Die Rolle von Milch im Ernährungsplan eines 11 Monate alten Babys
Im Alter von 11 Monaten ist die Milch nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Ernährung, auch wenn die Einführung von Beikost und fester Nahrung fortschreitet. Die Menge von 400-500 ml Milch pro Tag, einschließlich der Milch im Milchbrei, wird als angemessen erachtet.
Es ist wichtig zu beachten, dass Kuhmilch und ihre Produkte relativ viel Eiweiß und Mineralstoffe enthalten. Eltern sollten sich jedoch nicht zu viele Sorgen machen, da Kinder in diesem Alter oft bereits gute Fortschritte gemacht und nächtliche Mahlzeiten reduziert haben. Es ist durchaus möglich, dass auch die Gewohnheit der Einschlafflasche nach und nach abgewöhnt werden kann.
Als Alternative zur Flasche kann das Kind vor dem Zähneputzen und Schlafengehen etwas Wasser oder Tee aus einem Becher gegen den Durst erhalten. Dies hilft, die Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten, ohne die Zahnentwicklung zu beeinträchtigen.

Sättigende Mahlzeiten und die Bedeutung des Gesamtspeiseplans
Damit ein Baby nachts nicht hungrig oder durstig aufwacht, ist es entscheidend, dass es sich bei den einzelnen Mahlzeiten am Tag satt isst und ausreichend Getränke zu sich nimmt. Dies gibt den Eltern die Sicherheit, dass nächtliches Erwachen nicht auf Hunger oder Durst zurückzuführen ist.
Dabei ist nicht allein eine sättigende Abendmahlzeit entscheidend, auch wenn dies oft angenommen wird. Vielmehr spielt der Gesamtspeiseplan eine wichtige Rolle. Es wird empfohlen, dass am Mittag mehr als 90 g gegessen werden, um eine ausreichende Energiezufuhr sicherzustellen.
Milchnahrung: Anfangsmilch, Folgenahrung und Alternativen
Die Umstellung auf eine andere Fütterstufe bei der Milch ist grundsätzlich keine Pflicht, sondern eine Option. Entscheidend ist dabei der Eindruck der Eltern: Kommt das Kind mit der Anfangsnahrung gut zurecht, schmeckt es ihm und wird es damit satt? Eine 1er-Nahrung kann solange gegeben werden, wie das Kind sie verlangt und damit satt und zufrieden ist.
Nach sechs Monaten kann die Verwendung einer sogenannten Folgenahrung wie HiPP 2 in Erwägung gezogen werden. Diese ist in ihrer Zusammensetzung auf das Beikostalter abgestimmt und ergänzt sich bestens mit der Breikost.
Milchalternativen für Kleinkinder
Für das zweite Lebensjahr gibt es verschiedene Möglichkeiten der Trinkmilch. Eltern können die gewohnte Säuglingsmilch, Kuhmilch (Vollmilch) oder eine altersgerechte Kindermilch wie HiPP Kindermilch anbieten. Säuglings- und Kindermilch haben den Vorteil, dass ihr Eiweißgehalt kindgerecht reduziert ist.
Da Milch eine wichtige Komponente eines ausgewogenen Speiseplans ist, wird für das zweite Lebensjahr eine Empfehlung ausgesprochen, bei der Kinder gut mit Milch und Kalzium versorgt sind, ohne übermäßig mit Eiweiß und Mineralstoffen belastet zu werden. Insgesamt sollten etwa 300 ml Milch inklusive Milchbrei, Joghurt, Käse und Pudding im Plan enthalten sein und werden als ausreichend erachtet, bevorzugt in 2-3 Portionen über den Tag verteilt.
Sojaprodukte enthalten Isoflavone, pflanzliche Inhaltsstoffe, die in ihrer chemischen Struktur dem weiblichen Hormon Östrogen ähneln. Es ist noch nicht abschließend geklärt, wie sich eine erhöhte Zufuhr von Isoflavonen bei Säuglingen und Kleinkindern auswirkt. Daher ist Vorsicht geboten.

Häufige Fragen zur Milchmenge und Eiweißzufuhr
Eine häufige Sorge von Eltern betrifft die Reduzierung der Milchmenge ab dem zweiten Lebensjahr. Auch wenn Mengenangaben Empfehlungen sind, können konstant zu hohe Mengen potenziell schädlich sein. Eine sehr hohe Eiweißzufuhr kann auf Dauer die kindlichen Nieren belasten.
