Ursachen und Behandlung von Augenringen

Dunkle Augenringe lassen uns noch müder aussehen, als wir tatsächlich schon sind. Welche Ursachen die blauen Schatten haben können, wie ihr sie langfristig effektiv behandelt und kurzfristig mit Make-up abdeckt, erfahrt ihr hier. Verfärbungen um die Augenpartie sind etwas ganz Natürliches und oft genetisch bedingt. Nur weil andere Personen versuchen, ihre Augenschatten aufzuhellen oder abzudecken, heißt das nicht, dass ihr mit eurer Augenpartie unzufrieden sein müsst. Falls sie euch jedoch in eurem Wohlbefinden einschränken, findet ihr hier mögliche Ursachen, Behandlungsmethoden und Make-up-Tricks, um sie zu mindern.

Was sind Augenringe?

Augenringe sind dunkle Verfärbungen der Haut unter den Augen, die aufgrund einer Vielzahl von Faktoren auftreten können. Die Haut um die Augen herum ist besonders dünn und empfindlich, was sie anfällig für Verfärbungen und Schwellungen macht. Diese Verfärbungen können von bläulich-violett bis bräunlich-schwarz reichen und werden oft mit Müdigkeit, Stress oder Alterung in Verbindung gebracht. Sie können vorübergehend sein oder chronisch auftreten und betreffen sowohl Männer als auch Frauen.

Medizinisch gesehen gibt es keine eindeutige Erklärung dafür, weshalb manche Menschen zu Augenringen neigen und andere nicht. Die Haut unter den Augen ist die dünnste Haut am ganzen Körper. Da die Haut mit dem Älterwerden generell dünner wird, scheinen besonders unterhalb der Augen die Blutgefäße stärker durch. Mitunter ist auch ein Gewichtsverlust für Augenringe verantwortlich. Schrumpft das wenige Fett unter der zarten Haut, wird sie ebenfalls durchscheinender.

Augenringe sind dunkle Schatten unter den Augen, manchmal verlaufen sie auch um das gesamte Auge herum. In der Fachsprache werden sie als Halonierung bezeichnet. Da die Haut unter und um die Augen herum sehr dünn ist und nur wenig Unterfettgewebe besitzt, schimmern die Blutgefäße hindurch und erzielen eine bläulich-violette bis braune Färbung. Augenringe sind nicht mit Blutergüssen zu verwechseln, denn diese entstehen nach einer Prellung.

Arten von Augenringen

Augenringe lassen sich in verschiedene Typen einteilen, abhängig von ihrer Ursache und dem Aussehen:

  • Rote Augenringe: Rötliche bis rote Augenringe werden meist durch Allergien, Reizungen, Erkältungen und Infektionen verursacht, können aber auch durch Schlafmangel entstehen.
  • Blaue und violette Augenringe: Sie entstehen durch einen verlangsamten Blut- und Lymphfluss, wodurch Blutpigmente unter den Augen schlechter abtransportiert werden und sichtbar bleiben.
  • Braune Augenringe: Braune Augenringe werden durch eine erhöhte Pigmentierung der Haut verursacht, die durch Faktoren wie Sonneneinstrahlung oder hormonelle Veränderungen verstärkt werden. Die Färbung entsteht durch eine hohe Konzentration von Melanin in der Haut um die Augen. Ihre dünne Beschaffenheit macht es den Sonnenstrahlen leicht durchzudringen, was die Pigmentierung zusätzlich fördert.

Ursachen für Augenringe

Es gibt vielfältige Ursachen für die Entstehung von Augenringen, die von genetischen Faktoren über den Lebensstil bis hin zu medizinischen Zuständen reichen.

Genetische Veranlagung

Eine der häufigsten Ursachen für Augenringe ist die genetische Veranlagung. Wenn bereits Ihre Großeltern oder Eltern dunkle Schatten unter den Augen hatten, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass auch die nachfolgenden Generationen davon betroffen sind. In einigen Fällen sind die Augenringe angeboren, sprich, die Hautpartien in den betroffenen Familien ist im Vergleich mit anderen Menschen generell dunkler pigmentiert oder die Haut lässt die Blutgefäße mehr durchscheinen. Wenn abgesehen von allen anderen Ursachen die Augenringe dauerhaft bestehen, kann der Grund eine genetische Veranlagung sein.

Lebensstil und Umweltfaktoren

Neben genetischen Faktoren tragen auch Lebensstil und Umwelt zur Entstehung von Augenringen bei.

