Neugeborenes spuckt und will weiter trinken: Ursachen und Hilfe

Das Mulltuch gehört zur Grundausstattung junger Eltern - und trotzdem übersäen helle Flecken Papas T-Shirt oder Babys Strampler. Dazu umweht die ganze Familie in den ersten Monaten oft der säuerliche Geruch ausgespuckter Milch. Das ist anstrengend und vielleicht ein bisschen ekelig, aber völlig normal. Denn bei den meisten Babys funktioniert der Verschluss vom Magen zur Speiseröhre noch nicht richtig und muss erst nachreifen. Nach den Mahlzeiten kommt daher oft etwas Milch wieder hoch - bei manchen Babys mehr, bei anderen weniger. Aber gerade wenn Babys häufig und viel schwallartig erbrechen, machen sich Eltern Sorgen. Behält es auch genug Nahrung im Magen? Wird es satt?

Meist weniger als es aussieht

„Bei ungefähr jedem vierten Baby haben die Eltern in meiner Praxis Fragen zum Spucken“, so Dr. Tanja Brunnert, Bundespressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen. Die Medizinerin aus Göttingen kann in den allermeisten Fällen beruhigen: „Die ausgespuckte Milchmenge sieht meist nach mehr aus, als sie ist.“ Messungen haben gezeigt, dass es sich bei der mit dem Mulltuch aufgewischten Pfütze in der Regel nur um einen Bruchteil der getrunkenen Milch handelt. Leidet das Kind beim Spucken nicht und nimmt gut zu, gibt es deshalb keinen Handlungsbedarf.

Illustration, die zeigt, wie wenig Milch tatsächlich ausgespuckt wird im Vergleich zur getrunkenen Menge

Nahrung nur nach Rücksprache umstellen

„Die typische Situation ist: Das Baby guckt freundlich und plötzlich läuft ein Schwall Nahrung aus dem Mund“, sagt Brunnert. „Ist es weiter entspannt, brauchen sich Eltern keine Sorgen zu machen.“ Ob das Baby gut zunimmt, hat die Kinderärztin bei den Vorsorgeuntersuchungen im Blick. Bei Kindern, die viel spucken, gleichzeitig aber sehr zart sind und wenig zunehmen, empfehle sie manchmal, die Nahrung anzudicken, so Brunnert. „Aber wir wägen diese Maßnahme gut ab.“ Sie ist mit dem Stillen nicht optimal vereinbar: Die Mama kann zwar abpumpen und ihre Milch andicken. Aber viele steigen wegen des Aufwands auf fertige Säuglingsnahrung um. „Dabei hat das Stillen viele Vorteile“, so Tanja Brunnert. Eltern sollten deshalb nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt oder der Kinderärztin die Nahrung wegen des Spuckens umstellen.

Unterschied zwischen Spucken und Erbrechen

Erbrechen ist das unangenehme, unfreiwillige, wuchtige Hochwürgen von Nahrung. Bei Säuglingen muss man Erbrechen von Aufstoßen/Spucken unterscheiden. Säuglinge spucken häufig kleine Mengen aus, wenn sie gefüttert werden oder kurz danach - in der Regel beim „Bäuerchen“. Das Aufstoßen/Spucken kann auftreten, weil Säuglinge schnell trinken, Luft schlucken oder überfüttert werden. Es kann aber auch ohne einen konkreten Grund auftreten. Erbrechen wird normalerweise durch eine Erkrankung ausgelöst. Erfahrene Eltern können in der Regel zwischen Aufstoßen/Spucken und Erbrechen unterscheiden. Junge Eltern jedoch müssen sich eventuell bei einem Arzt oder einer Pflegekraft informieren.

Wenn ein Säugling viel spuckt, hat das meist einfache und harmlose physiologische Gründe. In den meisten Fällen liegt es an einer noch nicht vollständig ausgereiften Magen-Darm-Funktion. Der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen (med. Ösophagussphinkter) ist bei Neugeborenen oft noch schwach. Dadurch kann Nahrung leichter zurück in die Speiseröhre fließen, ein Vorgang, den auch bei Babys als Reflux bezeichnet wird.

