Querlage des Babys: Was tun und wann ins Krankenhaus?

Im Verlauf der Schwangerschaft kann es vorkommen, dass sich dein Baby in Querlage in deiner Gebärmutter gemütlich macht. Normalerweise dreht es sich aber einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin (ET) noch in Schädel- oder Beckenendlage. In sehr seltenen Fällen behält es die ungünstige Querlage jedoch bei. Sowohl die Querlage als auch die Schräglage machen eine vaginale Geburt unmöglich. Die betroffenen Kinder müssen per Kaiserschnitt geboren werden.

Grafik, die verschiedene Kindslagen in der Gebärmutter zeigt (Schädellage, Beckenendlage, Querlage, Schräglage)

Was ist eine Querlage?

Von einer Querlage (QL) spricht man, wenn die Körperachse des Kindes nicht parallel zu der Körperachse der Mutter liegt. Der Kopf kann dabei links (I. QL) oder rechts (II. QL) liegen. Einen Sonderfall stellt die sogenannte Schräglage (SchL) dar. Dabei schneidet die kindliche Körperachse die mütterliche im spitzen Winkel.

Wie wird eine Querlage festgestellt?

Eine Querlage ist für deine Hebamme oder deine Frauenärztin relativ sicher durch Blickdiagnose und Tastuntersuchung feststellbar. Auffällig sind dabei der breit ausladende mütterliche Bauch und der niedrige Fundusstand. Dazu kommt, dass der Kopf des Kindes nicht im kleinen Becken zu finden ist, sich dafür aber rechts oder links am Bauch zeigt. Zusätzlich lässt sich auch bei einer vaginalen Tastuntersuchung kein führender Körperteil ausmachen, also weder der Kopf, der Po, noch die Beine sind fühlbar. Insbesondere vor dem Kaiserschnitt ist es für die Ärzte und Ärztinnen wichtig, die Kindslage möglichst genau zu bestimmen, denn je nachdem, wie dein Kind liegt, werden bestimmte Abläufe und Maßnahmen bei der Schnittentbindung nötig. Dein*e Frauenärzt*in kann im Ultraschall sehen, wie dein Baby liegt. Eine Querlage kann außerdem durch die sogenannten Leopold-Handgriffe festgestellt werden. Wenn sich dein Baby in Querlage befindet, wird dies im Mutterpass festgehalten. Die Gynäkolog*in trägt dann auf Seite 7/8 "QL" bei "Kindslage" ein. Auch durch das Ertasten des Fundusstands, also des Abstands zwischen Schambein und oberem Gebärmutterrand, kann eine Querlage erkannt werden. Denn dieser ist dann meist niedriger als für die SSW üblich, da sich die Gebärmutter in die Breite statt in die Höhe ausdehnt.

Schema der Leopold-Handgriffe zur Bestimmung der Kindslage

Ursachen für eine Querlage

Die Querlage bei deinem Baby kann verschiedene Ursachen haben. Meist ist eine große Beweglichkeit des Babys der Grund. Diese liegt oft darin begründet, dass das Ungeborene viel Platz zur Verfügung hat, entweder durch eine sehr große Menge Fruchtwasser oder eine schlaffe Gebärmutterwand (zum Beispiel als Folge vorangegangener Schwangerschaften). Selten kommt es auch vor, dass das Baby sich nicht aus der Querlage befreien kann, weil die Nabelschnur zu kurz ist. Dies ist allerdings auf dem Ultraschall nicht zu sehen.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die eine Querlage begünstigen:

