Die Anschaffung eines neuen Katzenbettes ist für viele Katzenbesitzer eine Geste der Liebe und Fürsorge. Doch die Realität sieht oft anders aus: Statt das neue, kuschelige Bett zu beziehen, zieht es die Katze vor, im alten Körbchen zu verharren oder gar in einem einfachen Karton zu schlafen. Dieses Verhalten kann für Halter frustrierend sein, insbesondere wenn man dem Stubentiger eine Freude bereiten wollte. Es ist jedoch wichtig, sowohl dem Tier als auch sich selbst etwas Zeit zu geben. Wenn die Katze sich an einen neuen Schlafplatz gewöhnen soll, sind manchmal Geduld und die richtigen Strategien gefragt. Katzen, die nur ihr gewohntes Körbchen kennen, benötigen oft eine behutsame Annäherung an einen neuen Schlafplatz. Mit den folgenden 7 Tipps kann die Umgewöhnung gelingen.
🔥 So nimmt deine Katze JEDES Katzenbett an! 7 Tipps | Katze nutzt Schlafplatz nicht - wie gewöhnen?
1. Kein Zwang: Vertrauen statt Druck
Zwang erzeugt Angst, und Angst ist das Gegenteil von Entspannung, die für den Schlaf unerlässlich ist. Schlichte Verbote oder Anweisungen sind hier nicht hilfreich. Ebenso wenig darf der Besitzer die Katze einfach in das neue Bett setzen. Wenn man der Katze stattdessen einige Tage Ruhe gönnt, kann es sein, dass sie von sich aus das neue Körbchen erkundet und darin schläft.
2. Vertraute Gerüche: Ein Stückchen Zuhause
Um den Umzug in ein neues Bett für die Katze angenehmer zu gestalten, können vertraute Gerüche eine große Rolle spielen. Eine alte, geliebte Decke vom bisherigen Schlafplatz oder ein getragenes T-Shirt des Besitzers können das neue Bett attraktiver machen. Diese bekannten Gerüche erleichtern es der Katze, sich an den neuen Schlafplatz zu gewöhnen.
3. Der richtige Schlafplatz: Ruhe und Sicherheit
Katzen bevorzugen für ihren Schlaf oft einen Rückzugsort, der geschützt und idealerweise erhöht ist. Fensterbänke oder Sofas können beliebte Schlafplätze sein, da sie dem Tier Sicherheit vor Störungen bieten und zudem oft kuschelig sind. Bei der Platzierung des neuen Katzenbettes ist es wichtig, einen ruhigen Ort zu wählen, der frei von Zugluft und Feuchtigkeit ist. Ein Schlafzimmer ist oft besser geeignet als beispielsweise ein Badezimmer.

4. Harte oder weiche Unterlage: Individuelle Vorlieben
Jede Katze hat ihre eigenen Vorlieben, wenn es um die Beschaffenheit ihrer Schlafunterlage geht. Manche bevorzugen eine harte, andere eine weiche Unterlage. Durch Beobachtung des eigenen Haustieres lässt sich feststellen, ob es lieber hart oder weich, auf glatter oder kuscheliger Oberfläche schläft. Entsprechend können Kissen entnommen oder mit einer kuscheligen Decke aufgepolstert werden.
5. Schlaf und Spiel: Positive Verknüpfungen schaffen
Das neue Katzenbett kann auch spielerisch in die Routine des Tieres integriert werden. Eine Jagd mit der Katzenangel um das Bett herum oder ein Spielzeug darin kann neue Schlafstellen zu einer positiven Erfahrung machen. Durch die Einbindung in Spielaktivitäten wird das Katzenbett für die Katze interessanter.
6. Leckerlis: Motivation durch Belohnung
Leckerlis sind ein effektives Mittel, um Katzen an einen neuen Schlafplatz zu gewöhnen. Ein kleiner Snack an oder in der Schlafstätte kann diese sofort attraktiver machen. Liebe und Wohlbefinden gehen oft durch den Magen, und so kann auch der Schlaf durch eine Belohnung gefördert werden.
7. Spezielle Schlafplätze: Die Hängematte
Es gibt eine Vielzahl von Katzenbetten, von Decken bis hin zu Höhlen. Eine Hängematte stellt für viele Katzen eine besondere Herausforderung dar, da sie sich erst an das Durchhängen gewöhnen müssen. Um dies zu erleichtern, kann die Hängematte zunächst auf einer festen Unterlage wie dem Boden platziert oder durch einen Stuhl gestützt werden. So kann sich die Katze langsam herantasten und das neue Bett in Ruhe erkunden.
Warum Katzen oft unsere Betten bevorzugen
Viele Katzenbesitzer kennen das Phänomen, dass ihre Katze lieber im menschlichen Bett schläft als im eigenen. Dies kann verschiedene Gründe haben. Katzen suchen möglicherweise Wärme, Gesellschaft oder Geborgenheit. Es ist aber auch möglich, dass das Bett des Besitzers schlichtweg bequemer ist als das eigens angeschaffte Katzenbett. Umfragen zeigen, dass Besitzer, die ihre Katzen im Bett schlafen lassen, oft selbst schlechter schlafen, sei es durch Platzmangel oder durch Geräusche wie Miauen, Schnarchen oder Schnurren.

Die richtige Wahl des Katzenbettes
Wenn eine Katze das neue Bett verschmäht, liegt das Problem möglicherweise an der Qualität oder dem Stil des ausgewählten Bettes. Es ist wichtig, die individuellen Vorlieben der Katze zu berücksichtigen. Schläft sie gerne tief eingesunken, ist ein flauschiges Bett mit tiefer Polsterung wie das "Maya Donut Katzennest" eine gute Wahl. Für Katzen, die weiche Memory-Foam-Matratzen bevorzugen, eignet sich ein entsprechendes Katzenbett wie das "Omlet Polsterbett".
Die Platzierung des Katzenbettes
Auch die Position des Bettes im Haus kann entscheidend sein. Es empfiehlt sich, das Bett in der Nähe eines Ortes aufzustellen, an dem die Katze tagsüber gerne schläft. Wenn die Katze auf dem Sofa oder dem menschlichen Bett schläft, kann man versuchen, das Katzenbett zunächst darauf zu platzieren. Wiederholtes Umstellen des Bettes kann die Katze verunsichern. Manche Katzen mögen es auch nicht, auf dem Boden zu schlafen, weshalb eine Erhöhung des Bettes mit Füßen oder die Platzierung in einem Bettgestell sinnvoll sein kann.
Wenn die Katze ihr altes Bett verschmäht
Wenn eine Katze ihr bisheriges Lieblingsbett plötzlich nicht mehr nutzt, kann dies auf eine Veränderung ihrer Persönlichkeit oder auf einen besseren Schlafplatz im Haus zurückzuführen sein. Auch nachlassende Polsterung oder mangelnde Hygiene können Gründe sein. Eine regelmäßige Reinigung des Bettes, idealerweise mit einem abnehmbaren und waschmaschinenfesten Bezug, sowie eine hochwertige Matratze, die ihre Form behält, sind wichtig.

Es ist wichtig, Katzen die Freiheit zu lassen, dort zu schlafen, wo sie sich am wohlsten fühlen. Ein warmer und gemütlicher Alternativplatz sowie positive Ermutigung können jedoch dazu führen, dass sie die Vorteile ihres eigenen Schlafplatzes erkennen. Geduld und das Verständnis für die individuellen Bedürfnisse der Katze sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.