Hinzu kommt die geringe Magengröße des Babys. Ein kleiner Magen ist schnell voll, und überschüssige Milch, oft zusammen mit geschluckter Luft, wird einfach wieder herausbefördert. Die Menge sieht dabei allerdings oft größer aus, als sie tatsächlich ist. Wichtig zu wissen für frischgebackene Eltern: Dass ein Baby viel spuckt, gehört zur normalen Entwicklung dazu und ist in der Regel kein Grund zur Beunruhigung. Solange dein Baby:

  • gut zunimmt,
  • einen zufriedenen Eindruck macht und
  • genügend nasse Windeln hat,

ist das Spucken nach dem Trinken oder Stillen meist harmlos. Die Farbe und Konsistenz des Gespuckten kann variieren, was ebenfalls vollkommen normal ist.

Aussehen der Spucke Mögliche Ursache(n)
Milchig Überschüssige, unverdünnte Milch, die kurz nach der Mahlzeit wieder hochkommt. Völlig normal.
Wässrig, speichelähnlich Oft eine Mischung aus Speichel und bereits leicht verdauter, klarer Magenflüssigkeit. Wenn dein Baby z.B. zahnt, spuckt es diese Mischung öfter aus.
Schleimig Kurz nach der Geburt spucken Babys oft Milch vermischt mit Fruchtwasserresten aus. Auch bei einer Erkältung kann die Spucke so aussehen.
Durchsichtig Sieht die Spucke aus Speichel und Magenflüssigkeit so aus, ist die letzte Mahlzeit schon etwas her.

Wenn das Baby spuckt, kann dies verschiedene Ursachen haben, die meist harmlos sind. Denn ein Spuckbaby (oder Speikind) ist meist nicht krank. Oft liegt es einfach daran, dass die Magengröße des Kindes noch sehr klein ist und eben nicht allzu viel aufnehmen kann. Nach der Geburt ist der Magen Deines Babys nur circa so groß wie eine Haselnuss. Der Magen Deines Babies kann vor allem in der ersten Zeit nur sehr kleine Mengen an Milch aufnehmen. Darüber hinaus ist der Verschluss zwischen dem Magen und der Speiseröhre des Kindes zu Beginn noch nicht vollkommen ausgebildet. Ein Reflux der Milch, also ein Zurücklaufen der Milch, ist aus diesem Grund völlig normal und braucht Dich nicht zu beunruhigen.

Eltern verschätzen sich übrigens oft in der Menge der Milch, die vom Kind erbrochen wird. Manchmal sehen bereits kleine Mengen schon sehr viel aus. Es gibt Babys, die sehr schnell und hastig trinken und dabei viel Luft schlucken. Dies kann mitunter ein Grund sein, warum ein Baby nach dem Trinken Milch erbricht.

Bei Erkrankung den Kinderarzt aufsuchen

Wenn das Kind krank ist und schwallartig erbrechen muss, merken Eltern den Unterschied. „Das Kind leidet, hat vielleicht Fieber, dünnen Stuhl und spuckt mehr“, so die Expertin. Eltern sollten dann mit ihm zum Arzt oder zur Ärztin. Selten kann Spucken zu ernsteren Erkrankungen führen. Bei Kindern, die häufig unter Lungenentzündungen leiden, schauen Ärztinnen und Ärzte zum Beispiel genauer hin. Denn dann könnte es sein, dass Nahrungsbrei zurück in die Lunge läuft und dort zu Entzündungen führt. „Bei einem Verdacht ist das Gespräch mit den Eltern sehr wichtig“, sagt Brunnert. „Wir fragen dann zum Beispiel: Wie oft war das Kind krank, wie oft spuckt es, fängt es nach dem Spucken an zu husten und quält sich?“ Erhärtet sich der Verdacht anhand der Vorgeschichte, überweisen Kinderärztinnen und Kinderärzte das Kind in die Klinik.

Erbrechen kann zu einem erheblichen Verlust von Körperflüssigkeit führen (Dehydratation). Manchmal können Kinder nicht genügend Flüssigkeit trinken, um die verlorene Flüssigkeit auszugleichen. Dies kann aufgrund dauernden Erbrechens der Fall sein oder weil sie nicht trinken möchten. Kinder, die erbrechen, wollen normalerweise nichts essen. Diese Appetitlosigkeit stellt nur selten ein Problem dar.

