Schwangerschaftsdepression: Ursachen, Symptome und Behandlung

Eine Schwangerschaftsdepression ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, von der etwa jede achte Schwangere betroffen ist. Sie unterscheidet sich von normalen Stimmungsschwankungen, die häufig hormonell bedingt sind und während der Schwangerschaft auftreten können. Wenn negative Gefühle und Antriebslosigkeit jedoch über einen längeren Zeitraum anhalten und den Alltag erheblich beeinträchtigen, kann dies auf eine Schwangerschaftsdepression hindeuten.

grafische Darstellung der Prävalenz von Schwangerschaftsdepressionen

Was ist eine Schwangerschaftsdepression?

Während der Schwangerschaft durchleben werdende Mütter oft eine Achterbahn der Gefühle, von Momenten purer Glückseligkeit bis hin zu Ängsten um das Wohlergehen des Kindes und anhaltender Erschöpfung. Wenn diese negativen Emotionen jedoch überwiegen und über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen anhalten, ohne dass ein anschließendes Stimmungshoch folgt, kann dies auf eine Schwangerschaftsdepression (auch pränatale Depression genannt) hindeuten. Aktivitäten, die einst Freude bereitet haben, erscheinen dann belanglos und unwichtig. Zu den weiteren Symptomen zählen ein allgemeines Gefühl von Erschöpfung und Leere.

Die Grenzen zwischen den üblichen Stimmungsschwankungen und einer Schwangerschaftsdepression sind fließend. Bei Unsicherheit ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Stimmungsschwankungen abzuklären und gegebenenfalls zeitnahe Unterstützung zu erhalten.

Wenn Depressionssymptome erst nach der Geburt auftreten, spricht man von einer Wochenbettdepression oder postpartalen Depression. Die Rückbildung der körperlichen Veränderungen während der Schwangerschaft und der Geburt sowie die Anpassung an eine neue Lebenssituation mit einem Neugeborenen bedeuten sowohl für den Körper als auch den Geist eine große Belastung. Falls Sie Anzeichen einer Depression nach der Geburt oder einige Wochen später bemerken, ist es wichtig, dass Sie sich an Ihren Gynäkologen oder Ihre Gynäkologin wenden.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen für eine Schwangerschaftsdepression sind vielfältig und individuell. Es gibt keine eindeutige Ursache, die zwangsläufig zu dieser Erkrankung führt. Eine nachgewiesene Ursache ist die genetische Veranlagung. Wenn nahe Verwandte bereits eine Depression erlebt haben, besteht ein erhöhtes Risiko, selbst von einer Schwangerschaftsdepression betroffen zu sein. Darüber hinaus können belastende Ereignisse in der Vergangenheit im Zusammenhang mit der Schwangerschaft eine Depression auslösen. Auch Ereignisse im unmittelbaren Umfeld können eine Rolle spielen. Ein Mangel an Unterstützung in der Partnerschaft oder finanzielle Probleme können zu chronischem Stress führen und somit das Risiko für eine Schwangerschaftsdepression erhöhen. Es ist auch möglich, dass bereits eine Tendenz zur Depression vor der Schwangerschaft vorhanden war, jedoch nicht diagnostiziert wurde.

Weitere mögliche Ursachen und Risikofaktoren sind:

  • Probleme oder fehlende Unterstützung in der Partnerschaft, der Familie oder dem Freundeskreis: Unsicherheiten im privaten Umfeld können negative Gedanken über die Schwangerschaft verstärken.
  • Sorgen bezüglich der Schwangerschaft: Ausgeprägte Ängste während der Schwangerschaft oder eine ungewollte Schwangerschaft können das Risiko für Depressionen erhöhen.
  • Psychische Vorerkrankungen: Frauen, die unabhängig von einer Schwangerschaft bereits an Depressionen gelitten haben oder andere seelische Vorerkrankungen haben, neigen eher zu Schwangerschaftsdepressionen.
  • Belastende Lebensereignisse: Große Veränderungen im Leben, wie der Verlust eines Arbeitsplatzes, finanzielle Sorgen oder der Tod eines nahestehenden Menschen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, eine Depression zu entwickeln.
Infografik zu den verschiedenen Ursachen und Risikofaktoren für Schwangerschaftsdepression

