitere Ausstattungspunkte sind Taschen, in denen der Reisebuggy selbst auf Reisen komplett verstaut werden kann, sowie Regenhauben. Letztere waren leider bei kaum einem Buggy im Lieferumfang enthalten, gehören aber unserer Meinung nach zu einem Must-Have. Weitere Ausstattungsdetails können Getränkehalter für To-Go-Becher oder separate Sonnenschirme sein.

Detailaufnahme eines Reisebuggys mit großem, leicht zugänglichem Einkaufskorb und integrierten Taschen

Altersgerechte Nutzung und Kombinationsmöglichkeiten

Die meisten Reisebuggys sind für Kinder ab sechs Monaten konzipiert. Aber es kommt aufs Kind an: Laut Empfehlung sollte ein Kleinkind eigenständig sitzen können, bevor man es im Buggy durch die Gegend fährt. Viele Hersteller bieten daher die Möglichkeit, den Buggy auch als Kombiwagen zu nutzen. Bei diesen Modellen ist es möglich, eine Babyschale mittels zusätzlicher Adapter auf das Buggy-Gestell zu setzen.

Grundsätzlich ist der Buggy für Reisen am besten für Kinder ab zwei Jahren geeignet. Ab diesem Alter können Kleinkinder gut in Fahrtrichtung fahren und selbst äußern, wenn etwas drückt oder stört. Buggys sind in der Regel »einfacher« ausgestattet als der Kinderwagen. Besonders günstige Modelle haben im Vergleich mit Kinderwagen kaum Polsterung oder besonders ergonomisch ausgerichtete Sitze.

Viele Hersteller bieten ihre Modelle, ähnlich wie Kinderwagen, ab Geburt an. Tatsächlich sollten Babys ausschließlich in Babyschalen liegen, angepasst an ihre Größe. Außerdem müssen Eltern das Baby im Blick haben, weshalb die Wanne in Richtung Eltern einspannbar sein sollte. Entsprechende Babywannen oder Adapter für die Babyschalen sind bei vielen Reisebuggy-Herstellern erhältlich.

Ausgewählte Modelle im Test

Bugaboo Butterfly

Der Bugaboo Butterfly macht seinem Namen alle Ehre. Leicht wie ein Schmetterling lässt er sich mit einer Hand auf- und zuklappen. Er begleitet Kind und Eltern auf Reisen mit dem Flieger bis in die Kabine, wo er sich problemlos im Handgepäckfach verstauen lässt. Im Test hat er die großen und kleinen Tester voll überzeugt. Bereits beim Auspacken hat man das Gefühl, dass hier was Gutes kommt: Der Butterfly ist komplett funktionstüchtig und ohne Zusammenbauen sofort einsatzbereit. Der Hersteller verspricht durch die acht verbauten Gelenke das Auf- und Zusammenklappen in nur einer Sekunde.

Der Butterfly hat ein Nettogewicht von sieben Kilo, womit er in der Testumgebung im oberen Bereich liegt. Die Maße im offenen Zustand sind 45 x 102 x 92,5 cm. Zusammengeklappt erreicht der Butterfly ein Packmaß von 45 x 54 x 23 cm. Damit liegt er innerhalb der Obergrenze für Handgepäck gemäß der IATA-Empfehlung der internationalen Fluggesellschaften (2023: 55 x 40 x 20 cm).

Der Butterfly verfügt über einen gepolsterten Griff und lässt sich damit angenehm für eine kurze Zeit auf der Schulter tragen. Der Reisebuggy hat keine scharfen Ecken und Kanten. Das Gestell ist schwarz matt. Verdeck und Sitzauflage tragen die jeweils ausgesuchte Farbe. Das klassische Bugaboo Branding findet man auf dem Verdeck und der Sitzauflage und bildet zusammen mit den Felgen die weißen Akzente. Das Polster besteht aus widerstandsfähigem, atmungsaktiven Polyamid. Es ist schön weich und hochwertig verarbeitet. Schnell wird es auf- und abgezogen, falls es aus Reinigungsgründen mal gewechselt werden muss.

Der kompakte Butterfly ist im Test besonders durch seine Wendigkeit aufgefallen. Bugaboo hat eine Vier-Rad-Federung verbaut. Die ermöglicht ein extrem wendiges Fahren und einhändiges Schieben für mehr Flexibilität und Fahrspaß. Der Schiebebügel ist mit 102 Zentimetern auch für größere Menschen geeignet. Die große Untergestell-Ablage hat uns im Test ebenfalls sehr gefallen. Sie fasst bis zu acht Kilogramm. Die flexibel gefederte Öffnung auf der Rückseite ermöglicht einen einfachen Zugang von vorn und hinten.