Warnsignale, bei denen ein Arzt aufgesucht werden sollte:

  • Teilnahms- und Antriebslosigkeit: Säuglinge sind untröstlich oder reizbar und die weichen Bereiche (Fontanelle) zwischen den Schädelknochen stehen hervor. Ältere Kinder haben heftige Kopfschmerzen, einen steifen Nacken, wodurch es schwierig wird, das Kinn auf die Brust zu legen, Fieber und sind lichtempfindlich.
  • Schmerzen oder Schwellung des Abdomens oder beides.
  • Anhaltendes Erbrechen bei Säuglingen, die sich nicht wie erwartet entwickeln oder wachsen.
  • Blutige Stühle.
  • Hellgrünes oder blutiges Erbrochenes.

Wenn Babys ungewöhnlich viel spucken bzw. sich stark übergeben, kann das viele Ursachen haben. Solltest Du dir unsicher sein, ob es deinem Liebling wirklich gut geht, solltest du immer mit ihm zum Arzt / zur Ärztin gehen.

Infografik mit den wichtigsten Warnsignalen bei spuckenden und sich übergebenden Babys

Mögliche medizinische Ursachen und Abklärungen

In der Klinik bekommt das Baby für die Untersuchung ein Kontrastmittel in den Magen. „In einer Röntgenaufnahme sehen wir, ob Flüssigkeit in die Speiseröhre zurückfließt, wie viel es ist und wie hoch sie steigt“, sagt Prof. Dr. Felicitas Eckoldt, Direktorin der Klinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Jena. Ist es zu viel, bekommen Babys angedickte Nahrung, Kleinkinder gegebenenfalls Säureblocker. „Hilft das nicht, können wir mit einer Operation versuchen, den Verschlussmechanismus des Magens zu verbessern“, so Eckoldt.

Probleme mit dem Magenpförtner

Dringend nötig ist eine Operation bei einem anderen Problem: dem sogenannten Magenpförtnerkrampf (Pylorusstenose). Er kommt bei etwa zwei von 1000 Babys vor, meist sind sie zwischen zwei Wochen und zehn Wochen alt. Überwiegend sind Jungen betroffen - warum, ist unklar. Dabei ist die Muskulatur am Magenausgang, dem Magenpförtner, verdickt. Nahrung kann nicht weiter transportiert werden - das Kind erbricht schwallartig etwa eine halbe Stunde nach dem Trinken.

Der Unterschied zum normalen Spucken ist eindeutig zu erkennen: „Nach dem Füttern ist an einer Welle am Bauch deutlich von außen zu sehen, wie sich die Muskulatur des Magens zusammenzieht, und dann spritzt einem die Nahrung regelrecht entgegen“, beschreibt Brunnert. „Dabei quält sich das Kind und schreit vor Hunger.“ Weil kaum Nahrung im Körper ankommt, nimmt das Kind nicht mehr zu und droht sogar auszutrocknen - rasches Handeln ist also wichtig.

Die Operation beim Magenpförtnerkrampf, der schwallartiges Erbrechen beim Baby auslösen kann. Der Kinderarzt oder die Kinderärztin beobachten zunächst im Ultraschall, wo die Nahrung hinläuft. Zusätzlich vermisst er oder sie die Länge und Dicke des Magenpförtners. Steht die Diagnose, kommt das Kind oft gleich in die Klinik. „Wenn es sehr schwach ist, bekommt es gegen die Austrocknung Infusionen, da die Narkose ansonsten gefährlich wäre“, erklärt Eckoldt. Spätestens dann kann das Baby operiert werden - entweder minimalinvasiv per Bauchspiegelung oder über einen kleinen Bauchschnitt. Der Magenpförtner-Muskel wird mit einem speziell dafür konstruierten Instrument von außen erweitert, ohne die innere Darmschleimhaut zu verletzen. Weil der Magen-Darm-Trakt von innen intakt bleibt, kann das Baby nach der OP schnell wieder Nahrung aufnehmen. „Nach dem Eingriff bauen wir die Nahrung über drei Tage auf, danach kann das Baby in der Regel entlassen werden“, sagt Eckoldt.

