Gartenpumpe dreht, aber kein Wasser wird abgepumpt: Ursachen und Lösungen

Die Gartenpumpe ist ein zentrales technisches Element in modernen Gärten, insbesondere wenn die Bewässerung automatisiert wird. Wie bei jeder Technik können jedoch auch bei Gartenpumpen Schäden und Ausfälle auftreten. Ein häufiges Problem ist, dass die Pumpe nach längerer Standzeit, beispielsweise nach dem Winter, kein Wasser mehr ansaugt, obwohl der Motor läuft.

Bevor Sie beginnen, einzelne Bauteile zu überprüfen, ist es ratsam, das Problem systematisch anzugehen. Es gibt verschiedene Arten von Gartenpumpen, die jeweils unterschiedliche Einsatzschwerpunkte und Funktionsweisen aufweisen.

Arten von Gartenpumpen

Grundsätzlich lassen sich zwei Haupttypen von Gartenpumpen unterscheiden:

  • Tauchpumpen: Diese Pumpen werden direkt in den Wasserspeicher gestellt und saugen das Wasser am Gehäuseboden an, ohne dass eine druckfeste Saugleitung erforderlich ist. Sie werden häufig für temporäre Einsätze in Tanks verwendet.
  • Saugpumpen: Das Pumpenaggregat kann oberhalb oder neben dem Wasserspeicher aufgestellt werden. Eine Saugleitung führt ins Wasser, und mittels Unterdruck oder vorheriger Befüllung wird ein Sog erzeugt. Ab dem Pumpenkörper wird das Wasser dann mit Überdruck durch Schläuche zum Verbrauchsort gefördert. Viele Hauswasserwerke nutzen selbstansaugende Saugpumpen, die zunächst Luft fördern, um das Wasser anzusaugen.
Schematische Darstellung einer Tauchpumpe und einer Saugpumpe

Systematische Fehlersuche: Der Motor dreht, aber kein Wasser wird gefördert

Wenn Ihre Gartenpumpe läuft, aber kein Wasser fördert, liegt der Fehler in der Regel nicht im elektrischen Bereich. Hören Sie die Drehzahl des Pumpenmotors, aber es wird kein Wasser gefördert, sollten Sie schrittweise folgende Punkte überprüfen:

1. Überprüfung des Wasserspeichers

Der erste und einfachste Schritt ist ein Blick in Ihren Wasserspeicher. Möglicherweise ist dieser leer, oder die Ansaugleitung bzw. das Tauchaggregat reicht nicht tief genug, um das abgesunkene Wasserniveau zu erreichen.

2. Kontrolle der Ansaugöffnung und des Saugkorbs

Befindet sich die Ansaugung unter Wasser, die Pumpe aber saugt nicht an, kontrollieren Sie als Nächstes die Ansaugöffnung. Diese ist oft mit einem Sieb oder Gitter zum Schutz vor groben Partikeln versehen. Wenn dieser Schutz zugesetzt ist, kann die Pumpe kein Wasser ansaugen.

Nahaufnahme eines verschmutzten Ansaugsiebs einer Gartenpumpe

3. Überprüfung der Flügelräder (Laufrad)

Ist der Saugkorb sauber, aber die Pumpe saugt immer noch nicht an, könnte das Innere des Geräts verschmutzt sein. Laub, Sand oder Steine können die Flügelräder blockieren, wodurch diese sich nicht oder nur langsam drehen können. Die fehlende Drehbewegung des Flügelrads kann sich auch am Geräusch des Elektromotors bemerkbar machen. Meist lässt sich das Schutzgitter nach dem Lösen einiger Schrauben abnehmen, um den Mechanismus zu reinigen. Im ungünstigsten Fall kann ein Stein zwischen Gehäuse und Flügelrad verklemmen, was zu einem Bruch eines Flügels oder zur Zerstörung des gesamten Flügelrads führen kann. In diesem Fall dreht zwar der Motor, aber die Pumpe fördert kein Wasser, da die Flügelräder für den nötigen Unterdruck fehlen.

Explosionszeichnung einer Gartenpumpe mit hervorgehobenem Laufrad

4. Luft im Ansaugsystem

In fast allen Fällen, in denen eine laufende Pumpe kein Wasser ansaugt, ist vorhandene Luft im System die Ursache. Dies kann verschiedene Gründe haben:

Ursachen für Ansaugprobleme durch Luft:

  • Luftblasen im Ansaugschlauch.
  • Undichte Anschlüsse, die nicht mit Teflonband abgedichtet sind.
  • Das Ende des Ansaugschlauchs liegt nicht vollständig unter Wasser.
  • Die Ansaugtiefe des Wassers ist zu gering (bei Saugpumpen).
  • Fehlendes Fußventil am Ansaugschlauch.
  • Das Pumpengehäuse ist nicht (vollständig) mit Wasser gefüllt.

