Kakao mit Wasser zu trinken, ist eine vergleichsweise einfache Variante der Zubereitung. Das Original kommt ohne Milch und Zucker aus und ist dadurch in der Regel kalorienärmer als klassische Trinkschokolade. Der Geschmack ist deutlich herber und weniger cremig als bei der süßen Variante mit Milch.
Kakao in der Geschichte: Von Ritualen zur Trinkschokolade
Die Kakaopflanze stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Das Wort „Kakao“ geht auf das Nahuatl-Wort „cacáuatl“ zurück - die Sprache der Azteken. Es bezeichnete ein Getränk, das aus zerstoßenen, mit Wasser vermischten Kakaobohnen zubereitet wurde. Maya und Azteken verfeinerten das Getränk mit Chili, Vanille, Honig oder Maismehl. Der Trank war bitter, teils scharf und galt als nahrhaft und bedeutsam. Die Kakaobohne selbst hatte in Mittelamerika einen sehr hohen Stellenwert.
Mit der europäischen Kolonialisierung gelangte Kakao nach Europa, wo er bald zu einem begehrten Genussmittel wurde. Um die steigende Nachfrage zu decken, wurden in den Kolonien großflächige Plantagen angelegt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus dem bitteren Ritualtrank die Trinkschokolade, wie sie heute verbreitet ist.

Kakao mit Wasser zubereiten: So geht's
Für eine Tasse Kakao mit Wasser benötigen Sie in der Regel einen gehäuften Teelöffel Kakaopulver, ein wenig Salz, 250 Milliliter Wasser und Gewürze nach Belieben. Die Zubereitung ist relativ einfach: Man gibt je nach Sorte 3-4 Teelöffel Kakaopulver in einen Becher, gibt heißes Wasser darüber und rührt kurz um.
Der Kakao, der auf diese Weise zubereitet wird, schmeckt etwas anders als die Version mit heißer Milch, jedoch nicht unbedingt schlechter. Viele Vendingautomaten funktionieren im Prinzip mit heißem Wasser, was eine praktische Lösung für unterwegs darstellt.
Variationen und Verfeinerungen
Bei der Zubereitung mit Wasser sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Gewürze wie Chili, Vanille oder Zimt können dem Getränk eine besondere Note verleihen. Auch die Zugabe von etwas Zucker oder Honig kann den herberen Geschmack abmildern, falls gewünscht.
Im Jahre 1830 entwickelte Coenraad Johannes van Houten den sogenannten Dutch process, der den Kakao weniger sauer, weicher im Geschmack, wasserlöslicher und dunkler machte. Von diesem Verfahren profitieren auch heute noch viele Kakao- und Schokoladenprodukte.
Kakao mit Wasser im Outdoor-Bereich und auf Reisen
Für Outdoorer und Reisende bietet Kakao mit Wasser eine leichte und platzsparende Alternative zu anderen Heißgetränken. Die Zubereitung ist denkbar einfach und erfordert lediglich heißes Wasser, das oft auf Touren leicht verfügbar ist. Die Auswahl an Instant-Kakaopulvern ist groß, und viele Produkte sind speziell für die Zubereitung mit Wasser konzipiert.
Neben Geld lässt sich hier vor allem auch Gewicht sparen. Bei der großen Auswahl an Produkten auf dem Markt ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei. Von der Firma Caprimo gibt es beispielsweise drei unterschiedliche Kakaoaromen, die nach den Farben Rot, Grün und Lila benannt sind. Caprimo Choco Grün wurde in Tests als Preis-Leistungs-Sieger hervorgehoben, während der Leo Choco Seven durch seinen kakaoigen Geschmack überzeugte.

Debatten und Meinungen zur Kakaozubereitung
Die Zubereitung von Kakao mit Wasser ist nicht unumstritten und weckt unterschiedliche Meinungen. Während einige die herbe und kalorienärmere Variante bevorzugen, empfinden andere den Geschmack als weniger ansprechend im Vergleich zur cremigen Milchvariante.
Einige Diskussionen drehen sich um die Frage, ob Kakao am Abend, insbesondere vor dem Zähneputzen, für Kinder geeignet ist. Die Meinungen reichen von der Befürchtung von Karies durch den Zuckergehalt bis hin zur Ansicht, dass es sich um ein Ritual handelt, das Kindern Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.
Es gibt auch die Ansicht, dass Kakao mit Wasser in Restaurants oft die Standardzubereitung ist. Manche Nutzer berichten von Erfahrungen mit speziellen Kakaoprodukten, die für die Zubereitung mit Wasser gedacht sind und gut schmecken sollen, während andere dies als "widerlich" empfinden.
Ein wichtiger Aspekt bei der Zubereitung von Instant-Kakaopulvern ist der Zuckergehalt. Bei einigen Produkten, wie beispielsweise Nesquik, steht Kristallzucker und Traubenzucker weit vorne in der Zutatenliste, noch vor dem Kakao selbst.
Kakaoalternativen und besondere Zubereitungen
Neben traditionellem Kakaopulver gibt es auch spezielle Produkte wie Ovomatinepulver oder Carokaffeepulver, die ähnliche Effekte wie heiße Milch erzielen können. Für Liebhaber eines intensiven Geschmackserlebnisses kann auch die Zubereitung aus ganzen Kakaobohnen mit heißem Wasser, Zucker und Kondensmilch in Betracht gezogen werden.
Manche greifen auch auf Tafelschokolade zurück, wie beispielsweise eine 60%ige Amazonas von Rausch, um einen intensiveren Kakao zu kreieren. Auch die Marke XOCAO von J.J. Darboven wird als Option genannt.
Für Personen mit Milchunverträglichkeit kann die Zubereitung von Kakao mit Wasser eine willkommene Alternative sein. Die Suche nach geeigneten Kakaopulvern, die sich gut mit Wasser auflösen lassen und dennoch gut schmecken, ist dabei eine Herausforderung.
Kakao nur mit Wasser ohne Milch = URKAKAO☕
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