Starke Uterusblutungen nach der Geburt
Unter starken Uterusblutungen sind der Verlust von mehr als einem Liter Blut oder Symptome von erheblichem Blutverlust innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt des Kindes zu verstehen. Starke Uterusblutungen nach der Geburt müssen gestoppt werden.
Gewöhnlich verliert eine Frau während und nach einer vaginalen Entbindung ungefähr einen halben Liter Blut. Der Grund hierfür ist, dass sich beim Lösen der Plazenta von der Gebärmutter Blutgefäße öffnen. Die Kontraktionen der Gebärmutter unterstützen das Verschließen dieser Gefäße bis zu deren Heilung.
In der Regel wird bei einem Kaiserschnitt im Vergleich zu einer vaginalen Entbindung die zweifache Menge Blut verloren. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass für die Entbindung ein Schnitt an der Gebärmutter gemacht werden muss und eine große Menge an Blut während der Schwangerschaft durch die Gebärmutter gepumpt wird.

Definition einer postpartalen Blutung
Der Blutverlust gilt als zu stark, wenn es innerhalb von 24 Stunden nach der Entbindung zu einer der folgenden Situationen kommt:
- Es kommt zu einem Blutverlust von mehr als 1 Liter.
- Eine Frau weist Symptome eines erheblichen Blutverlusts auf, wie z. B. niedriger Blutdruck, erhöhte Herzfrequenz, Schwindel, Benommenheit, Erschöpfung und Schwäche.
Gewöhnlich wird kurz nach der Geburt ein hoher Blutverlust festgestellt, es kann jedoch auch noch innerhalb von einem Monat dazu kommen.
Ursachen einer postpartalen Blutung
Die häufigste Ursache für einen übermäßig starken Blutverlust ist, dass sich die Gebärmutter nach der Geburt nicht zusammenzieht, sondern locker und ausgedehnt bleibt (eine sogenannte Uterusatonie). Wenn sich die Gebärmutter nach der Geburt nicht zusammenzieht, bluten die Blutgefäße, die bei der Lösung der Plazenta verletzt bzw. geöffnet wurden, weiter.
Faktoren, die die Wehen beeinträchtigen können
Die Wehen können beeinträchtigt sein, wenn:
- die Gebärmutter zu sehr gedehnt wurde, z. B., wenn zu viel Fruchtwasser in der Gebärmutter enthalten ist, mehrere Föten (Mehrfachgeburten) oder ein besonders großer Fötus vorhanden sind
- die Wehen verlängert oder anormal sind oder rasch aufeinander folgen
- eine Frau 5 oder mehr Babys zur Welt gebracht hat
- ein muskelrelaxierendes Anästhetikum während der Wehen oder der Geburt eingesetzt wurde
- die den Fötus umgebenden Membranen infiziert sind (sogenannte intraamniotische Infektion)
Weitere Ursachen für starke Blutungen
Starke Blutungen können auch auftreten, wenn:
- die Scheide oder der Gebärmutterhals während der Geburt reißt
- bei einer Episiotomie ein zu großer Schnitt gemacht wird
- bei der Frau Blutungsstörungen auftreten, welche die Gerinnung beeinträchtigen
- eine intraamniotische Infektion zu einer Infektion der Gebärmutter (sogenannte Endometritis) führte
- ein Stück der Plazenta nach der Entbindung in der Gebärmutter verbleibt
- die Gebärmutter einreißt oder wenn die Gebärmutter sich von innen nach außen stülpt (Uterusinversion), beides seltene Fälle
Starke Blutungen nach einer Entbindung können das Risiko des Auftretens starker Blutungen nach späteren Geburten erhöhen. Myome in der Gebärmutter können ebenfalls das Risiko erhöhen.
Diagnose einer postpartalen Blutung
Die Diagnose einer postpartalen Blutung stützt sich auf die strenge Überwachung des Umfangs der Blutung. Mithilfe der Überwachung der Lebenszeichen einer Frau, z. B. Blutdruck und Herzfrequenz, können die Ärzte feststellen, ob der Blutverlust übermäßig stark ist. Ein starker Abfall des Blutdrucks oder eine schnelle Herzfrequenz können auf eine übermäßige Blutung hinweisen.

