Die Bedeutung des Trimmens bei Gleitbooten
Gleitboote erweisen sich in puncto Trimmeinstellung als besonders sensibel. Wenn sich die "Reisegesellschaft" auf der Heckbank versammelt, kann es schon beim Übergang zur Gleitfahrt zu Problemen kommen. Die einfachste Lösung in dieser Übergangsphase ist, dass alle Personen möglichst weit nach vorn rücken.
Kommen zu den Front-Passagieren noch Proviant und Urlaubsgepäck hinzu, fährt das Boot in Gleitfahrt ständig bergab. Das bedeutet, es steckt den Bug in die See. Dies kostet Speed und Sprit und erschwert dem Steuermann das Leben.
Power-Trimm während der Fahrt
Soll es wieder bergauf gehen, muss Gewicht verlagert und reduziert werden. Da Gewichtsverlagerung nicht immer das gewünschte Ergebnis bringt und das Hin und Her der Mitfahrer keine Dauerlösung ist, haben Motorenhersteller den Power-Trimm erfunden. Damit können kräftigere Außenborder und Z-Antriebe während der Fahrt per Knopfdruck angehoben und abgesenkt werden.
Für die Bedienung des Power-Trimms ist etwas Routine gefragt, die am einfachsten durch Learning by Doing zu erlangen ist. Wird das Boot mit dem Heck sehr nach unten gedrückt und richtet sich der Bug gen Himmel, sind Außenbordmotoren oder der Z-Antrieb zu weit angekippt (zu hoch). Ein kurzer Druck auf die Down-Seite des Trimmschalters schafft in der Regel sofort Abhilfe.
Hebt sich das Heck und steckt der Bug tief im Wasser, müssen Außenborder oder der Z-Antrieb durch Druck auf die Up-Seite des Schalters angehoben werden. In optimaler Trimmposition oder Schwimmlage liegt das Boot fast parallel (vorn zwei bis vier Grad angehoben) auf dem Wasser.

Übergang zur Gleitfahrt und optimale Fahrposition
Zum Übergang in die Gleitfahrt werden Außenborder oder der Z-Antrieb ganz nach unten gegen den Spiegel getrimmt. Damit verkürzt sich, besonders beim Wasserskistart, die Übergangsphase und der Bug bleibt da, wo er hingehört - auf dem Wasser.
Ist die Gleitfahrt erreicht, werden Motor und Z-Antrieb so weit angehoben, wie Drehzahl und Geschwindigkeit zunehmen.
Worauf Sie achten sollten: Erkennungsmerkmale und Fehler
Ein wichtiges Erkennungsmerkmal: Richtig getrimmt, wandert der Punkt, an dem das durch die Kimm zur Seite abgewiesene Spritzwasser deutlich sichtbar wird, weit nach achtern.
Werden Motor oder Z-Antrieb und damit das Boot nicht weit genug angehoben, reduzieren sich durch den höheren Reibungswiderstand Drehzahl und Geschwindigkeit. Man fährt langsamer und zudem unwirtschaftlicher.
Zu viel Trimm (Motor und Antrieb zu hoch) lässt den Bug auf- und abwippen und mindert die Kursstabilität. Hinzu kommt, dass ein zu weit angehobener Propeller schnell zum Ventilator mutieren kann; er zieht dann Luft statt Wasser. Zu erkennen ist dies daran, dass die Motorendrehzahl in die Höhe geht, die Geschwindigkeit jedoch eher sinkt.

Funktionsweise und Bedienung des Trimm-Systems
Die Trimmung ist ein System, das in Z-Drive-Basen und Außenbordmotoren eingebaut ist. Sie ermöglicht es, den Winkel zwischen dem Schub des Propellers und dem Heckspiegel des Bootes zu verändern. Wenn man mit diesem Zylinder spielt, arbeitet man an der Trimmung des Bootes. Der Trimmzylinder ist derselbe, mit dem der Motor angehoben wird, wenn man in wenig Wasser segelt.
