Rollatoren und Tragesitze im Test: Mobilität und Komfort für jeden Bedarf

Schwache Beine sind kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Ein Rollator unterstützt dabei, entspannt und sicher durchs Leben zu gehen. Laufen im Alltag - sowohl drinnen wie draußen - kann mit einem Rollator von einer Anstrengung in eine angenehmere, gesundheitsfördernde Betätigung verwandelt werden.

Rollatoren im Detail: Vielfalt für unterschiedliche Bedürfnisse

Ein Rollator, auch als Gehwagen bekannt, ist eine fahrbare Gehhilfe, die aus einem Stützgestänge mit Rollen oder Rädern besteht. Die Griffe sind höhenverstellbar, um sie individuell an die Körpergröße anzupassen, was den Rücken schont und den Komfort erhöht. Im Gegensatz zu Krücken muss ein Rollator nicht angehoben werden, was die Arme deutlich entlastet. In der Regel sind Rollatoren mit Handbremsen, einige sogar mit Feststellbremsen, ausgestattet. Viele Modelle bieten zudem Sitzflächen für Pausen.

Die Anschaffung eines Rollators kann bei Krankheiten wie Parkinson, Multipler Sklerose, Arthritis oder dem Post-Polio-Syndrom aufgrund eingeschränkter Gehfähigkeit oder Mobilität sinnvoll sein. Es gibt sogar spezielle Arthritis-Rollatoren. Auch bei Lungenkrankheiten wie COPD kann ein Gehwagen von Vorteil sein. Rollatoren sind keineswegs nur für Senioren gedacht und in verschiedenen Bauweisen erhältlich, je nach Umfeld, persönlichen Vorlieben, Ansprüchen und eventuellen Vorerkrankungen.

Schema mit verschiedenen Rollatortypen und ihren Merkmalen

Arten von Rollatoren

Standard-Rollatoren

Standard-Rollatoren sind robuste, widerstandsfähige und meist günstige Einsteigermodelle. Sie erfüllen in der Regel die Mindestanforderungen der Krankenkassen, lassen sich aber meist nicht zusammenfalten und sind daher für Reisen eher ungeeignet.

Leichtgewichtrollatoren (Premium-Rollatoren)

Leichtgewichtrollatoren, auch als Premium-Rollatoren bekannt, sind für Personen mit schwerwiegenden körperlichen Beeinträchtigungen geeignet. Sie bestehen meist aus leichteren Materialien wie Aluminium oder Carbon und können je nach Modell mit bis zu 130 bis 150 Kilogramm belastet werden.

Outdoor-Rollatoren

Outdoor-Rollatoren sind überwiegend für den Einsatz im Freien konzipiert. Die Räder müssen für verschiedene Untergründe wie Kopfsteinpflaster, Gras, Sand oder Kies geeignet sein und für Laufruhe sorgen. Hindernisse müssen mit geringem Kraftaufwand überwindbar sein.

Indoor-Rollatoren

Spezielle Indoor-Modelle sind für Innenbereiche konzipiert. Hier ist die Wendigkeit der Rollen entscheidend, um gut um Ecken zu kommen. Sie sind zudem schmal genug, um problemlos durch Türen zu passen.

Arthritis-Rollatoren

Arthritis-Rollatoren sind speziell auf die Bedürfnisse von Arthritis-Patienten ausgerichtet und verfügen beispielsweise über Unterarmauflagen und vertikale Griffe mit leicht zu bedienenden Handbremsen.

Worauf beim Kauf eines Rollators zu achten ist

Ein guter Rollator sollte nicht zu schwer sein, idealerweise leichter als sieben Kilogramm, besonders wenn er oft transportiert oder angehoben werden muss. Personen mit wenig Kraft sollten sich nicht mit einem unnötig schweren Modell quälen. Schwere Rollatoren können jedoch für einen besseren Straßenkontakt und ein besseres Handling sorgen.

Zusätzlich sollte ein guter Rollator stabil, belastbar und gut verarbeitet sein - er darf auf keinen Fall kippen. Die Handbremsen dürfen nicht zu schwer zu betätigen sein und müssen zuverlässig funktionieren. Die meisten Rollatoren sind mit Sitzflächen, Ablageflächen sowie Körben oder Taschen ausgestattet. Für besonderen Komfort sind teils auch Rückenlehnen angebracht, die eine zeitweise Entlastung der Beine ermöglichen.

Ein wichtiges Kriterium sind auch die Feststellbremsen. Zudem muss die Höheneinstellung des Rollators an die Körpergröße des Benutzers angepasst werden, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Hochwertige Rollatoren sind meist in zwei bis drei verschiedenen Größen erhältlich.

