Reisebuggys: Der ultimative Begleiter für unterwegs

Reisebuggys können die Nerven schonen oder strapazieren - mit dem passenden Buggy auf Reisen wird die eigene Komfortzone maßgeblich erweitert. Wir haben uns auf dem Markt umgeschaut und 19 Buggys zwischen 60 bis 460 Euro getestet, die explizit auch als Reisebuggys beworben werden. Einige von ihnen sind nicht nur reise-, sondern auch alltagstauglich. Die teilweise hohen Anschaffungskosten erklären sich in einigen wirklich durchdachten, technischen Extras.

Eine Auswahl verschiedener Reisebuggys in unterschiedlichen Farben und Designs.

Worauf es bei einem Reisebuggy ankommt

Auf Reisen, egal ob im Flugzeug, mit dem Auto oder der Bahn, gelten für Buggys andere Anforderungen als zu Hause. Ein Reisebuggy muss An- und Abreise überstehen, flexibel an unterschiedlichen Orten einsetzbar sein und dem Kleinkind genügend Komfort bieten. Der Reisebuggy hat meistens die besondere Herausforderung, im zusammengeklappten Zustand besonders klein und handlich zu sein. Idealerweise erfüllt er dann auch die IATA-Vorgaben für Handgepäckgrößen der Flugzeug-Airlines und kann als Handgepäck direkt im Flugzeug mitgenommen werden.

Sollte erst beim Boarding festgestellt werden, dass der mitgeführte Buggy zu groß ist, darf er nicht mit ins Flugzeug und wird als Sondergepäck eingecheckt. Auch im Zug können die besonders aufs Platzsparen ausgelegten Buggys im Gang geschoben werden und passen in die Hutablage oder im Abteil in eine Ecke des Fußraums. Auch beim Reisen mit Auto und Wohnmobil wird der kompakte Reisebuggy überzeugen, da Platz hier oft rar gesät ist. Der Buggy wird meistens direkt bis zum Anreiseort genutzt und dann zusammengeklappt.

Das ideale Gewicht und Packmaß

Für das Gewicht gibt es, abgesehen von Handgepäckrichtlinien, keine festen Vorgaben. Idealerweise lässt sich der zusammengeklappte Buggy ohne Probleme einige Minuten tragen. Die Testmodelle bewegten sich zwischen fünf bis neun Kilogramm. Um für alle Reisevarianten gerüstet zu sein, würden wir als Idealgewicht alles zwischen fünf bis sieben Kilogramm einordnen.

Das Zusammenklappen bei einem Reisebuggy ist ein wichtiges Kriterium. Der Buggy sollte am besten als Handgepäck durchgehen, auf jeden Fall aber in einen Kofferraum passen. Bei vielen Testmodellen gibt es den sogenannten Einhand-Klappmechanismus. Das bedeutet, dass der Buggy mit einer Hand auf- und zugeklappt werden kann. Bei den deutlich günstigeren Modellen funktionierte das Zusammenfalten nur mit beiden Händen und war im Test mitunter übungsbedürftig.

Komfort und Ausstattung

Ein Reisebuggy ist auf Portabilität ausgelegt. Doch ebenso wichtig sind die Faktoren Komfort und Ausstattung. Ist man auf Flughäfen und Bahnhöfen unterwegs, freut es einen, wenn sich der Buggy problemlos und wendig überall hinschieben lässt. Schwenkbare Hartgummiräder mit Feststellfunktion sind ideal. Über eine Federung der Hinter- und Vorderräder verfügten alle Buggys im Test, allerdings zeigen sich hier deutliche Qualitätsunterschiede.

Sehr praktisch sind kleine Taschen am Buggy für Geldbeutel und Handy. Am besten mit Reißverschluss, damit es beim Zusammenklappen nicht rausfällt. Auch der Korb unter der Sitzfläche kann ein wichtiges Auswahlkriterium sein. Mit Kleinkind gibt es immer Dinge, die transportiert werden wollen: Windeln, Getränk, Spielsachen, Wechselklamotten. Zu klein sollte der Korb also nicht sein - und auch etwas Gewicht aushalten. Fünf Kilo sind für uns die Mindestanforderung. Manche Buggys haben sogar einen Getränkehalter. Manche Modelle haben einen Korb, der vorn dank Federung heruntergedrückt werden kann.