  • Es ist nicht das erste Kind: Wenn du zum wiederholten Male schwanger bist, sind die Mutterbänder, die Gebärmutterwand und die Bauchmuskeln oft schon stärker gedehnt als bei Erstgebärenden. Da alles ein bisschen weicher ist, liegt das Baby dann weniger stabil und die Wahrscheinlichkeit für eine Querlage ist beim zweiten Kind bis zu dreimal höher. Beim vierten Kind ist eine Querlage sogar zehnmal wahrscheinlicher als bei der ersten Schwangerschaft. Abhilfe kann eventuell ein gut sitzender Schwangerschaftsgürtel leisten.
  • Mehrlingsschwangerschaft: Bei einer Zwillings- oder Drillingsschwangerschaft kann es gut sein, dass eines der Babys in Querlage liegt. Schließlich müssen sich die Geschwisterchen die enge Gebärmutter teilen und haben dadurch weniger Platz, sich in eine Längslage zu drehen.
  • Ein kleines Baby: Wenn dein Kind eher klein ist, hat es mehr Platz für Turnübungen und kann sich so auch mal in Querlage drehen.
  • Fehlbildung der Gebärmutter: Wenn die Gebärmutter eine von der Norm abweichende Form oder Größe hat, kann es sein, dass das Baby darin nicht so viel Platz hat und deswegen in Querlage liegt.
  • Myome: Auch gutartige Geschwulste können den Platz in der Gebärmutter einschränken.
  • Beckenanomalie der Mama: Wenn dein Becken sehr eng ist, hat das Baby vielleicht hier keinen Platz und platziert sich deswegen darüber quer.
  • Viel Fruchtwasser: Wenn du sehr viel Fruchtwasser hast, kann das die Querlage begünstigen, weil das Baby hier viel Platz zum Bewegen hat.
  • Plazenta praevia: Liegt die Plazenta zwischen Baby und Zervix, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby die Querlage einnimmt.
  • Zu kurze oder um das Baby gewickelte Nabelschnur: Dann kann das Baby eventuell gar nicht anders liegen als in der Querlage. Leider ist dies in den Ultraschalluntersuchungen nicht sichtbar.
  • Frühgeburt: Wenn ein Frühchen auf die Welt kommt, ist die Querlage wahrscheinlicher (3 Prozent), da es sich u. U. noch nicht in Geburtsposition gedreht hat.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Faktoren eine Querlage begünstigen können, aber nicht müssen. Jungs liegen eher in Querlage als Mädchen.

Risiken einer Querlage

Leider kann eine Querlage für dich und dein Baby sehr gefährlich werden. Doch bevor du in Panik verfällst: Eine engmaschige Schwangerschaftsvorsorge durch deine Hebamme und/oder deine Frauenärztin macht die Risiken besser abschätzbar. Während der Schwangerschaft ist die Querlage deines Babys nicht von allzu großer Bedeutung. Je näher ihr jedoch dem errechneten Geburtstermin rückt, desto problematischer wird sie. Eine Querlage des Babys begünstigt allerdings einen vorzeitigen Blasensprung, der wiederum zu einem Nabelschnurvorfall führen kann. In dem Fall wäre die Versorgung deines Kindes erheblich gestört. Zusätzlich dazu steigt das Risiko einer verschleppten Querlage. Davon sprechen die Mediziner, wenn es nach einem Blasensprung und beginnender Wehentätigkeit zu einem Armvorfall und/oder Einkeilen der kindlichen Schultern kommt. Die Gebärmutter könnte dadurch abknicken und es bestünde große Gefahr, dass sie unter den Belastungen der Wehen reißt (Uterusruptur).

Wenn deine Fruchtblase platzt, während sich das Kleine in Querlage und damit ziemlich weit oben im Becken befindet, ist das Risiko für einen Nabelschnurvorfall erhöht. Aus diesem Grund solltest du dann immer einen Notruf absetzen und darauf bestehen, liegend in die Klinik gebracht zu werden. Bitte vermeide in der Wartezeit jede körperliche Anstrengung.

Vorzeitiger Blasensprung I Schwangerschaft

Was tun, wenn das Baby in Querlage liegt?