Symptome einer Schwangerschaftsdepression

Die Anzeichen für eine Depression in der Schwangerschaft unterscheiden sich von Mensch zu Mensch und können von normalen Schwangerschaftsbeschwerden abweichen, insbesondere durch ihre Dauer und Intensität. Besonders häufige Symptome sind:

Gedrückte, niedergeschlagene Stimmung

Obwohl für einige betroffene Frauen mit der Schwangerschaft ein mitunter lang gehegter Wunsch in Erfüllung geht, ist die Stimmung plötzlich am Tiefpunkt. Stimmungsschwankungen und Unsicherheiten kommen auch in einer normalen Schwangerschaft vor, vergehen aber in der Regel von selbst. Werden die negativen Gefühle allerdings zum Dauerzustand, steckt möglicherweise eine Depression dahinter.

Interessensverlust und Freudlosigkeit

Hobbys und Sozialkontakte spielen kaum noch eine Rolle. Was früher noch Freude bereitet hat, verliert immer mehr an Wichtigkeit. Sozialer Rückzug und Antriebslosigkeit sind Alarmsignale, die ernst genommen werden sollten.

Selbstzweifel und Schuldgefühle

Schwangere mit Depressionen leiden häufig unter Selbstzweifeln. Sie befürchten, keine Beziehung zum Kind aufbauen zu können oder keine gute Mutter zu sein. Dazu kommt die Erwartungshaltung von außen: Das Umfeld erwartet von schwangeren Frauen meist unbändige Freude. Ist das nicht der Fall, fühlen sich betroffene Frauen möglicherweise unzulänglich und schuldig.

Schlafstörungen

Wer unter Ängsten und Sorgen leidet, schläft meistens schlecht. Morgens sind sie unausgeschlafen und müde. Dies kann auch im Rahmen einer normalen Schwangerschaft auftreten, aber bei einer Depression sind diese Schlafstörungen oft ausgeprägter und langanhaltender.

Körperliche Anzeichen

Bei einer Schwangerschaftsdepression berichten Betroffene nur selten spontan über typische depressive Kernsymptome, sondern eher über unspezifische körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen mit morgendlichem Früherwachen, Appetitminderung, allgemeine Kraftlosigkeit, anhaltende Schmerzen oder Schwindel, die sie häufig den körperlichen Veränderungen der Schwangerschaft zuschreiben.

Wichtig: Dauert das Stimmungstief in der Schwangerschaft länger als zwei Wochen an, suchen Sie bitte einen Arzt auf!

Illustration, die verschiedene Symptome einer Schwangerschaftsdepression darstellt

Stimmungsschwankungen oder Depression?

Stimmungsschwankungen kennen viele werdende Mütter. Sie sind hormonell bedingt und gehören zu einer Schwangerschaft dazu. Schwangerschaftshormone überfluten den Körper und sorgen für ein Auf und Ab der Gefühle. So sind Schwangere an einem Tag überglücklich und zuversichtlich und am nächsten Tag voller Ängste und Befürchtungen. Die negativen Gefühle verschwinden aber in der Regel wieder, sodass die Grundstimmung überwiegend positiv bleibt. Bei einer Depression hingegen überwiegen Traurigkeit und Niedergeschlagenheit dauerhaft.

Die Grenzen zwischen Stimmungsschwankungen und einer echten Depression sind fließend. Besprechen Sie Ihre Gedanken dazu im Zweifel mit einem Arzt!

