Das Marienkrankenhaus Kassel legt größten Wert darauf, dass sich Patienten über alle Berufsgruppen hinweg fürsorglich um sie und ihre Anliegen kümmern. Dieses Bestreben wurde im Jahr 2015 durch das Projekt „unser Versprechen“ institutionalisiert, um die Versorgung kontinuierlich zu verbessern. Dies beinhaltet insbesondere die Förderung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Berufsgruppen wie Ärzt*innen, Pflegekräften, Hebammen und medizinischen Fachangestellten.

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Gesundheit Nordhessen bietet eine umfassende und kompetente Versorgung bei allen gynäkologischen Krankheitsbildern. Als hochspezialisierte Kasseler Frauenklinik deckt sie das gesamte Leistungsspektrum der konservativen und operativen Gynäkologie ab. Von der ausführlichen Aufklärung über die Operation und den Behandlungs- oder Geburtsablauf bis hin zur Entlassung steht das Klinikpersonal den Patientinnen auf Augenhöhe gegenüber.
Das Selbstverständnis der Klinik geht über die rein körperliche Behandlung hinaus und zielt auf den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Ärzt*innen, Pflegepersonal und Patientinnen ab, um das Wohlbefinden zu fördern. Fragen werden offen beantwortet, und wertvolle Tipps aus Erfahrungsschatz werden geteilt. Sorgen und Befürchtungen werden ernst genommen und gemeinsam mit den Patientinnen nach Lösungen gesucht.
Stationen und ihre Schwerpunkte
Das Marienkrankenhaus Kassel verfügt über vielfältige Stationen, die das breite Behandlungsangebot widerspiegeln. Informationen zu den einzelnen Ebenen und Etagen:
Ebene 1
Station B1 und C1
Die Abteilung B1 und C1 konzentriert sich auf die Schwerpunkte Pneumologie und Infektiologie und verfügt über eine 4-Betten-IMC (Intermediate Care Unit). Ein weiterer Schwerpunkt der Station C1 ist die Versorgung von an Demenz erkrankten sowie palliativen Patienten. Das Team besteht ausschließlich aus dreijährig examinierten Pflegekräften, die durch Zusatzqualifikationen in Bereichen wie Praxisanleitung, Hygiene, Wundmanagement, Palliativversorgung, Demenz und Ernährungsberatung ergänzt werden. Auch Mitarbeiter mit IMC-Weiterbildung sind Teil des Teams. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen der Patient und seine Angehörigen.
Intensivstation
Die Intensivstation verfügt über 15 Intensivplätze mit der Möglichkeit zur invasiven Beatmung und ist mit modernsten Geräten der Infusionstechnik sowie umfassendem Monitoring ausgestattet. Über 90 Prozent der Patienten sind von der Beatmung abhängig, was den hohen technischen Ausrüstungsstandard unterstreicht. Das Team besteht aus Pflegefachkräften mit unterschiedlichen Stellenanteilen, unterstützt von Servicekräften und medizinischen Fachangestellten. Die Ausbildung von Fachkräften in der Anästhesie- und Intensivpflege sowie von Auszubildenden und Praktikanten des Rettungsdienstes findet hier statt. Hygienebeauftragte Pflegekräfte unterstützen die Hygienefachkräfte vor Ort. Viele Mitarbeiter besitzen Weiterbildungen in der Anästhesie- und Intensivpflege sowie als Praxisanleiter. Regelmäßige Fortbildungen zur Reanimation sind Pflicht. Weitergebildete Kollegen in der Palliativpflege und zertifizierte Wundmanager runden das Team ab.
Die Pflege nimmt eine zentrale Rolle in Zusammenarbeit mit allen anderen Berufsgruppen ein und erfordert ständige Fort- und Weiterbildung. Regelmäßige Abteilungsbesprechungen dienen dem Austausch über personal- und pflegerelevante Themen und der Weitergabe aktueller Informationen. Kurze Weiterbildungen zu aktuellen Themen und Auffrischungen sind fester Bestandteil.
Besonderheit der Station ist die Spezialisierung als Weaning-Zentrum, was zu einer überdurchschnittlichen Zahl langzeitbeatmeter Patienten mit langer Verweildauer führt. Patienten aus anderen Kliniken und der außerklinischen Versorgung werden hier spezialisiert weiterbehandelt. Die enge Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen und eine optimale pflegerische Versorgung, die sich an den Bedürfnissen der Patienten orientiert, stehen im Vordergrund.

