Die Helios Mariahilf Klinik Hamburg legt großen Wert darauf, dass sich Patientinnen vor, während und nach der Geburt bestmöglich aufgehoben fühlen. Ein Team aus Geburtshelfern - bestehend aus Hebammen, Ärzten, Pflegespezialisten und Stillberaterinnen - trägt mit menschlicher Zuwendung und medizinischem Können zur größtmöglichen Sicherheit bei. Auch für Situationen, die über menschliche Wärme und Geduld hinausgehende medizinische Hilfe erfordern, ist die Klinik mit modernen Hilfestellungen der Geburtsmedizin gut vorbereitet. Eine individuell angemessene Behandlung kann durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit gewährleistet werden.
Um die Qualität der Betreuung kontinuierlich zu verbessern und Patientinnen eine Stimme zu geben, ist die Meinung der Patientinnen sehr wichtig. Die Klinik bittet daher nach dem Aufenthalt um das Ausfüllen des Fragebogens für Patientinnen, der anonym erfolgen kann und auf der jeweiligen Station erhältlich ist. Alternativ kann der Fragebogen in einem verschlossenen Umschlag in den grünen Feedback-Briefkasten im Eingangsbereich der Klinik eingeworfen werden.
Beschwerdemanagement und Feedback
Für Fragen oder Anlass zur Beschwerde steht das Beschwerdemanagement der Klinik zur Verfügung. Jeder Hinweis wird individuell und konstruktiv mit den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besprochen, und das Ergebnis wird den Patientinnen umgehend mitgeteilt. Es wird ausdrücklich dazu ermutigt, Kritik zu äußern, um die Klinik dabei zu unterstützen, sich weiter zu verbessern.
Erfahrungsberichte zur Geburt im Helios Mariahilf Harburg
Die Erfahrungen von Patientinnen im Kreißsaal und auf den geburtshilflichen Stationen des Helios Mariahilf Harburg sind vielfältig und reichen von sehr positiven bis hin zu kritischen Berichten.
Positive Erfahrungen
Viele Patientinnen berichten von einer durchweg positiven Betreuung. Insbesondere die Freundlichkeit, Fürsorglichkeit und Kompetenz des Personals werden häufig gelobt. Dies gilt sowohl für Hebammen und Ärzte als auch für das Pflegepersonal auf den Stationen, wie der Station „Valeria“.
- Umfassende Fürsorge: Viele Frauen fühlen sich während des gesamten Aufenthalts, von der Aufnahme bis zur Entlassung, sehr wohl und gut betreut. Dies schließt die Vor- und Nachbereitung von Eingriffen wie Kaiserschnitten ein.
- Individuelle Unterstützung: Die Patientinnen schätzen die individuelle Zuwendung, die ihnen entgegengebracht wird. Dies zeigt sich beispielsweise in der intensiven Unterstützung beim Stillen, wo geduldig und einfühlsam auf die Bedürfnisse von Mutter und Kind eingegangen wird.
- Angenehme Atmosphäre: In einigen Berichten wird die Atmosphäre auf den Stationen als sehr harmonisch und familiär beschrieben, fast wie ein Besuch bei Freunden. Das Personal wird als liebevoll, hilfsbereit und immer zur Stelle empfunden, wenn Unterstützung benötigt wird.
- Kompetente medizinische Versorgung: Auch bei schwierigen Geburten mit Komplikationen oder notwendigen Kaiserschnitten wird die medizinische Kompetenz des Teams hervorgehoben. Die Patientinnen fühlen sich gut beraten und informiert.
- Einbeziehung der Angehörigen: Die Möglichkeit, im Familienzimmer untergebracht zu sein, wird positiv erwähnt. Auch Väter fühlen sich willkommen und werden in die ersten Schritte der Elternschaft, wie das Wickeln und Anziehen des Babys, aktiv einbezogen.
Besonders hervorgehoben werden:
- Die Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter.
- Die fürsorgliche Betreuung, auch in anspruchsvollen Situationen.
- Die Unterstützung beim Stillen und die einfühlsame Beratung.
- Die angenehme und familiäre Atmosphäre auf den Stationen.
- Die gute Vor- und Nachbereitung medizinischer Eingriffe.

Kritische Anmerkungen und Verbesserungspotenziale
Neben den vielen positiven Rückmeldungen gibt es auch kritische Stimmen, die auf Verbesserungspotenziale hinweisen.
- Sprachbarrieren: Ein wiederkehrender Kritikpunkt betrifft mangelnde Deutschkenntnisse bei einigen Pflegekräften, was zu Verständigungsschwierigkeiten während der Geburt führen kann.
- Umgang mit Komplikationen: In einem Fall wurde die Reaktion des Personals bei starken Schmerzen und beginnenden Presswehen als unzureichend empfunden, mit langen Wartezeiten und scheinbar unzureichender Betreuung durch die anwesenden Krankenschwestern.
- Terminmanagement: Es gab Berichte über Schwierigkeiten bei der Einhaltung von Terminen für Anmeldungsgespräche, insbesondere wenn Ärztinnen wegen Notfällen abwesend waren, was zu Unsicherheit und Unzufriedenheit bei den Patientinnen führte.
- Essensmenge: Eine Patientin bemängelte die für eine stillende Mutter als zu gering empfundene Essensmenge, die eine zusätzliche Versorgung durch Angehörige notwendig machte.
- Corona-bedingte Einschränkungen: Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, wie begrenzte Besuchszeiten für Partner, wurden als belastend empfunden.
Ein detaillierter Bericht beschreibt eine Geburt, bei der anfängliche Verständigungsprobleme mit Pflegekräften und eine scheinbar unzureichende Reaktion auf starke Wehen zu einer traumatischen Erfahrung führten. Die Patientin fühlte sich allein gelassen und musste die Krankenschwester zur Hilfe rufen, als das Baby bereits geboren werden musste.

Veränderungen in der Geburtshilfeabteilung
Berichte deuten auf weitreichende Veränderungen in der Geburtshilfeabteilung der Helios Klinik Mariahilf Harburg hin. Mehrere Ärztinnen, darunter die Chefärztin, haben ihre Kündigung eingereicht. Als Grund nannten sie, dass sie unter den gegebenen Rahmenbedingungen ihren Ansprüchen an medizinische Versorgung, patientenfreundliche Organisation und den Umgang mit Mitarbeitern nicht mehr gerecht werden könnten. Die Klinikleitung äußerte sich überrascht über diese Vorwürfe und gab an, dass sich die Rahmenbedingungen positiv verändert hätten und neue Stellen geschaffen worden seien. Es wurde betont, dass Maßnahmen ergriffen wurden, um die Kaiserschnittrate zu senken, was offenbar auch gelungen ist.
Es gibt Hinweise auf „massive Differenzen“ zwischen der Klinikgeschäftsführung, Hebammen und Ärztinnen, was die Klinik jedoch zurückweist. Der Hamburger Hebammenverband bestätigte eine generell kritische Arbeitssituation für Hebammen, wies aber darauf hin, dass nicht alle Kündigungen im vergangenen Jahr auf Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen zurückzuführen seien.
Phasen der Geburt – Hebammen des Marien Hospital Herne erklären Geburtsphasen am Beckenmodell
Zur Aufklärung der Situation wurden Anfragen an die Gesundheitsbehörde und den Senat gestellt.
tags: #beschwerdestelle #maria #hilf #harburg #kreibsaal