Behandlung einer postpartalen Blutung
Die Behandlung einer postpartalen Blutung umfasst verschiedene Maßnahmen:
- Massage der Gebärmutter: Durch Druck auf ihren Unterbauch wird die Gebärmutter massiert, um ihre Kontraktion zu fördern.
- Medikamente zur Unterstützung der Kontraktion der Gebärmutter: Kontinuierliche intravenöse Gabe von Oxytocin und gegebenenfalls weiterer Medikamente, die die Gebärmutter zu Kontraktionen anregen. Diese Medikamente können gespritzt, als Zäpfchen eingeführt oder während eines Kaiserschnitts in die Gebärmutter injiziert werden.
- Venöse Gabe von Flüssigkeit (intravenös): Zur Wiederherstellung der Flüssigkeitsmenge im Blutkreislauf.
- Manchmal eine Bluttransfusion: Wenn die Blutungen andauern und der Blutverlust erheblich ist.
- Entfernung verbliebener Reste der Plazenta: Die Gebärmutter wird untersucht, um nach zurückgebliebenen Resten zu suchen, die manuell entfernt werden. In seltenen Fällen ist eine Dilatation und Kürettage erforderlich.
- Verfahren zum Verschluss der Arterien, die Blut zur Gebärmutter zuführen: Wenn sich die Gebärmutter trotz aller Eingriffe nicht zusammenzieht und die Blutung nicht aufhört, müssen möglicherweise die blutzuführenden Arterien zur Gebärmutter verschlossen werden. Zu den Verfahren gehören:
- Einsetzen eines Ballons in die Gebärmutter, der gefüllt wird.
- Einführen eines Füllkörpers in die Gebärmutter.
- Setzen einer Naht (Sutur) im unteren Bereich der Gebärmutter - ein Verfahren, das eine Bauchoperation erfordert.
- Geräte zur Anregung der Gebärmutterkontraktion: Ein Gerät kann in die Gebärmutter eingesetzt werden, das diese durch sanfte Stimulation dazu anregt, sich zusammenzuziehen.
Diese Verfahren haben gewöhnlich keine Unfruchtbarkeit, Veränderungen der Menstruation oder andere nachhaltige Probleme zur Folge. Manchmal müssen die zur Gebärmutter Blut zuführenden Arterien operativ oder durch das Einführen von Material in die Arterien über Katheter verschlossen werden.
In seltenen Fällen lässt sich die Blutung nur durch die Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) beenden.
Vorbeugung postpartaler Blutungen
Bevor bei einer Frau die Wehen einsetzen, werden von den Ärzten Maßnahmen ergriffen, um nach der Geburt auftretende starke Blutungen zu verhindern oder auf diese vorbereitet zu sein. Beispielsweise untersuchen sie, ob das Risiko einer Blutung durch den Gesundheitszustand der Frau erhöht wird (z. B. eine zu große Menge an Fruchtwasser oder eine Blutungsstörung). Diese Störungen werden nach Möglichkeit behandelt.
Wenn eine Frau eine ungewöhnliche Blutgruppe hat, wird Blut dieser Art vorgehalten, falls sie eine Bluttransfusion benötigt.
Die Entbindung sollte so langsam und behutsam wie möglich verlaufen. Der Arzt verabreicht der Frau in der Regel intravenös Oxytocin oder injiziert es in einen Muskel.
Die Rolle der Eigenbluttransfusion
Bei einer Operation kann es notwendig werden, einen größeren Blutverlust zu ersetzen. In den meisten Fällen geschieht dies durch Blutkonserven, die einem gesunden Spender entnommen und sorgfältig getestet und aufbereitet werden. Aber auch bei größter Sorgfalt gibt es Risiken, die nicht vermieden werden können. Diese seltenen Risiken sind:
- Unverträglichkeitsreaktionen auf fremde Blutbestandteile
- Probleme durch die biologische Alterung von Bestandteilen des Fremdblutes
- Ein sehr kleines Restrisiko der Übertragung von Infektionskrankheiten wie Hepatitis, AIDS oder Malaria.
