Erfahrungen mit Kaiserschnitten und Geburten im Elisabeth Krankenhaus Essen

Allgemeine Eindrücke und Empfehlungen

Im Elisabeth Krankenhaus in Essen gibt es unterschiedliche Erfahrungen bezüglich der Entbindung. Während einige die Zusammenarbeit mit der angeschlossenen ambulanten Diabetesklinik von Herrn Dr. Bierwirth als super bezeichnen und sowohl das Krankenhaus als auch die Klinik empfehlen, berichten andere von negativen Erlebnissen auf der Wochenbettstation.

Ein wiederkehrendes positives Merkmal beider Krankenhäuser (Elisabeth Krankenhaus und EKO) ist die direkte Anbindung der Neugeborenenintensivstation an die Wöchnerinnenstation. Dies ermöglicht es Eltern, auch bei eingeschränkter Mobilität jederzeit zu ihrem Kind zu gelangen.

Ein weiterer Vorteil beider Kliniken ist die Rund-um-die-Uhr-Ärztliche Präsenz mit Fachärzten für die jeweilige Station. Im Gegensatz zu kleineren Krankenhäusern, wo oft nur ein oder zwei Nachtärzte für mehrere Fachgebiete zuständig sind, wird hier eine spezialisierte Versorgung gewährleistet.

Beide Häuser leiten Geburten nur bei medizinischer Indikation ein (z.B. Kind zu groß, schlechte Werte). Dies steht im Kontrast zu manchen kleineren Kliniken, die aus Sicherheitsgründen oft schon 14 Tage vor dem errechneten Geburtstermin einen Kaiserschnitt durchführen, um Risiken einer spontanen Geburt zu vermeiden.

Schema der Anordnung von Neugeborenenintensivstation und Wöchnerinnenstation

Spezifische Erfahrungen mit Kaiserschnitten und Geburtsmanagement

Einige Erfahrungen deuten darauf hin, dass im Elisabeth Krankenhaus (und im EKO) Diabetikerinnen die Möglichkeit einer natürlichen Geburt erhalten, im Gegensatz zu anderen Kliniken, die auf einen Kaiserschnitt 14 Tage vor dem errechneten Termin drängen. Dies wird als wunderschön beschrieben, da eine spontane Einleitung der Geburt ermöglicht wird.

Es gibt jedoch auch Berichte über eine Notfall-Kaiserschnitt-Erfahrung, bei der das Ärzte- und Schwesternteam des Kreißsaals als sehr nett, zuvorkommend und einfühlsam beschrieben wird. Die anschließende Erfahrung auf der Wochenbettstation wird jedoch als Horror bezeichnet, mit teilweise unschönen und unmenschlichen Erfahrungen mit dem Schwesternteam. Diese unfreundliche Behandlung wird als psychisch belastend empfunden, was dazu führt, dass die Klinik nicht weiterempfohlen wird.

Es gibt auch Aussagen, dass das Krankenhaus sehr darauf bedacht ist, die Kaiserschnittquote gering zu halten, und medizinische Bedenken, die für einen Kaiserschnitt sprechen, ignoriert oder ins Lächerliche gezogen werden. In solchen Fällen wird dringend davon abgeraten, dieses Krankenhaus zu wählen.

Kritik und negative Erfahrungen

Einige Erfahrungsberichte zeichnen ein düsteres Bild:

  • Unfreundliches und unmenschliches Personal: Mehrere Berichte erwähnen unfreundliche, genervte oder gar unmenschliche Behandlung durch Schwestern und teilweise auch Ärzte. Dies reicht von mangelnder Empathie bis hin zu respektlosem Verhalten.
  • Fehlende Hygiene und Organisation: Es gibt Hinweise auf mangelhafte Hygiene und schlechte Organisation, was zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann (z.B. MRSA-Infektionen).
  • Medizinische Fehler und mangelnde Aufklärung: Berichte sprechen von Fehlern bei der Behandlung (z.B. falsche Medikamentengabe, nicht erkannte Komplikationen), mangelnder Aufklärung über Eingriffe und Behandlungen sowie dem Ignorieren von Diagnosen anderer Ärzte.
  • Massenabfertigung: Mehrere Nutzer beschreiben die Klinik als "Geburtsfabrik" mit mangelnder individueller Betreuung und langen Wartezeiten.
  • Probleme bei der Geburtseinleitung und Schmerztherapie: Es gibt Berichte über lange Einleitungsphasen mit wenig Betreuung und Verzögerungen bei der PDA-Gabe.
  • Probleme auf der Neugeborenenintensivstation: Auch hier werden unfreundliche Schwestern und restriktive Regelungen (z.B. Flaschenfütterung nur alle 4 Stunden trotz Hunger des Kindes) kritisiert.
  • Vertuschung von Komplikationen: In einem Fall wurde versucht, Komplikationen nach einem Kaiserschnitt unter den Teppich zu kehren.
  • Gefährliche Behandlungsansätze: Ein besonders erschütternder Bericht spricht davon, dass Babys bewusst "über die Klinge springen gelassen" werden, um die Rate an natürlichen Geburten hochzuhalten.

