Jesus stillt den Sturm

Die Kinder stehen mit der FK im Kreis um ein Schwungtuch herum und experimentieren damit. Das ist nötig, damit sich alle an die Bewegungen und Geräusche gewöhnen können und der erste Drang zum Ausprobieren gestillt ist.

Kinder, die mit einem Schwungtuch spielen, um sich an Bewegungen und Geräusche zu gewöhnen.

Es wird ein Zeichen verabredet, bei dem das Schwungtuch wieder ganz still gehalten wird. Dann wird die Geschichte erzählt:

Die Geschichte vom Sturm auf dem See

„Gerade haben wir schon einen kleinen Sturm erlebt. In der heutigen Geschichte gibt es auch einen Sturm. Das Schwungtuch ist unser See und die Mitte des Schwungtuchs ist unser Boot. Für die Geschichte brauche ich eure Hilfe: Wer möchte Jesus spielen? Und wer sind die Jünger, die Freunde von Jesus?“

Eine Person wird als Jesus und 2-3 als Jünger*innen ausgewählt. Alle ziehen „Zaubersocken“ an, die sie 2000 Jahre in die Vergangenheit versetzen.

Jesus erzählte überall im Land von Gott, von seiner Liebe zu den Menschen und davon, dass es im Leben darum geht, Gott zu lieben und die Menschen um einen herum zu lieben, wie sich selbst. Eines Tages waren sie auf einem Schiff und wollten über einen See fahren. Jesus war ziemlich müde.

Die Jünger gingen zu Jesus und weckten ihn. Sie riefen: „Meister, Meister!“

Erst jetzt hört auch der Schwungtuch-Sturm auf. Da fürchteten sie sich und staunten zugleich: „Wer ist er eigentlich?“

Die Reise auf dem See

Ein langer Tag war es heute wieder gewesen. Die Jünger freuen sich auf den Abend. Sie wollen mit Jesus noch auf den See hinausfahren und es sich dort angenehm machen. Alles sieht gut aus. Sie unterhalten sich, reden und lachen. „Meinetwegen können wir das jeden Abend so machen“, meint Andreas.

Als die ersten Wolken am Himmel aufziehen, machen sie sich noch keine Gedanken. Aber dann werden es schnell immer mehr. „Das sieht nach einem Sturm aus“, ruft Simon, „kommt, lasst uns umkehren und schnell ans Ufer zurückfahren!“

Immer dickere Wolkenpakete schieben sich am Himmel heran, und immer dunkler werden sie. Ein richtiges Wettrennen ist es jetzt zwischen ihnen im Boot und den schwarzen Wolken, die immer dichter und dunkler werden. Angst steigt in den Jüngern hoch, in ihren Augen kann man es sehen. Und dann bricht das Unwetter plötzlich los.

Aus Sicht der Besatzung: Hier kämpft sich ein Schiff durch die stürmische Nordsee

Der Sturm bricht los

Der Sturm fährt daher und wirbelt das Wasser auf. Voller Entsetzen starren die Jünger auf die hohen Wellen, auf denen das Schiff jetzt hinauf- und hinunter schießt. „Wir sind verloren“, ruft einer, „unser Schiff hält das nicht mehr aus!“ - „Jetzt kann uns nichts mehr helfen“, stöhnt Thaddäus voller Angst und Verzweiflung.

„Wo ist Jesus?“ ruft einer. Ja richtig, wo ist Jesus? An den haben sie in ihrer Not gar nicht gedacht. Und was sehen sie? Er liegt auf einer Bank am Ende des Boots und schläft. Schläft, als ob nichts wäre!

„He, Je-sus!“ rufen sie und schütteln ihn wach, „merkst du nicht, dass wir alle miteinander gleich verloren sind? Macht es dir nichts aus, wenn wir gleich alle ertrinken? Wie kannst du nur so ruhig daliegen?“

Jesus stillt den Sturm

Aber Jesus sagt: „Warum habt ihr denn so große Angst? Warum seid ihr so verzweifelt? Ihr seid doch nicht allein! Ich bin doch da! Gott ist da! Gott lässt euch nicht im Stich! Wisst ihr das denn immer noch nicht?“

„Aber der Sturm…“ rufen sie. „Gott ist auch stärker als der Sturm“, antwortet Jesus mit kräftiger Stimme.

Die Jünger schauen auf Jesus. Und es ist ihnen, als ob von seiner Ruhe auch etwas auf sie übergeht. „Ja, Gott ist bei uns“, murmeln einige. „Wo Jesus ist, da ist auch Gott, und Gott lässt uns nicht im Stich!“ Ganz laut sagt Jesus noch einmal: „Gott ist stärker als der Sturm. Und Gott ist bei uns!“

Das sind gute Worte. Jedes dieser Worte nehmen die Jünger ganz tief in sich auf. Zuerst merken sie es gar nicht gleich, wie der Sturm nachlässt. „Es wird ruhiger“, ruft Simon, und es klingt sehr erleichtert. Und tatsächlich, der Sturm hört nach und nach wieder auf und die ersten Sonnenstrahlen kommen wieder zwischen den Wolken hervor.