Bei Verdacht auf eine Pylorusstenose ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich. Der Arzt kann durch einen Ultraschall eine Diagnose stellen und sich den Magen ansehen. Wenn sich der Verdacht bestätigen sollte, ist meist ein chirurgischer Eingriff notwendig, damit die Nahrung richtig weitertransportiert werden kann.

Was Sie tun können, wenn Ihr Baby spuckt

Selbst wenn dein kleiner Schatz nicht ungewöhnlich viel spuckt, kann dies vielleicht dennoch manchmal unangenehm sein. Es gibt ein paar Dinge, die du versuchen könntest, um die Häufigkeit des Spuckens zu verringern:

Tipps zur Linderung von Spucken:

  • Stillposition: Eine aufrechtere Haltung beim Füttern kann helfen, die Schwerkraft zu nutzen und die Milch im Magen zu halten. Probiere aus, dein Baby in einer etwas aufrechteren Position zu stillen, z.B. im sogenannten „Laid-Back-Nursing“ (zurückgelehntes Stillen), bei dem dein Baby auf deinem Bauch liegt.
  • Zeit für die Mahlzeit: Stress und Hektik während der Mahlzeiten können sich auf dein Baby übertragen. Ein zu schnelles oder gestresstes Trinken führt oft dazu, dass dein Baby mehr Luft schluckt. Schaffe eine ruhige Atmosphäre und lege bewusst Pausen ein.
  • Bäuerchen machen: Überschüssige Luft im Magen übt Druck auf den Mageninhalt aus und befördert die Milch wieder nach oben. Nimm dein Baby nach jeder Mahlzeit (und auch mal zwischendurch) sanft über deine Schulter und klopfe oder reibe ihm behutsam den Rücken.
  • Baby-Haltung nach der Mahlzeit: Versuche, es nach dem Füttern für etwa 20 bis 30 Minuten in einer aufrechten Position zu halten. Schnelle Bewegungen, wildes Spielen oder das sofortige Hinlegen zum Wickeln direkt nach der Mahlzeit können Druck auf den vollen Bauch ausüben und das Spucken provozieren.
  • Richtiger Sauger bei Flaschenfütterung: Wenn du die Flasche gibst, achte auf den passenden Sauger für dein Baby. Ein Sauger mit einem zu großen Loch lässt die Milch zu schnell fließen.
  • Spezialnahrung: Spuckt dein Baby besonders oft und viel, solltest du deinen Kinderarzt / Deine Kinderärztin zurate ziehen. Möglicherweise hilft Spezialnahrung, die bestimmte Quellstoffe enthält und die Mahlzeit dickflüssiger macht.
Illustration von verschiedenen Techniken zur Unterstützung des Bäuerchens bei Babys

Manchmal liegt das Spucken wirklich daran, dass die Babys zu hastig trinken. Wenn sich ein Kind verschluckt und plötzlich keine Luft mehr bekommt, ist schnelle Hilfe entscheidend - doch viele Eltern wissen nicht genau, was sie tun dürfen oder sollen. Wenn die Luft nicht alleine rauskommt, das Baby aber nach dem Stillen spuckt, oder Blähungen hat, muss man „das Bäuern“ manchmal etwas unterstützen. Das Kind wird mit dem Bäuchlein über die Schultern gelegt und darunter das Spucktuch. Nun solltest Du Dein Kind sanft klopfen oder einfach den Rücken streicheln. Bei Kindern, die bei der ersten Variante bereits spucken, kannst Du das Kind auch auf den Schoß legen und den Oberkörper ein wenig aufrichten. Die Daumen sollten sich in Brusthöhe befinden, die restlichen Finger auf der Höhe des Rückens.

Viele Eltern schwören auf entschäumende Mittel wie Simeticon. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, den es in Tropfenform zu kaufen gibt. Mit ihm werden Gase, die im Magen-Darm-Trakt entstehen, zuverlässig zerstört. Das Gas kann dann entweder resorbiert oder abgeatmet sowie direkt ausgeschieden werden. Die Tropfen können direkt in die Flasche oder den Mund des Kindes gegeben werden. Obwohl die therapeutische Wirksamkeit umstritten ist, schwören viele Eltern auf das Mittel bei Blähungen und viel Spucken. Grund ausprobieren, ob die Tropfen auch bei dem eigenen Kind helfen. Außerdem soll es auch gegen Dreimonatskoliken helfen, was bei Babys oft Hand in Hand geht.

