Erfahrungen mit der Gynäkologie im Hanusch-Krankenhaus

Einblicke in die Famulatur und den Klinikalltag

Die Famulatur im Hanusch-Krankenhaus auf der Gynäkologie wurde als sehr spannend empfunden, auch wenn keine Geburtenstation vorhanden war. Das Klima auf der Abteilung wird als sehr gemütlich beschrieben, und die Oberärztinnen werden als sehr nett und hilfsbereit im Erklären von Sachverhalten hervorgehoben. Die täglichen langen OP-Zeiten ermöglichen einen tiefen Einblick in die chirurgische Welt der Gynäkologie. Generell wurde die Zeit während der Famulatur als sehr angenehm und uneingeschränkt wahrgenommen. Flexibilität bei der Aufenthaltsdauer, spätere Ankunft oder freie Tage waren problemlos möglich, was die Station sehr empfehlenswert macht.

Aufnahme einer Gynäkologischen Operation

Anmeldung und erste Eindrücke in der Ambulanz

Die Anmeldung im Hanusch-Krankenhaus kann Wartezeiten mit sich bringen. Eine Patientin berichtete von etwa zwei Stunden Wartezeit, merkte jedoch an, dass dies in öffentlichen Krankenhäusern wahrscheinlich üblich sei. Sowohl das Personal am Schalter als auch die Ärzte, Schwestern und Hebammen hinterließen einen sehr sympathischen Eindruck. Laut der "Oberhebamme" gibt es keine Sechs-Bett-Zimmer, sondern nur Zwei- und Dreibettzimmer, was positiv hervorgehoben wird.

Die angebotenen Kurse vor der Geburt, wie Turnen und Geburtsvorbereitung, werden als positiv bewertet. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass die Wartezeiten in der Ambulanz kein schlechtes Zeichen für die Abteilung sind.

Erfahrungen nach Fehlgeburten und Ausschabungen

Einige Frauen teilten ihre Erfahrungen nach einer Fehlgeburt und einer Ausschabung im Hanusch-Krankenhaus. Die Betreuung durch Schwestern, Hebammen und Ärzte wurde durchweg als sehr nett beschrieben. In einer Situation lag eine Patientin aufgrund ihrer Umstände allein in einem Zweibettzimmer. Die positive Erfahrung führte zu dem Wunsch, sich bei einer neuen Schwangerschaft wieder im Hanusch anzumelden.

Die Wartezeiten in der Gynäkologie-Ambulanz werden jedoch als erheblich beschrieben, mit zwei bis drei Stunden als normal. Es gibt Berichte über frühere Aufenthalte, bei denen Sechs-Bett-Zimmer existierten, dies scheint sich jedoch geändert zu haben.

Geburtsvorbereitungskurse und spezifische Erfahrungen mit Personal

Der Geburtsvorbereitungskurs bei einer Referentin namens Vallent sowie Akupunkturbehandlungen wurden als sehr sympathisch empfunden. Die SS-Gymnastik hingegen wurde von einer Lehrerin als etwas absurd wahrgenommen. Die Ärzte werden als nett und kompetent beschrieben, die Hebammen größtenteils als in Ordnung. Eine spezifische Hebamme - klein, etwas dicklicher, mit Brille und blonden Haaren, möglicherweise polnischer Herkunft - wurde als "schrecklich" bezeichnet, und es wurde geraten, sich von ihr fernzuhalten, was auch von anderen Patientinnen geteilt wurde.

Das Kinderzimmer wurde als äußerst nett empfunden.

Symbolische Darstellung einer Hebamme, die ein Neugeborenes hält

Zimmeraufteilung und Ausstattung auf der Gynäkologie/Geburtenstation

Die Zimmeraufteilung auf der Gynäkologie/Geburtenstation im Hanusch-Krankenhaus umfasst ein Einbettzimmer, ein Vierbettzimmer, ein Dreibettzimmer und vier Zweibettzimmer. Nicht alle Zweibettzimmer sind als Sonderklasse eingestuft; nur zwei davon verfügen über ein eigenes WC und eine Dusche, abhängig von der Belegung. Familienzimmer wurden nicht explizit gefunden, was bei der Planung einer Geburt relevant sein könnte.

Operative Eingriffe und allgemeine Zufriedenheit

Patientinnen, die sich zwei Operationen unterzogen, berichteten von durchweg positiven Erfahrungen. Das Personal wurde als sehr nett und die Abläufe als vollkommen in Ordnung beschrieben. Die Unterbringung in einem Dreibettzimmer störte nicht, da die Patientin nach der Operation mobil war und das Zimmer hauptsächlich zum Schlafen nutzte. In einem Zweibettzimmer war die Patientin meist allein, und die Zimmergenossin war ebenfalls unproblematisch.

