Babybett am Elternbett befestigen: Praktische Lösungen und Sicherheitshinweise

Für viele werdende oder frisch gebackene Eltern stellt sich früher oder später die Frage: Soll das Baby im Elternbett schlafen oder doch lieber im eigenen Bettchen? Das sogenannte Co-Sleeping - also das gemeinsame Schlafen von Eltern und Baby - ist ein Thema, das emotional diskutiert wird und viele Unsicherheiten mit sich bringt. Viele Eltern schwören auf Co-Sleeping, und das aus gutem Grund. Es gibt klare Vorteile in Bezug auf Nähe, Stillen und Schlafqualität - aber auch berechtigte Sicherheitsbedenken, die berücksichtigt werden müssen.

Ein Beistellbett bietet eine sichere Schlafumgebung für das Baby, während es gleichzeitig den Eltern ermöglicht, näher am Kind zu sein und schnell auf dessen Bedürfnisse zu reagieren. Durch die Nähe können Eltern und Baby eine tiefere Bindung aufbauen und die Eltern können einfacher auf das Baby reagieren, wenn es nachts gestillt werden muss. Dies kann dazu beitragen, den Schlaf-Wachrhythmus des Neugeborenen zu unterstützen. Das Beistellbett ist für die Eltern sowie das Baby eine Erleichterung in der Nacht.

Schema zur korrekten Befestigung eines Beistellbettes am Elternbett

Sichere Befestigung des Beistellbetts am Elternbett

Die Befestigung des Beistellbetts am Elternbett ist entscheidend für die Sicherheit des Babys und den ruhigen Schlaf der Eltern. Einfach nur das Beistellbett hinzustellen, ist zu gefährlich, da es verrutschen oder umfallen könnte, besonders wenn Eltern nachts aufstehen.

Herausforderungen und Lösungen bei der Befestigung

Viele Beistellbetten werden ohne spezielle Befestigungselemente geliefert. Hier sind einfache und praktische Tipps, wie Sie Ihr Beistellbett sicher am Elternbett fixieren können:

  • Kabelbinder: Eine einfache und effektive Methode ist die Verwendung von Kabelbindern. Diese sind in verschiedenen Längen erhältlich und ermöglichen eine feste Verbindung, die jederzeit wieder gelöst werden kann.
  • Klettbänder: Ähnlich wie Kabelbinder bieten Klettbänder eine flexible und sichere Befestigungsmöglichkeit.
  • Winkel und Schrauben: Im Baumarkt erhältliche Winkel mit Beschichtung können an den Bettrahmen geschraubt werden, um das Beistellbett sicher zu befestigen, ohne dass es am Elternbett scheuert.
  • Spanngurte oder "Tüddelband": Diese eignen sich gut, um das Bett am Wegrutschen zu hindern.
  • Haken-Systeme: Spezielle Haken, die über den Bettrahmen gehängt oder geklemmt werden, sind eine gängige Befestigungsmethode. Es gibt verschiedene Varianten:
    • Einfache Metallhaken: Hängen direkt über den Bettrahmen. Geeignet für klare, nicht zu dicke Bettrahmen. Können bei abgerundeten oder gepolsterten Rahmen wackeln.
    • Haken mit Gurten: Haken greifen am Rahmen, Gurte ziehen Beistellbett und Elternbett stramm zusammen. Bieten eine gute Mischung aus Stabilität und Spannung.
    • Haken mit Metallstangen: Fixierung über Haken und feste Elemente am Elternbett. Sehr stabil, aber oft fummelig im Aufbau und unflexibel beim Verschieben.
    • Klemmen-Haken: Klemmen sich um den Rahmen. Gut für schmale Metallrahmen, können aber bei weichem Holz oder Stoffbezügen Abnutzung verursachen.

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Besondere Herausforderungen: Wasserbetten und Gitterbetten

Wasserbetten stellen eine besondere Herausforderung dar, da sie keinen festen Rahmen zum Einhaken bieten. Hier einige Lösungsansätze:

  • Haken und Klettbänder: Spezielle Haken (z.B. von Ikea) können am Wasserbettrahmen verschraubt und das Beistellbett mit Klettbändern daran befestigt werden.
  • Füße des Beistellbetts sichern: Um ein Wegrutschen zu verhindern, können eventuell zusätzliche Maßnahmen an den Füßen des Beistellbetts getroffen werden.

Die Umwandlung eines Gitterbetts als Beistellbett erfordert ebenfalls Anpassungen:

  • Gitterstäbe belassen: An der offenen Seite zum Elternbett kann das Umbauteil für ein Juniorbett montiert werden, um Stabilität zu gewährleisten. Die Gitterstäbe an den anderen Seiten bleiben erhalten, um ein Herausklettern zu verhindern.
  • Spalt absichern: Wenn ein Gitterbett als Beistellbett genutzt wird, entsteht oft ein Spalt zwischen den Matratzen. Dieser kann mit zusammengerollten Decken, Handtüchern oder speziellen Lückenfüllern (z.B. Schaumstoffmatratze) gesichert werden, um ein Verfangen des Babys zu verhindern.
  • Stabilität prüfen: Stellen Sie sicher, dass das umfunktionierte Gitterbett stabil am Elternbett fixiert ist und nicht wackelt.

