Mit einem positiven Schwangerschaftstest beginnt für Frauen eine aufregende Zeit, die nicht nur die Seele, sondern auch den Körper beeinflusst. Veränderungen sind programmiert, und wenn man sich mit unreiner Haut oder Besenreisern bereits unwohl fühlt, kann die richtige Umstandsmode für ein Wohlfühlerlebnis sorgen.
Mit fortschreitender Schwangerschaft fühlen sich herkömmliche Kleidungsstücke oft nicht mehr bequem an. Hosen kneifen am Bauch, T-Shirts und Blusen sitzen enger, und das Zuknöpfen von Röcken wird zunehmend schwierig. Zeit für eine ausgiebige Shoppingtour, um stilvolle Umstandsmode zu finden.
Der richtige Zeitpunkt für Umstandsmode
Es gibt keinen festen Zeitpunkt, ab dem Umstandsmode getragen werden sollte. Dies hängt stark von der individuellen Veränderung des Körpers ab. Bei einigen Frauen zwickt und zwackt es bereits nach acht bis zwölf Wochen, während andere erst im letzten Schwangerschaftsdrittel nicht mehr in ihre normale Kleidung passen. Manche Frauen, die Zwillinge erwarten oder bereits Kinder haben, greifen früher zu Umstandsmode als Frauen in ihrer ersten Schwangerschaft.
Die 14. Schwangerschaftswoche (SSW), die oft den Beginn des zweiten Trimesters markiert, ist für viele Frauen eine Phase, in der die ersten Anzeichen dafür sprechen, dass die normale Kleidung langsam unbequem wird. Der Bauch beginnt sich zu wölben und Hosenknöpfe lassen sich nur noch schwer schließen. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um sich nach bequemerer Kleidung umzusehen.
Ein einfacher Trick, um die erste Shoppingtour für Schwangerschaftsmode hinauszuzögern, ist die Verwendung eines Gummibandes. Fädelt ein kleines, unauffälliges Gummiband in das Knopfloch eurer Jeans und legt die Schlinge um den Knopf. Dies schafft zusätzliche Weite am Hosenbund, ohne dass es sofort offensichtlich ist.
Viele Frauen bemerken, dass sich ihr Körper vor allem im Unterbauch verändert und eine süße Wölbung langsam sichtbar wird. Auch ein Blähbauch kann dazu beitragen, dass normale Hosen schon früh unbequem werden.
Die Übergangsphase: Tipps und Tricks
Die Übergangszeit, in der normale Kleidung zu eng wird, Umstandsmode aber noch etwas zu weit erscheint, kann eine Herausforderung sein. Hier helfen einige Tricks:
- Gummiband-Trick: Wie bereits erwähnt, kann ein Gummiband helfen, den Hosenbund länger tragbar zu machen.
- Zweiter Knopf: Näht an der Knopflochseite der Hose einen zweiten Knopf an und befestigt das Gummiband an beiden Knöpfen.
- Low-Waist-Jeans: Hosen mit tief sitzendem Bund bieten dem Bauch ausreichend Platz zum Wachsen.
- Stretch-Hosen und Leggings: Hosen mit hohem Stretchanteil oder einem Gummizug wachsen gut mit und können oft auch nach der Geburt weitergetragen werden.
- Eine Nummer größer: Generell kann es hilfreich sein, normale Kleidung ein oder zwei Nummern größer zu kaufen oder auf weite, lockere Schnitte zu setzen.
Für die Übergangsphase reichen oft auch locker sitzende Röcke, untaillierte T-Shirts und Blusen sowie ein paar lange oder kurze Leggings aus. In Fachgeschäften gibt es zudem Einsätze, die in Lieblingsjeans geknöpft werden können, sobald diese sich nicht mehr schließen lassen.
Bauchbänder sind ein absolutes Must-Have. Sie kaschieren den Trick mit der Hosenerweiterung und sind Retter, wenn Oberteile zu kurz werden. Sie können den Bauch toll in Szene setzen und sind in vielen Farben und Mustern erhältlich.

Umstandsmode im Detail: Was ist wichtig?
Umstandsmode muss nicht nur bequem, sondern auch modisch sein. Heutzutage gibt es eine große Auswahl an stilvollen Kleidungsstücken, die den besonderen Bedürfnissen während der Schwangerschaft gerecht werden.
Hosen und Röcke
- Umstandshosen: Sie verfügen über einen tief sitzenden Bund oder ein elastisches Stoffband, das über den Bauch reicht. Dieses Band schmiegt sich angenehm an den Körper an und bedeckt den wachsenden Bauch.
- Bundlösungen: Man unterscheidet zwischen Unterbauch- und Überbauchbund. Der Überbauchbund aus weichem, elastischem Stoff lässt sich komplett über den Babybauch ziehen und wird von einigen als zusätzliche Stütze empfunden.
- Skinny Fit und Slim Fit: Diese Schnitte sind am Bein eng, wobei die Slim Fit am Knöchel nicht ganz so eng ist.
