Wenn Babys anfangen zu robben und zu krabbeln, stellt sich für Eltern oft die Frage, wie das Beistellbett am besten gesichert werden kann, um Unfälle zu vermeiden. Insbesondere bei Beistellbetten, die eine offene Seite zum Elternbett hin haben, ist erhöhte Vorsicht geboten. Viele Eltern suchen nach praktischen Lösungen, die sowohl die Sicherheit des Kindes gewährleisten als auch das Stillen und die Nähe zum Baby ermöglichen.
Herausforderungen bei mobilen Babys im Beistellbett
Sobald ein Baby beginnt, sich fortzubewegen, kann das klassische Beistellbett, das oft nur durch eine offene Seite mit dem Elternbett verbunden ist, unsicher werden. Kinder können sich im Schlaf drehen, robben und schließlich versuchen, aus dem Bett herauszukrabbeln. Dies birgt das Risiko des Herausfallens.
Ein weiteres Problem ist, dass herkömmliche Bettgitter oder Schutzvorrichtungen das nächtliche Stillen im Liegen erschweren können. Viele Eltern möchten nicht auf die Bequemlichkeit und Nähe verzichten, die ein Beistellbett bietet, und suchen daher nach Kompromisslösungen.

Praktische Sicherheitsmaßnahmen und Produkte
Es gibt verschiedene Ansätze, um ein Beistellbett für ein mobiles Baby sicherer zu gestalten:
1. Dem Kind das sichere Herunterkommen beibringen
Ein wiederkehrender Tipp in vielen Erfahrungsberichten ist, dem Kind beizubringen, wie es sicher aus dem Bett klettert. Dies geschieht, indem man das Kind, sobald es sich der Kante nähert, so dreht, dass es mit den Füßen zur Kante zeigt, und es dann langsam heruntergleiten lässt. Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder dies relativ schnell verstanden haben und somit nie im wachen Zustand aus dem Bett gefallen sind.
Diese Methode wird als besonders sicher empfunden, da sie dem Kind Selbstständigkeit und Sicherheit vermittelt. Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass dies nicht bei allen Kindern gleichermaßen gut funktioniert und einige Kinder erst deutlich später die Fähigkeit zum sicheren Herunterklettern entwickeln.
2. Zusätzliche Barrieren und Schutzvorrichtungen
- Stillkissen und Kissen: Viele Eltern nutzen Stillkissen oder normale Kopfkissen, um die offene Seite des Beistellbetts abzusichern. Diese können als weiche Barriere dienen, die das direkte Herausrollen verhindert. Nachts kann ein Stillkissen auch im unteren Bereich platziert werden, um es zum Stillen nutzen zu können.
- Bettschlangen: Längliche Kissen, sogenannte Bettschlangen, können ebenfalls vor die Öffnung gelegt werden, manchmal sogar übereinander, um eine höhere Barriere zu schaffen.
- Bettgitter und Rausfallschutz: Klassische Bettgitter, die unter die Matratze geschoben werden, können eine höhere Sicherheit bieten. Es gibt auch spezielle Rausfallschutz-Vorrichtungen, die nicht das ganze Bett abdecken und somit das Stillen weiterhin ermöglichen könnten. Einige Eltern bauen auch Gitterbettseiten zu einem Elternbett um, indem sie diese zwischen Matratze und Bettrahmen klemmen und zusätzlich sichern.
- Nestchen: Nestchen, die an den Gitterstäben befestigt werden, können verhindern, dass sich das Baby an den Stäben stößt oder sich den Kopf verletzt. Sie bieten jedoch keinen Schutz gegen das Herausfallen.
- Umfunktionierte Gitterbettteile: Manche Eltern nehmen Gitterbettteile auseinander und befestigen sie am Elternbett, um eine sichere Umrandung zu schaffen.

3. Anpassung des Schlafumfelds
- Absenken der Liegefläche: Wenn das Beistellbett eine verstellbare Liegefläche hat, kann diese abgesenkt werden, um den Abstand zum Rand zu vergrößern. Dies ist jedoch oft nur eine temporäre Lösung, solange das Kind noch nicht klettern kann.
- Positionierung des Bettes: Das Beistellbett kann so an das Elternbett geschoben werden, dass es möglichst eng anliegt. Wenn möglich, kann das Bett auch an eine Wand gestellt werden, um eine Seite zusätzlich zu sichern.
- Abpolstern des Bodens: Rund um das Bett kann der Boden mit weichen Materialien wie Isomatten, Matratzen oder dicken Teppichen abgepolstert werden, um Stürze abzufedern.
- Bodennahe Schlafplätze: Einige Eltern entscheiden sich dafür, die Matratze direkt auf den Boden zu legen, um das Risiko eines Sturzes komplett zu minimieren. Dies kann auch eine Option sein, wenn das Bettgestell sehr hoch ist.
4. Technische Hilfsmittel
Babyphone mit Kamera: Ein Babyphone mit Videofunktion kann zusätzliche Sicherheit bieten, da Eltern jederzeit sehen können, was das Baby im Bett tut, auch wenn es noch keine Geräusche macht.
Umgang mit besonderen Schlafgewohnheiten
Manche Babys schlafen auf dem Bauch oder drehen sich im Schlaf und robben dabei unbewusst weiter. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, weiche Materialien wie Stofftiere oder Kissen an den Kopf- und Fußenden des Bettes zu platzieren. Dies kann das Kind im Schlaf aufwecken, wenn es gegen die Barriere stößt, und es davon abhalten, weiter zu robben. Erfahrungen zeigen, dass diese Phase oft nur wenige Tage oder Wochen dauert.
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Bedenken und Alternativen
Einige Eltern äußern Bedenken bezüglich der Sicherheit von Bettgittern, da Kinder lernen könnten, darüber zu klettern, insbesondere wenn sie sehr mobil sind. Auch die Empfehlungen zum plötzlichen Kindstod werden oft diskutiert, wenn es um die Schlafposition des Babys geht.
Für Eltern, die sich unsicher fühlen oder deren Kinder sehr mobil sind, kann auch ein größeres Gitterbett, das direkt neben dem Elternbett steht, eine Alternative sein. Manche Eltern entscheiden sich auch dafür, das Beistellbett nur für die erste Nachthälfte zu nutzen und das Baby dann zu sich ins Elternbett zu holen, wenn es zum Stillen wach wird.
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