  • Schlafmangel: Müdigkeit macht nicht nur schlechte Laune, sondern auch Augenringe. Durch die geringere Sauerstoffkonzentration wirkt das Blut dunkler. Aufgrund der dünneren Haut unter den Augen können wir das aus erster Reihe beobachten. Unsere Augenmuskulatur wird besonders beansprucht, weshalb sie vermehrt durchblutet wird. Ein unzureichender Schlaf führt dazu, dass die Haut blasser wird, was die darunterliegenden Blutgefäße deutlicher sichtbar macht. Schlafmangel kann auch zu Flüssigkeitsansammlungen führen, die Schwellungen und dunkle Schatten unter den Augen verstärken.
  • Sonneneinstrahlung: Was unsere Haut überhaupt nicht mag, ist zu viel UV-Strahlung. Melanine sind spezielle Pigmente in unserer Haut, die ihre Farbe bestimmen. Je dunkler der Teint, desto mehr Melanine. Durch Sonnenlicht können sich diese Melanine in bestimmten Bereichen verstärkt einlagern - das nennt man Hyperpigmentierung. Um die Augen äußert sich das als blau-graue Verfärbung. Um Hyperpigmentierung und Hautkrebs vorzubeugen, sollte täglich eine Creme mit Lichtschutzfaktor 30 aufgetragen werden. Wenn ihr einen der folgenden Wirkstoffe benutzt, raten wir dringend zu LSF 50+.
  • Nährstoffmangel: Vitamin-, Eisen- und Mineralstoffmangel begünstigen Augenringe. Durch den Mangel kommt es zu einer Unterversorgung des Blutes mit Sauerstoff. Das Blut wirkt in den Gefäßen dunkler, welches wiederum auch die Schatten deutlicher hervorhebt. Eisen sichert die Sauerstoffversorgung - bei einer Unterversorgung scheint das sauerstoffärmere, dunklere Blut sichtbar durch die Haut durch. Von Eisenmangel sind vor allem menstruierende Menschen betroffen. Zusätzlich kann auch ein Mangel des Spurenelements Zink Augenringe hervorrufen. Zink spielt eine wichtige Funktion im Stoffwechsel und im Immunsystem. Bei einer Unterversorgung kommt es zur Blutarmut, was sich unter anderem in dunklen Augenringen und einem geschwächten Immunsystem bemerkbar macht. Des Weiteren verhindert eine ausreichende Zufuhr von Vitamin K Augenringe. Dieses ist wichtig für die Blutgerinnung.
  • Stress: Durch eine dauerhafte Belastung verlieren unsere Zellen vermehrt Flüssigkeit, die Haut trocknet aus und wird schlaff. Die Äderchen unter der Augenhaut sind erweitert und sichtbarer. Stress verursacht zusätzlich hormonelle Veränderungen, die den Blutdruck und die Blutzirkulation beeinflussen.
  • Nikotin und Alkohol: Beide verschlechtern die Durchblutung. Nikotin verschlechtert die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung der Haut. Die dünne Haut am Auge verliert an Feuchtigkeit, sodass dunkle Stellen unter den Augen deutlich sichtbarer werden. Alkohol belastet zusätzlich den Stoffwechsel und fördert eine schnellere Hautalterung und dunkle Augenringe, da es die Haut dehydriert. Alkohol, Nikotin und Koffein können den Körper dehydrieren und verringern den Sauerstoffgehalt im Blut, was zu Augenringen führen kann.
  • Umweltfaktoren: Giftstoffe, Luftverschmutzung, Abgase oder Wasserverschmutzungen sind ebenfalls mögliche Gründe für dunkle, blaue oder schwarze Augenringe.
  • Computerarbeit: Wenn die Augen sehr beansprucht werden, verbrauchen die Augenmuskeln mehr Sauerstoff. Und da die Sauerstoffzufuhr über das Blut geschieht, wird der Augenbereich mehr durchblutet und die Blutgefäße schimmern stärker durch die dünne Haut hindurch.

