Mit der Schwangerschaft, der Geburt, dem Wochenbett und der Stillzeit beginnen spannende und emotionale Zeiten für werdende Eltern. Das Marienhospital Bottrop bietet umfassende Informationen und Unterstützung für diese besondere Lebensphase.
Geburtsinformationsabende und Besichtigung
Einmal im Monat, immer montags, findet ein Geburtsinformationsabend der Frauenklinik statt. Besucher haben die Gelegenheit, die Räumlichkeiten zu besichtigen, die technischen Gegebenheiten kennenzulernen und einen Einblick in den Ablauf einer Geburt in den Knappschaft Kliniken Marienhospital Bottrop zu bekommen. Diese Einblicke sollen werdenden Eltern helfen, sich auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten und mögliche Unsicherheiten abzubauen.

Termine der Geburtsinformationsabende (2026)
- 05. Januar 2026
- 02. Februar 2026
- 02. März 2026
- 13. April 2026
- 04. Mai 2026
- 01. Juni 2026
- 06. Juli 2026
- 03. August 2026
- 07. September 2026
- 05. Oktober 2026
- 02. November 2026
- 07. Dezember 2026
Hebammensprechstunde und Stillberatung
Die Hebammen der Knappschaft Kliniken Marienhospital Bottrop informieren Sie in angenehmer Atmosphäre über alle Fragen rund um die Geburt. Von ihnen werden Sie positiv auf das Geburtserlebnis eingestimmt und Ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen werden gerne entgegengenommen. Inhalte der Sprechstunde sind unter anderem die Gestaltung des Geburtsprozesses, Formalitäten im Rahmen der Anmeldung zur Geburt oder gegebenenfalls eine Empfehlung zu einem ärztlichen Geburtsplanungsgespräch.
Für Eltern, die in Zeiten des Hebammenmangels keine dauerhafte Betreuung im Wochenbett erhalten konnten, besteht die Möglichkeit, sich in der Hebammensprechstunde für das Wochenbett mit ihren Fragen, Sorgen und Problemen vorzustellen. Die Hebammensprechstunde für das Wochenbett und die Stillberatung ist eine Serviceleistung der Knappschaft Kliniken Marienhospital Bottrop.
Viele Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt, die natürliche Prozesse sind und in der Regel nur eine sorgfältige Überwachung erfordern, können durch erfahrene Hebammen während der Hebammensprechstunde geklärt werden. Manche Besorgnis löst sich im Rahmen solcher Gespräche auf.
Besuchen Sie die Still-Ambulanz auch nach Ihrem Klinikaufenthalt. Herzlich eingeladen sind Mütter oder Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr. Kleine Probleme beim Stillen sind normal. Die Elternberatung ist dazu da, auf Ihre persönlichen Fragen einzugehen und Sie in Ihrer individuellen Situation zu unterstützen.
Elternschule und Kurse
Der Start ins gemeinsame Leben mit einem Baby ist etwas ganz Besonderes. Die Elternschule bietet Kurse rund um Schwangerschaft, Geburt und die Zeit als junge Familie an.
Kursangebot der Elternschule
- Kurse rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit als Familie.
- Großelternkurs, der sich an werdende oder frischgebackene Großeltern richtet.
Termine der Elternschulkurse (2026)
- 21. Januar 2026 (14:00 - 16:00 Uhr)
- 25. März 2026 (14:00 - 16:00 Uhr)
- 20. Mai 2026 (14:00 - 16:00 Uhr)
- 08. Juli 2026 (14:00 - 16:00 Uhr)
- 26. August 2026 (14:00 - 16:00 Uhr)
- 30. September 2026 (14:00 - 16:00 Uhr)
- 18. November 2026 (14:00 - 16:00 Uhr)
Spezialisierte Angebote
Geburtsvorbereitende Akupunkturtherapie
Ab der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche wird eine geburtsvorbereitende Akupunkturtherapie angeboten.
Klopftherapie (PEP®)
Für Patientinnen und Patienten der Knappschaft Kliniken Marienhospital Bottrop gibt es seit einigen Jahren das Angebot der Klopftherapie zur Selbstbehandlung gegen Ängste und Schmerzen. Diese Technik, bekannt für ihre schnelle und gute Wirkung, findet zunehmend Anklang in der medizinischen Praxis. Mit der Unterstützung von Prof. Dr. Kolberg, Chefarzt der Frauenklinik, und unter der Leitung von Dr. Zimmer, Oberarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, wurde dieses Angebot erweitert. Pflegekräfte und speziell Hebammen wurden in dieser Technik ausgebildet, wodurch speziell schwangere Frauen, die im Haus entbinden, davon profitieren können. Die Klopftherapie nach der Prozess- und Embodymentfokussierten Psychologie (PEP® nach Dr. Bohne) kombiniert eine körperbasierte Klopftechnik an Fingern, Gesicht und Körper mit modernen psychologischen Ansätzen.