- Größe: Umstandshosen weiten sich beim Tragen etwas. Daher ist es wichtig, die Hose in der richtigen Größe zu kaufen, damit sie nicht herunterrutscht. Ein Test im Sitzen hilft, die richtige Größe zu finden: Der Hosenbund sollte nicht auf dem Bauch drücken.
- Umstandsröcke: Ähnlich wie Hosen bieten sie durch elastische Bündchen oder verstellbare Verschlüsse Platz für den wachsenden Bauch.
Oberteile
- Lange Tops und Shirts: Diese fallen oft über den Bauch und sind in vielen Farben und Größen erhältlich. Sie können solo oder unter offenen Jacken getragen werden.
- Tuniken: Mit ihrem weiten Schnitt und leichten Stoffen fallen sie locker und betonen durch Trennung von Brust und Bauch dezent das Dekolleté.
- Wickelkleider und Wickelshirts: Sie sind ideal, da sie sich der Körperform anpassen und sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt getragen werden können.
- Babydoll-Oberteile: Diese können die Oberweite zusätzlich betonen.
BHs und Unterwäsche
Während der Schwangerschaft verändert sich die Brust deutlich. Ein gut sitzender BH ist daher essenziell.
- Umstands-BHs: Sie sind speziell auf den Halt und Komfort der wachsenden Brüste während der Schwangerschaft ausgelegt. Die Größe sollte so gewählt werden, dass die Häkchen des Verschlusses auf der engsten Position stehen, um Platz für spätere Anpassungen zu lassen.
- Still-BHs: Ein Still-BH kann bereits während der Schwangerschaft getragen werden und ist eine praktische Wahl, da er später auch in der Stillzeit genutzt werden kann. Achten Sie auf einen guten Sitz und ausreichend Platz.
- BH-Verlängerungen: Wenn die Brust zwar noch passt, die Weite des BHs aber nicht mehr ausreicht, können spezielle Verlängerungen helfen.
- Schwangerschafts-Slips: Spezielle Slips mit stützender Funktion, oft mit einem Überbauchbund, bieten Komfort und können den Bauch wärmen und kaschieren.

Materialien und Qualität
Gerade in der Schwangerschaft ist die Qualität der Kleidung wichtig. Die Haut wird durch Hormone besser durchblutet, neigt aber auch zu Wassereinlagerungen und kann empfindlicher reagieren.
- Natürliche Materialien: Baumwolle, Leinen, Naturwolle oder Seide sind empfehlenswert, da sie die Haut schonen, atmungsaktiv sind und eine gute Elastizität bieten.
- Synthetik vermeiden: Synthetische Stoffe können die Haut reizen und bei Hitze unangenehm sein.
- Elastizität: Kleidungsstücke sollten elastisch sein, um die Bewegungsfreiheit zu gewährleisten und möglichst lange getragen werden zu können.
Styling-Tipps für Schwangere
Umstandsmode muss keinesfalls "zeltartig" sein. Mit dem richtigen Styling können die neuen Rundungen betont oder subtil kaschiert werden.
- Bauch betonen: Enganliegende Umstandsmode, die aktuellen Trends folgt, kann den Babybauch perfekt in Szene setzen. Auch Kleider, die luftig über den Bauch fallen, betonen ihn auf elegante Weise.
- Kaschieren: Für Frauen, die ihren Bauch lieber kaschieren möchten, eignen sich Schnitte in A-Form oder Kleider im Empire-Stil, die locker über dem Bauch hängen. Dunkle Farben, insbesondere Schwarz, können ebenfalls optisch strecken.
- Akzente setzen: Accessoires wie Schals, lange Ketten oder Handtaschen können den Fokus von eventuellen Problemzonen ablenken und für Abwechslung im Outfit sorgen.
- Beine betonen: Mini-Röcke oder Röhrenjeans lenken die Aufmerksamkeit auf die Beine.
- Hosen und Röcke kombinieren: Mit wenigen Basics lassen sich modische Outfits kreieren. Lange Tops, Umstandshosen, Strickjacken, Tuniken und Wickelkleider sind vielseitig kombinierbar.
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Nachhaltigkeit und Sparen
Da Umstandsmode oft nur für einen begrenzten Zeitraum benötigt wird, gibt es auch hier Möglichkeiten, Geld zu sparen und nachhaltig einzukaufen:
- Secondhand: Viele Frauen verkaufen ihre gut erhaltene Umstandsmode weiter.
- Ausleihen: Fragen Sie im Freundes- oder Familienkreis nach, ob Sie Kleidung ausleihen können.
- Kombinierte Still- und Umstandsmode: Kleidung, die sowohl für die Schwangerschaft als auch für die Stillzeit geeignet ist, spart doppelt.
- Wenige Basics: Mit einigen wenigen, gut kombinierbaren Teilen kommt man oft durch die gesamte Schwangerschaft.
Die Größenangaben für Umstandsmode entsprechen meist den normalen Konfektionsgrößen. Es ist jedoch ratsam, die Kleidung anzuprobieren, wenn der Bauch sichtbar ist, da die Passform je nach Form des Bauches variieren kann.
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