Darstellung von Jesus, der auf dem Wasser steht und den Sturm beruhigt.

Die Rettung und die Erkenntnis

Voller Freude fallen sich die Jünger in die Arme. „Wir sind gerettet!“, rufen sie. „Danke Jesus, dass du bei uns bist!“

Als sie wieder am Ufer ankommen, werden sie schon von den anderen begrüßt: „Gut, dass ihr wieder da seid!“, sagen sie. „War es sehr schlimm, da draußen im Sturm?“ - „Ja“, antworten einige, „aber Jesus war bei uns. Mitten in unserer Angst hat uns Jesus Ruhe in unser Herz geschenkt.“

Jesus und die Jünger wurden ins Boot hineingesetzt. Sie fuhren über einen See. Das hatten sie schon oft getan, denn einige Jünger waren ja Fischer. Sie kannten sich gut aus. Es war ein langer Tag gewesen. Jesus hatte mit vielen Menschen geredet und war jetzt müde.

Aber mit der Zeit wurde der leichte Wind zu einem Sturm. Es war richtig laut von dem Sturm. Die Jünger hielten sich am Boot fest, um nicht hinzufallen. Jetzt bekamen sie langsam Angst. „Wir werden sinken!“, riefen sie. „Was sollen wir bloß machen?“

Da fiel ihnen Jesus ein. Was tat Jesus denn in dem Sturm? Jesus lag immer noch hinten im Boot und schlief. Jesus wachte auf und schaute seine Jünger an. Dann schaute er den Sturm an. Jesus hatte überhaupt keine Angst.

„Ihr braucht keine Angst zu haben“, sagte er zu seinen Jüngern. Dann stand er auf. Jesus schaute die Wellen an und dann sprach er zu den Wellen und zu dem Sturm: „Sei still!“, sagte er.

Mit den Kindern das Tuch bewegen. Der Sturm war weg, die Wellen waren weg, das Boot hörte auf zu schaukeln. Die Jünger staunten. Jesus war sogar stärker als der Sturm! Jesus ist wirklich der Stärkste. Deshalb brauchen wir auch keine Angst zu haben. Danke, Herr Jesus, dass du stärker bist als alles, auch als der Sturm. Und danke, dass du uns immer helfen kannst.

Zwei Mannschaften sitzen sich an einem Tisch gegenüber. In der Mitte liegt ein Wattebausch. Basteln: Aus Papier Schiffe falten und evtl. Und auf einmal - Bum! Fällt das Schiffchen um.

Was wir aus dieser Geschichte lernen können

Es gibt viele Dinge, die uns Angst machen und erschrecken. Dinge, die unbekannt sind oder bedrohlich wirken. Aber auch wenn wir im Leben mit Dingen konfrontiert werden, die nicht so einfach oder angenehm sind, können wir immer darauf vertrauen, dass Jesus sich um uns kümmert. Jesus kann Wunder tun, und in dieser Geschichte hören wir von zwei von ihnen: Zuerst ging er auf den Wellen in einem schrecklichen Sturm! Dann beruhigte er den Sturm - und der Wind und die Wellen hörten auf ihn.

Jesus hat alle Macht im Himmel und auf Erden, und er kümmert sich besonders um uns. Er ist immer bei uns und wir können zu ihm um Hilfe beten. Er kann uns helfen, damit wir keine Angst haben, sondern lernen, auf ihn zu vertrauen. Jesus zu vertrauen bedeutet, dass wir an ihn glauben und wissen, dass er bei uns sein wird, auch wenn die Dinge schwierig und vielleicht beängstigend sind. Er ist unser Freund, und er hört uns, wenn wir zu ihm beten.

Simon und Sara haben mit ihren Eltern einen Bootsausflug unternommen. Auf dem Rückweg kommt ein schrecklicher Sturm auf, und sie haben große Angst. Sie sehen ein anderes Boot, das mit den hohen Wellen kämpft. Die Jünger Jesu sind in dem anderen Boot, und auch sie haben Angst. Doch plötzlich sehen sie etwas Wunderbares: Es ist Jesus, der auf den Wellen in Richtung des anderen Bootes läuft. Er ruft, dass sie keine Angst haben, sondern auf ihn vertrauen sollen! Als er das Boot erreicht und einsteigt, legt sich der Sturm völlig und das Meer wird wieder ruhig. Die Kinder sind ganz aufgeregt, und die Eltern erklären, dass Jesus erstaunliche Dinge tun kann - er kann Wunder tun. Wir können ihm vertrauen und brauchen keine Angst zu haben, weil er auf uns aufpasst!

Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: „Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ (Matthäus 14,27). Denn ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir! (Jesaja 41,13).

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