Die Lehne des Butterfly lässt sich fast vollständig in eine flache Einhand-Liegeposition zwischen 111 bis 145 Grad einstellen. Eine komplette Liegefunktion ist beim Butterfly leider nicht möglich. Die Fußablage kann wiederum in fünf Schritten an die beste Position fürs Kind anpasst werden und ermöglicht das Hochlegen der Beine in der fast horizontalen Liegeposition. Besonders gut hat uns die Qualität der Verarbeitung und Polsterung gefallen. Die Schultergurte des Fünf-Punkt-Gurts sind sehr gut gepolstert und stören das Kind nicht. Kleine Details, wie die eingearbeiteten Widerstände, sorgen für schnelles Anschnallen und wenig Fummelarbeit.

Das vierteilige Sonnendach des Bugaboo Butterfly ist praktisch. Es besitzt ein Peek-a-Boo-Fenster, das gleichzeitig durch den Netzeinsatz Schutz vor Insekten bietet. So haben die Eltern das Kind immer im Blick und trotzdem wird voller Wind- und Sonnenschutz geboten. Ein Regenverdeck ist im Lieferumfang enthalten. Das ist besonders zu erwähnen, da das leider kein Standard ist. Hierfür gab es einen Extrapunkt, den zweiten für die besondere Ausarbeitung: Statt das Verdeck über den Bügel zu stülpen, wird er einfach ausgespart.

Der Bugaboo Butterfly bietet, wie gesagt, eine große Untergestell-Ablage, die von beiden Seiten zugänglich ist. Das Besondere: Sie ist hoch genug, dass nichts herausfallen kann, aber dennoch lässt sich der Korbrand durch eine Federung herunterdrücken. Die Stoffe der Sitzeinlage bestehen aus Polyester und sind mit Polyurethan-Schaum überzogen. Sie sind, ebenso wie das komplett abnehmbare Untergestell aus Polyamid und der Tragegurt, bei 30 Grad in der Maschine waschbar. Im Test hat uns vor allem überzeugt, wie gut und einfach sich der Bezug abnehmen lässt.

Der Bugaboo Butterfly hat einen hohen Anschaffungspreis. Unserer Meinung nach kann dieser Buggy aber auch sehr gut als Alltagsbuggy verwendet werden. Die Adapter für zahlreiche Babyschalenmodelle machen den Butterfly ab Geburt einsatzfähig. Für ältere Kinder kann der Bauchbügel als Sicherheit extra erworben werden. Im Fazit ist der Butterfly ein rundum gelungener Buggy und wir finden, er eignet sich als Hauptbuggy und Reisebuggy zugleich. Preislich liegt er an der Obergrenze, aber der Test zeigte auch, dass die günstigeren Modelle klare Minuspunkte haben. Ein Minus ist die fehlende Tasche bzw. ein Fach für Handy oder Geldbörse. Das nervt etwas. Die Stiftung Warentest hat den Bugaboo Butterfly im März 2024 getestet und mit »gut« bewertet.

Bugaboo Butterfly im ausgeklappten Zustand mit Kind, das bequem in der Liegeposition sitzt

Joolz Aer2

Der Joolz Aer2 ist die Erweiterung des ebenfalls empfehlenswerten Aer+. Die Neuerungen beziehen sich vor allem darauf, dass Sie noch mehr einhändig erledigen können - vom Zusammenfalten oder Ausklappen des Buggys bis zur Veränderung der Liegeposition. Ebenfalls positiv bewerten wir das Fahrverhalten: Ob Kopfsteinpflaster, Wiese oder Straßenbelag, der Aer2 von Joolz hat jedes Gelände gut mitgenommen und bot unseren Testkindern trotzdem guten Komfort. Da wurde nicht gemeckert, dass etwas weh tut oder unbequem ist.

Die Fußstütze lässt sich so verändern, dass in Kombination mit der veränderten Liegeposition eine Art Bett entsteht. Hier kommt der Komfort dann doch an seine Grenzen, es ist eben ein Unterschied, ob man zuhause eingekuschelt schläft oder sich in einem Buggy durch die Gegend schieben lässt. Die Einklappautomatik, die problemlos mit einer Hand funktioniert, bewerten wir positiv. Natürlich ist es in der Theorie immer besser, kein Kleinkind im Arm zu haben, während man den Buggy aufklappt. Aber in der Praxis passiert das öfter, als uns allen lieb ist. Im Test zeigte sich: Kein Problem, der Aer2 ist innerhalb von Sekunden einhändig aufgeklappt!