Verstellbare Rückenlehne und Fußstütze

Eine verstellbare Rückenlehne ist bei Reisebuggys meistens vorhanden und je nach Anschaffungspreis mehr oder weniger komfortabel ausgestattet. Die verstellbare Rückenlehne ist allerdings ein Extra, das wir sehr empfehlen - gerade, wenn Sie viel mit Ihrem Kleinkind unterwegs sind, das oft unterwegs schläft. Kinder können besser entspannen sowie länger und tiefer schlafen, wenn der Buggy als Liegebuggy genutzt werden kann, indem er in die 180-Grad-Liegeposition gestellt wird. Nicht alle Reisebuggys verfügen über eine stufenlos verstellbare Liegefläche oder lassen sich ganz flach machen.

Das Verdeck und die Reinigung

Das Verdeck ist bei einem Reisebuggy genauso wichtig wie bei einem »normalen« Kinderwagen oder Buggy. Je weiter die Haube nach unten gezogen werden kann, desto besser. Integrierte Lüftungsfenster oder Insektennetze zahlen sich deutlich aus. Gerade bei Reisebuggys sollte man einmal mehr schauen, wie sich der smarte Begleiter reinigen lässt. Bei vielen Buggys ist der Bezug waschbar. Bei den teuren Modellen lassen sich die atmungsaktiven Bezüge oft einfach abnehmen und sanft reinigen oder sogar im Schongang der Waschmaschine waschen. Einfache Modelle verfügen gegebenenfalls nicht über einen separaten Bezug und die Kunststoffoberflächen können mit feuchten Tüchern und leichten Seifen abgewaschen werden. Kommt man mal ohne Regenschutz in einen Schauer, empfehlen wir, den Reisebuggy vollständig durchtrocknen zu lassen, bevor er wieder zusammengeklappt wird.

Zusätzliche Ausstattungsmerkmale

Gute Modelle verfügen über Adaptervorrichtungen für ein Geschwisterbrett. Das ist eine großartige Sache, da ältere Kinder die Option haben, mitzufahren oder auch kurz verschnaufen können. Weitere Ausstattungspunkte sind Taschen, in denen der Reisebuggy selbst auf Reisen komplett verstaut werden kann, sowie Regenhauben. Letztere waren leider bei kaum einem Buggy im Lieferumfang enthalten, gehören aber unserer Meinung nach zu einem Must-Have. Weitere Ausstattungsdetails können Getränkehalter für To-Go-Becher oder separate Sonnenschirme sein.

Detailaufnahme eines Reisebuggys mit integrierter Tasche und Getränkehalter.

Babys und Kinder im Reisebuggy: Ab wann ist es sinnvoll?

Die meisten Reisebuggys sind für Kinder ab sechs Monaten konzipiert. Aber es kommt aufs Kind an: Laut Empfehlung sollte ein Kleinkind eigenständig sitzen können, bevor man es im Buggy durch die Gegend fährt. Viele Hersteller bieten daher die Möglichkeit, den Buggy auch als Kombiwagen zu nutzen. Bei diesen Modellen ist es möglich, eine Babyschale mittels zusätzlicher Adapter auf das Buggy-Gestell zu setzen. Grundsätzlich ist der Buggy für Reisen am besten für Kinder ab zwei Jahren geeignet. Ab diesem Alter können Kleinkinder gut in Fahrtrichtung fahren und selbst äußern, wenn etwas drückt oder stört.

Buggys sind in der Regel »einfacher« ausgestattet als der Kinderwagen. Besonders günstige Modelle haben im Vergleich mit Kinderwagen kaum Polsterung oder besonders ergonomisch ausgerichtete Sitze. Viele Hersteller bieten ihre Modelle, ähnlich wie Kinderwagen, ab Geburt an. Tatsächlich sollten Babys ausschließlich in Babyschalen liegen, angepasst an ihre Größe. Außerdem müssen Eltern das Baby im Blick haben, weshalb die Wanne in Richtung Eltern einspannbar sein sollte. Entsprechende Babywannen oder Adapter für die Babyschalen sind bei vielen Reisebuggy-Herstellern erhältlich.