Unsere Geburtserfahrungen: Natürlich, Zwillings- & Kaiserschnitt

Positive Erfahrungen und Empfehlungen

Trotz der negativen Berichte gibt es auch positive Rückmeldungen:

  • Freundliches und kompetentes Personal im Kreißsaal: Viele Nutzer loben die Hebammen und Ärzte im Kreißsaal für ihre Freundlichkeit, Kompetenz und einfühlsame Betreuung, auch bei komplizierten Geburten.
  • Gute 1:1-Betreuung: In einigen Fällen wird eine sehr gute 1:1-Betreuung während der Geburt hervorgehoben.
  • Unterstützung beim Stillen: Mehrere Berichte erwähnen die Hilfe und Unterstützung durch Stillberaterinnen und Schwestern, insbesondere in den ersten Tagen.
  • Familiäre Atmosphäre und gute Ausstattung: Einige Nutzer empfinden das Krankenhaus als familiär und schätzen die gute Ausstattung der Zimmer.
  • Erfolgreiche natürliche Geburten und Kaiserschnitte: Es gibt Berichte über gut verlaufene natürliche Geburten und auch Kaiserschnitte, bei denen das OP-Team einfühlsam war.
  • Gute Zusammenarbeit mit Kinderklinik: Die enge Anbindung an die Kinderklinik wird als Vorteil gesehen.

Vergleich mit anderen Kliniken

In den Diskussionen werden auch andere Kliniken als Alternativen genannt:

  • Evangelisches KH in OB (EKO): Wird ebenfalls als gut bewertet, insbesondere die Entbindungs- und DIA-Station.
  • Marienhaus Klinikum St. Elisabeth (MHB in BOT): Hier wurde einer Nutzerin mitgeteilt, dass Diabetikerinnen nur per Kaiserschnitt entbinden dürfen, was als problematisch empfunden wird.
  • Kemperhof (Koblenz): Wurde als "gut" und "zufriedenstellend" bewertet.
  • St. Nikolaus Stifthospital Andernach: Wird positiv hervorgehoben, insbesondere die hebammengeleitete Geburt und das Wohlfühlambiente. Es wird jedoch angemerkt, dass es keine Kinderklinik hat.
  • Klinikum Neuwied: Wird kritisiert, da dort sehr schnell eingeleitet wird und viele Geburten im Notkaiserschnitt enden.
  • Elisabeth Krankenhaus Dorsten: Mehrheitlich positive Bewertungen, insbesondere für die familiäre Atmosphäre, das engagierte Personal und die gute Betreuung beim Stillen. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen bezüglich Hygiene und Organisation.
  • Carl-von-Basedow-Klinikum Merseburg: Hier wurde eine Geburt per Kaiserschnitt aufgrund von Beckenendlage und Uterusatonie durchgeführt. Die Mutter empfand den Kaiserschnitt trotz anfänglicher Enttäuschung als Segen.
  • Klinikum in Halle (Franziska Werner): Notkaiserschnitt mit Vollnarkose nach eingeleiteter Geburt aufgrund von zu wenig Fruchtwasser und abfallenden Herztönen des Babys. Die Mutter empfand die Erfahrung als traumatisch.
  • Elisabeth Krankenhaus Rheydt: Sehr positive Erfahrungen werden berichtet, sowohl bei natürlichen Geburten als auch bei Kaiserschnitten. Das Personal wird als kompetent, freundlich und hilfsbereit beschrieben.

Wichtige Überlegungen für werdende Eltern

Die Entscheidung für eine Geburtsklinik ist sehr persönlich. Es ist ratsam, sich vorab gründlich zu informieren, verschiedene Kliniken zu besichtigen und auch persönliche Gespräche mit anderen Eltern zu führen. Die Erfahrungen im Elisabeth Krankenhaus Essen sind sehr gemischt, was darauf hindeutet, dass die Qualität der Betreuung stark von den einzelnen Mitarbeitern und der jeweiligen Situation abhängen kann.

Infografik: Wichtige Fragen bei der Wahl einer Geburtsklinik

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