Belladonna in der Homöopathie: Risiken und Anwendung

Was ist Belladonna?

Belladonna, auch bekannt als Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna), ist eine Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. In ihrer natürlichen Form ist sie hochgiftig und enthält Alkaloide wie Atropin und Hyoscyamin. Diese Tropan-Alkaloide besitzen eine parasympatholytische Wirkung, was bedeutet, dass sie die glatte Muskulatur entspannen und die Bronchien erweitern können. Typische Symptome einer Vergiftung sind Pupillenerweiterung und Mundtrockenheit. Eine Intoxikation kann schwerwiegende Folgen haben und bis zum Atem- und Herzstillstand führen. Die letale Dosis für Kinder wird auf drei bis vier Beeren geschätzt.

In der Homöopathie werden giftige Stoffe wie Belladonna verarbeitet und so stark verdünnt, dass sie für den Körper unschädlich sein und eine heilende Wirkung ausüben sollen. Verbraucher vertrauen daher auf die Harmlosigkeit homöopathischer Präparate. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Homöopathika registriert und nicht wie herkömmliche Arzneimittel zugelassen werden. Dies bedeutet, dass sie nicht dem Nachweis von Wirksamkeit und Sicherheit unterliegen und die Hersteller keine entsprechenden Studien bei den zuständigen Behörden vorlegen müssen.

Belladonna in der Homöopathie: Anwendung und Bedenken

Belladonna wird in der Homöopathie in verschiedenen Potenzen, typischerweise von D6 bis D30, zur Selbstmedikation empfohlen. In den Verdünnungen einschließlich D3 sind die Darreichungsformen verschreibungspflichtig. Das Mittel, dessen Name "die schöne Frau" bedeutet, hat ein vielfältiges Einsatzgebiet. Globuli, Tabletten oder Tropfen können bei grippalen Infekten, Kopfschmerzen oder Zahnungbeschwerden eingenommen werden. Homöopathen empfehlen die Präparate insbesondere bei plötzlich auftretenden Beschwerden mit starken Symptomen.

Warnungen und Vorfälle in den USA

In den USA gab es seit 2006 Berichte über Todesfälle, die mit einer Überdosierung von homöopathischen Belladonna-Präparaten in Verbindung gebracht wurden. Die FDA (Food and Drug Administration) konnte in den verwendeten Produkten einen zu hohen Gehalt an Belladonna nachweisen. Dies führte zu Besorgnis und Warnungen seitens der Behörde.

Schema der Wirkung von Atropin im Körper

Ein besonders besorgniserregender Fall betraf Belladonna in Hyland's Zahnungstabletten des Herstellers Standard Homeopathic Company. Während der Anwendung dieser Tabletten wurden der FDA seit 2006 etwa 400 Fälle von unerwünschten Wirkungen gemeldet. Kinder litten unter Ohnmacht, Atemnot, Krämpfen oder Lähmungserscheinungen. In einem tragischen Fall verstarb ein neun Monate altes Mädchen nach der Gabe der Tabletten. Analysen der FDA ergaben einen zu hohen Gehalt an Atropin und Scopolamin in diesen Produkten. Die FDA schloss daraus, dass dies auf einen schlecht kontrollierten Herstellungsprozess hindeutet. Normalerweise hätten gar keine Belladonna-Inhaltsstoffe in homöopathischen Präparaten gefunden werden dürfen. Bei der Untersuchung der Produktionsstätten stellte die FDA Mängel in der Herstellungspraxis nach GMP fest, die sich auf schlechte Herstellungskontrollen und Labordaten bezogen.

FDA-Direktorin Janet Woodcock betonte, dass die Folgen von Belladonna bei Kindern unter zwei Jahren unvorhersehbar seien und entsprechende Präparate ein unnötiges Risiko darstellten. Sie riet Eltern und Erziehern dringend davon ab, homöopathische Zahnungstabletten zu verwenden und stattdessen nach Alternativen bei Arzt oder Apotheker zu fragen. Die FDA hatte die betroffenen Tabletten vor ihrer Markteinführung weder auf Sicherheit noch auf Wirkung geprüft und keine positiven Effekte der Präparate festgestellt.

Sicherheitsstandards in Deutschland

Im Gegensatz zu den Vorfällen in den USA gab ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland Entwarnung. Aufgrund weitergehender Regelungen zum Patientenschutz in Deutschland, die eine vorabige Prüfung der Sicherheit homöopathischer Arzneimittel durch das BfArM gewährleisten, seien vergleichbare Fälle hierzulande nicht denkbar. Die Präparate müssten entweder zugelassen oder zumindest registriert werden, wofür die Qualität und Unbedenklichkeit nachgewiesen werden müsse.