Medizinische Ursachen

Bei plötzlich auftretenden Verfärbungen können auch Erkrankungen zum Beispiel der Leber die Ursache sein. Allergien, Anämie, Schilddrüsen- und Leberprobleme können die Entstehung von Augenringen begünstigen. Besonders Allergien, die die Augen betreffen, können zu Entzündungen und erweiterten Blutgefäßen führen, die sich als Augenringe bemerkbar machen. Ekzeme und andere Hauterkrankungen, die zu Reizungen führen, können ebenfalls eine Rolle spielen. Krankheitsbedingte Ursachen für Augenringe können weniger harmlos sein. Es gibt zahlreiche systemische Erkrankungen, welche zu Augenringen führen können, darunter allergische Reaktionen, Neurodermitis, Diabetes mellitus, Pfeiffersches Drüsenfieber und Organfunktionsstörungen wie Niereninsuffizienz und Lebererkrankungen, z.B. Hepatitis (Gelbsucht) und Fettleber.

Hinweis: Treten Augenringe plötzlich auf und verschwinden nicht wieder, können sie auf eine Erkrankung hinweisen. Lassen Sie in diesem Fall die Verfärbungen unter den Augen medizinisch abklären.

Alterung

Mit zunehmendem Alter wird die Haut dünner und verliert an Elastizität, wodurch die Blutgefäße unter der Haut stärker hervortreten. Der Verlust von Fett und Kollagen im Gesichtsbereich kann ebenfalls zu eingefallenen Augen und damit zu dunklen Schatten führen.

Augenringe bei Kindern und Babys

Augenringe bei Kindern sind in der Regel kein Grund zur Sorge, können jedoch auf bestimmte gesundheitliche Probleme hinweisen. Häufige Ursachen sind Allergien, insbesondere Heuschnupfen, der zu verstopften Nasennebenhöhlen führen kann. Durch das angestaute Nasensekret erweitern sich die Adern im Bereich der Augen und lassen sie dunkler aussehen. Auch Schlafmangel, Erkältungen und genetische Faktoren können bei Kindern Augenringe verursachen. Eingefallene dunkle Augenhöhlen können zudem im Zusammenhang mit starkem Durchfall oder Erbrechen ein Warnzeichen für Flüssigkeitsmangel sein.

Im Grunde ist es normal, dass beim Schlafen oder wenn man längere Zeit nicht blinzelt, Ausfluss in den Augen auftritt. Dieser Augenausfluss kann sich im Augenwinkel oder manchmal am Wimpernkranz ansammeln und verhärten. Diese Situation wird Grat genannt. Bei Kindern können Sie nach dem Aufwachen einige Grate bemerken, insbesondere an der Innenseite der Augen. Dies ist normal. Ein Grat, der das Öffnen des Auges verhindert, oder ein grüner Grat können jedoch ein Zeichen für gesundheitliche Probleme sein. Wenn dieses übermäßige Hängen mit verschwommenem Sehen, Lichtempfindlichkeit oder Augenschmerzen einhergeht, besteht bei Ihrem Kind möglicherweise ein Risiko für Augenkrankheiten.

Hinweis: In seltenen Fällen können Augenringe bei Kindern auf ernsthafte gesundheitliche Probleme wie Anämie, eine Fehlfunktion der Schilddrüse oder Nierenprobleme hinweisen. Wenn die Augenringe bei einem Kind plötzlich auftreten, sich verschlimmern oder von anderen Symptomen begleitet werden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären.

Augenringe und Tränensäcke: Wo liegt der Unterschied?

Die zwei unterschiedlichen Phänomene haben eine Sache gemeinsam: Sie befinden sich beide unter den Augen. Tränensäcke sind Fett- oder Flüssigkeitsansammlungen unter dem Auge, die meist durch einen gestörten Lymphfluss entstehen. Der Begriff „Tränensäcke“ ist dabei nur umgangssprachlich und hat in Wirklichkeit rein gar nichts mit Tränen zu tun. Tränensäcke unter dem Auge können temporär, beispielsweise durch Schlafmangel, oder dauerhaft, im Zuge des Alterungsprozesses oder eines gestörten Lymphflusses auftreten.

Behandlung von Augenringen

Die Behandlung von Augenringen hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab und reicht von einfachen Hausmitteln bis hin zu kosmetischen und medizinischen Eingriffen.