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen und Übungen, die du in Absprache mit deiner Ärztin oder Hebamme ab der ca. 34. SSW versuchen kannst, um das Baby aus der Querlage heraus zu drehen. Eine davon ist die äußere Wendung, bei der die Gynäkolog*in durch gezielten Druck auf den Bauch versucht, das Baby in eine Längslage zu drehen. Sie wird meistens gegen Ende der 37. SSW vorgenommen, wenn es sehr unwahrscheinlich geworden ist, dass das Baby sich noch von selbst dreht. Die äußere Wendung sollte ausschließlich von einem erfahrenen Experten oder einer erfahrenen Expertin ausgeübt werden. Er oder sie versucht, über spezielle Handgriffe das Kind im Bauch der Mutter zu drehen. Das Ganze findet im Krankenhaus statt, denn die Wendung könnte Wehen oder einen Blasensprung auslösen. In 50 bis 70 Prozent der Fälle klappt die äußere Wendung aber wie gewünscht und es ist kein Kaiserschnitt notwendig. War der Wendeversuch bei Querlage erfolgreich, wird unter Umständen anschließend die Geburt eingeleitet und du kannst dein Baby auf natürlichem Weg entbinden.

Neben der äußeren Wendung gibt es weitere Methoden:

  • Yoga-Übung „Indische Brücke“: Dabei lagerst du in Rückenlage das Becken auf einem Polster hoch. Die Beine stellst du auf oder legst sie auf dem Sofa ab. Diese Lage soll deinem Kind dabei helfen, sich in Schädellage zu drehen.
  • Knie-Brust-Position: Im Vierfüßlerstand legst du deinen Oberkörper möglichst tief, aber bequem auf dem Boden ab, sodass dein Po in die Luft ragt.
  • Wassergymnastik
  • Haptonomie: Dabei nehmen die Eltern durch angeleitete Berührungen der Bauchdecke Kontakt zu ihrem Baby auf. So können sie versuchen, es liebevoll zum Drehen zu „überreden“.
  • Moxibustion: Dabei werden Akupunkturpunkte an den kleinen Zehen stimuliert, die das Kind zur Bewegung animieren sollen.
  • Lichtquelle bewegen: Das Baby kann mithilfe einer Lichtquelle (beispielsweise einer Taschenlampe) mit dem Kopf nach oben gelockt werden.
  • Geräusche: Das Ungeborene folgt einem bestimmten Klang (beispielsweise Glocke) mit dem Köpfchen nach oben und dreht sich damit von der Querlage in die Schädellage.

Es gibt auch die "innere Wendung", die bei Zwillingen manchmal während der Geburt gemacht werden kann, wenn der erste Zwilling schon geboren ist und das zweite Baby quer liegt. Die innere Wendung wird allerdings sehr selten angewandt.

Illustration der

Wann muss ich ins Krankenhaus?

Wenn sich dein Baby deines Wissens nach in Querlage befindet und du das Gefühl hast, deine Fruchtblase ist geplatzt, solltest du sofort den Notruf (112) wählen. Während du auf Hilfe wartest, lege dich auf den Rücken und lagere dein Becken hoch. Diese Vorsichtsmaßnahme ist besonders wichtig, um das Risiko eines Nabelschnurvorfalls zu minimieren. Bei Beginn regelmäßiger Wehen oder bei einem Blasensprung sollte der Transport in die Klinik in jedem Fall liegend erfolgen.