Um die Eiweißmenge zu reduzieren, kann beispielsweise der Abendbrei mit Reis- oder Hafermilch zubereitet werden. Dies ermöglicht weiterhin die ausreichende Nährstoffversorgung, während die Eiweißlast gesenkt wird. Der Markt bietet inzwischen eine Vielzahl von Milchalternativen.
Mit fortschreitendem Alter, typischerweise in zwei bis drei Monaten, ändern sich die Essgewohnheiten von Babys oft. Die Kleinen wollen dann selbst weniger Milch, und Milchbrei kann plötzlich an Attraktivität verlieren. Letztendlich haben Eltern die Möglichkeit, den Speiseplan aktiv zu gestalten.
Die Entwicklung der Beikost und Milchmahlzeiten
Bei einer Tochter, die fast 6,5 Monate alt ist und gut auf die Beikost anspricht, ersetzt sie nach und nach die Stillmahlzeiten. Wenn das Baby weniger an die Brust geht und lieber Brei isst, stellt sich die Frage nach der Milchmenge und dem Zeitpunkt für Kuhmilch.
Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin empfiehlt, bis zum Ende des ersten Lebensjahres mindestens eine Milchmahlzeit pro Tag mit Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung zu geben. Die Verwendung von handelsüblicher Trinkmilch wird in den ersten 10-12 Lebensmonaten nicht empfohlen, da sie einen niedrigen Eisengehalt hat und hinsichtlich anderer Nährstoffe ungünstiger ist als Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrungen. Der Eiweißgehalt von Kuhmilch ist zudem mehrfach höher als in Muttermilch und kann allergische Reaktionen auslösen.
Im zweiten Lebenshalbjahr sollen Säuglinge mit der Beikost einen Getreide-Milch-Brei mit etwa 200 ml Milch pro Tag erhalten. Zusätzliche Milch und Milchprodukte sind dann nicht zwingend erforderlich.
Eine Stillmahlzeit kann durch einen Getreide-Milch-Brei mit Obst ersetzt werden, während eine andere Stillmahlzeit beibehalten werden kann. Idealerweise sollte eine Stillmahlzeit bis zum Ende des ersten Lebensjahres beibehalten und danach erst abgestillt werden. Wenn ein früheres Abstillen gewünscht ist, sollte das Kind zwei Milchmahlzeiten pro Tag erhalten: einen Getreide-Milch-Brei und eine Milchmahlzeit mit künstlicher Säuglingsnahrung.
Im zweiten Lebensjahr können Eltern langsam zu Brot-Milch-Mahlzeiten übergehen. Das Kind kann lernen, Milch (Vollmilch 3,5%) aus der Tasse zu trinken und dazu Brot mit Obst und Gemüse zu essen. Falls das Kind Zeit benötigt und diese Mahlzeiten noch ablehnt, können morgens und abends weiterhin Milch-Getreide-Brei mit Obst angeboten werden.
Es wird empfohlen, dem Kind zu jeder Mahlzeit ein Getränk aus dem Becher oder der Tasse anzubieten und vollständig auf die Nuckelflasche zu verzichten. Als Getränke eignen sich ungesüßte, nicht aromatisierte Kräuter- oder Früchtetees und Wasser. Milch zählt zu den Nahrungsmitteln und nicht zu den Getränken.
Im Alter von ein bis drei Jahren benötigt ein Kleinkind etwa 700-1000 ml (4-5 Gläser) Getränke und ungefähr 350 ml/g Milch- und Milchprodukte (z.B. 1 Tasse Milch und 1 kleinen Joghurt) pro Tag.
ABENDBREI ab dem 5.Monat zubereiten | Milch-Getreide Brei MIT und OHNE Milch | 3 Brei Sorten
Zubereitung von Milch-Getreide-Brei (Abendbrei)
Der Milch-Getreide-Brei, auch als Abendbrei bekannt, kann ab dem 5. Monat selbst zubereitet werden. Während Supermärkte fertige Breie in Gläsern oder Tüten anbieten, ist die selbstgemachte Variante oft die gesündeste.
Zutaten für den Milch-Getreide-Brei:
- Getreide: Spezielle Getreideflocken für Babys, erhältlich in gut sortierten Supermärkten und Drogeriemärkten. Geeignet sind feine Haferflocken, Vollkorngrieß, Schmelzflocken oder spezielle Baby-Instantbreie. Als Getreidesorten eignen sich Hafer, Dinkel oder Hirse.