Der achte Tipp dreht sich um die Antireflux Nahrung, eine Spezialnahrung, die sich durch eine spezielle, besonders sämige Konsistenz auszeichnet. Erreicht wird sie durch den Zusatz von Stärke oder Johannisbrotkernmehl. Der Nahrungsbrei bleibt durch die hohe Sämigkeit länger im Magen, wodurch auch der Rückfluss des Breis verhindert werden kann. Du solltest am besten zuvor mit Deinem Kinderarzt sprechen, bevor Du die Nahrung ausprobierst. Auch das selbstständige Andicken der Säuglingsmilch mit Johannisbrotkernmehl ist möglich. Johannisbrotkernmehl bekommst Du in jedem Reformhaus. Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass Dein Baby weiterhin die gewohnte Milch zu sich nehmen kann, die es auch bisher getrunken hat.

Wann zum Arzt?

Wenn Babys ungewöhnlich viel spucken bzw. sich stark übergeben, kann das viele Ursachen haben. Solltest Du dir unsicher sein, ob es deinem Liebling wirklich gut geht, solltest du immer mit ihm zum Arzt / zur Ärztin gehen.

Stellst Du die folgenden Symptome bei Deinem Baby fest, solltest Du zeitnah einen Arzt / eine Ärztin aufsuchen:

  • Spucken im Schwall: Spuckt Dein Kind schwallartig oder im hohen Bogen, spricht man von echtem Erbrechen. Sollte sich Dein Neugeborenes bzw. Baby viel übergeben und nicht an Gewicht zunehmen oder gar verlieren, könnte dies zum Beispiel ein Anzeichen für eine Reflux-Erkrankung sein.
  • Durchfall: Spukt Dein Baby nicht nur, sondern leidet auch an Durchfall musst Du schnell handeln. In diesem Fall verliert es sehr viel Flüssigkeit und das kann gerade für kleine Kinder gefährlich werden.
  • Trockene Windel: Auch eine trockene Windel und die Tatsache, dass Dein Baby nach den Mahlzeiten fast alles wieder ausspuckt, ist ein Hinweis für einen akuten Flüssigkeitsmangel.
  • Starker Geruch: Riecht das Erbrochene sauer und hat eine ungewöhnliche Farbe (z. B. gelb, blutig oder mit schwarzen Verfärbungen) ist dies ein sehr ernst zu nehmendes Warnsignal. Manche Babys leiden beispielsweise an einer Verengung des Magenausgangs und fangen im Alter von ungefähr 4 Wochen an, nach dem Füttern stark zu erbrechen und leiden immer wieder unter Magenkrämpfen.
  • Schleim im Erbrochenen: Spuckt Dein Baby Schleim oder ist das Erbrochene schaumig, ist auch dies ein Hinweis auf eine ernsthaftere Erkrankung. Du solltest umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
  • Schlechter Allgemeinzustand: Spuckt Dein kleiner Schatz und wirkt im Allgemeinen schlaff, hat evtl. sogar Fieber, Husten oder quengelt viel, ist auch dies Grund genug für einen Arztbesuch.

Wenn dein Baby viel spuckt, ist das in den allermeisten Fällen eine völlig normale Phase der Babyzeit. Es hängt mit der natürlichen Unreife des Verdauungssystems zusammen. Solange dein Baby gut zunimmt, wächst und einen zufriedenen Eindruck macht, ist der Baby-Reflux kein Grund zur Sorge. Erst wenn weitere Warnzeichen wie starkes Unwohlsein, Schmerzenslaute, Gewichtsverlust, Fieber oder Atembeschwerden hinzukommen, kann eine gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) dahinterstecken. Achte also beim und nach dem Stillen beziehungsweise beim und nach dem Fläschchengeben darauf, ob sich dein Baby auffällig verhält. Weinen, Schreien, Verkrampfen oder Nahrungsverweigerung sind bei Babys typische Verhaltensweisen, die dafür sprechen, dass etwas nicht stimmt. Vertraue auch deinem eigenen Bauchgefühl.

Reflux bei Kindern: Ursachen, Symptome und Behandlung | Tipps vom Arzt in der Kindermedizin

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