Breast Nurse für Brustkrebspatientinnen
Die Betreuung für an Brustkrebs erkrankte Patientinnen übernimmt die Breast Nurse. Ihre Hauptaufgabe ist die individuelle Beratung und Betreuung der Betroffenen: bei Diagnosestellung, Therapieverlauf bis hin zur Nachsorge. Sie hilft bei der Koordination von Untersuchungen, Terminen und der Vermittlung unterstützender Angebote.
Diabetesberatung
Die Diabetesberaterin führt eigenständig individualisierte Beratungen und Schulungen unter Beachtung aktueller Leitlinien durch.
Fachkraft für Palliativ Care
Die Fachkraft für Palliativ Care kümmert sich um die aktive und umfassende Betreuung und Behandlung von Patienten, deren Erkrankung auf kurative Behandlungsmaßnahmen nicht mehr anspricht und die in das Palliativprogramm aufgenommen werden. Darunter zählen Symptomkontrolle, wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit etc.
Termine Palliativ Care (2026)
- 12.01. + 19.01. + 26.01.2026 (15:00 - 18:30 Uhr)
- 02.03. + 09.03. + 16.03.2026 (15:00 - 18:30 Uhr)
- 11.05. + 18.05. + 26.05.2026 (15:00 - 18:30 Uhr)
- 10.08. + 17.08. + 24.08.2026 (15:00 - 18:30 Uhr)
- 09.11. + 16.11.2026 (15:00 - 18:30 Uhr)
Stoma-Sprechstunde
Ein Leben mit Stoma bedeutet Umstellung im Alltag und für viele Patienten auch psychische Belastung. In dieser Sprechstunde lernen Sie die veränderte Situation als Teil Ihres Lebens zu verstehen und mit ihr umzugehen. Themen wie psychosoziale Aspekte, Familienleben und Intimität, Sport und Freizeit werden behandelt.
Patienteninitiative IMPULS
Die Diagnose Krebs stellt eine große Herausforderung an Körper und Seele dar. Unsicherheiten, Ängste und Sorgen sowie das Gefühl von Ohnmacht sind in dieser Zeit ein häufiger Begleiter. Das Wohlbefinden und die körperliche Wahrnehmung sind durch die Therapien oft stark beeinträchtigt. Im Jahr 2014 wurde die Patienteninitiative IMPULS gegründet. Ein neues Team hat sich 2022 um IMPULS gebildet. Von Anfang an unterstützt Prof. Dr. Kolberg die Initiative.

Geburt und Kaiserschnitt
Ambulante Geburt
Es besteht die Möglichkeit der ambulanten Geburt. Dies bedeutet, dass Sie nach der Entbindung und einer zweistündigen Überwachung im Kreißsaal mit Ihrem Kind nach Hause gehen können.
Kaiserschnittgeburten
Immer mehr Frauen bringen in Deutschland ihr Baby per Kaiserschnitt zur Welt. Dazu zählen zum Beispiel die vorzeitige Lösung des Mutterkuchens oder der akute Sauerstoffmangel beim Kind. Auch bei der Querlage des Kindes muss die Geburt per Kaiserschnitt erfolgen. Die meisten Kaiserschnitte werden aus relativen Gründen durchgeführt, das heißt, in diesen Fällen ist die normale Geburt eine Alternative. Dies trifft zum Beispiel zu für Kinder, die mit dem Po nach unten liegen.
Die meisten Kaiserschnitte werden in einer örtlichen Betäubung vorgenommen, bei der die werdende Mutter wach ist, aber keine Schmerzen spürt. Der Partner ist üblicherweise mit im OP und beide können das Baby noch im OP in den Arm nehmen, während der Operateur noch den Bauch zunäht.
Früher war der Kaiserschnitt eine sehr gefährliche Operation; noch in der Zeit unserer Urgroßeltern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts starben etwa 60% der Mütter dabei. Die Komplikationsmöglichkeiten beim Kaiserschnitt sind allerdings andere als bei der normalen Geburt. Für das Kind gilt der Kaiserschnitt als sicherer als die normale Geburt. Man darf allerdings nicht verschweigen, dass Kinder nach geplanten Kaiserschnitten häufiger Schwierigkeiten in den ersten Lebenstagen haben, sich an das Leben „draußen“ zu gewöhnen; der medizinische Ausdruck hierfür ist „Anpassungsstörungen“.
Die Entscheidung, wie Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten, trifft letzten Endes jede Schwangere selbst. Die Frauenärzte helfen bei der Entscheidung, indem sie die werdenden Mütter ausführlich beraten. Ein Kaiserschnitt, der aufgrund der Angst der Mutter vor der normalen Geburt oder der Sorge um die Sicherheit des Kindes durchgeführt wird, ist kein Wunschkaiserschnitt. Ein Wunschkaiserschnitt dagegen ist ein Kaiserschnitt ohne jeden medizinischen Grund.
