Das RoMed Klinikum Rosenheim freut sich über eine bedeutende akademische Anerkennung: PD Dr. Tamme Goecke, Oberarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, wurde an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Diese Ernennung unterstreicht seine herausragenden Leistungen und sein tiefgreifendes Engagement im Bereich der medizinischen Forschung und Patientenversorgung.

Akademische Laufbahn und Spezialisierung
Professor Goecke absolvierte sein Medizinstudium an renommierten Universitätsstädten wie Freiburg, Marburg und Kapstadt. Seine Facharztausbildung schloss er am Universitätsklinikum Erlangen ab. Sein klinischer Schwerpunkt liegt seit jeher im Bereich der Geburtshilfe und pränatalen Medizin. Im Jahr 2012 habilitierte er zum Thema der prä-, peri- und postpartalen Depression und nahm anschließend eine Professur für Pränatale Medizin an der Universität in Aachen an. Dort leitete er das Perinatalzentrum der höchsten Versorgungstufe (Level I).
Im Jahr 2018 kehrte Professor Goecke mit seiner Familie nach Bayern zurück. Als Leiter der Geburtshilfe am RoMed Klinikum Rosenheim baute er die Betreuung von Risikoschwangerschaften und die Pränataldiagnostik weiter aus. Diese Entwicklung erfolgte auch in Kooperation mit einer eigenen pränataldiagnostischen Spezialpraxis in Rosenheim.
Anerkennung und Dankbarkeit
„Über meine Professur freue ich mich sehr und schätze die Unterstützung, die ich von meinen Mentoren, Kolleginnen und Kollegen und meiner Familie erhalten habe. So ist es denn auch ein Teamerfolg, und ich danke allen, die mich auf diesem Weg begleitet haben“, erklärt Professor Goecke. Die Klinikleitung gratulierte ihm herzlich zu dieser wohlverdienten Auszeichnung.
„Seine Beiträge zum geburtshilflichen Fachgebiet und sein Engagement für die Ausbildung der nächsten Ärztegeneration machen ihn zu einer inspirierenden Persönlichkeit in unserem Klinikum. Wir sind stolz darauf, einen so talentierten Fachmann in unserem Team zu haben und freuen uns auf die Fortsetzung seiner wegweisenden Arbeit“, unterstreicht die Kaufmännische Leiterin Dr. Martina Bielawski.