Empfehlenswerte Reisebuggys im Test

Bugaboo Butterfly: Der Testsieger

Der Bugaboo Butterfly ist in unserem Test der beste Reisebuggy. Er überzeugte uns, da hier einfach auf alles geachtet wurde: Der Buggy bietet eine hohe Komfortsitz- und Schlafposition für Kinder bis zu einem Gewicht von 22 Kilogramm. Dazu ist er sehr wendig und die gefederten Räder fahren auch auf unebenen Straßen sehr gut.

Der Bugaboo Butterfly macht seinem Namen alle Ehre. Leicht wie ein Schmetterling lässt er sich mit einer Hand auf- und zuklappen. Er begleitet Kind und Eltern auf Reisen mit dem Flieger bis in die Kabine, wo er sich problemlos im Handgepäckfach verstauen lässt. Im Test hat er die großen und kleinen Tester voll überzeugt. Bereits beim Auspacken hat man das Gefühl, dass hier was Gutes kommt: Der Butterfly ist komplett funktionstüchtig und ohne Zusammenbauen sofort einsatzbereit. Der Hersteller verspricht durch die acht verbauten Gelenke das Auf- und Zusammenklappen in nur einer Sekunde.

Der Butterfly hat ein Nettogewicht von sieben Kilo, womit er in der Testumgebung im oberen Bereich liegt. Die Maße im offenen Zustand sind 45 x 102 x 92,5 cm. Zusammengeklappt erreicht der Butterfly ein Packmaß von 45 x 54 x 23 cm. Damit liegt er innerhalb der Obergrenze für Handgepäck gemäß der IATA-Empfehlung der internationalen Fluggesellschaften. IATA steht für International Air Transport Association und definiert 2023 die maximale Größe von Handgepäck bei 55 x 40 x 20 cm.

Der Butterfly verfügt über einen gepolsterten Griff und lässt sich damit angenehm für eine kurze Zeit auf der Schulter tragen. Der Reisebuggy hat keine scharfen Ecken und Kanten. Das Gestell ist schwarz matt. Verdeck und Sitzauflage tragen die jeweils ausgesuchte Farbe. Das klassische Bugaboo Branding findet man auf dem Verdeck und der Sitzauflage und bildet zusammen mit den Felgen die weißen Akzente. Das Polster besteht aus widerstandsfähigem, atmungsaktiven Polyamid. Es ist schön weich und hochwertig verarbeitet. Schnell wird es auf- und abgezogen, falls es aus Reinigungsgründen mal gewechselt werden muss.

Der kompakte Butterfly ist im Test besonders durch seine Wendigkeit aufgefallen. Bugaboo hat eine Vier-Rad-Federung verbaut. Die ermöglicht ein extrem wendiges Fahren und einhändiges Schieben für mehr Flexibilität und Fahrspaß. Der Schiebebügel ist mit 102 Zentimetern auch für größere Menschen geeignet. Die große Untergestell-Ablage hat uns im Test ebenfalls sehr gefallen. Sie fasst bis zu acht Kilogramm. Die flexibel gefederte Öffnung auf der Rückseite ermöglicht einen einfachen Zugang von vorn und hinten.

Die Lehne des Butterfly lässt sich fast vollständig in eine flache Einhand-Liegeposition zwischen 111 bis 145 Grad einstellen. Eine komplette Liegefunktion ist beim Butterfly leider nicht möglich. Die Fußablage kann wiederum in fünf Schritten an die beste Position fürs Kind anpasst werden und ermöglicht das Hochlegen der Beine in der fast horizontalen Liegeposition. Besonders gut hat uns die Qualität der Verarbeitung und Polsterung gefallen. Die Schultergurte des Fünf-Punkt-Gurts sind sehr gut gepolstert und stören das Kind nicht. Kleine Details, wie die eingearbeiteten Widerstände, sorgen für schnelles Anschnallen und wenig Fummelarbeit.

Das vierteilige Sonnendach des Bugaboo Butterfly ist praktisch. Es besitzt ein Peek-a-Boo-Fenster, das gleichzeitig durch den Netzeinsatz Schutz vor Insekten bietet. So haben die Eltern das Kind immer im Blick und trotzdem wird voller Wind- und Sonnenschutz geboten. Ein Regenverdeck ist im Lieferumfang enthalten. Das ist besonders zu erwähnen, da das leider kein Standard ist. Hierfür gab es einen Extrapunkt, den zweiten für die besondere Ausarbeitung: Statt das Verdeck über den Bügel zu stülpen, wird er einfach ausgespart.