Wochenbettdepression

Treten Depressionssymptome erst nach der Entbindung innerhalb der ersten zwölf Lebensmonate des Kindes auf, sprechen Ärzte von einer Wochenbettdepression. Das Wochenbett ist die Zeitspanne nach der Geburt, in der sich der Körper der Frau von Schwangerschaft und Entbindung erholt und die schwangerschafts- und geburtsbedingten Veränderungen weitgehend zurückbildet. In dieser Phase zieht sich unter anderem die Gebärmutter wieder auf ihre ursprüngliche Größe zusammen, Geburtsverletzungen heilen ab. Außerdem stellt sich der Hormonhaushalt der Mutter wieder auf „nicht schwanger“ um. Diese sensible Phase ist mit großen Veränderungen verbunden. Außerdem ist der Alltag mit dem Neugeborenen eine neue Herausforderung.

Treten Symptome einer Depression auf - entweder unmittelbar nach der Geburt oder einige Wochen und Monate danach - werden sie oft nicht als Erkrankung wahrgenommen. Vor allem körperliche Anzeichen wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit schreiben die Betroffenen selbst häufig der Belastung durch die neue Lebenssituation zu.

Beobachten Sie sich selbst, und hören Sie in sich hinein:

  • Weinen Sie in letzter Zeit häufiger?
  • Reagieren Sie schneller gereizt?
  • Haben Sie Schwierigkeiten, eine Beziehung zu Ihrem Baby aufzubauen?
  • Sind Sie überwiegend traurig und empfinden wenig Freude?
  • Haben Sie Zweifel daran, eine gute Mutter zu sein?

Phasen der Unsicherheit gehören zum Leben dazu. Werden die negativen Gefühle aber zum Dauerzustand und verschwinden nach etwa zwei Wochen nicht von selbst, ist es ratsam, sich Hilfe zu holen. Erster Ansprechpartner bei seelischen Problemen nach der Geburt ist der Frauenarzt (Gynäkologe). Er vermittelt bei Bedarf weitere Therapieangebote. Wochenbettdepressionen sind gut behandelbar. Wie bei der Schwangerschaftsdepression, verspricht eine Psychotherapie gute Erfolge.

Behandlung einer Schwangerschaftsdepression

Es gibt gute Behandlungen für eine Schwangerschaftsdepression. Der erste Schritt zur Besserung: Nehmen Sie sich und Ihre Gefühle ernst. Eine Depression ist nichts, wofür Sie sich schämen müssen, sondern eine Erkrankung - mit einer günstigen Prognose.

Gespräch mit vertrauten Personen

Wenn Sie Anzeichen einer Depression bei sich erkennen, holen Sie sich bitte Hilfe. Vertrauen Sie sich zunächst Ihrem Umfeld an: Das kann der Partner, die Mutter oder eine gute Freundin sein. Es ist hilfreich, die negativen Gedanken offen auszusprechen. Auch Hebammen sind gute Ansprechpartnerinnen. Sie kennen die Ängste und Sorgen Schwangerer und sind mit allen Themen rund um die Schwangerschaft vertraut. Je besser Sie und Ihr Umfeld über Schwangerschaftsdepressionen Bescheid wissen, desto besser können Sie ihnen entgegenwirken. Eine Depression ist eine Erkrankung, die jeden treffen kann. Gemeinsam fällt es leichter, sie zu bewältigen!

Ärztliche Hilfe

Kommen Sie auch mit Unterstützung Ihres persönlichen Umfelds nicht aus dem seelischen Tief, nehmen Sie bitte ärztliche Hilfe in Anspruch. Erster Ansprechpartner bei Depressionen in der Schwangerschaft ist der Frauenarzt. Er wird zunächst klären, ob es sich um ein vorübergehendes Stimmungstief handelt oder um eine Depression. Dafür fragt er nach dem persönlichen Befinden und möglichen körperlichen Beschwerden. Zusätzlich gibt es Fragebögen, die die Diagnostik einer Schwangerschaftsdepression erleichtern. Zudem veranlasst er gegebenenfalls weitere körperliche Untersuchungen (z. B. Labor oder Bildgebung), um behandlungsbedürftige körperliche Erkrankungen als Ursache oder Mitursache der Beschwerden zu erkennen oder auszuschließen.