Umfassendes Leistungsspektrum der Gynäkologie und Geburtshilfe
Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am RoMed Klinikum Rosenheim bietet eine sichere und individuelle Geburtshilfe, die auf die Wünsche und Bedürfnisse der Patientinnen eingeht. Das Spektrum reicht von unkomplizierten Entbindungen bis hin zur Betreuung komplexer Risikoschwangerschaften, in enger Kooperation mit niedergelassenen Frauenärzten.
Darüber hinaus steht die Abteilung für alle anderen gynäkologischen Probleme und Erkrankungen zur Verfügung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Tumoren der Brust, der Gebärmutter und der Eierstöcke. Hierbei kommen alle modernen Diagnostik- und Therapieverfahren im operativen und konservativen Bereich zum Einsatz. Maßgeschneiderte Onkologie mit minimal-invasiven Operationsverfahren, plastischer Wiederherstellungschirurgie und individuell zugeschnittenen medikamentösen Therapien in der gynäkologisch-onkologischen Tagesklinik sind selbstverständlich. Auf Wunsch der Patientin werden auch komplementäre Behandlungsmethoden in ein integratives Gesamtkonzept eingebunden.
„Wir verstehen uns als Dienstleister. Die Versorgung unserer Patientinnen mit höchster medizinischer Qualität steht für uns im Vordergrund“, betont die Klinikleitung.
Betreuung während der Geburt
Werdende Väter sind während des gesamten Geburtsprozesses und gegebenenfalls auch davor willkommen. Es wird darum gebeten, dass nur eine Person die Mutter während der Geburt begleitet und die Besuchszeiten in den ersten Tagen nach der Geburt begrenzt werden, um die Bedürfnisse der Zimmernachbarinnen zu berücksichtigen.
Unterstützung für Neugeborene
Sollte der Start ins Leben für ein Neugeborenes erschwert sein, steht jederzeit ein Arzt der Kinderklinik zur Verfügung, um bereits im Kreißsaal zu unterstützen. In Problemfällen und bei jedem Kaiserschnitt ist ein Kinderarzt bereits bei der Geburt anwesend, um das Neugeborene fachärztlich zu versorgen.
Minimalinvasive Chirurgie
Die Abteilung setzt auf minimalinvasive Operationsverfahren, bei denen der Zugang zum Operationsgebiet über kleine Einschnitte und Sonden erfolgt. Über Trokare werden die chirurgischen Instrumente eingeführt. Diese Technik, obwohl anspruchsvoller als konventionelle Verfahren, bietet den Patienten Vorteile wie kleinere Narben und geringere postoperative Schmerzen.
PD Dr. med. Florian Herrle - neuer Chefarzt der Chirurgie in der RoMed Klinik Prien am Chiemsee
Spezifische Behandlungsgebiete
Operative Behandlung von Harninkontinenz und Gebärmuttersenkung
Harninkontinenz, das unwillkürliche Verlieren von Urin, ist ein häufiges Symptom, das in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden kann. Es gibt verschiedene Formen, wie Stressinkontinenz (beim Husten, Niesen, Heben) und Dranginkontinenz oder eine instabile Blase. Zur genauen Diagnose und Auswahl der optimalen Therapie wird die urodynamische Untersuchung (Blasendruckmessung) eingesetzt. Oft ist Harninkontinenz mit Gebärmuttersenkung und Scheidensenkung verbunden, was die Anwendung kombinierter Operationsverfahren erfordert.
Bösartige Erkrankungen
Bei bösartigen Befunden der Brust, der Gebärmutter, der Eierstöcke, Eileiter, Vulva und Vagina sind Radikaloperationen mit Entfernung der erkrankten Organe und dazugehörigen Lymphknoten entscheidend für eine erfolgreiche Therapie. Bei Brustkrebs (Mammakarzinom) werden heute überwiegend brusterhaltende Operationsverfahren angewendet, ergänzt durch eine anschließende Strahlentherapie.
Fortgeschrittene bösartige Erkrankungen der Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter, Vagina, Vulva und der Brust werden meist in Kombination mit operativen Verfahren behandelt.
Chemotherapie und Hormontherapie
Das Klinikum bietet alle modernen Verfahren der Chemotherapie und Hormontherapie an. Um unerwünschte Nebenwirkungen wie Erbrechen oder Blutbildveränderungen zu minimieren, werden unterstützende Medikamente verabreicht. Bei Haarausfall wird ebenfalls Unterstützung bei der Beschaffung einer Perücke geleistet.
Endometriose
Endometriose, die Absiedlung von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter, ist eine weit verbreitete Erkrankung, die Schmerzen und Unfruchtbarkeit verursachen kann. Die Behandlung erfolgt meist medikamentös über mehrere Monate nach Diagnosestellung und Operation.
Entzündliche Erkrankungen
Entzündliche Erkrankungen werden primär mit Antibiotika behandelt. Bei schweren Entzündungen wie Tuboovarialabszessen kann nach antibiotischer Therapie eine Operation notwendig sein. Leichtere Formen, wie leichte Blasen- oder Scheidenentzündungen, können auch mit naturheilkundlichen Verfahren wie Blasentees, Ansäuerung des Urins, ausreichender Flüssigkeitszufuhr oder der Wiederherstellung der Vaginalflora behandelt werden.
Strahlentherapie
Die Strahlentherapie wird in enger Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Versorgungszentrum für Strahlentherapie und Nuklearmedizin am Klinikum Rosenheim durchgeführt. Sie ist insbesondere nach brusterhaltenden Operationen bei Mammakarzinomen indiziert.

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