Kurzfristige Lösungen

Wenn ihr nach einer kurzfristigen Lösung sucht, um eure Verfärbungen abzudecken, haben wir die besten Tipps beim Thema Make-up:

  1. Make-up-Basis: Tragt eine klebrige Make-up-Basis auf. Das sorgt dafür, dass die nächsten Produkte optimal an eurer Haut haften, dadurch länger an ihrem Platz bleiben und sich nicht abrollen. Das kann entweder ein Feuchtigkeitsserum mit Glycerin, Hyaluron oder Aloe Vera Saft sein oder ein Primer.
  2. Colour Corrector: Hier arbeiten wir mit Komplementärfarben - deshalb ist es so wichtig, euren Verfärbungs-Ton ausfindig zu machen und ihn mit der gegenüberliegenden Farbe im Spektrum zu neutralisieren. Helle Hauttypen (grünliche Verfärbungen) sind mit rosafarbenen Tönen gut beraten, je dunkler der Hautton (lila Verfärbung), desto mehr sollte der Corrector in Richtung Peach oder Orange tendieren. Eine kleine Menge des Colour Correctors reicht bereits, um eure Verfärbung zu neutralisieren. Klopft das Produkt mit dem Ringfinger im Augeninnenwinkel ein, bis es ebenmäßig auf der Haut eingearbeitet ist. Setzt auf eine flüssige, dünne Textur und keine pastigen Formulierungen, die sich schnell in die Falten absetzen.
  3. Concealer: Je nachdem, wie stark eure Augenringe jetzt noch durchscheinen, greift ihr zu einem stark oder leichter deckenden Concealer. Den Concealer sparsam auftragen und zunächst mit dem Ringfinger, dann mit einem angefeuchteten Make-up-Schwamm mit sanft tupfenden Bewegungen in die Haut einblenden.
  4. Puder: Die Partie mit einem transparenten Puder fixieren, sodass das Produkt an Ort und Stelle bleibt.

Hausmittel und natürliche Methoden: Bei akuten Augenringen oder Schwellungen können Gurkenmasken, Aloe Vera, Kokosöl oder kalte Löffel helfen. Einfach für fünf Minuten auf die Augenpartie auflegen und kurz entspannen. Anschließend kann eine sanfte Massage mit Mandelöl die Durchblutung fördern. Achten Sie darauf, dass das Öl nicht in das Auge gelangt.

Langfristige Strategien und kosmetische Behandlungen

Eine einfache Augencreme ohne zusätzliche Wirkstoffe hilft bei der Behandlung von dunklen Augenschatten nicht. Generell ist eine Augenpflege nicht notwendig, denn die Haut um die Augen unterscheidet sich vom Aufbau nicht von der restlichen Gesichtshaut. Sie ist lediglich dünner und besitzt weniger Talgdrüsen (nur unter dem Auge), wodurch sie tendenziell trockener sein kann.

Wenn die Ursache eurer Augenringe UV-Strahlung ist, ihr also unter Hyperpigmentierung leidet, gibt es kosmetische Wirkstoffe, die die Verfärbungen aufhellen können. Vorab ist wichtig zu sagen, dass die jeweiligen Inhaltsstoffe erst ab einer bestimmten Konzentration ihre versprochene Wirkung entfalten und das Produkt ebenfalls effektiv formuliert sein muss.

Wirkstoffe zur Behandlung von Hyperpigmentierung

  • Niacinamid: Alleine oder in Kombination mit Acetylglucosamine wirkt dieser Wirkstoff sehr effektiv gegen Hyperpigmentierung. Neben vielen generellen Vorteilen für die Hautgesundheit kann er langfristig angewendet aufhellend wirken.
  • Süßholzwurzel-Extrakt: Der Extrakt und die daraus gewonnene Säure wirkt nicht nur beruhigend, sondern kann ebenfalls aufhellend wirken.
  • Koffein: Neben DIY-Masken Rezepten mit Kaffeesatz gibt es diesen durchblutungsfördernden Wirkstoff auch sehr effektiv als Serum.
  • Azelainsäure: Dieser ziemlich unbekannte Wirkstoff ist sehr gut verträglich und dafür bekannt, Hyperpigmentierung langsam aufhellen zu können. Azelainsäure ist ein Antioxidans, das freie Radikale bekämpft und sanft entschuppend wirkt.
  • Vitamin C: Vitamin C beugt der Entstehung freier Radikale vor und reduziert oxidiertes Melanin, wodurch sich die Pigmentierung von Schwarz zu Hellbraun verändert. Das Antioxidans fördert die Kollagenbildung in der Haut und hemmt die übermäßige Melaninbildung, durch welche Hyperpigmentierung entsteht. Kollagen bildet das Gerüst unserer Haut und fördert die Wundheilung - es repariert geschädigte, hyperpigmentierte Haut.
  • Glykolsäure: Diese Säure ist ein chemisches Peeling (AHA). Das kurbelt laut Studien die Zellerneuerung und die Kollagensynthese an, sodass sich Hyperpigmentierung schneller verabschiedet. Um die Augenpartie müsst ihr vorsichtig sein und eine niedrige Konzentration (maximal 3%) von Glykolsäure benutzen oder ein stärkeres Produkt mischen.
  • Vitamin A: Es gibt verschiedene Formen von Vitamin A (zum Beispiel Retinol, Retinal oder HPR), die die Kollagenproduktion ankurbeln und dadurch Pigmentflecken mindern können. Achtet bei Wirkstoffen darauf, dass ihr eure Haut langsam an sie heranführt.