Wenn Sie die Adapter und Babywanne dazukaufen, können Sie diesen Reisebuggy ab der Geburt nutzen. Das bieten mehrere Modelle im Test an. Wir finden das durchaus praktisch bei den Buggys, die nicht ganz so schmal gebaut sind, geben aber zu bedenken, dass es bei Reisebuggys eben nicht darum geht, eine Lösung anzubieten, die alle abholt. Was das Packmaß anbelangt, kann der Aer2 von Joolz überzeugen. Er entspricht den IATA-Vorgaben und sollte bei den meisten Airlines problemlos akzeptiert werden. Da im Lieferumfang außerdem eine Schutz- und Tragehülle enthalten ist, wird der Transport zum Flugzeug, sollte Ihr Kind da schon ausgestiegen sein, deutlich leichter. Ob all diese kleinen Neuerungen letztlich die Preiserhöhung im Vergleich zum Aer+ rechtfertigen, können nur Sie selbst entscheiden.

Nuna TRVL lx

Für Eltern, die ein bisschen größer sind und vielleicht auch Nachwuchs haben, der ein bisschen mehr Platz benötigt, können wir den Nuna TRVL lx empfehlen. Denn nicht nur, dass die Sitzfläche angenehm breit ist, die Schiebestange lässt sich auch schön hoch m...

Urban Kanga von Wallaby

Unsere preisgünstige Empfehlung ist der Urban Kanga von Wallaby. Er erfüllt die gängigen Vorgaben für Handgepäckgröße und ist auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet. Das Modell ist bis 15 Kilo belastbar, bietet aber nicht ganz so viel Komfort für den kleinen Fahrgast.

Weitere Modelle und Marken im Überblick

Hauck Shopper Neo II

Der Buggy `Shopper Neo II` von Hauck ist mit einem Gewicht von 7,9 kg und schwenkbaren Rädern ideal für Einkäufe und Reisen geeignet. Er besitzt ein robustes Stahlgestell und eine Schieberhöhe von 103 cm, während er sich mit einer Hand zusammenklappen lässt, um Platz zu sparen. Für den Komfort des Kindes sorgt eine einhändig verstellbare Rückenlehne mit Liegefunktion sowie ein verstellbarer Fußraster. Sein Fazit: Sehr alltagstauglich durch das wirklich leichtgängige Einhand-Falten, den großen Korb und die Ablagen mit Becherhaltern sowie das drehbare Kinder-Tablett für Snacks. Auf sehr glatten Böden fehlt den Vorderrädern etwas Grip, wodurch einhändiges Schieben schwieriger wird.

Maxi-Cosi Lara2

Der Maxi-Cosi Lara2 ist mit nur 6,4 kg ein ultraleichter und praktischer Kinderwagen für Kinder von der Geburt bis zu vier Jahren mit einem Gewicht von bis zu 22 Kilogramm. Er bietet drei verstellbare Liegepositionen, inklusive einer flachen Liegeposition, und ist mit atmungsaktiven Materialien ausgestattet, um den Komfort Ihres Kindes auch bei warmen Temperaturen zu gewährleisten. Mit seinem kompakten Faltmaß und einem automatischen Klappmechanismus eignet sich der Buggy ideal für Reisen und den urbanen Lebensstil, während zwei Einkaufskörbe und die Kompatibilität mit verschiedenen Maxi-Cosi Babyschalen seine Vielseitigkeit unterstreichen. Fazit: Überzeugt durch sein leichtes Gewicht, die kompakte Größe und den einfachen Klappmechanismus. Der Buggy scheint jedoch bei schwereren Kindern (>16 kg) an seine Grenzen zu stoßen.

