Hebammen in Hamburg: Ein umfassender Leitfaden

Hebammen begleiten Frauen von Beginn der Schwangerschaft an, während der Geburt und der anschließenden Stillzeit. Vom ersten Tag der Schwangerschaft an können Sie sich jederzeit von einer Hebamme beraten lassen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Hebammen-Leistungen und für die Gespräche. Ihre Hebamme betreut Sie nach der Geburt im Wochenbett. Jede Frau kann nach der Geburt die Hilfe einer Hebamme bis mindestens acht Wochen nach der Geburt in Anspruch nehmen. Diese Nachsorge wird von den Krankenkassen bezahlt.

Eine Hebamme spricht mit einer schwangeren Frau

Vielfalt der Hebammenleistungen

Es gibt verschiedene Arten von Hebammen, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen: eine freie Hebamme, eine Beleghebamme, eine Hausgeburtshebamme und eine Familienhebamme. Doch wer blickt da noch durch? Unsere Redaktion sagt Ihnen, was Sie wissen müssen.

Freie Hebamme

Eine freie Hebamme bietet umfassende Betreuung während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett. Sie ist nicht an eine bestimmte Klinik gebunden und kann flexibel auf die Bedürfnisse der Frau eingehen.

Beleghebamme

Eine Beleghebamme begleitet die Frau während der Geburt in einer Klinik ihrer Wahl. Dies ermöglicht eine persönliche und vertraute Atmosphäre, da die Frau von einer ihr bekannten Hebamme betreut wird. Es ist ratsam, frühzeitig Kontakt aufzunehmen, da Beleghebammen oft stark ausgebucht sind.

Eine Beleghebamme bereitet ein Neugeborenes vor

Hausgeburtshebamme

Für Frauen, die eine Geburt im vertrauten Umfeld ihres Zuhauses bevorzugen, steht die Hausgeburtshebamme zur Verfügung. Diese Option gewinnt zunehmend an Beliebtheit, da sie eine natürliche und intime Geburtserfahrung ermöglicht.

Familienhebamme

Familienhebammen bieten besonders intensive Unterstützung für junge Mütter und ihre Familien. Sie nehmen sich viel Zeit, um bei der Bewältigung der neuen Situation zu helfen und bieten ein breites Spektrum an kostenfreien Leistungen für Schwangere und Mütter mit Säuglingen und Kleinkindern bis zum ersten Lebensjahr.

Hebammenleistungen im Überblick und Kostenübernahme

Die Krankenkassen übernehmen in der Regel viele Hebammen-Leistungen, sowohl vor als auch nach der Geburt. Es ist ratsam, sich frühzeitig um eine Hebamme zu kümmern, idealerweise ab der 12. Schwangerschaftswoche. Die Leistungen werden von der Krankenkasse bezahlt.

Hebammen-Leistungen vor der Geburt (Schwangerschaft)

  • Persönliche/telefonische Hebammen-Beratung
  • Hebammen-Vorsorgeuntersuchungen (Ausnahme: Ultraschall)
  • Geburtsvorbereitungskurs für die Schwangere (einzelne Kassen übernehmen auch den Anteil des Mannes bei Paarkursen)
  • Geburtsvorbereitungskurs für den Partner (nur einzelne Kassen)
  • Alternative Methoden, z.B.

Hebammen-Leistungen nach der Geburt

  • Täglicher Hebammen-Hausbesuch (bei besonderen Problemfällen auch bis zu zwei Mal täglich) in den ersten 10 Tagen nach der Geburt
  • 16 weitere Hebammen-Besuche in den ersten acht Wochen nach der Geburt
  • 4 weitere Hebammen-Besuche bei Stillproblemen

Ausnahmen bilden Zusatzleistungen wie Yogakurse, Säuglingspflegekurse oder Babymassage.