Anwendungsgebiete von Belladonna in der Homöopathie

Belladonna wird in der Homöopathie vorwiegend bei akuten, plötzlich beginnenden Krankheiten mit hohem Fieber und starken Schmerzen eingesetzt. Dazu gehören:

  • Grippale Infekte und Erkältungen
  • Kopfschmerzen
  • Hals- und Ohrenentzündungen
  • Husten

Das Mittel eignet sich insbesondere für Krankheiten, die sich plötzlich und heftig manifestieren und oft mit den Symptomen einer Belladonna-Vergiftung übereinstimmen.

Belladonna-Typische Symptome und Beschwerden

Typische Anzeichen, die auf Belladonna als passendes homöopathisches Mittel hinweisen, sind:

  • Große Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Berührung
  • Plötzlicher und heftiger Beginn von Erkrankungen
  • Schmerzen, die plötzlich auftreten und wieder verschwinden
  • Hohes Fieber, oft mit Halluzinationen
  • Klopende, pulsierende Kopfschmerzen, die sich durch Erschütterungen verschlimmern
  • Heißes, rotes Gesicht
  • Erweiterte Pupillen
  • Trockener Mund, aber kein Durst
  • Sichtbar pulsierende Halsschlagader im Fieber
  • Halsschmerzen, besonders beim Schlucken
  • Erbrechen
  • Krampfartige Schmerzen
  • Kalte Hände und Füße, besonders im Fieber
  • Beschwerden, die oft auf der rechten Körperseite schlimmer sind

Besserung erfahren die Symptome oft:

  • Im Schatten
  • In dunklen Räumen
  • Beim Rückwärtsbiegen des Nackens
  • Im Sitzen

Verschlechterung tritt auf:

  • Bei Bewegung
  • Bei Sonnenhitze
  • Durch Berührung und Erschütterung
  • Bei Licht
  • Bei Lärm

Belladonna für Babys und Kinder

Wenn ein Kind akute Beschwerden hat, bei denen Belladonna-Globuli helfen sollen, zeigt sich dies oft durch ein stark gerötetes Gesicht, rote Lippen, Zahnfleisch und Zunge, glasige Augen und geweitete Pupillen. Der Körper des Kindes kann sehr heiß sein, während Arme und Beine kühl bleiben. Mund, Zunge, Kehle und Nase sind sehr trocken. Trotz der Hitze hat das Kind keinen Durst. Schmerzen treten meist plötzlich auf und verschwinden ebenso schnell wieder. Unruhe, Konzentrationsschwäche und Verwirrung können die Folge sein. Bei hohem Fieber können Halluzinationen auftreten.

Es ist wichtig zu betonen, dass Eltern bei hohem Fieber ihres Kindes immer einen Arzt aufsuchen sollten.

Herstellung und Anwendung von Belladonna-Präparaten

Belladonna wird in der Homöopathie in Form von Globuli, Tabletten oder Tropfen angewendet. Für homöopathische Mittel, die aus Giftpflanzen hergestellt werden, besteht eine Verschreibungspflicht für bestimmte Potenzen (C1 sowie D1 bis D3). In diesen Potenzen besteht die Gefahr, dass zu große Mengen zu Vergiftungserscheinungen führen können.

Für die Selbstbehandlung akuter Krankheiten werden Belladonna-Globuli in den Potenzen D6 oder D12 empfohlen. Bei ausgeprägteren Beschwerden oder länger anhaltenden Symptomen kann Belladonna C30 eingesetzt werden. Höhere Potenzen, wie C200, sollten nur nach Verordnung durch einen Homöopathen angewendet werden.

Homöopathische Arzneimittel gelten als nebenwirkungsarm. Beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss die Einnahme von Belladonna jedoch unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollten sich die Beschwerden rasch bessern.

Typische Anwendungsgebiete und Dosierungsempfehlungen

Angina (ohne Eiterbildung): Plötzlich auftretend, eher auf der rechten Seite, Mandeln hochrot und geschwollen. 3 Globuli Belladonna D6, zweistündlich, oder 3 Globuli Belladonna D12, maximal alle 6 Stunden.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Anfänglich trocken, dann Tränenfluss, starke Rötung, Schmerzen bei Augenbewegung, Lichtempfindlichkeit. 3 Globuli Belladonna D12, maximal dreimal täglich. Oder 5 Globuli Belladonna C30 in Wasser auflösen und die Augen damit ausspülen.

Grippaler Infekt: Plötzlicher Beginn, oft bei feuchtkaltem Wetter, hochroter Kopf, Fieber, Schüttelfrost, erweiterte Pupillen, trockener Mund ohne Durst. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich.

Halsschmerzen: Starke Schluckbeschwerden, trockene, hellrote Zunge, Rachen heiß und leuchtend rot, oft mit Heiserkeit. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich.

Husten: Krampfartiger, bellender Husten, trocken, nachts am schlimmsten. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich.

