Der Beginn eines neuen Behandlungszyklus im Rahmen der Kinderwunschbehandlung ist für viele Paare eine Zeit voller Aufregung und Unsicherheit. Im Zusammenhang mit der Medikamentenanwendung treten dabei schnell die ersten Fragen auf.
Bestimmung des Zyklustages und wichtige Hinweise
Der erste starke Blutungstag wird als der erste Zyklustag gezählt. Vorhergehende Schmierblutungen und leichte Blutungen sind dabei zu vernachlässigen. Es ist wichtig, sich mit dem Einsetzen der Periode telefonisch bei uns zu melden, damit alle wichtigen Fragen und der weitere Ablauf besprochen werden können. Bitte tragen Sie das Datum Ihres ersten Zyklustages in Ihren Patientenpass ein. Dort finden Sie auch alle wichtigen Telefonnummern sowie eine Notfallnummer, die in dringenden Fällen auch außerhalb unserer Sprechzeiten angerufen werden kann.
Medikamentöse Unterstützung im Zyklus
Mit einem Nasenspray, wie beispielsweise Synarela oder Metrelef, beginnen Sie bereits am 1. Zyklustag und nehmen die angegebene Anzahl an Sprühstößen über den Tag verteilt ein. Sofern weitere Stimulationsspritzen verordnet wurden, werden diese zusätzlich ab dem 2. Zyklustag verabreicht. Bei der Stimulation mit Spritzen oder Pens, wie zum Beispiel Gonal-F, wird die erste Dosis am 2. Zyklustag verabreicht.

Unerfüllter Kinderwunsch - Ein Stufenkonzept
Welche Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch schlussendlich empfohlen wird, hängt von der Ursache ab. Gemeinsam wird ein ganzheitliches Behandlungskonzept im Sinne eines Stufenplanes erstellt, unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Wünsche und Bedürfnisse.
Stufe 1: Beobachtung des Eisprungs (Zyklusmonitoring)
Als erstes wird ein sogenanntes „Zyklusmonitoring“ durchgeführt. Dabei wird der natürliche Zyklus beobachtet, wobei der Zeitpunkt des Eisprungs für die Befruchtung ausschlaggebend ist. Die einfachste und beste Methode dafür ist der Ultraschall. Im Ultraschall werden die Follikel (Eibläschen) gemessen. Falls diese eine Größe von 18-20 mm erreichen, kann mit einer Einmalspritze (Ovitrelle) der Eisprung ausgelöst werden. Dieser sollte innerhalb der folgenden 24 - 36 Stunden geschehen. In diesem Zeitraum sollte Geschlechtsverkehr stattfinden, damit die gesprungene Eizelle befruchtet werden kann. Der Einsatz von Ovulationsstreifen wird nicht empfohlen, da das Ergebnis oft nicht klar zu interpretieren ist und die Ultraschallmethode präziser ist.
Stufe 2: Stimulierung eines Eibläschens
Die Chance auf eine Schwangerschaft ist erhöht, wenn mittels Hormonspritzen (z.B. Gonal-F) die Eibläschen zum Reifen angeregt werden. Diese Behandlung kann selbst bei Frauen mit einem regelmäßigen Eisprung von Vorteil sein. Der Start der Stimulation findet jeweils am 4. Tag des Zyklus statt. Dies wird mittels Selbstinjektion einer für Sie bestimmten Dosis ins Unterhautfettgewebe am Bauch durchgeführt. Die Stimulation darf nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt begonnen werden, da regelmäßige Ultraschalluntersuchungen notwendig sind, um eine Überstimulation zu verhindern. Eine solche könnte zu einer Mehrlingsschwangerschaft führen.
Etwa am 11. Zyklustag findet eine Ultraschalluntersuchung statt. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, die Eireifung zu beobachten. Daraus wird das weitere Vorgehen bestimmt. Entweder wird die Eireifung durch weiteres Spritzen von Gonal-F unterstützt, oder es kann bereits festgelegt werden, wann der Eisprung ausgelöst werden soll. Es ist von Zyklus zu Zyklus und von Frau zu Frau sehr unterschiedlich, wie schnell die Eizellen reifen. Daher ist es nicht möglich, zu Beginn des Zyklus den Zeitpunkt des Eisprungs vorherzusagen.