Die Verwendung eigenen Blutes hilft, Risiken zu vermindern. Für ca. 30% der planbaren größeren Operationen gibt es die Möglichkeit der Eigenblutspende. Dabei wird vor der Operation dem Patienten Blut entnommen. Dieses wird in der Regel in seine Bestandteile aufgetrennt.

Wann ist eine Eigenblutspende sinnvoll?
Eine Eigenblutspende kann erwogen werden, falls die Transfusionswahrscheinlichkeit der geplanten Operation bei mindestens 10 % liegt. Der Patient muss nicht nur über die Vor- und Nachteile der Eigenbluttransfusion in der konkreten Situation, sondern auch über den Umstand aufgeklärt werden, dass die Notwendigkeit einer Fremdbluttransfusion durch die Eigenblutbereitstellung nicht mit völliger Sicherheit vermieden werden kann.
Unter Berücksichtigung der Kontraindikationen sollte nach Festlegung des Op-Termins die Eigenblutspende frühzeitig unternommen werden. Dazu wird idealerweise bei einer maximalen Laufzeit der Eigenblut-Erythrozytenkonzentrate von 49 Tagen = 7 Wochen die erste Eigenblutentnahme 6 Wochen vor geplanter Operation unternommen. Weitere Eigenblutentnahmen können im Wochenabstand folgen. Eine Eigenblutentnahme 2 Wochen oder weniger vor geplanter Operation ist wegen der zu geringen Hämoglobin-Nachbildung bis zur Operation jedoch nicht sinnvoll.
Sinnvoll kann eine Eigenblutspende sein bei:
- Knochen- und Gelenksoperationen
- Herz- und Gefäßoperationen
- Allgemein-chirurgischen Operationen
- Gynäkologischen Operationen
- Urologischen Operationen
- Eingriffen in der Neurochirurgie, Kinderchirurgie, plastischen Chirurgie
Wann ist eine Eigenblutspende nicht sinnvoll?
Diese Frage muss nach der individuellen Situation entschieden werden. Dies gilt vor allem bei:
- Störung der Blutbildung
- Erkrankungen des Blutes
- Niedrigem oder hohem Blutdruck
- Schweren Lungenerkrankungen
- Frischem Herzinfarkt
- Schwerer Herzschwäche
- Bakteriellen Infekten
- Anfallsleiden
- Schwangerschaft
Rechtliche Situation und Durchführung der Eigenblutspende
Die Eigenblutspende setzt Einverständnis und die Bereitschaft voraus. Der Arzt ist verpflichtet, vor einer Operation über die verschiedenen Möglichkeiten der Einsparung fremden Blutes und der Verwendung eigenen Blutes aufzuklären. In der Regel klärt der einweisende Arzt ca. 6 Wochen vor der Operation, ob eine Eigenblutspende sinnvoll ist. Nach der Festlegung des Operationstermines wird der entnehmende Arzt im Krankenhaus oder im Blutspendedienst die Spendefähigkeit beurteilen und den Ablauf festlegen.
Entnahme und Verwendung
Krankenhäuser oder Blutspendedienste führen die Eigenblutspende durch. Normalerweise wird sie ambulant durchgeführt. Eigenblut wird besonders gekennzeichnet und gelagert, um eine Verwechslung mit anderen Konserven auszuschließen.
Das Spendeverfahren ist identisch zur Vollblutspende, jedoch sind die erlaubten Abstände zwischen den Blutspenden wesentlich kürzer. Das Blut, das der Patient spendet, ist nur für ihn allein reserviert und wird beispielsweise für die anstehende Operation zur Verfügung gestellt.