Ebene 2
Station B2
Die Station B2 verfügt über vier Überwachungsbetten und 23 Ein-, Zwei- und Dreibettzimmer, die mit eigener Nasszelle, Telefon und gemeinschaftlichem Fernseher ausgestattet sind. Hier werden chirurgische, neurochirurgische, gynäkologische und gefäßchirurgische Patienten betreut. Das Team besteht aus Voll- und Teilzeitkräften mit Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und verschiedenen Qualifikationen, darunter Wundmanager, Praxisanleiter und Hygienebeauftragte.
Station C2
Die Schwerpunkte der Station C2 liegen im Bereich der Inneren Medizin, insbesondere Kardiologie, Angiologie, Gastroenterologie und der postoperativen Überwachung nach Schrittmacherimplantation, Gefäßangiographien und Herzkatheter. Ebenso stehen die Versorgung von an Demenz erkrankten und palliativen Patienten im Mittelpunkt. Das Team besteht ausschließlich aus dreijährig examinierten Pflegekräften, die eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten und dem Sozialdienst pflegen. Viele Kollegen verfügen über Zusatzqualifikationen in den Bereichen Praxisanleitung, Hygiene, Palliativversorgung und Demenz. Der Patient und seine Angehörigen stehen im Mittelpunkt der Arbeit.
Ebene 3
Station B3
Die Station B3 verfügt über 28 Betten in Ein-, Zwei- und Dreibettzimmern, die mit eigener Nasszelle, Telefon und Fernseher ausgestattet sind. Neben chirurgischen Patienten (z.B. Leistenhernien, Darm-OP) werden auch HNO- und neurochirurgische Patienten betreut. Speziell für HNO-Patienten gibt es ein Untersuchungszimmer auf der Station, um lange Wege zu vermeiden. Das Team besteht aus Voll- und Teilzeitkräften mit verschiedenen Qualifikationen als Gesundheits- und Krankenpfleger/innen. Besonderes Augenmerk wird auf Hygiene gelegt, wofür eine examinierte Pflegekraft als Hygienebeauftragte weitergebildet ist. Eine speziell ausgebildete Praxisanleiterin übernimmt die Anleitung von Auszubildenden und Praktikanten. Unterstützt wird das Team durch eine Stationsservicekraft und den Transportdienst.
Station C3 und C3-Süd (Komfortstation)
Die Station C3 verfügt über insgesamt 43 Betten mit medizinischen und pflegerischen Behandlungsschwerpunkten in der Inneren Medizin (Gastroenterologie), Allgemeinchirurgie und Neurochirurgie. Die pflegerische Versorgung erfolgt kompetent, kooperativ in einem respektvollen und freundlichen Rahmen, wobei der Patient mit seinen Bedürfnissen und Wünschen im Mittelpunkt steht. Das umgesetzte Bereichspflegekonzept trägt zu einer ressourcenorientierten und bedarfsabgestimmten Pflege bei.
Die Besonderheit der Station C3 ist die Angliederung des Komfortbereiches mit 19 Betten, der einen Service mit Hotel-Charakter bietet. Hier stehen 14 Wahlleistungszimmer (9 Einbett- und 5 Zweibettzimmer) mit gehobenem Unterbringungskomfort zur Verfügung. Sieben der neun Einbettzimmer bieten einen Blick auf den Herkules. Zusätzliche Angebote sind unter "Zusatzleistungen" aufgeführt.
Das Team der Station C3 muss in der Lage sein, chronische und akute Erkrankungen auf den Lebensalltag der Menschen zu beziehen, um eine Kontinuität in der gesundheitlichen Versorgung sicherzustellen. Die Qualifikation besteht ausschließlich aus examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und Auszubildenden. Zusatzqualifikationen in Praxisanleitung, Hygiene, Demenz und Wundmanagement zeichnen die Fachkompetenz der Pflegekräfte aus. Praktikanten und Auszubildende werden zukunftsorientiert begleitet. Die Pflege wird als Berufsfeld beschrieben, in dem Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Selbständigkeit in einem modernen, teamorientierten Arbeitsumfeld verwirklicht werden können.