Ärzte, Krankenschwestern und das gesamte Personal wurden durchweg als super bewertet. Es gibt keine Sechs-Bett-Zimmer mehr, und die aktuelle Zimmeraufteilung wird als akzeptabel angesehen.

Soziale Aspekte und ethnische Vielfalt

Ein Thema, das einige Frauen beschäftigt, ist die Vorstellung, dass viele türkische Frauen im Hanusch entbinden könnten, was als abschreckend empfunden wird. Andererseits wird auf das Besuchsgesetz verwiesen, das maximal zwei Personen pro Patient erlaubt. Bei Nichteinhaltung der Regeln kann man sich an das Pflegepersonal wenden, um Maßnahmen zu ergreifen. Die Einhaltung von Regeln wird betont, insbesondere wenn sich jemand über deren Nichteinhaltung beschwert.

Die Station wurde als insgesamt nett empfunden, die Zimmer waren in der Regel Dreibettzimmer, und die Patientinnen fühlten sich sehr wohl. Das Essen wurde ebenfalls positiv bewertet.

Kritik an der Gynäkologie-Ambulanz und der Organisation

Die Gynäkologie-Ambulanz wird als "furchtbar" beschrieben. Eine Patientin schildert eine extrem unfreundliche Sekretärin und Wartezeiten von bis zu vier Stunden, selbst bei kurzfristigen Terminen ohne Voranmeldung.

Symbolische Darstellung langer Wartezeiten in einer Klinik

Gesamteindruck und Organisation der Famulatur

Die Erfahrung im Hanusch-Krankenhaus in Wien wird insgesamt als sehr positiv bewertet. Die Stadt wird als lebenswert und kulturreich beschrieben. Die Atmosphäre im Spital war angenehm, und die Organisation zu Beginn der Famulatur durch Frau Neuberg wurde als optimal gelobt, mit sofortiger Bereitstellung von Schlüsselkarten und Computerzugang.

Erste Station: Innere Medizin (Station C)

Die erste Station, Station C, mit Schwerpunkt auf Angiologie, Rheumatologie und Geriatrie, bot ein abwechslungsreiches Patientenspektrum. Der Tag begann mit Unterstützung bei Blutentnahmen, gefolgt von einer Frühbesprechung und der Aufnahme von Patienten. Trotz einer entspannteren Arbeitsatmosphäre in Österreich wird betont, dass Eigeninitiative gefragt ist, um Dinge erklärt zu bekommen und Aufgaben übertragen zu werden. Aktives Nachfragen und das Vorschlagen, bei Untersuchungen mitzugehen, sind ratsam.

Aufgrund von Überbesetzung mit Oberärzten, Turnusärzten und anderen Famulanten war die Integration nicht immer optimal. Dennoch konnten Routine bei Arztbriefen gewonnen und spannende Erkrankungen wie Vaskulitiden kennengelernt werden. Regelmäßige Zeit zum Nachlesen war ebenfalls vorhanden.

Zweite Station: Zentrale Notaufnahme (ZNA)

Der Wechsel in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) wird als hervorragende Entscheidung bezeichnet. Die Arbeit im Schichtsystem umfasste 35 Stunden pro Woche mit 10-Stunden-Diensten, was auch Feiertage und Wochenenden einschloss. Diese Arbeitszeit ermöglichte eine bessere Integration und eigenverantwortliches Arbeiten, insbesondere am Nachmittag, wenn weniger Ärzte anwesend waren. Morgens arbeitete man meist im Zweierteam mit einem Arzt. Nachmittags konnte man oft alleine eine Koje betreuen, Patienten eigenständig untersuchen, dokumentieren und das weitere Vorgehen kurz mit Ärzten absprechen.

Besonders positiv hervorgehoben wird, dass auf den eigenen Wissensstand eingegangen wurde und einem immer mehr zugetraut wurde. Gegen Ende der Famulatur konnten komplexere Patienten wie exazerbierte COPDs weitgehend eigenständig betreut werden. Es ist anzumerken, dass das Hanusch-Krankenhaus keinen Schockraum besitzt.

Obwohl die Zeit auf der 1. Med C nicht gänzlich überzeugend war, wird dies auf die Überbesetzung zurückgeführt. Die Erfahrung in der Notaufnahme war jedoch äußerst positiv, mit einem Gefühl der guten Integration und Wertschätzung im Team.

