Produktinformationen: Hals- und Rachen Salzpastillen
Die Hals- und Rachen Salzpastillen von Sunlife sind ein Medizinprodukt, das zur unterstützenden Behandlung von Beschwerden im Hals- und Rachenbereich sowie zur Unterstützung der Schleimlösung entwickelt wurde.
Zusammensetzung und Inhaltsstoffe
Jede Pastille enthält als Wirkstoff Meersalz. Zu den weiteren Bestandteilen zählen Sorbitol, Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Maltodextrin, Magnesiumstearat, das Aroma Menthol/Pfefferminze sowie der Süßstoff Aspartam. Es ist zu beachten, dass die Pastillen eine Phenylalaninquelle enthalten.
Darreichungsform und Inhalt
Das Produkt ist in Originalpackungen mit 36 Pastillen erhältlich.
Anwendungsgebiete
Die Pastillen dienen der unterstützenden Behandlung von Beschwerden im Hals- und Rachenbereich und helfen bei der Schleimlösung.
Dosierungshinweise
Je nach Bedarf können bis zu 6 Mal täglich 1-2 Pastillen gelutscht werden. Die maximale Tagesdosis beträgt nicht mehr als 6 Pastillen.
Wichtige Hinweise zur Anwendung
Vor der Anwendung ist es ratsam, die Gebrauchsanweisung sorgfältig durchzulesen. Die Pastillen sollten für Kinder unzugänglich aufbewahrt und bei Temperaturen zwischen 2° C und 30° C gelagert werden.
Bei Risiken und Nebenwirkungen wird empfohlen, die Packungsbeilage zu konsultieren oder einen Arzt oder Apotheker zu fragen.
Hersteller und Vertrieb
Vertrieben und hergestellt werden die Hals- und Rachen Salzpastillen von der Sunlife Produktions- und Vertriebsgesellschaft mbH, ansässig in Schierbusch 3, 33161 Hövelhof.

Medikamenteneinnahme in der Stillzeit: Grundlegende Prinzipien und Besonderheiten
Die Frage nach der Sicherheit von Medikamenten während der Stillzeit ist für viele Mütter von großer Bedeutung. Häufig stehen stillende Mütter vor der Unsicherheit, ob die Einnahme von Medikamenten ihrem Säugling schaden könnte, und erhalten manchmal sogar den Rat, das Stillen zu unterbrechen oder ganz einzustellen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass eine medikamentöse Therapie nur in sehr seltenen Fällen eine Stillpause erfordert.
Herausforderungen bei Informationen zu Medikamenten in der Stillzeit
Allgemeine Arzneimittelinformationen, wie sie auf Beipackzetteln oder in Nachschlagewerken wie der Roten Liste zu finden sind, sind oft nicht spezifisch genug für die Situation stillender Mütter. Diese Informationen sind häufig zu allgemein gehalten und bieten wenig praktische Entscheidungshilfe. Ein häufiger pauschaler Rat lautet, entweder abzustillen oder auf das Medikament zu verzichten, da schädliche Auswirkungen auf das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden können. Dabei werden jedoch die negativen Auswirkungen eines verfrühten Abstillens oder einer aufgeschobenen Therapie für Mutter und Kind oft unterschätzt, während die potenziellen Risiken für das Kind rein hypothetischer Natur sein können und selten dokumentiert sind.

Übergang von Medikamenten in die Muttermilch und mögliche Auswirkungen
Es ist richtig, dass bei den meisten Medikamenten Spuren in die Muttermilch übergehen. Symptome beim gestillten Kind sind jedoch selten und meist nicht gravierend. Bei Antibiotika beispielsweise wird nur bei etwa 10 % der Säuglinge ein dünnerer Stuhlgang beobachtet, während die Mehrheit keine Symptome zeigt. Grundsätzlich sind toxische Effekte eher bei jungen Säuglingen zu bedenken, da ihr Stoffwechsel noch nicht vollständig ausgereift ist. Individuelle genetische Unterschiede bei Säuglingen können ebenfalls dazu führen, dass manche Symptome zeigen und andere nicht.