Vorgehensweise und Aufklärung
Eine vorgesehene Entnahme von Eigenblut bedarf Ihrer Einwilligung. Um Ihnen bei Ihrer Entscheidung zu helfen, ob Sie der von Ihrem Arzt vorgesehenen Eigenblutspende zustimmen, möchten wir Sie über das Ziel und die Tragweite der vorgesehenen Eigenblutspende und der damit verbundenen Therapien beziehungsweise deren Risiken informieren. Bitte lesen Sie die nachfolgenden Informationen sorgfältig durch, beantworten die Fragen zu Ihrer Krankengeschichte und sprechen Sie Punkte, die Sie nicht verstehen oder zu denen Sie zusätzliche Fragen haben, im Rahmen des Aufklärungsgespräches mit dem Arzt an. Die schriftliche Einwilligung zur Eigenblutspende sollten Sie erst nach Beendigung des Aufklärungsgespräches und Beantwortung aller Sie interessierenden Fragen geben.
Grundlegend kann es bei Operationen zu Blutverlusten kommen, die den Ersatz dieser Verluste, zum Beispiel mittels Fremdblut, notwendig machen. Dieser Ersatz kann trotz äußerster medizinischer Sorgfalt mit Risiken (Infektionsrisiko, Unverträglichkeitsreaktion oder Antikörperbildung) verbunden sein, deren Auftreten durch den Einsatz Ihres eigenen Blutes vermieden werden kann.
Vorbereitung und Lagerung des Eigenblutes
Der Blutbeutel enthält gerinnungshemmende Mittel und eine Nährlösung für die roten Blutkörperchen. Während oder nach Abschluss der Eigenblutspende wird die entnommene Flüssigkeitsmenge nötigenfalls durch eine Infusion ausgeglichen. Trinken Sie in jedem Fall mehr als gewöhnlich.
Gleichzeitig mit der Spende wird eine Blutprobe für die notwendigen Laboruntersuchungen auf Infektionskrankheiten entnommen (Gelbsucht (Hepatitis-B/-C), Syphilis, HIV ½ (AIDS)).
Die Blutspende wird innerhalb weniger Stunden nach der Entnahme zentrifugiert und daraus ein Erythrozytenkonzentrat (rote Blutkörperchen) und Frischplasma (flüssiger Bestandteil des Blutes mit Eiweißen und Gerinnungsfaktoren) hergestellt. Das Erythrozytenkonzentrat ist bei +2-6° C ohne wesentlichen Funktionsverlust der roten Blutkörperchen für 35 Tage lagerfähig. Das Frischplasma kann bei -30° C über längere Zeit gelagert werden.
Bevor die eigentliche Blutentnahme beginnt, wird auf dem Beutel ein Aufkleber mit einer Nummer befestigt, damit einer späteren Verwechslung vorgebeugt werden kann. Unmittelbar vor der Blutspende werden Sie aufgefordert, die Daten nochmals selbst zu überprüfen und die Richtigkeit durch Unterschrift auf dem Protokoll/Konservennachweis bei Eigenblutspende zu bestätigen.
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Verhalten nach der Eigenblutspende
Nach der Durchführung der Spende ist unter Aufsicht der Mitarbeiter des Blutspendedienstes eine Ruhepause von circa 90 Minuten vorgesehen. Wegen der möglichen Beeinträchtigung der Verkehrstauglichkeit empfiehlt es sich aus versicherungsrechtlichen Gründen, nach der Eigenblutspende kein Fahrzeug selbst zu führen, sondern sich nach Hause fahren zu lassen. Bitte planen Sie dies im Vorfeld ein. Nach der Eigenblutspende sollten Sie körperliche Belastungen vermeiden (Gartenarbeit, Sport, o. ä.). Tätigkeiten, bei denen Sie sich und/oder andere gefährden können (Kraft-/Busfahrer, Dachdecker, Fensterputzer etc.), sollten nicht vor Ablauf von 24 Stunden, frühestens jedoch nach zwölf Stunden ausgeübt werden.
Wir empfehlen Ihnen dringend die tägliche Einnahme eines Eisenpräparates ab der ersten Woche vor der ersten Spende bis mindestens zum Operationstermin sowie eine ausgewogene eiweißreiche und vitaminhaltige Kost. Bitte folgen Sie unbedingt den ärztlichen Anordnungen.
