Der Begriff "Butter mit Zucker abtreiben" bezieht sich auf eine Kochtechnik, bei der Butter und Zucker zu einer cremigen Masse verrührt werden. Diese Methode wird in verschiedenen Rezepten angewendet, von süßen Backwaren bis hin zu herzhaften Gerichten.
Grundlagen der Zubereitung
Die Zubereitung von Gerichten, bei denen Butter und Zucker "abgetrieben" werden, erfordert Präzision und das Verständnis der einzelnen Schritte. Oftmals werden hierfür auch andere Zutaten wie Eigelb, Mandeln, Nüsse oder Schokolade verwendet, um die gewünschte Konsistenz und den Geschmack zu erzielen.
Süße Teige und Cremes
Beim Backen ist das "Abtreiben" von Butter und Zucker eine gängige Methode, um eine luftige und homogene Teigmasse zu erhalten. Dies geschieht typischerweise mit einer Rührmaschine oder einem Handmixer, bis eine helle und schaumige Konsistenz erreicht ist.
Beispielrezept:
- 28 dag Zucker
- 28 dag geriebene Nüsse
- 6 Dotter
- 3 ganze Eier
Diese Zutaten werden für eine halbe Stunde abgetrieben. Anschließend werden 3 Löffel Semmelbrösel und zum Schluss der Schnee von 6 Eiklar hinzugefügt.
Cremes und Füllungen
Auch bei der Zubereitung von Cremes und Füllungen spielt das Abtreiben von Butter und Zucker eine wichtige Rolle. Eine typische Füllung könnte folgende Zutaten umfassen:
- 5 Dotter
- 1 Kochlöffel Mehl
- 1 Kaffeeschale Milch
Diese Masse wird aufgekocht und gut gerührt, bis sie eine feste Konsistenz wie eine Eierspeise annimmt. Dabei ist Vorsicht geboten, um Anbrennen zu vermeiden. Nach dem Passieren durch ein Sieb und Abkühlen können nach Geschmack Zucker und Nüsse hinzugefügt werden.
Schokoladenkreationen
Für schokoladige Desserts wird oft Butter mit Zucker abgetrieben, um eine cremige Basis zu schaffen. Eine solche Zubereitung könnte wie folgt aussehen:
- 10 dag Butter
- 4 Dotter
- 12½ dag geriebene Mandeln
- 12½ dag Zucker
- 3 Tafeln erweichte Schokolade
- Schnee von 4 Eiklar
Diese Zutaten werden gut vermischt, auf ein Blech fingerdick aufgestrichen und bei kleiner Hitze vorsichtig gebacken, um eine weiche Konsistenz zu bewahren.
Verwendung von Grieß
Grieß kann ebenfalls mit Butter und Zucker zu einem Gericht verarbeitet werden. Hierbei wird Grieß in eine heiße Masse aus Milch, Salz, Butter und Zucker eingekocht.
Zutaten:
- Einen Dreiviertelliter Milch
- 7 dag Butter
- 7 dag Zucker
- 50 dag Grieß
Nach dem Einkochen des Grießes kann dieser mit Rosinen vermischt und im Rohr ausgedünstet werden. Zum Servieren wird er zerteilt, angerichtet und fest angezuckert.
Weitere Kochtechniken im Zusammenhang mit "Abtreiben"
Der Begriff "Abtreiben" ist Teil eines breiteren Spektrums an Kochtechniken, die in der Küche Anwendung finden. Viele dieser Begriffe beschreiben spezifische Zubereitungsschritte und -methoden.
Glossar von Kochbegriffen
- Abschäumen: Das Entfernen von Schaum, der sich beim Aufkochen von Flüssigkeiten bildet.
- Anschwitzen: Leichtes Anrösten von Mehl in Fett zur Herstellung von Saucen.
- Abschrecken: Kurzes Übergießen einer heißen Speise mit kaltem Wasser, um den Garprozess zu stoppen oder eine Krustenbildung zu fördern.
- Ablöschen: Begießen von angebratenem Gut mit Flüssigkeit, um Bratensatz zu lösen.
- Al dente: Garmethode, bei der Lebensmittel bissfest bleiben.
- Bardieren: Belegen oder Umwickeln von Braten mit Speck zur Saftigkeit.
- Blanchieren: Kurzes Eintauchen von Lebensmitteln in kochendes Wasser, gefolgt von einem Abschrecken in Eiswasser.
- Blondieren: Leichtes Anbräunen von Zwiebeln oder Knoblauch in heißem Fett.
- Dekantieren: Umfüllen von Flüssigkeiten, z. B. Wein, aus einer Flasche in eine Karaffe.
- Dämpfen: Schonende Garmethode in heißem Dampf.
- Dips: Pikante Cremes zum Dippen.
- Dünsten: Schonende Zubereitung in wenig Flüssigkeit und Fett unter Zugabe von wenig Fett in einem geschlossenen Topf.
- Eier trennen: Trennung von Eigelb und Eiweiß.
- Eierstich: Eine Einlage für Suppen aus Eiern und Brühe.
- Farce: Pikante Füllung für diverse Gerichte.
- Frappieren: Starkes Abkühlen von Getränken oder Speisen.
- Frappé: Eisgekühltes Getränk.
- Fond: Flüssigkeit, die beim Garen von Lebensmitteln entsteht und als Basis für Saucen dient.
- Frittieren: Garmethode in heißem Fett.
- Glasieren: Verleihen von Lebensmitteln eine glänzende Oberfläche.
- Gelatine auflösen: Einweichen und Auflösen von Gelatine in warmer Flüssigkeit.
- Hefe: Mikroorganismus, der Teig durch Gärung luftig macht.
- Legieren: Binden von Flüssigkeiten, insbesondere Suppen und Saucen, mit einem Bindemittel wie Eigelb und Sahne.
- Pürieren: Verarbeiten von Lebensmitteln zu Mus.
- Passieren: Drücken von Früchten, Gemüse oder Flüssigkeiten durch ein Sieb.
- Pochieren: Langsames Garen bei einer Temperatur unter dem Siedepunkt.
- Panieren: Umhüllen von Fleisch oder Fisch mit Paniermehl.
- Poêlieren: Hellbraun dünsten in einer Kasserolle im Ofen.
- Schokolade schmelzen: Verflüssigen von Schokolade im Wasserbad oder in der Mikrowelle.
- Schmoren: Garen von Lebensmitteln in Fett, Flüssigkeit und Dampf in einem geschlossenen Topf oder im Backofen.
- Tranchieren: Schneiden von Fleisch, Geflügel oder Fisch in Scheiben.
- Vanillemark: Das Innere von Vanilleschoten, das ein intensives Aroma abgibt.
- Zesten: Dünne Streifen aus der Schale von Zitrusfrüchten.
- Zimt: Ein beliebtes Gewürz, das in verschiedenen Formen erhältlich ist.
- Butter zerlassen: Verflüssigen von Butter, wobei sich die Bestandteile trennen können.

Wichtige Hinweise zur Zubereitung
Beim "Abtreiben" von Butter und Zucker ist es wichtig, die richtige Konsistenz zu erreichen. Für Rührteige eignet sich weiche Butter, die sich leichter mit anderen Zutaten verbindet. Kühlschrankkalte Butter ist hingegen ideal für Mürbteig, da sie die Teigbildung unterstützt und ein Kleben verhindert.