Nachschlagewerke und Beratungsstellen für Medikamente in der Stillzeit
Es existieren verschiedene gedruckte und Online-Nachschlagewerke, die eine Orientierung bieten, welche Medikamente mit dem Stillen vereinbar sind und welche gemieden werden sollten. Diese Quellen sammeln Studien und Fallberichte, ermitteln den Anteil von Wirkstoffen in der Muttermilch, mögliche Auswirkungen auf die Milchbildung und das gestillte Kind und schlagen alternative, stillverträglichere Medikamente vor. Zu etablierten Online-Nachschlagewerken für Fachpersonal zählen:
- Embryotox (Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin)
- LactMed (Drugs and Lactation Database der US National Library of Medicine)
- E-Lactancia (Projekt von APILAM)
- InfantRisk Center Apps
- Breastfeeding and Medication (Webseite von Wendy Jones)
Neben diesen Nachschlagewerken stehen Fachleuten in Deutschland auch persönliche Fachberatungsstellen, wie die Embryonaltoxikologie in Berlin, zur Verfügung, an die sie sich in komplexen Fällen wenden können. Mütter können ihre Ärzte und Apotheker auf diese Informationsquellen hinweisen oder darum bitten, dass die Stillverträglichkeit eines Medikaments geprüft wird. Die Information über das Stillen, das Alter und Gewicht des Babys kann Ärzten und Apothekern helfen, ein geeignetes Medikament auszuwählen.
Besonders geschultes Personal findet sich auch in Babyfreundlichen Apotheken, die sich auf Beratungen zu Arzneimitteln während Schwangerschaft, Stillzeit und Säuglingsalter spezialisiert haben.
Grundsätze der Medikamenteneinnahme in der Stillzeit
Wenn immer möglich, sollte eine nichtmedikamentöse Behandlung bevorzugt werden. Bewährte Medikamente sind neueren vorzuziehen, da über neu zugelassene Medikamente weniger Erfahrungswerte vorliegen. Die Einnahme eines einzelnen Medikaments ist günstiger als die Kombination mehrerer Präparate, da sich das Risiko unerwünschter Wirkungen dadurch erhöhen kann. Medikamente sollten möglichst nicht in Alkohol gelöst sein.
Bei Langzeittherapien kann es in bestimmten Fällen sinnvoll sein, die Medikamente vor einer längeren Stillpause einzunehmen (z. B. vor dem Schlafengehen oder wenn das Kind betreut wird), da die Konzentration des Wirkstoffs im Blut und in der Muttermilch nach einer gewissen Zeit abnimmt. Dies gilt jedoch nicht für alle Medikamente, wie z. B. Retardpräparate. Die Beratung durch Embryotox und eine Still- und Laktationsberaterin ist hierbei besonders wichtig. Das Abpumpen und Wegschütten der Milch kann die Muttermilch nicht von Medikamenten "reinigen", da die Konzentration von der Konzentration im Blut der Mutter abhängt.
Wenn eine Stillpause erforderlich ist, sollte die Mutter ihre Milch regelmäßig abpumpen und wegschütten, um die Milchbildung aufrechtzuerhalten. Die Häufigkeit des Abpumpens sollte dem Trinkverhalten des Babys entsprechen, idealerweise mit einer elektrischen Doppel-Milchpumpe.
Spezifische Medikamentengruppen und ihre Anwendung in der Stillzeit
Schmerzmittel
Bei alltäglichen Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen werden Paracetamol und Ibuprofen als Mittel der ersten Wahl für stillende Mütter empfohlen. Ibuprofen ist aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften besonders geeignet. Bei starker Entzündung ist Ibuprofen dem Paracetamol vorzuziehen. Es ist wichtig, die auf der Packungsbeilage angegebene Dosierung nicht zu überschreiten. Beide Wirkstoffe sind auch für Säuglinge erste Wahl bei Schmerzen oder Fieber, und Nebenwirkungen sind bei gestillten Babys nicht beobachtet worden. Bei Ibuprofen lässt sich der Wirkstoff in der Muttermilch selbst bei üblicher therapeutischer Dosierung nicht nachweisen.
Bei Migräne können ebenfalls Ibuprofen oder Paracetamol versucht werden. Bei unzureichender Wirksamkeit können Triptane eingesetzt werden, hierbei ist eine Absprache mit dem Arzt unerlässlich.