Wenn dein Baby zum Zeitpunkt des ET noch in Querlage liegt, kannst du leider nicht vaginal entbinden, da es nicht durch den Geburtskanal passt. Deswegen wird bei einer Querlage in der Regel rechtzeitig ein primärer, das heißt geplanter Kaiserschnitt (Sectio) anberaumt. Selbst nach der 38. Schwangerschaftswoche kann sich das Baby noch spontan drehen. Die meisten Kinder liegen zum Ende der Schwangerschaft in Schädellage, also mit dem Po nach oben und dem Kopf nach unten, im Bauch ihrer Mutter. Bei wenigen ist es anders herum: In der sogenannten Steißlage liegen sie mit dem Kopf nach oben und dem Steiß nach unten. Ganz selten kommt es vor, dass sich das Baby kurz vor der Geburt in Querlage befindet. In diesem Fall liegt das Kind quer im mütterlichen Bauch. Neben der Querlage beim Baby gibt es auch noch die sogenannte Schräglage. Hierbei kann man Po und Kopf des Kindes ebenfalls seitlich ertasten, jedoch liegen entweder Köpfchen oder Steiß etwas höher. Die Querlage bei deinem Baby kann verschiedene Ursachen haben. Meist ist eine große Beweglichkeit des Babys der Grund. Diese liegt oft darin begründet, dass das Ungeborene viel Platz zur Verfügung hat, entweder durch eine sehr große Menge Fruchtwasser oder eine schlaffe Gebärmutterwand (zum Beispiel als Folge vorangegangener Schwangerschaften). Selten kommt es auch vor, dass das Baby sich nicht aus der Querlage befreien kann, weil die Nabelschnur zu kurz ist. Dies ist allerdings auf dem Ultraschall nicht zu sehen. Nur etwa 0,6 Prozent aller Babys befinden sich in der 40. Schwangerschaftswoche in Querlage. Da der Platz in der Gebärmutter mit zunehmenden Wachstum des Ungeborenen kleiner wird, drehen sich die meisten Kinder etwa bis zur 34. Schwangerschaftswoche in die Schädellage. Aber auch danach ist eine spontane Drehung des Kindes noch möglich. Die genaue Lage des Kindes wird bei den Vorsorgeuntersuchungen meistens per Ultraschall festgestellt. Du selbst kannst auch spüren, ob sich dein Kind in Querlage befindet. Bei einer Querlage ist eine natürliche Geburt nicht möglich. Meist wird in diesen Fällen ein Kaiserschnitt durchgeführt, da das Risiko für Mutter und Kind zu groß ist. Denn quer passt das Baby nicht durch den Geburtskanal. Auch wenn sich das Kind kurz vor den Eröffnungswehen noch in die Schädellage bringt, kann es vorkommen, dass Schultern oder Arme des Babys sich in einer für die Geburt hinderlichen Position befinden (Armvorfall). Befindet sich dein Baby in Querlage, wenn die Fruchtblase springt, ist die Gefahr erhöht, dass die Nabelschnur vorfällt (Nabelschnurvorfall). Das bedeutet, dass die Nabelschnur vor den vorangehenden Teil des Kindes rutscht und dabei abgeklemmt werden könnte. Sollte sich dein Baby gegen Ende der Schwangerschaft noch in Querlage befinden, ist dies kein Grund zur Panik. Selbst nach der 38. Schwangerschaftswoche kann sich das Baby noch spontan drehen. Zunächst kannst du es mit einer Reihe von Übungen versuchen. Die bekannteste davon ist die sogenannte indische Brücke. Es handelt sich hierbei um eine Position aus dem Hatha-Yoga. Dafür legst du dich auf den Rücken, stellst deine Füße hüftbreit unterhalb der Knie auf und hebst dein Becken nach oben. Diese Position solltest Du so lange halten, wie es für dich angenehm ist. Danach stehst du über die Seite schwungvoll auf. Durch die Hochlagerung des Beckens, die Tieflagerung der Schultern und die damit verbundene sanfte Streckung des Bauches, hat