Mittelohrentzündung (Otitis media): Plötzlicher Beginn, klopfende Schmerzen, Geräuschempfindlichkeit. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich.

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis): Klopfende Schmerzen in Stirn- und Kieferhöhle, schlimmer durch Bewegung und Erschütterung, druckempfindlich. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich.

Fieber: Hohes Fieber (bis 40 Grad), rotes Gesicht, starkes Schwitzen, oft mit hämmernden Kopfschmerzen. Grundkrankheit beachten. Zur Fiebersenkung: 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich. Bei starken Kopfschmerzen Belladonna C30 einmalig, ggf. am nächsten Tag wiederholen.

Kopfschmerzen: Plötzlich auftretend, oft über den Augen, Lärm, Erschütterungen, Bücken verschlimmern die Schmerzen. Belladonna C30, maximal dreimal in 24 Stunden wiederholen.

Arthritis (Gelenkentzündung): Gelenk geschwollen und rot, pochende Schmerzen. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich. Bei fortgeschrittenen Fällen Belladonna C30 maximal zweimal täglich.

Gicht: Akute, pochende Schmerzen, betroffene Stelle hochrot und stark geschwollen, Schmerzen lindern sich durch Wärme. Belladonna C30, maximal dreimal in 24 Stunden wiederholen. 5 Globuli Belladonna C30 in Wasser auflösen und Umschläge machen.

Sehnenscheidenentzündung: Schmerzen kommen und gehen plötzlich, pulsierende, einschießende Schmerzen, Haut rot und heiß, berührungsempfindlich. Belladonna C30, maximal dreimal in 24 Stunden wiederholen. 5 Globuli Belladonna C30 in Wasser auflösen und Umschläge machen.

Sonnenbrand: Haut rot, heiß und brennt. 5 Globuli Belladonna C30 in Wasser auflösen und Umschläge machen. Oder 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich.

Sonnenstich/Hitzschlag: Plötzlich rotes Gesicht, pulsierende Hals- und Schläfenadern, glänzende Augen, erweiterte Pupillen, starke Kopfschmerzen und Schwindel, empfindlich auf Geräusche, Licht, Erschütterungen. Belladonna C30, maximal dreimal in 24 Stunden wiederholen.

Brustentzündung (Mastitis): Harte Schwellung der Brust, stechende Schmerzen bei jeder Bewegung, leichte Wärme lindernd. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich. Bei fortgeschrittenen Fällen Belladonna C30 maximal zweimal täglich. 5 Globuli Belladonna C30 in Wasser auflösen und Umschläge machen.

Menstruationsbeschwerden: Krampfartige Unterleibsschmerzen, vor und während der Periode, starke, hellrote Blutung, Gefühl der Schwere im Unterleib, kalte Füße und heißer Kopf. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich.

Bauchkrämpfe: Wellenförmig auftretende Schmerzen, plötzlich auftauchend. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich.

Abszess (Eitergeschwür): Nur im Frühstadium, knallrote, heiße, spannende Haut, pochend und berührungsempfindlich. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich. 5 Globuli Belladonna C30 in Wasser auflösen und Umschläge machen.

Akne: Haut entzündet, rot und heiß. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich.

Furunkel (Haarbalgentzündung): Gerötet, heiß und geschwollen, oft Eiterpfropf in der Mitte, pochende Schmerzen. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich. 5 Globuli Belladonna C30 in Wasser auflösen und Umschläge machen.

Gerstenkorn: Hilfreich vor der Eiterbildung, plötzlich einschießende, pulsierende Schmerzen, berührungsempfindlich, schlimmer durch Kälte. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich. 5 Globuli Belladonna C30 in Wasser auflösen und die Augen damit ausspülen.

Nagelbettentzündung: Klopfende Schmerzen, heißes, gerötetes Nagelbett. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich. 5 Globuli Belladonna C30 in Wasser auflösen und ein Fingerbad machen.

Wundinfektionen: Noch keine Eiterbildung, klopfende, pulsierende Schmerzen, bläulich-rote Verfärbung. 3 Globuli Belladonna D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Belladonna D12 zweimal täglich. 5 Globuli Belladonna C30 in Wasser auflösen...

Belladonna als homöopathisches Mittel

Belladonna ist der Name eines homöopathischen Mittels, das aus der schwarzen Tollkirsche (Atropa belladonna) gewonnen wird. Die Tollkirsche gehört zur Gattung der Nachtschattengewächse und ist für den Menschen in unverarbeiteter Form giftig. In der homöopathischen Darreichungsform ist der Wirkstoff jedoch stark bis extrem stark verdünnt (potenziert), sodass er in höheren Potenzen nicht mehr nachweisbar ist. Die Wirkung von Belladonna soll allein auf der sogenannten Dynamisierung der wässrigen Lösung beruhen. Daher gilt das Mittel Belladonna, wie es in der Homöopathie verwendet wird, als völlig ungefährlich.