Eine Taste am Ende des Griffs dient zur Einstellung der Trimmung. Eine Taste zum Auf- und Absteigen. Die Trimmung wird elektrisch gesteuert. Sie wird mithilfe eines elektrischen Schalters betätigt, der sich normalerweise am Ende des Gashebels befindet. Diese Position ist absichtlich so gewählt, damit die Trimmung immer leicht und schnell erreichbar ist. Diese Einstellung ist nämlich nie endgültig und muss während des Segelns immer wieder angepasst werden.
Durch Drücken von "Up" (oder Pfeil nach oben) wird der Motor angehoben und vom Heckspiegel weggedrückt. Umgekehrt senkt sich der Motor durch Drücken von "down" (Pfeil nach unten) wieder ab.
Ein Display gibt Auskunft über die Position des Motors. Die Trimmung hat eine neutrale Position. Weiter oben spricht man von einer positiven Trimmung, und umgekehrt darunter von einer negativen Trimmung. Dieser neutrale Trank wird normalerweise auf dem Bildschirm der Trimmung angezeigt.
Trimm-Positionen und ihre Anwendung
Negative Trimmung
Der Motor ist vollständig gegen den Heckspiegel eingefahren. Diese Position sollte beim Starten eingenommen werden. Sie hilft beim Einholen, denn die Nase des Bootes senkt sich und der Propeller hat maximalen Schub. Auch bei Kurvenfahrten sollte man die Trimmung einfahren (negative Trimmung), damit der Propeller nicht fächelt. Man nutzt diese Position auch, wenn man mit einer See von vorne mit Wellen zu kämpfen hat. Denn so wird verhindert, dass das Boot zu sehr auf die Welle springt und das Unterwasserschiff zu sehr aufschlägt.
Neutrale Trimmung
Dies ist die Standardposition. Die Antischlingerplatte über dem Propeller ist parallel zum Rumpfboden. Im Allgemeinen ist diese Einstellung ein guter Kompromiss für eine Reisegeschwindigkeit ohne viel Verbrauch.
Positive Trimmung
Wenn man die Höchstgeschwindigkeit anstrebt, muss man dann maximal positiv trimmen. Vorsicht, denn der Bug des Bootes hebt sich, der Rumpf berührt kaum das Wasser, die Lenkung wird leichtgängig und das Boot wird unruhig. Je höher die Trimmung, desto höher die Motordrehzahl. Man muss mit dem Trimm aufhören, wenn man den Propeller fächeln hört (ein besonderes, erkennbares Geräusch).
Wenn man sein zu stark getrimmtes Boot nicht mehr unter Kontrolle hat, reicht es, die Motordrehzahl zu reduzieren oder die Trimmung etwas zurückzunehmen, um die Kontrolle wiederzuerlangen.
Bei Seegang von hinten, wenn man sich mit den Wellen vorwärts bewegt, ist es ratsam, positiv zu trimen, um den Bug zu entlasten und zu verhindern, dass er abstürzt, wenn er auf die vordere Welle trifft.
Boot richtig Trimmen Teil 1
Problembehebung: Trimmanzeige und Antriebseinstellung
Ein Nutzer berichtet von einem Alpha One an einem Mercruiser V6 4,3 und fragt sich, ob wahlweise seine Trimmanzeige falsch anzeigt oder es möglich ist, den Antrieb so weit runter ins Wasser zu trimmen, dass es für die Antriebswelle etc. schädlich ist. Wenn er mit vollem Tank und vier Erwachsenen fährt, kommt sein Boot erst ins Gleiten, wenn er den Antrieb nach ganz unten trimmt. Die Anzeige ist dann bereits im roten Bereich. Wenn er den Antrieb im Fahrbetrieb so weit nach oben trimmt, bis der Trimmsensor abschaltet, zeigt seine Anzeige allerdings nur etwa die Mitte an, also noch weit weg zum roten Bereich, der die Grenze nach oben signalisieren sollte.
Dies deutet auf eine mögliche Fehlfunktion der Trimmanzeige hin. Eine zu starke negative Trimmung, bei der der Antrieb weit nach unten getrimmt wird, kann potenziell schädlich für die Antriebswelle und andere Komponenten sein, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten oder starker Belastung. Es ist ratsam, die Kalibrierung der Trimmanzeige überprüfen zu lassen, um sicherzustellen, dass sie die tatsächliche Position des Antriebs korrekt wiedergibt.