Alltag in der Notaufnahme – Leben retten unter Hochdruck | Helfer im Einsatz | MDR

Negative Erfahrungen und Kritikpunkte

Einige Patientinnen berichteten von negativen Erfahrungen, die sie von einer Geburt im Hanusch-Krankenhaus abhalten würden. Kritikpunkte umfassen unter anderem:

  • Das Sprengen der Fruchtblase ohne vorherige Fragen oder Vorwarnung.
  • Die Verlegung in ein Fünf-Bett-Zimmer nach der Geburt, in dem umfangreicher Besuch einer Bettnachbarin bis spät abends verweilte und das Fenster aufgerissen wurde.
  • Die Unterbringung einer schwangeren Frau (ca. 25. SSW) im selben Fünf-Bett-Zimmer.
  • Die Qualität des Essens, insbesondere Diätkost, die als verkocht und eintönig beschrieben wurde (tägliches Apfelkompott als Nachspeise).
  • Die Unterbringung von bis zu sieben (bzw. maximal fünf) Bettzimmern.
  • Die Zusammenlegung von Schwangeren, Risikoschwangeren und Frauen, die ihr Baby verloren haben, in denselben Zimmern, während in Nebenzimmern frischgeschlüpfte Babys versorgt werden.
  • Eine Patientin, die in der 12. SSW in einem Sechs-Bett-Zimmer lag und vom untersuchenden Arzt mitgeteilt bekam, sie solle sich auf den Verlust ihres Kindes gefasst machen.
  • Die Unterbringung einer älteren Dame, die eine Operation hatte, in demselben Zimmer für die letzten zwei Tage.
  • Das Essen wurde generell als "grauslich" empfunden.
  • Wartezeiten von zwei Stunden für Ultraschalluntersuchungen, während man im Krankenhausgewand mit "normalen" Patienten warten musste.
  • Die Aussage des Arztes, dass eine Patientin, die nach zwei Tagen nach Hause wollte, dies nicht dürfe, ohne Angabe konkreter Gründe.
  • Die Aussage einer Hebamme, dass ihr egal sei, wie es der Patientin gehe, solange es dem Baby gut gehe, und dass sie keine PDA erhalte und sich nicht so "aufführen" solle.
  • Die Notwendigkeit eines Notkaiserschnitts eine halbe Stunde später, da es dem Baby schlecht ging.
  • Die Toiletten auf der Station wurden als "Zumutung" bezeichnet, sodass sogar Badeschlappen danach weggeworfen wurden.
  • Die Organisation von Ausschabungen, bei denen Patientinnen, die keine Notfälle sind, aufgrund eines vollen OP-Plans nicht operiert werden und den ganzen Tag in Ungewissheit warten müssen, was körperlich und emotional extrem belastend ist.
  • Der emotionale Schock, als eine Zimmergenossin Besuch mit einem Baby bekam, was zu starker Verzweiflung und Weinen führte.

Positiv wurden die Kinderschwestern (nett und geduldig), die Spaziergänge im Park und die übersichtliche Größe des Krankenhauses hervorgehoben.

Erfahrungen mit der Anästhesie und der Organisation

Es gibt widersprüchliche Aussagen zur Verfügbarkeit von Anästhesisten. Eine Patientin berichtet, dass keine PDA möglich war, da kein Anästhesist vor Ort war. Eine andere Patientin bestätigt, dass Anästhesisten vorhanden sind und sie die PDA als "Geschmackssache" empfand.

Die Organisation von Zimmerverlegungen, sobald Betten frei sind, sowohl für Frauen nach der Geburt als auch für Schwangere, wird als normaler Vorgang beschrieben.

Vergrößerter Ultraschall eines Fötus

Positive Aspekte und Empfehlungen

Trotz einiger negativer Erfahrungen gibt es auch positive Rückmeldungen:

  • Die Ärzte wurden als sehr zufriedenstellend und informativ in Bezug auf Aufklärung über alle Belange beschrieben.
  • Das Personal wird generell als nett und die Zimmer als angenehm empfunden.
  • Das Essen wurde von einigen als akzeptabel oder sogar gut bewertet.
  • Die Möglichkeit, sich auch bei Komplikationen gut aufgehoben zu fühlen, wie im Fall einer Patientin, die nach starker Verzweiflung in ein Einzelzimmer verlegt und von einer Psychologin betreut wurde.
  • Die Empfehlung, im Hanusch-Krankenhaus zu entbinden, wurde von mehreren Seiten geäußert, basierend auf positiven Erfahrungen von Bekannten oder eigenen Untersuchungen.
  • Die Verbesserung der Klinik seit der Zeit von Dr. Pulsmesser wird erwähnt.

Die Wartezeiten in der Ambulanz werden als ein durchgehendes Problem genannt, das jedoch auch in anderen Krankenhäusern wie dem AKH beobachtet wurde.

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