Der Bugaboo Butterfly bietet, wie gesagt, eine große Untergestell-Ablage, die von beiden Seiten zugänglich ist. Das Besondere: Sie ist hoch genug, dass nichts herausfallen kann, aber dennoch lässt sich der Korbrand durch eine Federung herunterdrücken. Die Stoffe der Sitzeinlage bestehen aus Polyester und sind mit Polyurethan-Schaum überzogen. Sie sind, ebenso wie das komplett abnehmbare Untergestell aus Polyamid und der Tragegurt, bei 30 Grad in der Maschine waschbar. Im Test hat uns vor allem überzeugt, wie gut und einfach sich der Bezug abnehmen lässt.

Der Bugaboo Butterfly hat einen hohen Anschaffungspreis. Unserer Meinung nach kann dieser Buggy aber auch sehr gut als Alltagsbuggy verwendet werden. Die Adapter für zahlreiche Babyschalenmodelle machen den Butterfly ab Geburt einsatzfähig. Für ältere Kinder kann der Bauchbügel als Sicherheit extra erworben werden. Im Fazit ist der Butterfly ein rundum gelungener Buggy und wir finden, er eignet sich als Hauptbuggy und Reisebuggy zugleich. Preislich liegt er an der Obergrenze, aber der Test zeigte auch, dass die günstigeren Modelle klare Minuspunkte haben. Ein Minus ist die fehlende Tasche bzw. ein Fach für Handy oder Geldbörse. Das nervt etwas. Die Stiftung Warentest hat den Bugaboo Butterfly im März 2024 getestet und mit »gut« bewertet.

Bugaboo Butterfly im zusammengeklappten Zustand, bereit für den Transport.

Joolz Aer2: Ein Hauch mehr Überzeugung

Der Joolz Aer2 ist der Nachfolger vom Aer+ und hat uns einen Tick mehr überzeugt als das Vorgängermodell. Hier kann beinahe alles einhändig erledigt werden, was gerade in stressigen Reisemomenten ein echter Vorteil ist.

Der Joolz Aer2 ist eine Erweiterung des ebenfalls empfehlenswerten Aer+. Die Neuerungen beziehen sich vor allem darauf, dass Sie noch mehr einhändig erledigen können - vom Zusammenfalten oder Ausklappen des Buggys bis zur Veränderung der Liegeposition. Ebenfalls positiv bewerten wir das Fahrverhalten: Ob Kopfsteinpflaster, Wiese oder Straßenbelag, der Aer2 von Joolz hat jedes Gelände gut mitgenommen und bot unseren Testkindern trotzdem guten Komfort. Da wurde nicht gemeckert, dass etwas weh tut oder unbequem ist.

Die Fußstütze lässt sich so verändern, dass in Kombination mit der veränderten Liegeposition eine Art Bett entsteht. Hier kommt der Komfort dann doch an seine Grenzen, es ist eben ein Unterschied, ab man zuhause eingekuschelt schläft oder sich in einem Buggy durch die Gegend schieben lässt. Die Einklappautomatik, die problemlos mit einer Hand funktioniert, bewerten wir positiv. Natürlich ist es in der Theorie immer besser, kein Kleinkind im Arm zu haben, während man den Buggy aufklappt. Aber in der Praxis passiert das öfter, als uns allen lieb ist. Im Test zeigte sich: Kein Problem, der Aer2 ist innerhalb von Sekunden einhändig aufgeklappt!

Wenn Sie die Adapter und Babywanne dazukaufen, können Sie diesen Reisebuggy ab der Geburt nutzen. Das bieten mehrere Modelle im Test an. Wir finden das durchaus praktisch bei den Buggys, die nicht ganz so schmal gebaut sind, geben aber zu bedenken, dass es bei Reisebuggys eben nicht darum geht, eine Lösung anzubieten, die alle abholt. Was das Packmaß anbelangt, kann der Aer2 von Joolz überzeugen. Er entspricht den IATA-Vorgaben und sollte bei den meisten Airlines problemlos akzeptiert werden. Da im Lieferumfang außerdem eine Schutz- und Tragehülle enthalten ist, wird der Transport zum Flugzeug, sollte Ihr Kind da schon ausgestiegen sein, deutlich leichter. Ob all diese kleinen Neuerungen letztlich die Preiserhöhung im Vergleich zum Aer+ rechtfertigen, können nur Sie selbst entscheiden.