Wofür die werdende Mutter sich auch entscheidet, der Respekt für ihre Entscheidung ist ihr gewiss.

Nabelschnurrestblutspende
Im Nabelschnurblut sind Stammzellen enthalten, die verwendet werden können, um Kinder und Erwachsene mit Leukämien und anderen Krankheiten des blutbildenden Systems zu behandeln. Die Stammzellen werden dem Kranken transplantiert, damit er ein neues gesundes Immunsystem aufbauen kann.
Für die Mutter und das Neugeborene bedeutet diese Entnahme kein Risiko; sie merken nicht einmal den Piks in die Nabelschnur, da die Nabelschnur keine Nerven enthält. Das Blut wird jeden Tag in den Entnahmekliniken abgeholt.
Selbstverständlich müssen die Eltern vorher in die Nabelschnurrestblutspende einwilligen und der Geburtshelfer muss prüfen, ob bei der werdenden Mutter Gründe vorliegen, die eine Nabelschnurblutspende unmöglich machen.
Nicht verwechselt werden darf die Nabelschnurrestblutspende mit dem von kommerziellen Anbietern beworbenen Einfrieren von Nabelschnurblut für die eigene Verwendung. Es ist der Wunsch des Chefarztes, Prof. Dr. med. Hans-Christian Kolberg, und seines gesamten Teams, möglichst viele werdende Eltern zu der Spende motivieren zu können.
Besondere Einrichtungen und Service
Storchenparkplatz
Das Marienhospital hat auf Initiative der Hebammen und Ärzte des Geburtshilfeteams einen „Storchenparkplatz“ eingerichtet, der die Situation für werdende Eltern erleichtern soll. Gedacht ist der Parkplatz für werdende Eltern, die auf dem Weg in den Kreißsaal sind. Wenn die Situation sich für den Vater in spe entspannt hat, soll der Parkplatz für die nächsten freigemacht werden. Prof. Dr. Hans-Christian Kolberg, der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, hofft, seinen Schwangeren mit dem „Storchenparkplatz“ vor allem tagsüber eine Sorge nehmen zu können.
Familienzimmer
Es werden Familienzimmer für die ersten gemeinsamen Tage nach der Geburt angeboten.
Willkommen in unserem Familienzimmer
Patientenmeinungen und Erfahrungen
Die Erfahrungen von Patientinnen im Marienhospital Bottrop sind vielfältig und spiegeln sowohl positive als auch herausfordernde Momente wider. Viele loben die Fürsorge, Hilfsbereitschaft und fachliche Kompetenz des Personals, insbesondere der Hebammen, Ärzte und Krankenschwestern auf den Stationen.
Positive Rückmeldungen
- Hervorragende Betreuung, fachlich und menschlich.
- Freundliches und aufmerksames Personal, das sich Zeit für Fragen nimmt.
- Gute Organisation und reibungslose Abläufe von der Aufnahme bis zur Entlassung.
- Besonders positiv hervorgehoben werden die Kinderkrankenschwestern für ihre Unterstützung.
- Gefühl, ernst genommen zu werden und dass immer ein offenes Ohr vorhanden ist.
- Die Geburt wird als einer der schönsten Tage in Erinnerung behalten.
Herausforderungen und Kritikpunkte
- Einzelne Berichte schildern unfreundliches oder wenig einfühlsames Verhalten von Hebammen, insbesondere während der Geburt und bei Schmerzäußerungen.
- Es gab Berichte über Schwierigkeiten bei der Schmerzmittelgabe und das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.
- Kritik wurde an der Kommunikation nach Kaiserschnittgeburten geübt, insbesondere bezüglich der Informationen über den Zustand des Neugeborenen.
- Einige Patientinnen bemängelten die Temperatur im Krankenzimmer zum Wickeln von Neugeborenen und das Fehlen von Wärmelampen.
- In einem Fall wurde eine Patientin aufgrund von Übergewicht von einem Oberarzt diskriminierend behandelt.
- Eine sehr traumatische Erfahrung wurde von einer Patientin geschildert, bei der das Jugendamt involviert war und ihr das Kind weggenommen werden sollte.
- Ein Bericht beschreibt eine Geburtseinleitung, die abgebrochen wurde und zu einem Kaiserschnitt führte, wobei das Kreißsaalteam als katastrophal beschrieben wurde, im Gegensatz zu einer späteren, positiven Erfahrung nach dem Austausch des Teams.
Trotz einzelner kritischer Stimmen empfehlen viele Patientinnen das Krankenhaus weiter und fühlen sich gut aufgehoben.

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