Zur richtigen Einstellung stellt man sich möglichst aufrecht zwischen die hinteren Räder, der Gehwagen steht in Laufrichtung vor einem. Die Arme hängen locker nach unten. Die Handgriffe werden so eingestellt, dass sie sich etwa auf Höhe der Handgelenke befinden. Beim Laufen sollte man stets sicher geradeaus schauen, um ein erhöhtes Sturzrisiko zu vermeiden.

Vor dem Kauf ist es wichtig, auf den für die Räder vorgesehenen Untergrund zu achten. Große Reifen sind oft von Vorteil, besonders beim Überwinden von Bodenunebenheiten. Luftgefüllte Räder eignen sich gut für holprige Terrains.

Detailaufnahme der Handbremsen und Ankipphilfe eines Rollators

Getestete Rollatoren im Überblick

Besco Medical Spring

Der Besco Medical Spring wurde als Testsieger mit dem Gesamturteil "gut" (1,6) bewertet. Er überzeugte mit seinem sehr guten Gesamtpaket, geringem Gewicht, einer großen, gepolsterten Sitzfläche, einem weichen Rückengurt, großen Lenkreifen, einer gut bedienbaren Ankipphilfe, guten Bremseigenschaften und Reflektoren. Die Nutzung in der Wohnung wurde mit "gut" (1,8), die Nutzung im Freien mit "sehr gut" (1,4) und die Handhabung mit "sehr gut" (1,5) bewertet. Der in Deutschland hergestellte Leichtgewichtrollator ist gut verarbeitet, komfortabel gefedert und gut ausgestattet. Besonders positiv fiel die Ankipphilfe auf. Der Rollator ist in drei verschiedenen Größen und Farben erhältlich. Mit rund 350 Euro gehört er zu den teureren Modellen im Test.

Antar AT51113

Der Antar AT51113 ist ein spezieller Arthritis-Rollator, der mit seinen Unterarmstützen und vertikalen Handgriffen viel Halt und Unterstützung bietet. Er verfügt über gepolsterte Unterarmauflagen und leicht zu drückende Handbremsen, was ihn für Arthritis-Patienten besonders vorteilhaft macht. Der Aufbau ist unkompliziert. Die Verarbeitungsqualität ist gut, alles fühlt sich stabil und langlebig an. Der Rollator wiegt 8,9 Kilogramm und hält bis zu 136 Kilogramm Gewicht aus. Die Sitzhöhe liegt bei 54 Zentimetern. Die vorderen Räder (20,32 cm Durchmesser) drehen sich um 360 Grad und sorgen für gute Wendigkeit. Der Preis liegt bei rund 175 Euro.

Topro Olympos All-Terrain-Rollator

Der Topro Olympos ATR ist ein Outdoor- beziehungsweise All-Terrain-Rollator, der mit jeglichen Untergründen gut zurechtkommt. Positive Merkmale sind das exzellente Bremsverhalten, die ergonomischen Griffe und die hohe Wendigkeit. Die großen Vorderreifen überwinden Hindernisse, und die leichtgängige Ankipphilfe unterstützt beim Kippen des Rollators. Der Kraftaufwand beim Drücken der Bremsgriffe ist gering. Extras wie ein Stockhalter und eine Tasche mit Deckel und Magnetverschluss gehören zur Ausstattung. Der Rollator hält bis zu 150 Kilogramm aus und wiegt je nach Größe zwischen 8,3 und 8,9 Kilogramm. Die Reifen dämpfen Stöße, die Sitzfläche ist weich und die Rückenlehne angenehm breit und solide. Der Preis liegt bei rund 345 Euro.

Dietz Taima M-GT

Der Dietz Taima M-GT ist ein Leichtgewichtrollator mit nur 5,5 Kilogramm Eigengewicht. Er ist stabil gebaut, mit Reflektoren, einer Sitzfläche und einem großen, robusten Korb ausgestattet. Die rutschfesten Griffe sorgen für eine sichere Haptik. Er bremst sehr gut auf verschiedenen Untergründen.

Dietz Fakto+

Der Dietz Fakto+ wurde als Favorit unter den Standard-Rollatoren genannt. Er ist stabil gebaut, mit Reflektoren, einer Sitzfläche und einem großen, robusten Korb ausgestattet und bremst sehr gut.

Rollator richtig benutzen

Tragesitze für Babys: Komfort und Sicherheit für Eltern und Kind

Die Suche nach der besten Babytrage kann angesichts der vielen Möglichkeiten überwältigend sein, aber die richtige Wahl macht den Unterschied. Ein guter Tragesitz verteilt das Gewicht des Babys besser und verteilt es auf die Hüften und Schultern des Trägers.