Eine Veränderung der Haut durch die folgenden Wirkstoffe könnt ihr nicht vor zwei Wochen Anwendungszeitraum erwarten. Im besten Fall kombiniert euer ausgewähltes Produkt mehrere dieser effektiven Wirkstoffe miteinander.

Schema der Wirkungsweise von Niacinamid zur Aufhellung von Hyperpigmentierung

Kosmetische Verfahren

Verfärbungen im Gesicht und um die Augenpartie können auch mit einer kosmetischen BB-Glow-Behandlung gemindert werden. Mittels Microneedling-Technik werden mineralische Farbpigmente in die Haut eingearbeitet. Das gleicht die dunklen Schatten semipermanent aus - wie ein Concealer, den man nicht abschminken kann. Das klassische Microneedling ist seit Jahren ein beliebtes Treatment bei Kosmetiker:innen. Mit feinsten Nadeln werden Wirkstoffkonzentrate in die Haut eingearbeitet, was sie strahlen lässt. Beim BB-Glow werden zusätzlich zu den Wirkstoffen pigmentierte Foundations in die Haut eingeschleust. Diese dringen in die obersten Hautschichten ein und lassen die Augenringe für sechs bis neun Monate verschwinden.

Medizinische Behandlungen

Sowohl genetische als auch UV-Licht bedingte Verfärbungen um die Augenpartie können mit moderner Lasertechnologie behandelt werden. Mit moderner Lasertechnologie können Pigmente entfernt werden. Das Schmerz­niveau ist gering, wodurch keine Anästhesie erforderlich ist. Nach 15 bis 20 Minuten ist die Behandlung mit dauerhaftem Ergebnis abgeschlossen. Der gelaserte Bereich ist für rund einen Tag errötet. Die Behandlung funktioniert nur, wenn Pigment vorhanden ist. Eine Verfärbung durch beispielsweise durchschimmernde Blutgefäßchen würde nicht reduziert werden. Drei Behandlungen kosten circa 1200 Euro.

Kosmetische Eingriffe durch eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure kommen ebenfalls häufig zum Einsatz. Hyaluronsäure ist ein körpereigener Füllstoff, welche die Haut von innen aufpolstert. Dadurch scheinen die dunklen Blutadern weniger hindurch und die Schatten werden reduziert. Alternativ kann die Aufpolsterung auch mit Eigenfett gemacht werden. Das Fett wird aus dem Gesäß oder Oberschenkel entnommen und aufbereitet. Dann wird es gleich wie die Hyaluronsäure in die Haut um die Augen gespritzt, um ihr mehr Volumen zu geben. Die Aufpolsterung hält jedoch nicht für immer, sondern muss alle paar Monate erneuert werden.

taff testet: Methoden gegen Augenringe! Was hilft wirklich gegen die dunklen Augeschatten?

Vorbeugung von Augenringen

Gesunde Lebensgewohnheiten sind der Schlüssel zur Vorbeugung von Augenringen:

  • Gesunder Schlaf: Ausreichend Schlaf ist essenziell.
  • Ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf eine nährstoffreiche Kost.
  • Ausreichend Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie genügend Wasser.
  • Vermeidung von Stress: Erlernen Sie Stressbewältigungsstrategien.
  • Schutz der Haut: Schützen Sie Ihre Haut vor direkter Sonneneinstrahlung. Eine duftstofffreie Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 bietet zusätzlichen Schutz.
  • Regelmäßige ärztliche Checks: Überwachung von gesundheitlichen Bedingungen, die zu Augenringen führen können.

Wer Acht gibt auf einen tiefen Stresslevel, sich Erholung gönnt, gut isst, viel Wasser trinkt und sich bewegt, für den sollten Augenringe kein Problem darstellen. Selten gibt es aber medizinisch relevante Gründe und diese sollten bei einem Arzt abgeklärt werden, damit eine passende Therapie eingeleitet werden kann.

Infografik mit Tipps zur Vorbeugung von Augenringen

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