Stellt der Arzt die Diagnose Schwangerschaftsdepression, wählt er gemeinsam mit der Schwangeren die individuell passende Therapie aus, abhängig von der Schwere und dem Ausmaß der Symptome.

Psychotherapie

Die beste Behandlung für eine Schwangerschaftsdepression ist eine Psychotherapie. Dafür überweist der Arzt die Schwangere zu einem Psychotherapeuten, der auf Depressionen in der Schwangerschaft spezialisiert ist. Bei dieser Form der Therapie steht das offene Gespräch im Vordergrund. Der Therapeut erarbeitet gemeinsam mit der Betroffenen Strategien zur Bewältigung der Situation und unterstützt sie dabei, ihre Selbstzweifel und Ängste zu lindern. Wie bei jeder therapeutischen Behandlung sind Ergebnisse nicht von heute auf morgen zu erwarten. Stattdessen ist Geduld gefragt. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen!

Symbolische Darstellung einer Psychotherapie-Sitzung

Medikamente

Wenn die Psychotherapie alleine nicht wirksam ist, verschreibt der Arzt zusätzlich zur Gesprächstherapie Medikamente zur Behandlung der Schwangerschaftsdepression. Welche Mittel verwendet werden, hängt von der Schwere der Symptome und dem Schwangerschaftsstadium ab. In der Regel kommen bei Depressionen Antidepressiva zum Einsatz. Sie hellen die Stimmung auf und lösen die Angst. Bis sie ihre volle Wirkung entfalten, vergehen jedoch drei bis vier Wochen. Auch wenn diese Medikamente als relativ sicher gelten, ist die Einnahme für das Ungeborene nicht ohne Risiko - vor allem in den ersten Wochen der Schwangerschaft. In einigen Fällen kommt es zum Beispiel zu Anpassungsstörungen des Neugeborenen. Hier wägt der Arzt Nutzen und Risiko der Behandlung gemeinsam mit der Schwangeren ab. Während der Behandlung überwacht er Mutter und Kind genau und passt die Medikamentendosis gegebenenfalls an. Antidepressiva dürfen nur nach ärztlicher Verschreibung eingenommen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Medikament absetzen oder die Dosis verändern!

Alternative Behandlungen

Um die Beschwerden zu lindern, sind ergänzend alternative Behandlungen wie Lichttherapie, Akupunktur und Hypnose möglich. Wissenschaftlich bewiesen ist deren positive Wirkung bei einer Schwangerschaftsdepression jedoch bislang nicht. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob diese Behandlungen auch für Sie infrage kommen.

Was können Sie selbst gegen Schwangerschaftsdepressionen tun?

Neben der ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlung gibt es bei Schwangerschaftsdepressionen einiges, das Sie selbst tun können, damit es Ihnen bald wieder besser geht:

  • Sprechen Sie mit nahestehenden Personen (Partner, Familie, Hebamme) offen über Ihre Ängste und Sorgen. Gemeinsam mit vertrauten Menschen lässt sich die Krise besser bewältigen.
  • Nehmen Sie Unterstützungsangebote von Familien und Freunden (zum Beispiel Hilfe im Haushalt) an.
  • Nichts und niemand ist perfekt: Wer mit Depressionen in der Schwangerschaft zu kämpfen hat, ist deshalb keine schlechte Mutter.
  • Bleiben Sie körperlich aktiv, Bewegung und Sport tragen zum seelischen Wohlbefinden bei.
  • Seien Sie nachsichtig mit sich selbst. Unsicherheiten aufgrund der neuen Lebenssituation sind ganz normal.
  • Quälen Sie sich nicht mit dem Gedanken, eine schlechte Mutter zu sein. Das ist völlig unbegründet. Eine Schwangerschaftsdepression ist eine Krankheit, für die Sie nichts können und die wieder vorüber geht.
  • Sie sind nicht allein! Gespräche mit anderen betroffenen Schwangeren können helfen, die eigene Krise zu überwinden. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, wo Sie eine passende Selbsthilfegruppe finden.
  • Haben Sie Geduld mit sich selbst: Die Behandlung einer Depression braucht Zeit.