Erkältungsmittel
Erkältungsmittel sollten generell gemieden werden, da es sich oft um Kombinationspräparate mit nicht belegter Wirksamkeit handelt. Hausmittel wie viel Trinken, Inhalationen und Spülungen mit Salzlösung sind oft genauso hilfreich. Erkältungspräparate mit Pseudoephedrin können die Milchbildung hemmen. Abschwellende Nasentropfen können bei Bedarf verwendet werden. Gängige Augentropfen und Nasentropfen sind in der Stillzeit akzeptabel, insbesondere bei vorübergehender Anwendung.
Antibiotika
Bei bakteriellen Infektionen gibt es in der Regel stillfreundliche Alternativen zu Antibiotika. Die Mittel der ersten Wahl gehen nur minimal in die Muttermilch über, und Nebenwirkungen sind selten. Wenn das Baby auffällig ist, sollte dies mit dem Arzt besprochen und gegebenenfalls die Arznei gewechselt werden. Eine vom Arzt empfohlene Therapie sollte keinesfalls ohne ärztliche Rücksprache abgebrochen werden.
Magen-Darm-Beschwerden
Gegen Übelkeit, Durchfall und Erbrechen dürfen Stillende nach Rücksprache mit dem Kinderarzt Medikamente wie Dimenhydrinat-Präparate (bei Übelkeit und Erbrechen) oder Loperamid (bei Durchfall) einnehmen. Wichtig ist dabei eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Diese Mittel sollten nur vorübergehend und so kurz wie möglich angewendet werden.
Hustenmittel
Husten- und schleimlösende Präparate wie Acetylcystein und Ambroxol sind Mittel der ersten Wahl. Von Arzneimitteln und Einreibungen mit Eukalyptus-, Pfefferminzöl, Cineol oder Menthol sollte abgesehen werden, da diese bei Säuglingen zu Atemstillstand führen können. Der Hustenblocker Codein, der in vielen rezeptpflichtigen Hustenmitteln enthalten ist, ist besonders gefährlich für Säuglinge.
Weitere Medikamentengruppen
Betäubungsmittel (lokale Betäubung und Vollnarkose) erlauben das Stillen, sobald die Mutter bei klarem Bewusstsein ist und das Baby selbst anlegen kann. Bei Röntgenuntersuchungen kann bedenkenlos weitergestillt werden. Wenn ein Kontrastmittel verwendet wird, ist eine Stillpause erforderlich.
Bei Verstopfung eignen sich Füll- und Quellstoffe mit viel Flüssigkeit (Leinsamen, Weizenkleie, Flohsamen) oder Laktulose, wenn ballaststoffreiche Kost nicht ausreicht.
Impfungen sind in der Stillzeit grundsätzlich erlaubt, mit Ausnahme der Polio-Lebendimpfung. Bei kleinflächigen und vorübergehenden äußeren Behandlungen von Hauterkrankungen ist in der Regel keine Einschränkung nötig, bei großflächiger Anwendung ist jedoch fachliche Beratung erforderlich.
Bei Kopf- und Rückenschmerzen sind Ibuprofen und Paracetamol die Mittel der Wahl. Bei unzureichender Wirksamkeit können Triptane eingesetzt werden, nach Rücksprache mit dem Arzt.
Bei der Behandlung von Läusen ist die manuelle Entfernung mittels spezieller Kämme sehr wirksam. Pyrethrumextrakt gilt als verträglich, Lindan sollte wegen seines nerventoxischen Potenzials gemieden werden.
Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit: Was gilt es zu beachten?
Medikamenteneinnahme über einen längeren Zeitraum
Bei chronischen Erkrankungen oder Langzeittherapien ist eine besondere Sorgfalt geboten, da sich Wirkstoffreste im Körper anlagern können. Eine Einnahme sollte immer mit dem Kinderarzt besprochen werden. In gewissen Fällen kann es sinnvoll sein, die Medikamente vor einer längeren Stillpause einzunehmen, um die Konzentration im Blut und in der Muttermilch zu reduzieren. Psychopharmaka und Mittel bei Epilepsie erfordern oft eine spezielle Beratung durch Spezialisten und Zentren wie Embryotox.
Für Heuschnupfen- oder Asthma-Patientinnen gibt es gut verträgliche Mittel der ersten Wahl, wie z. B. Cetirizin. Eine mögliche Nebenwirkung ist Müdigkeit, die bei Beobachtung des Babys ärztlich abgeklärt werden sollte.