das Baby mehr Platz im Bauch und eine Drehung fällt ihm leichter. Die indische Brücke sowie weitere Übungen für die Drehung deines Kindes solltest du dir am besten von deiner Hebamme zeigen lassen, damit du sie richtig durchführst und sie für dich und dein Baby angenehm sind. Neben der indischen Brücke gibt es noch weitere Methoden, die dein Baby zu einer Drehung animieren können. Moxen/Moxibustion: Eine Methode, bei der ein Akupunkturpunkt an den kleinen Zehen beider Füße mithilfe einer angezündeten Beifußzigarre stimuliert wird. Das Becken der Frau wird währenddessen meist hochgelagert wie bei der indischen Brücke. Viele Hebammen können Moxibustion bei dir durchführen.Lichtquelle bewegen: Das Baby kann mithilfe einer Lichtquelle (beispielsweise einer Taschenlampe) mit dem Kopf nach oben gelockt werden.Geräusche: Das Ungeborene folgt einem bestimmten Klang (beispielsweise Glocke) mit dem Köpfchen nach oben und dreht sich damit von der Querlage in die Schädellage.Äußere Wendung: Diese Methode kommt meist ganz zum Schluss zum Einsatz, wenn alles Andere nicht wirksam war. Ein/e Ärzti:n versucht, das Baby mit speziellen Griffen von außen, im Bauch der Mutter zu drehen. Geist C., Harder U., Stiefel A.: Hebammenkunde - Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. Hippokrates Verlag in MVS Medizinverlage, 5. Auflage, Stuttgart 2012 Stauber M., Weyerstahl T.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Duale Reihe; Georg Thieme Verlag, 4. Wenn dein Baby im Bauch in Querlage liegt, ist das in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Warum auch? Schließlich hat es zu Beginn der Schwangerschaft genug Platz dafür. redaktionelle Arbeit unterstützt. unverändert. gekennzeichnet. Mehr erfahren.Was ist eine Querlage beim Baby?Wenn das Baby quer in der Gebärmutter liegt und sich dabei Kopf und Steiß auf einer Linie befinden, spricht man von Querlage. Es kommt allerdings sehr selten vor, dass ein Baby um den ET noch in dieser waagerechten Position liegt. Dann spricht man von einer Lageanomalie.Querlage Baby: Bis wann ist sie normal?Wie gesagt, zu Beginn der Schwangerschaft ist es noch ganz normal, dass Babys es sich in Querlage in der Gebärmutter gemütlich machen. So liegen in der 28. SSW noch ca. 10 Prozent der Kinder quer. Bis zur 37. SSW drehen sich aber dann 80 Prozent dieser Babys in eine Längslage. In der 40. SSW liegen letztlich nur noch 0,3 bis 0,6 Prozent der Kids quer. Die Querlage ist also sehr selten.Nervös ohne GrundUnsere Tochter lag in der 30. SSW in Querlage in der Gebärmutter und ich muss zugeben, dass mich das damals ein bisschen nervös gemacht hat. Auch wenn mir die Frauenärztin versicherte, dass noch genug Zeit für die Drehung sei, hoffte ich doch inständig, dass sich die Kleine bald einen Ruck gibt. Und so war's dann auch: Zur 35. SSW hatte sie die Schädellage eingenommen. Umsonst Sorgen gemacht!Daniela HamburgerWelche Gründe gibt es für die Querlage beim Baby?Es gibt eine Reihe von Faktoren, die eine Querlage begünstigen:Es ist nicht das erste Kind: Wenn du zum wiederholten Male schwanger bist, sind die Mutterbänder, die Gebärmutterwand und die Bauchmuskeln oft schon stärker gedehnt als bei Erstgebärenden. Da alles ein bisschen weicher ist, liegt das Baby dann weniger stabil und die Wahrscheinlichkeit für eine Querlage ist beim zweiten Kind bis zu dreimal höher. Beim vierten Kind ist eine Querlage sogar zehnmal wahrscheinlicher als