Ebene 4
Aufnahmestation
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aufnahmestation heißen die Patienten herzlich willkommen. Nach Aufklärung über Operation und Abläufe in der Zentralen Patientenaufnahme und Patientenverwaltung werden die Patienten am Tag der Operation auf der Aufnahmestation aufgenommen. Hier werden notwendige Anamnesen erhoben und die Patienten speziell für die Operation vorbereitet. Die Begleitung erfolgt von der Aufnahme bis in den Operationsbereich. Individuelle Einbestellzeiten sollen Wartezeiten minimieren. Ambulante Patienten werden postoperativ bis zur Entlassung ärztlich betreut. Besonderer Wert wird auf die Minderung der psychischen Belastung und eine ruhige, angenehme Atmosphäre gelegt.
Funktionsabteilungen
Die Endoskopie spielt eine wichtige Rolle in der Diagnostik und Therapie von gastrointestinalen und pulmologischen Erkrankungen. Mittels schonender Verfahren können Ärzte ohne Operation in den Körper hineinsehen. Spezielle Endoskope ermöglichen zudem Ultraschalluntersuchungen von innen für weitere diagnostische und therapeutische Verfahren. In der Abteilung für Diagnostik werden überwiegend stationäre Patienten versorgt, wobei speziell ausgebildete Mitarbeiter eine schnelle und zuverlässige Diagnostik gewährleisten und jeden Patienten als Einzelfall mit seinen persönlichen Voraussetzungen betrachten.
Der OP-Bereich verfügt über vier Operationssäle und ist von 7:30 bis 20:00 Uhr besetzt. Außerhalb der Regelarbeitszeit wird die Notfallversorgung durch ein Rufdienst-Team abgedeckt.
Historischer Rückblick und aktuelle Entwicklungen
Im Jahr 1972 wurde das Marienkrankenhaus Kassel erweitert: Durch die Inbetriebnahme eines neuen Bettenhauses stiegen die Kapazitäten von 180 auf 250 Betten. Die Patienten wurden auf den neuen Stationen in Zimmern mit maximal drei Betten untergebracht. Im Erdgeschoss entstand eine Spezialabteilung für Physikalische Therapie. Zu dieser Zeit verfügte das Krankenhaus über die Fachabteilungen Innere Medizin, Chirurgie (einschließlich Unfallchirurgie), Kieferchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie sowie Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Prof. Dr. Voss wurde als Chefarzt der Inneren Medizin eingeführt.
Das Marienkrankenhaus Kassel, Teil der Marien-Elisabeth-Kliniken Kassel gGmbH, gehört zur St. Vinzenz gGmbH Fulda. Es ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit Schwerpunkten in Pneumologie und Infektiologie, Beatmungsmedizin, Allgemeiner Innerer Medizin und Angiologie, Schlafmedizin, Gastroenterologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Palliativmedizin. Das Krankenhaus verfügt über zertifizierte Zentren, Belegabteilungen für Gefäßchirurgie, Gynäkologie und HNO sowie ein MVZ mit verschiedenen ambulanten Fachrichtungen. Das Marienkrankenhaus Kassel ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Göttingen.

Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)
Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Marienkrankenhauses Kassel bietet modernste ambulante Versorgung in unmittelbarer Nähe zur Klinik. Es befindet sich in der Marburger Straße 85/85a in Kassel. Terminvereinbarungen sind über ein Online-Formular oder telefonisch möglich. Das MVZ ist von Montag bis Donnerstag von 8:30 bis 12:30 Uhr sowie 13:00 bis 15:00 Uhr und am Freitag von 8:30 bis 12:30 Uhr sowie 13:00 bis 14:00 Uhr erreichbar.
Qualität, Hygiene und Patientenservice
Im Mittelpunkt des Qualitätsmanagements des Marienkrankenhauses Kassel stehen stets die Patientinnen und Patienten. Ein konsequentes Hygienemanagement sichert ein Höchstmaß an Sicherheit. Informationen zu Besuchsregeln sind ebenfalls verfügbar. Patienten werden ermutigt, an einer Online-Umfrage zu ihrem Krankenhausaufenthalt teilzunehmen, da ihre Meinung wichtig ist. Spenden werden für besondere Leistungen in der Klinik oder die Palliativmedizin entgegengenommen.
Karriere im Marienkrankenhaus Kassel
Das Marienkrankenhaus Kassel sucht engagierte Mitarbeiter für sein Team. Es werden abwechslungsreiche Tätigkeiten in einem netten und engagierten Team mit flachen Hierarchien geboten.
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