Hauck Buggy Sport

Der Hauck Buggy Sport ist ein leichter Reisebuggy mit 5,9 kg, der sich über seitliche Verriegelungen kompakt auf 81 x 45 x 24 cm falten lässt. Rückenlehne und Fußstütze sind bis zur Liegeposition verstellbar, geeignet ab Geburt bis 15 kg, mit 5-Punkt-Gurt und Schutzbügel nach EN 1888. Die Doppel-Vorderräder lassen sich schwenken oder arretieren, die pannensicheren Kunststoffräder sind pflegeleicht und der große Korb trägt bis zu 3 kg. Als Reise- und Zweitbuggy hat er Flugreisen gut überstanden, und die kleine Tasche am Kopfteil ist für Handy und Schlüssel wirklich praktisch. Auf unebenem Untergrund und an Bordsteinen tun sich die Vorderräder schwer, die Lenkung wird zäh und die Bremse kann an Stufen streifen.

Kinderkraft Grande Plus

Der Kinderkraft Grande Plus ist ein Stadt-Buggy für Kinder von Geburt an bis 22 kg mit Einhand-Faltmechanismus. Große, pannensichere EVA-Räder mit Allradfederung und 360°-Vorderrädern (feststellbar) sowie die von oben bedienbare Stop&Ride-Bremse erleichtern das Schieben im Alltag. Rückenlehne und Fußstütze sind mehrfach verstellbar bis zur Liegeposition, der Sitz ist geräumig mit 5-Punkt-Gurt und abnehmbarem Schutzbügel, das Verdeck ist weit ausziehbar mit Sichtfenster; nicht zum Joggen geeignet. Im Stadtalltag punktet der Grande Plus mit echter Einhand-Faltung und großen, pannensicheren Rädern, die auch auf Kopfsteinpflaster ruhig laufen. Kleiner Kritikpunkt: Die Rückenlehne richtet sich nicht ganz auf und der Zugang zum großen Korb ist etwas schmal.

Hauck Shop N Care

Der Hauck Shop N Care ist ein Stadt-Buggy mit pannensicheren EVA-Rädern, schwenk- und feststellbaren Vorderrädern und verstellbarer Rückenlehne sowie Fußstütze bis in die Liegeposition. Das Verdeck mit UPF 50+ und Sichtfenster schützt, die drehbare Snackablage mit Becherhalter ist griffbereit und der XL-Korb fasst bis zu 3 kg. Er wiegt 8,5 kg, lässt sich mit einer Hand kompakt falten und kann mit Adapter als Travelsystem genutzt werden, geeignet ab Geburt bis 22 kg. Im Alltag punkten das schnelle Einhand-Falten und der wirklich große Korb, zudem ist das seitlich wegdrehbaje Snack-Tablett sehr praktisch. Mehrfach genannt wurden selbständig herunterschnappende Feststellhebel an den Vorderrädern und eine gewisse Kippneigung nach hinten in der Liegeposition.

Joie Litetrax 4 DLX Air

Der Joie Litetrax 4 DLX Air ist ein Buggy mit Luftbereifung an den Hinterrädern und bietet dadurch eine erhöhte Geländegängigkeit. Er ist für Kinder von 9 Monaten bis mind. 3 Jahren (22 kg) geeignet. Optional können Tragewanne oder Babyschale zusätzlich erworben werden. Der Buggy ist einfach und platzsparend zusammenklappbar, bietet mit der integrierten Liegefunktion viel Komfort für das Kind und ist mit einem höhenverstellbaren Schiebegriff sowie einem Einkaufskorb ausgestattet. Fazit: Ein wendiger, sehr geländegängiger Buggy mit luftgefüllten Hinterreifen, der mit der Belastungsgrenze von 22 kg sehr lange genutzt werden kann. Angesicht der hochwertigen Verarbeitung und den angebotenen Funktionen besticht dieses Modell unserer Meinung nach mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kinderkraft TIK

Der Kinderkraft TIK Kinderwagen ist ein vielseitiger und leichter Begleiter, der sich besonders für Eltern eignet, die häufig unterwegs sind. Mit einem Gewicht von 6,5 kg lässt er sich einfach zusammenklappen und platzsparend im Kofferraum verstauen. Die Rückenlehne ist verstellbar und ermöglicht eine Liegeposition für das Kind. Drehbare Vorderräder mit Feststellfunktion sowie Reifen aus Schaumstoff sorgen für eine stabile Fahrt, auch auf unebenen Untergründen. Fazit: Überzeugt durch seine vielseitige Einsetzbarkeit und einfache Handhabung. Besonders für Reisen erweist sich das geringe Gewicht in Kombination mit der unkomplizierten Klappfunktion als vorteilhaft. Auch wenn vereinzelt kleinere Qualitätsmängel von Mamas aus der WUNSCHKIND Community genannt werden, überwiegt der positive Gesamteindruck.