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Auswirkungen auf das Kind

Die Schwangerschaftsdepression kann sich auch auf das ungeborene Kind auswirken, da es vermehrt Stresshormonen ausgesetzt ist. Nach der Geburt haben Kinder von Frauen mit Schwangerschaftsdepression oft Anpassungsschwierigkeiten. Sie können sich unwohl auf der Welt fühlen und benötigen möglicherweise mehr Zeit, um sich einzuleben. Mit der richtigen und frühzeitigen Behandlung kann diesen Auswirkungen auf das Kind entgegengewirkt werden. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Sie bei Verdacht auf eine Depression während der Schwangerschaft Hilfe suchen. Die Behandlung und Unterstützung bei Schwangerschaftsdepressionen ist auch für die Gesundheit des Babys von Bedeutung.

Eine Studie von Dr. Elysia Davis von der University of Denver und ihrem Team zeigte, dass eine erfolgreiche psychotherapeutische Behandlung der mütterlichen Depression mit einer verlängerten Schwangerschaftsdauer einhergeht. Bei den psychotherapeutisch behandelten Schwangeren nahmen die depressiven Symptome schnell und deutlich ab, im Vergleich zur Kontrollgruppe. Zudem wurden in der Studiengruppe mehr Babys ab der 39. Schwangerschaftswoche geboren.

Auf Seiten der Mutter kann eine unbehandelte peripartale Depression chronifizieren und zu Störungen der emotionalen Bindung zwischen Mutter und Kind führen. Dies kann den feinfühligen Umgang mit dem Kind beeinträchtigen - bis hin zur Kindswohlgefährdung. Eine Frühgeburt ist eine der Hauptursachen für diverse gesundheitliche Probleme (aufgrund unterentwickelter Organe) und erhöhte Sterblichkeit bei Neugeborenen. Zudem kann es Jahre dauern, bis Frühgeborene ihren Entwicklungsrückstand aufholen. Frühgeborene (vor der 37. SSW) entwickeln häufig chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma.

Verlauf und Prognose

Wie lange eine Schwangerschaftsdepression dauert, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Im Unterschied zum kurzzeitigen „Babyblues“ handelt es sich um länger als zwei Wochen anhaltende depressive Beschwerden, die ohne Behandlung oft über mehrere Monate fortbestehen und in manchen Fällen bis zu einem Jahr andauern können. Unbehandelt können Depressionen auch über die Geburt hinaus bestehen bleiben und in eine Wochenbettdepression übergehen.

Da eine Schwangerschaftsdepression gut therapiert werden kann, ist die Prognose günstig. Wichtig ist, frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen. Frauen, die bereits früher eine depressive Episode durchgemacht haben - etwa in einer früheren Schwangerschaft oder einem anderen Lebensabschnitt - haben ein deutlich erhöhtes Risiko für erneute depressive Phasen, auch in Schwangerschaft und Wochenbett. Nach einer ersten depressiven Episode kommt es insgesamt bei etwa 40 bis 60 Prozent der Betroffenen zu einem Rückfall oder Rezidiv. Für Schwangere und frischgebackene Mütter mit einem solchen erhöhten Risiko empfehlen Fachleute, frühzeitig und engmaschig Kontakt zu ihrem behandelnden Arzt oder einer Psychotherapeutin zu halten, um einer erneuten Erkrankung möglichst vorzubeugen.

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