Sicherheitshinweise und Vorteile von Beistellbetten

Die korrekte Befestigung eines Beistellbetts bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Mehr Sicherheit: Ein gut befestigtes Beistellbett verhindert gefährliche Zwischenräume, in denen sich das Baby verfangen könnte.
  • Stabilität bei nächtlichen Bewegungen: Verhindert, dass das Beistellbett verrutscht, wenn sich Eltern im Schlaf bewegen.
  • Platzersparnis: Beistellbetten mit Haken-Systemen benötigen keinen zusätzlichen Platz im Schlafzimmer, da sie bündig ans Elternbett rücken.
  • Flexibilität: Gut konstruierte Haken- und Gurtsysteme lassen sich leicht lösen und wieder befestigen, was das Verschieben des Bettes zum Reinigen oder Umstellen erleichtert.
  • Weniger Verschleiß am Elternbett: Durchdachte Auflageflächen der Befestigungselemente schonen den Bettrahmen des Elternbettes.

Wichtige Aspekte bei der Auswahl und Montage eines Beistellbetts:

  • Höhenunterschied: Die Liegefläche des Beistellbetts sollte idealerweise auf gleicher Höhe mit der Matratze des Elternbettes sein, um ein Herausfallen des Babys zu verhindern. Viele Modelle sind höhenverstellbar.
  • Material und Verarbeitung: Achten Sie auf stabile Materialien und eine gute Verarbeitung, insbesondere bei den Befestigungselementen.
  • Anpassung an das Elternbett: Prüfen Sie, ob das Befestigungssystem für Ihren speziellen Elternbett-Rahmen geeignet ist (z.B. Polsterrahmen, Metallrahmen, Boxspringbett).
  • Einfache Handhabung: Das Befestigungssystem sollte im Alltag einfach zu bedienen sein, auch im müden Zustand.
Detailansicht eines modernen Beistellbetts mit integriertem Befestigungssystem

Verschiedene Beistellbett-Modelle und ihre Besonderheiten

Es gibt eine Vielzahl von Beistellbetten auf dem Markt, die sich in Design, Funktionen und Befestigungsmöglichkeiten unterscheiden:

Babybay Modelle

Die Marke Babybay bietet verschiedene Modelle wie das Babybay Original, Babybay Maxi und Babybay Boxspring. Diese Betten wachsen mit dem Kind mit und lassen sich durch Zubehör erweitern. Sie sind aus natürlichem Buchenvollholz gefertigt und nach DIN EN 71 Teil 3 schadstoffgeprüft. Die Befestigung erfolgt oft mittels Trapezgurt.

Chicco Beistellbetten

Chicco bietet Modelle wie das Next2Me Magic Evo, Next2Me Essential und Next2Me Twins. Diese Betten zeichnen sich durch funktionelles Design, Höhenverstellbarkeit und oft durch ein bewegliches Seitenteil aus, das sich mit einer Hand bedienen lässt. Das Chicco Next2Me Forever kann sogar als Beistellbett, Kinderbett und Bodenbett genutzt werden und verfügt über ein patentiertes Sicherheitssystem.

Weitere Marken und Modelle

  • fillikid bietet Modelle wie Cocon (mit Gurten zu befestigen), Nino (kombiniert Beistellbett und Stubenwagen) und Scandic (mit Wiegefunktion und Utensilientasche).
  • Joie Baby Roomie: Dieses Beistellbett lässt sich nah ans Elternbett schieben und mittels Gurtsystem befestigen. Es ist höhenverstellbar und verfügt über eine neigbare Liegefläche.
  • Fabimax Babymax II: Wird als günstigere Alternative zu Babybay-Betten genannt und ist stufenlos verstellbar.

Bei der Auswahl des richtigen Beistellbetts ist es ratsam, das Befestigungssystem genau zu prüfen und sicherzustellen, dass es zu Ihrem Elternbett passt und im Alltag gut bedienbar ist.

Übersicht verschiedener Beistellbett-Marken und -Modelle

Fazit zur sicheren Befestigung

Die Wahl der richtigen Befestigung für Ihr Beistellbett ist kein Detail, sondern ein entscheidender Faktor für ruhige Nächte und die Sicherheit Ihres Babys. Achten Sie auf eine wertige Verarbeitung des Befestigungssystems, dessen Kompatibilität mit Ihrem Elternbett und eine einfache Handhabung im Alltag. Eine durchdachte Befestigung sorgt für Sicherheit, spart Platz und bietet Flexibilität.

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