Sollten vor oder nach der Eigenblutspende Fieber oder Durchfall oder andere Infektionszeichen auftreten, müssen Sie im eigenen Interesse den Blutspendedienst unverzüglich informieren, da dann eventuell die Gefahr der Vermehrung von Keimen in den gespendeten Eigenblutkonserven besteht, was bei der Transfusion schwerste Nebenwirkungen hervorrufen kann (Blutvergiftung; Schock).
Risiken und Einschränkungen
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es trotz größter Sorgfalt zu Verlust (bei der Präparation) bzw. zu Beschädigungen der entnommenen Blutkonserven kommen kann, sodass die gespendete Konserve nicht verwendet werden kann und eventuell auf Fremdblut zurückgegriffen werden muss. Weiterhin ist es möglich, dass bei unvorhergesehenen größeren Blutverlusten während der Operation die Gabe von Fremdblut zusätzlich notwendig werden kann.
Eigenblutkonserven sowie die daraus gewonnenen Derivate (Teilprodukte) werden nach Ablauf der regulären Lagerzeit der Erythrozytenkonzentrate oder aber bei Nichtgebrauch bzw. in jedem Fall bei Beendigung des stationären Aufenthaltes entsorgt. Eine Nutzung nicht gebrauchter Eigenblutprodukte für andere Patienten oder als Ausgangsmaterial für andere Blutprodukte ist nicht statthaft.
Aufgrund der begrenzten Lagerdauer von leukozytendepletiertem Vollblut (5 Wochen) und Erythrozyten-Konzentraten (7 Wochen) kommt die Eigenblutspende nur als vorbereitende Maßnahme für planbare Operationen in Betracht, bei denen erwartungsgemäß Blut benötigt wird. Darüber hinaus muss der Blutspender gesundheitlich zu einer Spende in der Lage sein. Unter anderem sind schwere, insbesondere nicht ausreichend vorbehandelte Erkrankungen des Herzens und Kreislaufs Gegenanzeigen. Der Hämoglobin-Wert darf nicht zu niedrig sein, weil sonst der Patient durch einen weiteren Verlust an Erythrozyten gefährdet sein könnte.
Kompatibilität und Infektionsrisiko
Das eigene Blut „passt“ garantiert, es kommt zu keinen immunologischen Problemen, und seltene Blutgruppen müssen nicht mühsam gesucht werden. Auch die Bildung von sogenannten „irregulären“ Antikörpern gegen Blutgruppen-Antigene ist ausgeschlossen. Die Übertragung von Viren und Bakterien ist ausgeschlossen, vorausgesetzt der Eigenblutspender hatte sie nicht vorher selbst.
Blutverlust und Regeneration
Die verschiedenen Bestandteile des Blutes, das dem Spender abgenommen wurde, werden unterschiedlich schnell nachgebildet. Die Leukozyten und Blutplättchen und das Blutvolumen normalisieren sich innerhalb von Stunden bis einem Tag. Der Verlust an roten Blutkörperchen wird langsamer ersetzt.
Die Spende kann nur maximal alle 4-7 Tage erfolgen, da sonst die Belastung des Organismus zu groß ist. In der Praxis führt man meist wöchentliche Spenden durch. Da die Erythrozytenkonzentrate maximal 6 Wochen haltbar sind, und in der Woche vor der Operation keine Spende erfolgen sollte, ergibt sich eine maximale Zahl von 4 Eigenblut-Konserven.

Kritische Betrachtung der Eigenblutspende
Von Transfusionsmedizinern wird die Eigenblutspende kritisch gesehen. Für Eigenblutspender gelten nicht die strengen gesetzlichen Kriterien, die für „Fremdblutspender“ gelten. Beispielsweise können auch Patienten mit einer infektiösen Erkrankung (Hepatitis B, HIV) prinzipiell Eigenblut spenden, während sie als (Fremd-)Blutspender nicht zugelassen werden können. Eigenblut darf nach geltendem Recht, falls es nicht benötigt wurde, keinem anderen Empfänger transfundiert werden. Eigenblutkonserven tragen deshalb bewusst keinen Aufdruck der Blutgruppe, damit sie nicht versehentlich anderen Patienten transfundiert werden.
tags: #kaiserschnitt #eigenblut #transfusion