bei der ersten Schwangerschaft. Abhilfe kann evtl. ein gut sitzender Schwangerschaftsgürtel leisten.Mehrlingsschwangerschaft: Bei einer Zwillings- oder Drillingsschwangerschaft kann es gut sein, dass eines der Babys in Querlage liegt. Schließlich müssen sich die Geschwisterchen die enge Gebärmutter teilen und haben dadurch weniger Platz, sich in eine Längslage zu drehen.Ein kleines Baby: Wenn dein Kind eher klein ist, hat es mehr Platz für Turnübungen und kann sich so auch mal in Querlage drehen.Fehlbildung der Gebärmutter: Wenn die Gebärmutter eine von der Norm abweichende Form oder Größe hat, kann es sein, dass das Baby darin nicht so viel Platz hat und deswegen in Querlage liegt.Myome: Auch die gutartigen Geschwulste können den Platz in der Gebärmutter einschränken.Beckenanomalie der Mama: Wenn dein Becken sehr eng ist, hat das Baby vielleicht hier keinen Platz und platziert sich deswegen darüber quer.Viel Fruchtwasser: Wenn du sehr viel Fruchtwasser hast, kann die Querlage begünstigen, weil das Baby hier viel Platz zum Bewegen hat.Placenta praevia: Liegt die Plazenta zwischen Baby und Zervix, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby die Querlage einnimmt.Zu kurze oder um das Baby gewickelte Nabelschnur: Dann kann das Baby evtl. gar nicht anders liegen als in der Querlage. Leider ist dies in den Ultraschalluntersuchungen nicht sichtbar.Frühgeburt: Wenn ein Frühchen auf die Welt kommt, ist die Querlage wahrscheinlicher (3 Prozent), da es sich u. U. noch nicht in Geburtsposition gedreht hat.Wichtig: Diese Faktoren können, müssen aber nicht zu einer Querlage beim Baby führen!Übrigens: Jungs liegen eher in Querlage als Mädchen: "Bei den Querlagen (53,8 % Knaben, 46,2 % Mädchen)" gibt es einen "deutliche[n] Unterschied mit höheren Raten bei den Knaben". Ist die Querlage des Babys im Ultraschall sichtbar?Ja, dein*e Frauenärzt*in kann im Ultraschall sehen, wie dein Baby liegt. Eine Querlage kann außerdem durch die sog. Leopold-Handgriffe festgestellt werden. Wenn sich dein Baby in Querlage befindet, wird dies im Mutterpass festgehalten. Die Gynäkolog*in trägt dann auf Seite 7/8 "QL" bei "Kindslage" ein. Auch durch das Ertasten des Fundusstands, also des Abstands zwischen Schambein und oberem Gebärmutterrand, kann eine Querlage erkannt werden. Denn dieser ist dann meist niedriger als für die SSW üblich, da sich die Gebärmutter in die Breite statt in die Höhe ausdehnt.Wie sieht der Bauch aus, wenn das Baby in Querlage liegt?In einem frühen Schwangerschaftsstadium, wenn das Baby noch klein ist, kann man von außen nicht erkennen, wie das Baby liegt. Anders sieht es in den letzten Schwangerschaftswochen aus: Bei einer Querlage ist dann auch die Babykugel eher quer. Füßchen oder Po und Kopf kannst du an den Seiten deiner Taille vielleicht sogar ertasten. So wird es auch möglich, dass du selber erspüren kannst, ob das Baby sich mittlerweile gedreht hat.Wo spüre ich die Tritte, wenn das Baby in Querlage liegt?Wenn dein Kleines quer in deinem Bauch liegt, spürst du seine Tritte eher an den Seiten. Das kann ziemlich schmerzhaft sein und auch dazu führen, dass der Bauch spannt. Für dein Baby ist die Querlage aber nicht gefährlich und es hat auch keine Schmerzen. Ihm geht es im Verlauf der Schwangerschaft normalerweise genauso gut wie einem Kind in Längslage.Wie schaffe ich es, dass sich das Baby aus der Querlage heraus dreht?Es gibt eine Reihe von Maßnahmen und