Nuna TRVL lx: Für größere Eltern und Kinder

Für Eltern, die ein bisschen größer sind und vielleicht auch Nachwuchs haben, der ein bisschen mehr Platz benötigt, können wir den Nuna TRVL lx empfehlen.

Für Eltern, die auf der Suche nach ein bisschen mehr Komfort für Ihren Nachwuchs - aber auch für sich selbst - sind, könnte der Nuna TRVL lx ein guter Reisebuggy sein. Denn nicht nur, dass die Sitzfläche angenehm breit ist, die Schiebestange lässt sich auch schön hoch m...

Urban Kanga von Wallaby: Die preisgünstige Empfehlung

Unsere preisgünstige Empfehlung ist der Urban Kanga von Wallaby. Er erfüllt die gängigen Vorgaben für Handgepäckgröße und ist auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet. Das Modell ist bis 15 Kilo belastbar, bietet aber nicht ganz so viel Komfort für den kleinen Fahrgast.

Allgemeine Kaufkriterien für Reisebuggys

Damit Du den Überblick behältst, hat dir die baby-walz Redaktion die entscheidenden Kaufkriterien zusammengestellt:

  • Gewicht: Das Gewicht und die Größe sind entscheidende Faktoren. Ein leichter Buggy erleichtert das Tragen und Verstauen, während ein kompakter Kinderwagen weniger Platz im Kofferraum einnimmt. Überlege, wie oft und wo Du ihn nutzen wirst, um das passende Modell zu finden.
  • Räder: Die Räder sollten nicht zu hart sein, damit Dein Baby nicht jede kleine Unebenheit des Weges sofort am ganzen Körper spürt. Gummierte Räder oder ein Buggy mit Luftreifen erhöhen den Fahrkomfort. Ein Mehr an Fahrkomfort büßt jedoch etwas an Wendigkeit und Gewicht ein.
  • Sicherheit: Eine Zertifizierung nach DIN EN 1888 oder eine Auszeichnung mit dem GS-Siegel gibt Dir die Sicherheit, dass der Kinderwagen entsprechend den aktuellsten Sicherheitsanforderungen bezüglich Material, Verarbeitung, Stabilität, Bremseigenschaften usw. entspricht. Ein Sicherheitsbügel und ein 5-Punkt-Gurtsystem sichern zusätzlich Dein Baby ab.
  • Funktionalität: Funktionalität ist ein weiteres wichtiges Kriterium. Ein großer Einkaufskorb, ein leicht bedienbares Klappsystem und ein höhenverstellbarer Griff können den Alltag erleichtern. Überlege, welches Zubehör wie Regenschutz, Moskitonetz oder Fußsack für Deine Bedürfnisse wichtig ist.
  • Liegeposition: In einem Buggy mit Liegefunktion können die Kleinen bequem schlummern. Solltest Du längere Ausflüge oder Spaziergänge planen, überlege, ob Dein Buggy eine verstellbare Rückenlehne benötigt.

Bevor Du Dich entscheidest, solltest Du verschiedene Modelle testen. Deine individuellen Bedürfnisse bestimmen letztendlich die Wahl des Modells.

Buggys mit Blickrichtung nach vorn und hinten

Nach dem Erstlingswagen ist für manche Kinder die Umstellung in einen vorwärtsgerichteten Buggy zu groß. Können die Kleinen anfangs die schiebenden Eltern beobachten, sind diese plötzlich aus dem Sichtfeld und das Kind wird den vielen äußeren Reizen ausgesetzt. Nicht selten sind sie mit der Reizüberflutung überfordert oder ihnen fehlt die Interaktion mit den Eltern. Aus diesem Grund suchen immer mehr Eltern einen Buggy mit Blickwechsel. Das heißt, der Buggy ermöglicht dem Baby, rückwärtsgerichtet oder in Fahrtrichtung sitzend zu fahren.