Infografik, die die verschiedenen Arten von Hebammenleistungen und die Kostenübernahme durch Krankenkassen darstellt

Geburtsvorbereitungskurse und Rückbildung

Hebammen leiten Geburtsvorbereitungskurse, die Schwangere mit oder ohne Partner besuchen können. Dort werden werdende Eltern auf die Geburt vorbereitet, über den Verlauf der Schwangerschaft, Geburt und die ersten Wochen mit dem Baby informiert. Sechs Wochen nach der Entbindung ist es ratsam, einen Rückbildungskurs zu besuchen, der meist in Hebammenpraxen angeboten wird. Diese Kurse beinhalten spezielle Übungen zur Stärkung von Beckenboden und Bauchmuskulatur.

Die Rolle der Hebamme während der Geburt

Die Hebamme lernt die Mutter vor der Geburt kennen und bespricht alle Aspekte der Geburtsvorbereitung. Sie kann in die Mutterschaftsvorsorge in Ergänzung zur ärztlichen Vorsorge eingebunden werden, wenn die Schwangere dies wünscht. Die Hebamme begleitet den gesamten Geburtsprozess und ist die zentrale Hilfe für die Frau. Ärzte werden nur bei medizinischer Notwendigkeit oder zur Verabreichung einer Periduralanästhesie hinzugezogen. Geburtshäuser und Hausgeburten werden ebenfalls als sichere Alternativen zur Klinikgeburt betrachtet, insbesondere in Ländern wie den Niederlanden und zunehmend auch in Großbritannien, wo sie als "Entbindung der ersten Wahl" für unkomplizierte Schwangerschaften gelten.

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Der Beruf der Hebamme: Herausforderungen und Erfüllung

Der Beruf der Hebamme wird oft romantisiert, doch Schichtdienst in der Klinik, Rufbereitschaft und hohe Versicherungsbeiträge stellen erhebliche körperliche und finanzielle Belastungen dar. Nichtsdestotrotz ist es eine zutiefst befriedigende Tätigkeit, neuen Menschenkindern auf die Welt zu helfen und sie am Beginn ihres Lebens zu begleiten. Die Ausbildung zur Hebamme dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Für Krankenschwestern kann sich die Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzen.

Hebammen in Hamburg und Umgebung

In Hamburg gibt es eine Vielzahl von Hebammen, die Unterstützung für werdende Eltern anbieten. Informationen zu Hebammen in Hamburg und Umgebung werden derzeit aufbereitet. Viele Frauenarztpraxen in Hamburg arbeiten eng mit Hebammen zusammen, und auch dort können Informationen erhältlich sein.

Wichtiger Hinweis: In Deutschland wurde bis zur letzten Reform des Hebammengesetzes (2019/2020) die Berufsbezeichnung für männliche Hebammen "Entbindungspfleger" verwendet. Mittlerweile lautet die Berufsbezeichnung für alle Geschlechter "Hebamme" (männlich, weiblich, divers).

Weitere Unterstützungsangebote

Neben Hebammen gibt es weitere Anlaufstellen für werdende Eltern:

  • Doula: Erfahrene Geburtsbegleiterinnen, die eine liebevolle und kontinuierliche Unterstützung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett bieten.
  • Babyplaner (Babyplanner): Spezialisten, die werdende Familien bei der Organisation rund um die Geburt unterstützen, über Termine und Checklisten informieren.
  • Mütterpflegerinnen: Bieten Unterstützung im Haushalt und bei der Kinderbetreuung, füllen die Lücke zwischen Haushalts- und spezialisierter Hebammenhilfe.

Es ist ratsam, sich frühzeitig über die verschiedenen Geburtsorte zu informieren, sei es eine Geburtsklinik, ein Geburtshaus oder eine Hausgeburt. Viele Einrichtungen bieten Informationsabende und Besichtigungen an.

Eine Übersichtskarte von Hamburg mit Markierungen für Geburtshäuser und Hebammenpraxen

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