Die Auslösung des Eisprunges erfolgt mit der Gabe von Ovitrelle. Dies kann zu Hause oder in der Praxis erfolgen. Nach Gabe von Ovitrelle findet der Eisprung in den kommenden 24-36 Stunden statt. Je nach Therapieweg muss in diesem Zeitfenster entweder Geschlechtsverkehr zu Hause oder eine Insemination in der Praxis stattfinden.

Stufe 3: Intrauterine Insemination (IUI)
Dieser Vorgang ist schmerzlos und hat zum Ziel, die Distanz zwischen Ei und Spermien zu verringern. Eine Kombination aus Ovulationsinduktion und Insemination kann die Chance auf eine Schwangerschaft pro Zyklus fast verdoppeln. Es ist wichtig zu verstehen, dass man nicht vorhersagen kann, zu welchem Zeitpunkt im Zyklus eine Insemination stattfinden wird. Je nach Follikel und Dosis des Gonal-F wird eine unterschiedlich lange Stimulationsdauer benötigt. Dies bedeutet, dass Sie ca. ab dem 11. Zyklustag (Follikelschall) nicht mehr verreisen sollten und Sie und Ihr Partner eine gewisse Flexibilität für die Termine aufbringen sollten.
Spätestens 2 Tage vor der IUI kann mitgeteilt werden, wann diese stattfinden wird. Die Gewinnung des Samens kann entweder zu Hause oder in der Praxis erfolgen. Beachten Sie, dass der Samen maximal 30 Minuten nach Gewinnung eintreffen soll. Während des Transports sollte das Gefäß an einem warmen Ort gehalten werden (unter dem Arm), damit die Qualität der Spermien nicht durch den Transport beeinflusst wird. Sie erhalten ein geeignetes Gefäß für den Transport des Spermas. Wichtig ist, dass das Material ca. 1,5 Stunden vor dem Termin der Insemination in der Praxis vorliegt. Die Flüssigkeit wird im Labor aufbereitet und unter dem Mikroskop beurteilt.
Die Insemination an sich ist schmerzlos und dauert ca. 10 Minuten. Die aufbereiteten Spermien werden über einen feinen Schlauch direkt in die Gebärmutter gespritzt. Nach einer kurzen Ruhezeit in der Praxis können Sie danach ganz normal Ihren Alltag fortsetzen, Sport machen und zur Arbeit gehen.
Nach der Insemination wird ein Medikament (Utrogestan) mitgegeben. Da es müde machen kann, sollte es abends vaginal eingeführt werden. Sollte nach 14-tägiger Einnahme von Utrogestan die Periode nicht eingetroffen sein, machen Sie bitte einen Schwangerschaftstest. Sollte der Test negativ sein, setzen Sie das Utrogestan ab. Ist der Test positiv, vereinbaren Sie bitte einen Termin und nehmen das Utrogestan weiter ein.
Stufe 4: In-vitro-Fertilisation (IVF) / Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)
Bei manchen Paaren ist aufgrund weiblicher, männlicher oder beiderseitiger Ursachen (z.B. Verschluss der Eileiter, geminderte Spermienqualität, Nichterfolg von Ovulationsinduktion/Inseminationen oder anderer Faktoren) eine künstliche Befruchtung (IVF/ICSI) angezeigt. Diese Verfahren werden in der Praxis nicht immer durchgeführt; eine Beratung über Ablauf, Chancen und Risiken der Behandlung sowie die Überweisung in ein Kinderwunschzentrum ist jedoch möglich.