Lösungsansätze bei Luft im System:

  • Ansaugschlauch befüllen: Stellen Sie sicher, dass der Ansaugschlauch vollständig mit Wasser gefüllt ist. Lassen Sie das Wasser bis zum Ende des Schlauchs (Saugkorb) laufen. Halten Sie den Anfang des Schlauchs hoch, damit das Wasser zum Ende fließt, und füllen Sie ihn anschließend erneut auf.
  • Anschlüsse abdichten: Versehen Sie alle Gewindeanschlüsse mit Teflonband. Ersetzen Sie altes Teflonband oder andere Dichtungsmaterialien bei Bedarf.
  • Ausreichende Wassertiefe sicherstellen: Die Wasserquelle muss genügend Wasser enthalten, und der Schlauch muss vollständig unter Wasser liegen.
  • Maximale Saughöhe beachten: Befindet sich das Wasser in Ihrem Brunnen in einer Tiefe von mehr als 8 Metern, benötigen Sie eine spezielle Brunnenpumpe. Die maximale Saughöhe ist pumpenabhängig und in der Bedienungsanleitung angegeben.
  • Fußventil prüfen: Stellen Sie sicher, dass Sie einen Ansaugschlauch mit Fußventil verwenden. Dieses verhindert, dass das Wasser im Schlauch und in der Pumpe zurückfließt und der Startvorgang wiederholt werden muss.
  • Pumpengehäuse befüllen: Füllen Sie das Pumpengehäuse bis zum Rand mit Wasser und schrauben Sie anschließend die Kupplung für den Druckschlauch auf.

Entlüften der Ölpumpe (BFP 20, 21, 41, 52)

5. Dichtigkeit der Saugleitung

Eine Saugpumpe muss einen Unterdruck in der Saugleitung erzeugen. Wenn die Pumpe und die Leitung nicht absolut dicht verbunden sind, kann sie kein Wasser ansaugen. Das einzige geeignete Dichtungsmaterial für Schraubverbindungen ist Teflonband. Überprüfen Sie alle Verbindungen auf Dichtigkeit. Wenn an der Pumpe selbst keine Undichtigkeiten sichtbar sind, sind die internen Dichtungen wahrscheinlich in Ordnung. Die Saugleitungen lassen sich überprüfen, indem man sie mit Wasser befüllt und in ein Fass mit Wasser legt. Wenn die Pumpe nun Wasser fördert und der Schlauch aus dem Wasser gehoben wird, kann ein undichter Schlauch leicht ersetzt werden. Andernfalls müssen die Dichtungen der Pumpe getauscht werden.

6. Verstopfungen im System

Wie bei jeder Leitung kann es auch bei Ihrer Gartenpumpe zu Verstopfungen kommen. Blätter, Baumreste, Sand oder Schlamm können den Ansaugbereich, den Saugkorb, die Flügelräder oder den Förderschlauch blockieren. Dies verhindert die Wasserförderung. Vor allem bei der Entnahme von Wasser aus Teichen oder Flüssen ist eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Filter und Ansaugöffnungen unerlässlich.

7. Defektes Rückschlagventil

Ein Rückschlagventil, oft am Ende des Saugschlauchs (Fußventil) oder direkt an der Pumpe verbaut, verhindert, dass das Wasser zurückfließt. Wenn dieses Ventil defekt, verschmutzt oder schwergängig ist, kann die Wassersäule abfließen, und die Pumpe muss bei jedem Start erneut ansaugen. Überprüfen Sie das Rückschlagventil auf Beschädigungen oder Verschmutzungen.

Nahaufnahme eines Fußventils für eine Gartenpumpe

8. Maximale Förderhöhe überschritten

Jede Pumpe hat eine maximale Förderhöhe. Ist diese überschritten, saugt die Pumpe zwar, fördert aber kein Wasser mehr. Stellen Sie sicher, dass die geodätische Förderhöhe (vertikaler Höhenunterschied zwischen Wasseroberfläche und höchstem Punkt der Ausleitung) die Leistungsfähigkeit Ihrer Pumpe nicht übersteigt.

Vorbeugung von Problemen

Um Funktionsproblemen vorzubeugen, ist es ratsam, die Pumpe und alle Komponenten vor der Winterpause gründlich zu überprüfen und zu reinigen. Entfernen Sie Schmutz und Laub und demontieren Sie gegebenenfalls Bauteile, die im Restwasser überwintern würden. Dies erleichtert die Wiederinbetriebnahme im Frühjahr.

Wann ist professionelle Hilfe nötig?

Viele Probleme mit Gartenpumpen lassen sich mit den beschriebenen Schritten selbst beheben. Wenn Sie jedoch nach sorgfältiger Überprüfung aller Komponenten weiterhin Schwierigkeiten haben oder ein technischer Defekt vermutet wird (z. B. ein defektes Flügelrad oder ein Problem mit dem Elektromotor), sollten Sie sich an einen Fachmann wenden.

Entlüften der Ölpumpe (BFP 20, 21, 41, 52)

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