Übungen, die du in Absprache mit deiner Ärztin oder Hebamme ab der ca. 34. SSW versuchen kannst, um das Baby aus der Querlage heraus zu drehen. Eine davon ist die äußere Wendung, bei der die Gynäkolog*in durch gezielten Druck auf den Bauch versucht, das Baby in eine Längslage zu drehen. Sie wird meistens gegen Ende der 37. SSW vorgenommen, wenn es sehr unwahrscheinlich geworden ist, dass das Baby sich noch von selbst dreht. Es gibt auch die "innere Wendung". Diese kann bei Zwillingen manchmal während der Geburt gemacht werden, wenn der erste Zwilling schon geboren ist und das zweite Baby quer liegt. Die innere Wendung wird allerdings sehr selten angewandt.Was passiert beim Blasensprung, wenn das Baby in Querlage liegt?Die Querlage deines Babys erhöht die Gefahr eines vorzeitigen Blasensprungs. Wenn deine Fruchtblase platzt, während sich das Kleine in Querlage und damit ziemlich weit oben im Becken befindet, ist das Risiko für einen Nabelschnurvorfall erhöht. Aus diesem Grund solltest du dann immer einen Notruf absetzen und darauf bestehen, liegend in die Klinik gebracht zu werden. Bitte vermeide in der Wartezeit jede körperliche Anstrengung.Auch wenn dir durch die Querlage möglicherweise ein geplanter Kaiserschnitt bevorsteht - auch in diesem Fall sorgt ein Geburtsplan dafür, dass in der Klinik auf deine Wünsche so gut wie möglich eingegangen wird. Wie du einen solchen erstellen kannst, siehst du in unserem Video:Wie kann das Baby in Querlage geboren werden?Wenn das Baby zum Zeitpunkt des ET noch in Querlage liegt, kannst du leider nicht vaginal entbinden, da es nicht durch den Geburtskanal passt. Deswegen wird bei einer Querlage in der Regel rechtzeitig ein primärer, das heißt geplanter Kaiserschnitt (Sectio) anberaumt.Wenn das Kind quer liegt, weil es zu viel Platz hat, kann es sein, dass es sich unter der Geburt doch noch in Schädellage dreht. Es besteht allerdings die Gefahr, dass sich dabei ein Arm vor das Köpfchen schiebt. Bei diesem "Armvorfall" rutscht das Ärmchen in den Geburtskanal und die Schulter kann sich im Becken verkeilen. Diese Situation der "verschleppten Querlage" ist sehr gefährlich für Mama und Baby - es kann zum Geburtsstillstand oder zu einer Uterusruptur (Gebärmutterriss) kommen. Deswegen wird in diesem Fall immer schon alles für einen Kaiserschnitt vorbereitet.Nicht zu verwechseln ist die Querlage mit der Schräglage, bei der das Baby auch horizontal liegt aber entweder Kopf oder Popo weiter oben sind. Babys, die sich in Schräglage in der Gebärmutter befinden, drehen sich fast immer rechtzeitig vor der Geburt oder spätestens unter den Wehen in Längslage. Es kann aber auch passieren, dass sich ein Baby dann in Querlage dreht. Deswegen wird auch in diesem Fall fast immer eine Sectio angesetzt.Wir recherchieren mit großer Sorgfalt und nutzen nur vertrauenswürdige Quellen. Die Ratschläge und Informationen in diesem Artikel ersetzen keine medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Bitte wendet euch bei gesundheitlichen Fragen und Beschwerden an eure Ärztinnen und Ärzte, Hebammen oder Apotheker*innen, damit sie euch individuell weiterhelfen können.LesenswertVon Ananas bis Kuscheln: Diese 24 überraschenden Hausmittel können Wehen fördernWas du mit Baby im Bauch bedenkenlos tun kannst und was besser nichtSterilisation mit 28 - Julia Brandner bricht ein TabuWann dreht sich das Baby im Bauch?

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