Unter einer IVF versteht man eine künstliche Befruchtung im Reagenzglas. Hierzu werden der Frau Hormone verabreicht, die in den Eierstöcken zu einer Überproduktion an Eibläschen führt. Mittels Ultraschall - meist unter einer Kurznarkose - werden die reifen Eizellen entnommen und jede Eizelle befruchtet. Dazu wird meist die Methode ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) angewandt, bei der in jede Eizelle ein Spermium injiziert wird. Die befruchteten Eizellen werden dann nach 3-5 Tagen bei der Frau eingesetzt. Dies ist völlig schmerzfrei und es benötigt keine Narkose.
Heutzutage empfiehlt man, besonders bei jungen Frauen, den sogenannten single embryo transfer. Dies bedeutet, dass nur ein Embryo eingesetzt wird, was die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge minimiert und dadurch auch das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen senkt.
ICSI - Der sanfte Weg zur Befruchtung 🧪🔬 Ablauf & Verfahren | Weninger | WUNSCHKIND Klinik Wien
Kinderwunschbehandlung im Ausland
Falls Sie sich für eine Kinderwunschbehandlung im Ausland entscheiden sollten, kann diesbezüglich beraten werden. Notwendige Voruntersuchungen und begleitende Ultraschall- und Laboruntersuchungen können durchgeführt werden, diese werden jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen.
Häufige Fragen und Besonderheiten im Gonal-F-Zyklus
Manche Frauen berichten von sehr kurzen Gonal-Zyklen, die beispielsweise nur 18 oder 19 Tage dauern, mit Ovitrelle zur Eisprungauslösung am Zyklustag 8 und anschließendem Geschlechtsverkehr. Wenn beim ersten Zyklus kein Temperaturanstieg zu verzeichnen war, beim zweiten aber schon, stellt sich die Frage, ob solch kurze Zyklen normal sind. Es könnte sein, dass die Follikel durch das Gonal-F zu schnell wachsen und dabei innen unreif bleiben, was zu einem Progesteronmangel führt. Eine Reduktion der Gonadosis könnte sinnvoll sein. Gonal weiterzuspritzen, nachdem der Eisprung bereits im Gange ist, macht keinen Sinn. Es könnte jedoch zusätzlich Gelbkörperhormon nach dem Eisprung verabreicht werden. Ob Gonal-F einer Schwangerschaft schaden kann, falls es versehentlich nach dem Eisprung gespritzt wird, ist eine berechtigte Sorge.
Bei der ersten Stimulation mit Gonal-F (50 Einheiten über 5 Tage) und Auslösung des Eisprungs mit Ovitrelle am Zyklustag 10, wenn ein Follikel 18 mm groß ist, kann ein Schwangerschaftstest sechs Tage nach dem Eisprung eine leichte Linie anzeigen. Der Versuch, schwanger zu werden, kann nach einem Jahr Clomifen-Behandlung und erfolglosen Schwangerschaften, die jeweils nach 7-8 Tagen endeten, mit Gonal-F fortgesetzt werden. Eine Zyste am Eierstock kann nach sechs Versuchen diagnostiziert werden.
In der Kinderwunschbehandlung mit Gonal-F, bei der an Zyklustag 5 sechs Tage lang 50 Einheiten gespritzt werden, kann bereits an Zyklustag 10 die Eisprungauslösespritze genommen werden, wenn ein Follikel 18 mm groß ist. Die Dauer, wie lange reife Follikel "halten", ist variabel.
Bei einer früheren ICSI mit 100 Einheiten Gonal und 30 Eizellen entstand eine Morula, die negativ ausfiel. Die Umstellung auf Pergoveris mit 125 Einheiten könnte zu mehr Eizellen führen, wobei die Wirksamkeit und Dosierung zu beachten sind.
Ein Östrogenmangel, der mit 25 IE Gonal-F-Injektionen täglich behandelt wird, ist eine weitere Behandlungsoption. Bei einer früheren Stimulation mit 150 Einheiten Gonal (39 Jahre alt) wurden 14 Eizellen punktiert, 11 davon befruchtet, was zu zwei Schwangerschaften führte (einmal Zwillingsabort in der 22. SSW, ein gesundes Kind).