Hier gibt es verschiedene Lösungen:

  • Buggy mit umsetzbarem Sportsitz: Die Sitzeinheit wird dabei in und entgegen der Fahrtrichtung umgesetzt. Schieber und Räder bleiben unverändert. Zu diesen rückwärtsgerichteten Buggys gehört z.B. der Joie Versatrax oder der Quinny Zapp Flex.
  • Buggy mit Schwenkschieber: Hierbei wird der Schiebebügel über den Sitz umgelegt. Meistens ist diese Lösung bei den Kombikinderwagen mit Sportsitz zu finden. Dazu gehören Kombikinderwagen von Bugaboo, Hartan oder Joolz.
  • Buggys mit drehbarem Sportsitz: Während das Baby sitzt, kann die Sitzeinheit um 360 Grad auf dem Gestell gedreht werden. Diese innovative Lösung bietet z.B. der Eezy S Twist 2 von Cybex.

Sicherheitskriterien beim Buggy-Kinderwagen

Die Sicherheit der Kinder liegt den Eltern beim Kauf eines Buggys oder eines Kinderwagens besonders am Herzen. Der Kinderbuggy sollte nicht nur ein ansprechendes Design, sondern auch den aktuellsten Sicherheitsanforderungen entsprechen. Bei der Fülle der angebotenen Modelle lohnt es sich genauer hinzuschauen. Einen guten Anhaltspunkt bietet Dir die Zertifizierung nach DIN EN 1888 oder eine Auszeichnung mit dem TÜV oder GS Prüfsiegel.

Die DIN EN 1888 regelt sicherheitstechnische Anforderungen für Kinderwagen in Bezug auf z.B. Material, Feststellbremsen, Standsicherheit, Verriegelungen und die Tragegriffe bzw. Schieber. Die Institution z.B. TÜV Süd prüft Buggys und Kinderwagen entsprechend diesen Anforderungen und vergibt dann Produktzertifizierungen. Ein GS Prüfsiegel („Geprüfte Sicherheit“) dürfen nur staatlich anerkannte Prüfstellen vergeben, da es ein gesetzlich geregeltes Gütesiegel ist. Eine GS-Zertifizierung darf z.B. TÜV Süd oder TÜVRheinland ausstellen.

Zusätzlich bieten ein 5-Punkte-Sicherheitsgurt und ein Schutzbügel mehr Sicherheit für Dein Kind. Beim abrupten Bremsen hält der 5-Punkte-Sicherheitsgurt Dein Kleines zuverlässig im Buggy-Innern. Der Schutzbügel bietet den Kindern eine zusätzliche Möglichkeit zum Festhalten. Für mehr Komfort sollte beides möglichst gepolstert sein.

Beliebte Marken und Modelle

  • Hauck: Der Hauck Buggy ist bekannt für sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und seine Benutzerfreundlichkeit. Modelle wie der „Hauck Rapid 4“ bieten Komfort und einfache Handhabung zu einem erschwinglichen Preis. Sie sind leicht, kompakt und ideal für den täglichen Gebrauch.
  • Chicco: Chicco bietet eine breite Palette an Buggys für verschiedene Bedürfnisse. Der „Chicco Liteway“ ist ein leichter und kompakter Buggy, der sich ideal für den täglichen Gebrauch eignet. Mit seinen verstellbaren Rückenlehnen und Fußstützen bietet er hohen Komfort für Ihr Kind.
  • Joie: Joie Buggys zeichnen sich durch ihre hohe Qualität und Vielseitigkeit aus. Der „Joie Litetrax 4“ bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist mit vielen praktischen Funktionen ausgestattet. Ein großes Sonnenverdeck und ein geräumiger Einkaufskorb machen ihn ideal für lange Ausflüge.
  • Bugaboo: Bugaboo ist eine Premiummarke, die für ihre hochwertigen und stilvollen Buggys bekannt ist. Der „Bugaboo Bee“ ist ein kompaktes Modell, das sich ideal für den Einsatz in der Stadt eignet. Mit seinen zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten und Zubehörteilen bietet er höchsten Komfort und Flexibilität.

🔱 Reisebuggy Test, Vergleich & Ratgeber ✅ Welche Modelle sind die Besten⁉️

tags: #baby #buggy #reisen