Das Gasthaus Birkwieserhof in Rodalben, ein beliebtes Ausflugsziel im Herzen des Pfälzer Waldes und direkt am Rodalber Felsenwanderweg gelegen, schließt nach vielen Jahren seine Pforten. Die Eigentümerin plant, das Gebäude in eine private Wohnung umzubauen. Dies markiert das Ende einer Ära für den traditionsreichen Gasthof, der nach dem Zweiten Weltkrieg als Ausflugsziel mit Gaststätte etabliert wurde.
Das Pächter-Ehepaar Udo und Petra Jansen, das den Birkwieserhof seit Mai 2021 erfolgreich geführt hat, bedauert die Entscheidung, blickt jedoch optimistisch in die Zukunft. Sie werden am Freitag, den 16. Januar, ein neues Lokal in Rodalben eröffnen: "Udos Gasthaus" auf der Heide, Erlenring 28. Dieses neue Gasthaus wird das gleiche Konzept verfolgen und den Gästen weiterhin hausgemachte Gerichte, Torten und Kuchen sowie einladende Räumlichkeiten für Festlichkeiten bieten.

Geschichte und Entwicklung des Birkwieserhofs
Die Geschichte des Birkwieserhofs ist eng mit der Besiedlung und Entwicklung der Region verbunden. Der erste Siedler, Valentin Reinmüller, machte das Gelände, das ursprünglich von Gehölz, Gestrüpp, Dornen und Heide bedeckt war, urbar. Bereits um 1890 gab es Bestrebungen, eine Schankwirtschaft zu eröffnen, die jedoch vom damaligen Gemeinderat Merzalben blockiert wurde, aus Sorge, die Jugend anzulocken.
Die Zeiten änderten sich, und im März 1921 erfolgte eine Erbteilung, bei der Jacob und Robert Helf zu Hofinhabern wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zwei Gastwirtschaften genehmigt: eine von Karl Helf und eine von Robert Helfs Tochter Anni mit ihrem Ehemann Wilhelm Hauck. Anfang der 1960er Jahre schloss Karl Helf sein Gasthaus, und nur die Gaststätte Hauck blieb bestehen. Der Birkwieserhof wurde über Generationen von der Familie Hauck betrieben, wobei Robert Hauck und später seine Tochter Anja Hauck-Früh prägende Rollen als Gastwirte spielten.

Abschied und Neuanfang für die Pächter Jansen
Für Udo und Petra Jansen bedeutet das Ende am Birkwieserhof einen traurigen Abschied von einem Ort, an dem sie sich etwas Gutes aufgebaut haben. Trotz der Herausforderungen, wie der Überwindung der Corona-Zeit mit eingeschränktem Betrieb, waren sie zuversichtlich, den Betrieb mit seinem großen Biergarten weiterentwickeln zu können. Die neue Lokalität auf der Heide, Erlenring 28 in Rodalben, liegt ihnen besonders am Herzen, da sie dort aufgewachsen sind.
"Wir sind auf der Heide zuhause", äußert sich das Ehepaar schmunzelnd. Das Konzept von "Udos Gasthaus" wird dem des Birkwieserhofs ähneln, mit einer Auswahl an Schnitzel, Pizza und den bekannten hausgemachten Torten und Kuchen. Auch Festlichkeiten wie Hoffeste und Weihnachtsmärkte werden dort stattfinden. Die gesamte Belegschaft zieht mit um, um den Gästen weiterhin ein Gefühl von "Zuhause" zu vermitteln.

Auswirkungen auf die lokale Gastronomie
Die Schließung des Birkwieserhofs hat spürbare Auswirkungen auf das gastronomische Angebot in der Region. Mit dem Ende des Gasthofs bleibt in Merzalben nur noch die PWV-Hütte im Hafertal als regelmäßig geöffnetes Lokal übrig. Ortsbürgermeister Michael Köhler bedauert die Einschränkung des gastronomischen Angebots, zeigt jedoch Verständnis für die Entscheidung der Eigentümerin.
Das Hasenheim, das dem Kaninchenzuchtverein P113 gehört und über 17 Jahre von Herbert Jokiel geführt wurde, bleibt bestehen und gehört weiterhin dem Kaninchenzuchtverein Rodalben.
