Hebamme Heike Mönnig: Informationen und Unterstützung für werdende Eltern im Landkreis Fürstenfeldbruck

Die Sorge, keine Hebamme zu finden, beschäftigt viele werdende Eltern. Berichte über Personalmangel und lange Wartelisten sind keine Seltenheit. Im Landkreis Fürstenfeldbruck ist die Versorgungslage laut der Hebamme Heike Mönig-Bobrowski noch relativ gut, während sie in München angespannter ist.

Hebavaria: Unterstützung bei der Hebammensuche in München und darüber hinaus

Um die knappen Kapazitäten optimal zu nutzen und werdende Eltern bei der Hebammensuche zu unterstützen, wurde 2019 in München der Verein Hebavaria gegründet. Dieser Zusammenschluss Münchner Hebammen betreibt eine Online-Plattform, über die Eltern eine Hebamme in ihrer Nähe finden können. Sollten Eltern bis zur 34. Schwangerschaftswoche keine Betreuerin gefunden haben, unterstützt der Verein aktiv bei der Vermittlung.

Ursprünglich war diese Vermittlungsplattform ausschließlich für Münchnerinnen zugänglich. Nun wird diese Lücke geschlossen, da Hebavaria eine Kooperation mit den Hebammen im Landkreis Fürstenfeldbruck eingegangen ist. Dies bedeutet, dass die Plattform nun auch für werdende Eltern in diesem Landkreis zur Verfügung steht.

Infografik: So funktioniert die Hebammensuche über Hebavaria

Registrierung und Funktionsweise der Plattform

Interessierte Eltern können sich online auf der Plattform registrieren. Dabei sind wichtige Angaben wie die Postleitzahl, der errechnete Geburtstermin und die Schwangerschaftswoche anzugeben. Diese Informationen werden den Hebammen anonymisiert angezeigt, ohne den Klarnamen preiszugeben, wie die Germeringer Hebamme Birgit Amey erklärt. So erfahren Hebammen beispielsweise, dass eine Frau in Puchheim mit ihrem ersten Kind schwanger ist und ihr errechneter Geburtstermin der 15. November ist.

Wenn eine Hebamme freie Kapazitäten hat, kann sie die betreffende Frau kontaktieren. Für werdende Eltern bedeutet die Plattform ein Ende des langwierigen und oft frustrierenden Herumtelefonierens. Anstatt jede Hebamme einzeln kontaktieren zu müssen, genügt eine einzige Anfrage auf der Plattform.

Vorteile für Hebammen und Eltern durch die Kooperation

Für die Hebammen bringt die Plattform eine erhebliche organisatorische Entlastung mit sich. Da Hebavaria bereits seit Jahren professionell Geburtshelferinnen in München koordiniert, war der Wunsch der Fürstenfeldbrucker Hebammen, sich anzuschließen, groß, so Birgit Amey. In einer Kreisversammlung wurde dieser Schritt einstimmig beschlossen, wie Hebamme Heike Mönig-Bobrowski berichtet, und als "wirklich tolle Sache" bezeichnet.

Birgit Amey äußert den Wunsch, dass so alle Frauen im Landkreis eine Geburtshelferin finden können. Dieses Ziel lässt sich am besten erreichen, wenn alle ansässigen Hebammen zusammenarbeiten und sich koordiniert aufteilen können. Sie betont das "sehr harmonische Miteinander".

Sowohl Birgit Amey als auch Heike Mönig-Bobrowski haben sich aktiv für die Anbindung an Hebavaria eingesetzt, sowohl beim Verein selbst als auch beim Gesundheitsamt des Landkreises Fürstenfeldbruck. Die Mitgliedschaft wird zu 10 Prozent vom Landkreis finanziert, während der Freistaat Bayern 90 Prozent übernimmt. Diese finanzielle Unterstützung erfolgt im Rahmen seiner Richtlinien zur Förderung der Geburtshilfe in Bayern.

Foto: Hebamme Heike Mönig-Bobrowski im Gespräch

Zusätzliche Angebote von Hebavaria

Hebavaria bietet jedoch mehr als nur eine Koordinierungsplattform. Der Verein stellt auch eine Lösung für ein entscheidendes Problem vieler selbstständiger Hebammen dar: die Vertretung im Krankheitsfall. Da die meisten Geburtshelferinnen selbstständig tätig sind, können sie sich nicht einfach krankmelden, ohne ihre Patientinnen zu gefährden.

Heike Mönig-Bobrowski berichtet von oft langwierigen Telefonaten zur Suche nach einer Vertretung im Krankheitsfall. Hebavaria organisiert diese Ersatzbetreuung nicht nur bei Krankheit, sondern auch bei wohlverdienten Urlauben von Hebammen.

Fortbildungsmöglichkeiten für Hebammen

Darüber hinaus bietet Hebavaria seinen Mitgliedern günstige Fortbildungsmöglichkeiten an. Hebammen sind verpflichtet, sich alle zwei Jahre fortzubilden. Dies bedeutet für sie jedes Mal einen Verdienstausfall. Birgit Amey erklärt, dass sie pro Tag, an dem sie statt zu arbeiten einen Fortbildungskurs besucht, zwischen 200 und 450 Euro verliert, zuzüglich der Kursgebühren. Die von Hebavaria angebotenen kostengünstigen und interessanten Fortbildungen seien daher "natürlich großartig", was auch Heike Mönig-Bobrowski sehr freut.

Wie funktioniert die Hebammensuche? | Hebamme | Ammely

Durch die Hebammen-Koordinationsplattform, die Organisation von Vertretungen und die angebotenen Fortbildungsmöglichkeiten profitieren sowohl Hebammen als auch Eltern im Landkreis Fürstenfeldbruck von der Anbindung an Hebavaria.

Persönlicher Werdegang von Heike Mönig-Bobrowski

Ausbildung und frühe Berufserfahrung

Ich, Heike Mönig-Bobrowski, wurde 1974 in Rheinland-Pfalz geboren. Nach dem Abitur begann ich 1995 meine Hebammenausbildung in Stuttgart und darf mich seit 1998 Hebamme nennen. In dieser Zeit habe ich langsam mit der Nachsorge begonnen und auch Erfahrungen in der Geburtsvorbereitung und Rückbildung gesammelt.

Gründung und Führung einer eigenen Praxis

Im Jahr 2004 gründeten meine ehemalige Hebammenmitschülerin Martina und ich unsere eigene Hebammenpraxis in Gröbenzell, die wir bis 2009 gemeinsam führten. Mit wechselnden Kolleginnen konnte ich die Praxis bis 2018 weiterführen.

Aktuelle Tätigkeit im Kreißsaal

Seit April 2018 bin ich wieder geburtshilflich im Kreißsaal des Klinikums Fürstenfeldbruck tätig.

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