Lionelo Julie One

Der Lionelo Julie One ist ein leichter, kompakt faltbarer Buggy für Kinder von Geburt an bis 22 kg. Die stufenlos verstellbare Rückenlehne bis in die Liegeposition, die anpassbare Fußstütze sowie ein tiefes Verdeck mit Sichtfenster und Belüftungspanel erhöhen den Komfort; gefederte Gummiräder, 5-Punkt-Gurt und abnehmbarer Bügel bringen Sicherheit im Alltag. Im Lieferumfang sind Moskitonetz, Beindecke, Getränkehalter und Transporttasche enthalten; Gewicht ca. 6,6 kg. Fazit: Sehr reisetauglich dank echtem Einhand-Faltmechanismus, geringem Gewicht und wendigem Fahrverhalten; das große Verdeck und das Lüftungsfenster sind im Alltag wirklich praktisch. Auf grobem Untergrund zeigt der Buggy Grenzen und vereinzelt wird über hakelige Verstellung bzw. Bremse berichtet, daher eher für Stadt und Reisen als für Schotterwege.

Hauck Runner 2

Der Hauck Runner 2 ist ein geländetauglicher 3-Rad-Buggy mit großen Luftreifen und schwenk- oder feststellbarem Vorderrad. Die Rückenlehne lässt sich bis in die Liegeposition verstellen, nutzbar ab Geburt bis 22 kg, das XL-Verdeck bietet UPF 50+ sowie ein großes Mesh-Fenster für Belüftung und der Schieber ist höhenverstellbar. Er klappt mit zwei Handgriffen kompakt zusammen, die Hinterräder sind abnehmbar, der Korb trägt bis 3 kg und das Modell ist nach EN 1888 geprüft, nicht zum Joggen geeignet. Fazit: Die großen Luftreifen machen auf Wald- und Schotterwegen einen spürbaren Unterschied, korrekt aufgepumpt rollt der Wagen sehr leicht und klappt für den Kofferraum flach zusammen, die Hinterräder sind schnell abnehmbar. Kleiner Kritikpunkt: Das Gurtschloss ist fummelig und fällt beim Anschnallen leicht auseinander.

Hauck Vision X

Der Hauck Vision X wurde im Test der Stiftung Warentest mit einer Babywanne und einem Sportsitz als 2-in-1-Kinderwagen mit "gut" bewertet. Besonders gelobt wurden die geräumige Babywanne, die auch für ältere Babys ausreichend Platz bietet, die gute Luftzirkulation, das sichere Gurtsystem, die gute Federung und die unkomplizierte Montage. Auch das leichte Zusammenklappen und die gute Bremse wurden positiv hervorgehoben. Das Fahrgestell ist mit 6,4 kg leichter als viele Konkurrenzprodukte und besteht aus Aluminium. Der einfache Falt-Mechanismus überzeugte ebenso wie die Möglichkeit, den Sportsitz mitsamt dem Gestell zusammenzuklappen. Die Räder sind mit einem Durchmesser von 26 bzw. 17 cm etwas kleiner, trotzen aber dank Federung und All-Terrain-Bereifung auch Kopfsteinpflaster. Ein weißer Reflektorstreifen sorgt für gute Sichtbarkeit. Der Einkaufskorb ist groß und gut erreichbar. Die Rückenlehne des Sportsitzes ist in 3 Positionen verstellbar und die Schlafposition ist schön flach. Das große Verdeck mit herausklappbarer Sonnenblende und Netzfenster bietet guten Schutz. Kritikpunkte waren eine für manche Kinder ab ca. 2,5 Jahren zu kurze Rückenlehne und eine fixe Schieberhöhe, die für sehr große Eltern suboptimal sein kann.

Übersicht verschiedener Reisebuggy-Modelle mit unterschiedlichen Merkmalen wie Faltmechanismus und Rädern

Fazit: Die richtige Wahl für jede Reise

Die Wahl des richtigen Reisebuggys hängt von individuellen Bedürfnissen und dem geplanten Einsatzbereich ab. Ob ultrakompakter Begleiter für Flugreisen, robuster Allrounder für Stadt und Land oder ein Modell mit besonderem Komfort für längere Ausflüge - der Markt bietet eine breite Auswahl. Achten Sie auf Gewicht, Faltmaß, Komfortmerkmale wie Liegefunktion und Federung sowie auf zusätzliche Ausstattungsdetails wie einen großen Einkaufskorb oder ein gut schützendes Verdeck.

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