Kürbispüree, auch bekannt als Kürbismus, ist eine vielseitige Zutat, die sich hervorragend für eine Vielzahl von süßen und herzhaften Gerichten eignet. Besonders im Herbst, während der Kürbissaison, ist es eine beliebte Basis für Suppen, Kuchen, Brot und Babynahrung. Die Herstellung von eigenem Kürbispüree ist überraschend einfach und erfordert nur wenige Schritte.
Vorteile von selbstgemachtem Kürbispüree
Selbstgemachtes Kürbispüree bietet gegenüber der gekauften Variante einige Vorteile. Es ermöglicht die Kontrolle über die Zutaten, da keine Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel benötigt werden. Dies ist besonders für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten wichtig. Zudem ist es eine kostengünstige Alternative zu Dosenware. Die Herstellung größerer Mengen und deren anschließendes Einfrieren oder Einkochen ist eine praktische Methode, um den Vorrat aufzustocken.
Welche Kürbissorten eignen sich für Kürbispüree?
Für die Herstellung von Kürbispüree können verschiedene Kürbissorten verwendet werden. Zu den beliebtesten zählen:
- Hokkaido-Kürbis: Dieser Kürbis muss nicht geschält werden, da seine Schale nach dem Kochen oder Backen weich wird und mitverarbeitet werden kann. Er hat ein mild-süßliches, leicht nussiges Aroma.
- Butternut-Kürbis: Bekannt für sein cremiges Fruchtfleisch und den nussigen Geschmack. Die Schale ist in der Regel härter und sollte vor der Zubereitung entfernt werden, es sei denn, er wird ungeschält gebacken (dann benötigt er etwas länger).
- Muskatkürbis: Ähnlich wie der Butternut-Kürbis, bietet er ein aromatisches Fruchtfleisch. Die Schale sollte auch hier in der Regel entfernt werden.
- Andere Winterkürbissorten: Auch Sorten wie Banana- oder Winterkürbis eignen sich gut.
Die Wahl der Sorte kann den Geschmack und die Konsistenz des Pürees beeinflussen. Während die Schale des Hokkaido-Kürbisses nach dem Garen weich wird, ist sie bei anderen Sorten oft zu hart, um sie mitzuverarbeiten.
Methoden zur Zubereitung von Kürbispüree
Es gibt mehrere einfache Methoden, um Kürbispüree herzustellen:
1. Zubereitung im Topf
Diese Methode ist schnell und unkompliziert.
- Den Kürbis gründlich waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Bei Hokkaido muss die Schale nicht entfernt werden.
- Die Kürbisstücke in einen Topf geben und mit Wasser bedecken, sodass die Stücke knapp bedeckt sind.
- Das Wasser zum Kochen bringen und die Kürbisstücke bei niedriger Temperatur etwa 10-15 Minuten (je nach Größe) weichkochen.
- Das Kochwasser abgießen.
- Die gegarten Kürbisstücke mit einem Pürierstab oder in einem Mixer zu einem feinen Püree verarbeiten.

2. Zubereitung im Backofen
Diese Methode verleiht dem Kürbispüree durch Röstaromen ein intensiveres Aroma.
- Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (oder 180 °C Umluft) vorheizen.
- Den Kürbis gründlich waschen, halbieren oder vierteln und das innere mit einem Löffel entfernen. Bei Butternut- oder Muskatkürbis die Schale vorab entfernen.
- Die Kürbishälften oder -viertel mit der Schnittseite nach unten auf ein leicht gefettetes Backblech legen. Bei Bedarf mit etwas Olivenöl beträufeln.
- Für ca. 25-50 Minuten (je nach Größe und Sorte) backen, bis das Fruchtfleisch weich ist.
- Die weichen Kürbisstücke aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und anschließend mit einem Pürierstab oder in einem Mixer pürieren.

3. Zubereitung in der Mikrowelle
Diese Methode ist die schnellste Variante.
- Den Kürbis gründlich waschen, halbieren, entkernen und in Stücke schneiden.
- Die Stücke in ein mikrowellengeeignetes Geschirr mit Deckel geben.
- Für ca. 5-10 Minuten (je nach Leistung der Mikrowelle und Stückgröße) weich garen lassen.
- Die weichen Kürbisstücke mit einem Pürierstab oder in einem Mixer pürieren.
Tipps für die perfekte Konsistenz
Manchmal kann Kürbispüree etwas wässrig werden. Um eine cremigere Konsistenz zu erzielen, gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Überschüssiges Wasser abgießen: Nach dem Kochen oder Dünsten das Kochwasser gut abgießen und den Kürbis in einem Sieb abkühlen lassen, damit überschüssige Feuchtigkeit verdampfen kann.
- Püree durch ein Tuch passieren: Falls das Püree zu flüssig ist, kann es durch ein feines Passiertuch, ein Leinentuch oder ein feines Sieb gedrückt werden, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.
- Längere Garzeit: Eine etwas längere Garzeit, insbesondere im Ofen, kann dazu beitragen, dass der Kürbis weniger Wasser enthält.
Haltbarkeit und Lagerung von Kürbispüree
Selbstgemachtes Kürbispüree ist im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter etwa 4-5 Tage haltbar.
Für eine längere Lagerung kann das Kürbispüree eingefroren werden. Es eignet sich hervorragend, um es portionsweise in Eiswürfelformen oder kleinen Babybrei-Behältern einzufrieren. So sind kleine Portionen jederzeit verfügbar. Alternativ kann das Püree auch in sterilisierte Gläser abgefüllt und für etwa 50 Minuten bei ca. 100 °C im Wasserbad oder Dampfbackofen eingekocht werden, um es haltbar zu machen.
Kürbispüree für Babys
Kürbispüree ist eine ideale erste Beikost für Babys ab etwa dem 6. Monat. Es ist gut verträglich, mild im Geschmack und reich an Vitaminen.
Für Babys wird das Kürbispüree rein und ohne Gewürze zubereitet. Es kann pur als erster Gemüsebrei angeboten werden. Später kann es mit anderen Zutaten wie Kartoffeln, Reisflocken oder Apfelmus kombiniert werden, um sättigendere Breirezepte zu kreieren.
Ein einfaches Rezept für Babys:
- 100 g Kürbisfleisch (z.B. Hokkaido), gewaschen, entkernt und gewürfelt
- Wasser zum Kochen
Die Kürbiswürfel in wenig Wasser weichkochen, abgießen und mit einem Pürierstab fein pürieren. Vor dem Servieren kann ein Teelöffel Rapsöl untergerührt werden. Für Babys sollte der Brei weder gesalzen noch gewürzt werden.
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Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Kürbispüree
Kürbispüree ist eine äußerst vielseitige Zutat in der Küche:
- Herzhafte Gerichte: Als Basis für Kürbissuppen, Saucen, Risottos oder als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten.
- Süße Gerichte: Zum Backen von Kuchen, Muffins, Brot (z.B. Kürbisbrötchen) oder als Zutat für Pumpkin Spice Latte.
- Babynahrung: Als milder und nahrhafter erster Brei.
Das selbstgemachte Kürbispüree verleiht vielen Gerichten eine angenehme Süße und eine besondere Textur.
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