Bei der Umstellung von Gonal-F auf Menopur, das sowohl FSH als auch LH enthält, kann dies notwendig sein, wenn der Körper LH benötigt, um Eizellen reifen zu lassen. Es ist wichtig, sich nicht nur auf die Ärzte zu verlassen, sondern auch eigene Recherchen anzustellen.
Studien und Vergleiche: Gonal-F vs. Menopur
Studien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft für Frauen, die sich einer IVF-Behandlung mit Menopur unterzogen haben, signifikant zunimmt. Eine Subanalyse der Landmark-Studie EISG ergab, dass die Schwangerschaftsrate bei IVF mit Menopur erheblich höher war (31%) als mit Gonal-F (20%). Dieser günstige Effekt von Menopur trat auf, obwohl in der Menopur-Gruppe weniger Oozyten abgerufen wurden als in der Gonal-F-Gruppe.
Menopur stimuliert die Entwicklung von hochwertigen, großen Follikeln bei gleichzeitiger Reduzierung der kleinen Follikel, was theoretisch zu einer Verringerung des Risikos eines Ovarian Hyperstimulation Syndrome (OHSS) führen könnte. Neuere Daten legen nahe, dass die hCG-/LH-Aktivität einen günstigen Einfluss auf die Perfusion des Endometriums haben und damit die Chancen einer erfolgreichen Einnistung des Eies verbessern könnte. Adäquate hCG-Konzentrationen während der Menopur-Behandlung scheinen einen günstigen Einfluss auf die Schwangerschaftsrate von IVF- und ICSI-Patientinnen zu haben.
Es wird immer deutlicher, dass Menopur bei der IVF-Behandlung von Infertilität echte Vorteile gegenüber rFSH (Gonal-F) besitzt. Studien sind wichtig für den Nachweis, dass Gonadotropin in bestimmten Populationen am besten funktioniert.

Wichtige Hinweise zur Medikamentenanwendung und Diagnostik
Bei fast allen Verfahren der assistierten Reproduktion erfolgt eine ovarielle Stimulation, bei der Parenteralia zum Einsatz kommen, die einen hohen Beratungsbedarf haben. Für die ovarielle Stimulation werden Gonadotropine verwendet, meist rekombinant hergestelltes FSH (Follitropin alfa oder beta). Auch das ältere humane Menopausen-Gonadotropin (rekombinant hergestellt, Menotropin) wird nach wie vor eingesetzt, da es gut wirksam ist. Die Gonadotropine kann die Patientin abends selbst subkutan injizieren. In der Regel wird die Dosis im Verlauf des Zyklus gesteigert. Bei patientenfreundlichen Fertigpens kann die Dosis in Internationalen Einheiten individuell eingestellt werden. Der Apotheker sollte darauf hinweisen, dass für jede Injektion eine neue Pennadel zu verwenden ist. Für alle subkutanen Injektionen eignen sich die Stellen rechts und links unterhalb des Bauchnabels sowie der seitliche Oberschenkel am besten.
Vier Stimulationsprotokolle sind zu unterscheiden: das „lange Protokoll“, das „kurze Protokoll“, das „Ultrashort-Protokoll“ und das zunehmend häufiger eingesetzte „Antagonisten-Protokoll“. Die ovarielle Stimulation wird in der Regel gut toleriert. Häufige Nebenwirkungen sind neben Reaktionen an der Injektionsstelle Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Ödeme. Zum Einsatz kommen erneut hCG-Injektionen, die jedoch ein höheres Überstimulationsrisiko mit sich bringen, oder oral verabreichte Gestagene, zum Beispiel Dydrogesteron. Die vaginale Applikation von Progesteron wird aufgrund geringerer Nebenwirkungen bevorzugt.