Wichtige Aspekte beim Kauf eines Tragesitzes sind:

  • "M"-Stellung der Beine: Die Knie sollten höher als der Po sein, die Oberschenkel gespreizt und gestützt. Diese Position ist entscheidend für eine gesunde Hüftentwicklung.
  • Gewichtsgrenzen: Jeder Tragesitz hat Mindest- und Höchstgewichtsgrenzen, die eingehalten werden müssen.
  • Passform: Tragesitze sollten für verschiedene Körperformen und Größen geeignet sein.

Getestete Tragesitze im Überblick

  1. Momcozy PureHug Air Mesh: Vielseitigster Tragesitz, der Atmungsaktivität, ergonomische Unterstützung und Anpassungsfähigkeit zu einem erschwinglichen Preis vereint. Gut für aktive Eltern, aber erst ab 3 Monaten geeignet.
  2. Ergobaby Omni Breeze: Bietet die richtige Hüftposition auch im vorwärtsgerichteten Modus. Kostet 179 US-Dollar.
  3. BabyBjörn Mini: Spezielles Design für Neugeborene, das Vertrauen schafft. Obergrenze von 25 Pfund.
  4. Tula Explore: Bekannt für Langlebigkeit und Verarbeitungsqualität. Gewichtsgrenze von 33 Pfund. Kann in der Netzversion zu warm sein.
  5. Lillebaby Complete Airflow: Integrierter Stauraum macht eine Wickeltasche überflüssig. Nicht geeignet für Babys unter 5 Monaten.
  6. Cybex 360: Temperaturpanel funktioniert - öffne es im Sommer für Luftzirkulation oder schließe es im Winter für Wärme. Bietet mehr Tragepositionen, ist aber sperriger.
  7. Artipoppe Zeit: Vielfalt an Mustern und Aufdrucken ermöglicht persönliche Gestaltung. Verstellsystem ist intuitiv. Keine vorwärtsgerichtete Option.
  8. Beco Gemini: Einfaches Design bedeutet weniger Zeit zum Anpassen und mehr Zeit zum Tragen. Nicht so atmungsaktiv wie die Air Mesh Version.
  9. Infantino Flip: Sicherer, ergonomischer Tragesitz für unter 28,99 $. Erfüllt alle Sicherheitsstandards, aber die Gewichtsgrenze von 32 Pfund ist niedriger.
  10. Hana Baby Wrap: Schafft unübertroffene Nähe für die Bindung. Ideal für die Neugeborenenphase. Wickeln erfordert Übung.
Illustration der

Sichere Anwendung von Tragesitzen

Ein Baby braucht zu jeder Zeit freie Atemwege. Das Gesicht des Babys muss sichtbar sein und darf nicht vom Stoff verdeckt oder gegen die Brust gedrückt werden. Achte auf Warnzeichen wie Keuchen, Veränderungen der Hautfarbe oder erschwerte Atmung. Neugeborene sind besonders gefährdet.

Die Beine des Babys sollten immer eine "M"-Form bilden. Vermeide Tragesitze, bei denen die Beine gerade nach unten hängen. Wenn das Baby wächst, sollte der Sitz des Tragesitzes so angepasst werden, dass die Oberschenkel vollständig gestützt werden.

Jede Tragehilfe hat Mindest- und Höchstgewichtsgrenzen. Dehnbare Tragetücher sind in der Regel für 8-25 Pfund geeignet. Es ist gefährlich, einen Tragesitz außerhalb seiner Reichweite zu verwenden.

Vor jedem Gebrauch sollten Schnallen, Gurte und der Stoff auf Abnutzung überprüft werden. Bei Ringtragegurten zieht man zuerst fest am Stoff durch die Ringe. Tausche alle Tragehilfen aus, die starke Abnutzungserscheinungen aufweisen.

Babys können die Temperatur nicht wie Erwachsene regulieren. Ziehe sie im Sommer leicht an - die Babytrage wärmt sie zusätzlich. Achte auf Überhitzung: rotes Gesicht, Schwitzen, schnelle Atmung. Im Winter solltest du die Atemwege auch unter deinem Mantel freihalten.

Das Tragen verändert das Gleichgewicht und schränkt das Sichtfeld ein. Wenn du dich bückst, hocke dich hin - beuge dich nicht in der Taille. Koche niemals beim Tragen. Achte auf Türrahmen und Ecken.

Für Neugeborene (0-4 Monate) ist eine vollständige Unterstützung von Kopf und Nacken wichtig. Schaffe dir eine Routine: Schnallen geschlossen, Gurte straff, Baby richtig positioniert, Atemwege frei. Vermeide das Tragen unter dem Einfluss von Alkohol oder schläfrigen Medikamenten.

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