- Milch: Anfangs kann der Brei mit Pre-Milch angerührt werden, um das Baby schrittweise an Kuhmilch zu gewöhnen. Später kann Kuhmilch verwendet werden.
- Obst: Obst gibt dem Brei einen milden Geschmack und versorgt das Baby mit Vitaminen und Mineralstoffen. Das enthaltene Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme aus den Getreideflocken. Geeignet sind fertiges Obstmark oder Obstmus ohne Zucker, oder frisch gekochtes und zerdrücktes Obst.
Zur Zubereitung wird Pre-Milch nach Packungsanleitung zubereitet oder Vollmilch erwärmt. Anschließend wird das Obstmark oder Obstmus eingerührt.
Kuhmilch im Abendbrei
Die Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) und des BZfE (Bundeszentrum für Ernährung) im Rahmen der Allergieprävention lautet, dass Kuhmilch im 1. Lebensjahr verarbeitet und nicht pur zum Trinken angeboten werden sollte. Sie ist jedoch für die Zubereitung des Abendbreis geeignet. Die empfohlene maximale Menge liegt bei etwa 200 ml pro Tag.
Anfangs kann die Kuhmilch im Abendbrei mit Wasser und etwas Öl gestreckt werden. Alternativ kann der Abendbrei auch mit Pre-Milch, Muttermilch oder pflanzlicher Milch zubereitet werden. Die Uhrzeit der Brei-Mahlzeit ist individuell und richtet sich nach dem Tagesablauf und den Bedürfnissen des Babys. Manche Babys möchten nach dem Abendbrei noch gestillt werden oder ihre Flasche bekommen.
Übergang zur Familienkost und feste Nahrung
Gegen Ende des ersten Lebensjahres gehen Milch- und Breimahlzeiten allmählich in drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten über. Mit der Familienkost wandeln sich die Mahlzeiten der Säuglingszeit zu Frühstück, Mittagessen und Abendessen sowie zwei kleineren Zwischenmahlzeiten.
Beispielhafter Ernährungsplan für Kleinkinder
- Frühstück: ca. 25 g Brot (aus fein gemahlenem Vollkornmehl), 5 g Butter oder Margarine, 150 ml Vollmilch (3,5 % Fett) aus der Tasse, Obst oder Gemüse. Alternativ ein Frühstück aus Milch, Getreideflocken und Obst.
- Mittagessen: Die Mittagsmahlzeit darf und sollte etwas stückiger werden. Zutaten des Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breis werden nicht mehr püriert, sondern lediglich zerdrückt, um das Kauen zu fördern.
- Abendessen: Ein Vollmilch-Getreide-Brei oder Brot mit einer Tasse Milch und Obst oder Gemüse: ca. 25 g Brötchen oder Brot, 10 g Frischkäse oder 5 g Butter/Margarine, 50 g geriebenes Obst oder Gemüse, 150 ml Vollmilch (3,5 % Fett) aus der Tasse.
- Zwischenmahlzeiten: Kleine Zwischenmahlzeiten sind beliebt und werden als zweites Frühstück und nachmittags gereicht. Frisches Obst kann geschält, gerieben, geraspelt oder in kleineren Stücken angeboten werden, dazu ein Getreideprodukt (z.B. Brot) mit Butter oder Margarine.
Ab dem zweiten Lebensjahr sollte die Milch morgens und abends nur noch 1,5 % Fett enthalten.
Zwischen den Mahlzeiten sollte das Kind zusätzlich etwas trinken. Zum Ende der Übergangsphase zur Familienkost wird eine tägliche Trinkmenge von insgesamt etwa 600 bis 700 ml Flüssigkeit empfohlen, bevorzugt Leitungswasser in einem kleinen Becher.
Babys im Alter von 10-11 Monaten mit durchbrechenden Zähnen können oft schon eine größere Bandbreite an fester Nahrung essen. Dazu gehören Brot mit verschiedenen Aufstrichen (z.B. Kinderleberwurst, Frischkäse), geknetete Kartoffeln, weiche Kindernudeln oder auch Gerichte vom Tisch, die nicht zu scharf oder salzig sind.
Manche Babys lehnen Brei ab und bevorzugen feste Nahrung. In solchen Fällen kann das Angebot von Brot am Abend eine gute Alternative sein. Wenn das Kind nach dem Brot noch Hunger hat, kann ein kleiner Grießbrei zusätzlich angeboten werden.