Die Krankheitszeichen, bei denen das homöopathische Mittel zum Einsatz kommt, entsprechen zum großen Teil den vielfältigen Vergiftungssymptomen der Tollkirsche, die sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene auftreten und oft ausgesprochen heftig sind. Gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie hilft ein Stoff gegen Beschwerden, die bei gesunden Menschen durch eben dieses Mittel ausgelöst würden. Daher wird homöopathische Belladonna besonders für akute Krankheiten verwendet.

Bei Entzündungen sollte das Mittel nur im Anfangsstadium angewendet werden. Die typischen Entzündungszeichen wie Schmerzen, Rötung, Schwellung und Überwärmung werden von Homöopathen als Hinweis auf eine positive Wirkung von Belladonna gewertet. Ist bereits Eiter vorhanden, sollte von der Anwendung abgeraten werden.

Belladonna-Globuli sind auch für einige chronische Krankheiten gut geeignet, die sich langsam entwickeln und im Laufe der Zeit immer stärker werden.

Typische Auslöser für Krankheiten, die sich für die Belladonna-Anwendung eignen sollen, sind nach Ansicht der Homöopathie nasse Haare oder kalter, trockener Wind, die eine Erkältung nach sich ziehen. Auch die Folgen von zu ausgiebigen Aufenthalten in der prallen Sonne sollen gut mit Belladonna behandelbar sein.

Es gibt auch einige Erkrankungen, bei denen Belladonna unter ärztlicher Kontrolle zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung gegeben werden kann, wie z. B. eitrige Mandelentzündung, Blinddarmentzündung, Scharlach, Masern, Mumps, Fieberkrämpfe, Grippe, Hirnhautentzündung und Hepatitis.

Konstitutionelle Merkmale des Belladonna-Typs

Der Belladonna-Konstitutionstyp wird als gesund, vital und robust beschrieben, mit einem im Allgemeinen ausgeglichenen Gemütszustand. Wenn ein Belladonna-Typ krank wird, fühlt er sich bedroht, reagiert mit Fluchtverhalten und ist unruhig. Angst vor dem Tod und plötzliche Wutausbrüche können vorkommen.

Belladonna-Kinder sind oft lebhaft, aber meist brav. Bei einer plötzlichen Krankheit können sie ihr Verhalten ändern und während der Krankheit unausstehlich werden, mit für sie untypischen Reaktionen wie Wutausbrüchen, Schreien oder Spucken.

Zusammenfassung der Anwendung von Belladonna

Atropa Belladonna hat eine ausgesprochen starke Wirkung auf das Nervensystem. Es stimuliert die sympathische Wirkung und hemmt das parasympathische Nervensystem, was zu Zuckungen oder Krämpfen führen kann. Der Geist wird wild erregt und versetzt in einen schlaflosen Zustand. Die Sinne sind geschärft und wachsam für jegliche Reize.

Die Blutzirkulation wird angeregt, was zu einer verbesserten Durchblutung führt. Die Gefäße pulsieren, die Haut ist gerötet und geschwollen, und der Kranke empfindet heftige, brennende Hitze am gesamten Körper. Solche Menschen sind ausgesprochen nervös, ängstlich sowie sensibel. Jegliche Eindrücke aus der Umwelt werden lebhaft aufgenommen und außerordentlich tief und heftig empfunden, wobei ein rasches und extremes Umschlagen des Gemütszustandes nicht selten ist.

In der Homöopathie zählt die Arznei zu den wichtigsten Mitteln bei entzündlichen Krankheitsbildern, weshalb Atropa Belladonna Globuli häufig bei fieberhaften Mittelohr- und Halsentzündungen zum Einsatz kommen. Besonders bei plötzlich einsetzenden, heftigen Beschwerden kann die Arznei zur Therapie verwendet werden, wobei sowohl Kinder als auch Erwachsene von der Anwendung profitieren können.

Kinder sind besonders häufig vom Krankheitsbild der Atropa Belladonna betroffen. Sie zeichnen sich beispielsweise durch große Unruhe aus, die durch unaufhörliches Hin- und Herwenden des Körpers charakterisiert ist. Hohes Fieber, Halsentzündungen, Ohrenbeschwerden und Wut- sowie Trotzanfälle führen oft dazu, dass Belladonna als mögliche Arznei in Betracht gezogen wird.

Wichtiger Hinweis: Bei länger anhaltenden oder schlimmer werdenden Beschwerden ist es unerlässlich, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen und die Ursache abklären zu lassen. Dies gilt insbesondere bei Erkrankungen von Babys und Kindern.

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