Das ovarielle Hyperstimulationssyndrom (OHSS) ist eine Komplikation der ovariellen Stimulation. Leichte Symptome wie Bauchschmerzen und Unwohlsein treten nach der Punktion bei bis zu 30 Prozent aller Frauen auf. Eine eingetretene Schwangerschaft und die Gabe von hCG können ein OHSS verstärken. Leichtere Ausprägungen können ambulant mit Verhaltensmaßnahmen (körperliche Schonung, Trinkmenge mindestens drei bis vier Liter täglich, proteinreiche Nahrung) und eventuell intravenöser Gabe von Elektrolyten kontrolliert werden.
Zusätzlich können Estradiolpräparate verordnet werden. Es ist wichtig zu wissen, dass diese Arzneimittel nicht für die assistierte Reproduktion zugelassen sind und die Dosen oft sehr viel höher sind als in der Packungsbeilage angegeben.
Weitere Präparate, die häufig verordnet werden, sind L-Thyroxin, da die Schilddrüsenfunktion für die Fertilität eine wichtige Rolle spielt, sowie Metformin. Dieses bietet Studien zufolge einen Benefit für Frauen mit PCO. Neben der Beratung zur richtigen Anwendung der Arzneimittel, für die umfangreiches Informationsmaterial erhältlich ist, kann der Apotheker weitere Hinweise für die Therapie geben. So sollte die Frau bereits vor Beginn der Behandlung Folsäure substituieren. Ebenso ist es angebracht, auf einen weitestgehenden oder vollständigen Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie einen gesunden Lebensstil hinzuweisen. Starkes Über- oder Untergewicht kann die Fertilität in signifikanter Weise negativ beeinflussen.
Die WHO-Definition für unerfüllten Kinderwunsch besagt, dass trotz regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs über mindestens zwölf Monate hinweg keine Schwangerschaft eintritt. Man schätzt, dass die Ursachen für eine eingeschränkte Fertilität zu jeweils 30 Prozent beim Mann, bei der Frau und bei beiden Partnern liegen. Bei der Erstberatung wird idealerweise bei beiden Partnern eine umfassende Anamnese einschließlich Familienanamnese erhoben. Zudem erfolgt eine körperliche Untersuchung mit Ultraschall der Geschlechtsorgane. Anatomische Ursachen wie Varikozelen beim Mann oder Myome, verklebte Eileiter oder Endometriose-Herde bei der Frau können in vielen Fällen chirurgisch behoben werden.
Beim Mann erfolgt die Untersuchung der Spermaqualität mithilfe eines Spermiogramms. Hierzu werden im Ejakulat Anzahl, Morphologie und Mobilität der Spermien bestimmt. Zu beachten ist, dass ein Spermiogramm immer nur eine Momentaufnahme darstellt und daher bei auffälligen Werten nach acht bis zwölf Wochen wiederholt werden muss.
Zu Beginn steht in aller Regel ein Zyklusmonitoring. Dabei werden während eines Menstruationszyklus wiederholt die relevanten Hormonwerte im Blut ermittelt (Estradiol, Progesteron, LH, FSH, Androgene, Prolaktin). Parallel dazu wird mittels vaginalem Ultraschall die Größe und Reifung der Follikel beurteilt. Auf diese Weise kann man feststellen, ob eine Ovulation stattfindet. Die ovarielle Reserve, das heißt die verbliebene Zahl der für eine Befruchtung zur Verfügung stehenden Follikel, kann annäherungsweise mittels Ultraschalluntersuchung sowie Bestimmung des Anti-Müller-Hormons (AMH) im Blut bestimmt werden. Die Durchgängigkeit der Eileiter wird bei einer Laparoskopie überprüft.
Bei einer geringgradig eingeschränkten männlichen Fertilität oder einer ungünstigen Konsistenz des Zervixschleims kommt die intrauterine Insemination (IUI) zum Einsatz. Dabei wird Sperma mittels eines Katheters direkt in den Uterus eingebracht. Vorher wird das durch Masturbation gewonnene Ejakulat aufbereitet, um die Konzentration befruchtungsfähiger Spermien zu erhöhen. Dieser Eingriff ist in der Regel völlig schmerzfrei.