Ab einem Gewicht von 15 kg dürfen Kinder laut Gesetzgeber auf einem einfachen, festen Sitzkissen im Auto mitfahren. Dennoch stellen sich viele Eltern die Frage, ob solche Sitzerhöhungen in puncto Sicherheit wirklich zu empfehlen sind. Eine Kindersitzerhöhung, auch als Sitzerhöhung ohne Lehne bekannt, kann als "Notfall-Kindersitz" für die Großeltern oder für den gelegentlichen Gebrauch eine Option sein. Eines ist jedoch klar: Eine Sitzerhöhung bietet immer noch deutlich mehr Sicherheit als gar kein Kindersitz.

Sitzerhöhung ohne Lehne: Die Bestseller im Detail
Einfache Sitzerhöhungen ohne Lehne sind eine kostengünstigere und oft auch leichter zu handhabende Alternative zu vollwertigen Kindersitzen. Sie sind weniger schwer und sperrig, was den Transport zwischen verschiedenen Fahrzeugen erleichtert und sie auf Reisen zu einem praktischen Begleiter macht. Auch das Anschnallen gestaltet sich oft unkomplizierter.
Petex Max Auto-Kindersitzerhöhung
Besonders beliebt bei Amazon-Käufer*innen ist die Sitzerhöhung von Petex. Dieser gepolsterte Sitz ist nach UN ECE R44/04 geprüft und verfügt über eine 3-Punkt-Gurt Befestigung für erhöhte Sicherheit. Der Bezug aus atmungsaktivem Stoff lässt sich abnehmen und waschen.
Peg Perego Viaggio
Eine weitere Option ist die Sitzerhöhung von Peg Perego, die sich mit Isofix befestigen lässt. Sie ist weich gepolstert, bietet Armlehnen und einen Getränkehalter. Ein zusätzlicher Gurt hilft bei der idealen Einstellung des Auto-Schultergurtes. Der Sitz ist Isofix-kompatibel und verfügt über ein extradickes Sitzkissen. Ein mitgelieferter Clip ermöglicht die Verlängerung des Gurtes. Der Sitzkörper besteht aus formstabilem Kunststoff und ist mit einem abnehmbaren, bei 30 Grad waschbaren Bezug versehen.
Sitzerhöhungen mit Lehne: Mehr Sicherheit durch zusätzliche Führung
Da eine reine Kindersitzerhöhung ohne Lehne den Sicherheitsanforderungen nicht immer vollständig entspricht, lohnt sich ein Blick auf Autositze mit Rückenlehne, die jedoch kein eigenes Gurtsystem besitzen. Grundsätzlich gilt: Eine zusätzliche Befestigung über Isofix im Fahrzeug erhöht die Seitenstabilität und verhindert das Kippen des Sitzes in Kurven.

Cybex Gold Solution G2 Plus
Dieser Sitz wird für Kinder zwischen 1 und 1,50 m Körpergröße und einem Alter von vier bis zwölf Jahren empfohlen. Er zeichnet sich durch ein sehr gutes Sicherheitspaket mit L.S.P. Plus System (Linearer Seitenaufprallschutz) und einer neigungsverstellbaren Kopfstütze aus, die den Kopf und Nacken besser in der Sicherheitszone des Sitzes hält. Der Sitz wird vom ADAC als "gut" bewertet, ist leicht (ca. 5,8 kg) und einfach zwischen Fahrzeugen wechselbar, da er faltbar ist und über einen Tragegriff verfügt. Eine gute Luftzirkulation sorgt für ein angenehmes Sitzklima. Die verstellbaren Komponenten ermöglichen eine Anpassung an den wachsenden Körper des Kindes. Nutzermeinungen bewerten den Schutz bei Frontalaufprall als "befriedigend".
Maxi-Cosi Titan Plus i-Size
Der Maxi-Cosi Titan Plus i-Size begleitet Kinder von etwa 3 bis 12 Jahren bzw. einer Körpergröße von ca. 76 cm bis 150 cm. Ein besonderes Merkmal ist der integrierte G-Cell-Seitenaufprallschutz, der Seitenaufprallkräfte vom Kind wegleitet. Für kleinere Kinder (bis ca. 105 cm) verfügt der Sitz über ein integriertes 5-Punkt-Sicherheitsgurtsystem, das später verstaut werden kann, sodass der normale 3-Punkt-Fahrzeuggurt genutzt wird. Die Montage erfolgt einfach und stabil über ISOFIX-Basis plus Top-Tether. Eine Installationsanzeige unterstützt eine korrekte Montage.
Isofix Base Einbauen ✅ ULTIMATIVE ANLEITUNG: Wie Maxi Cosi Basisstation für Babyschale Befestigen???
Kindersitzerhöhung-FAQ: Antworten auf die wichtigsten Fragen
Sitzerhöhung: Ab wann ist sie erlaubt und wie sicher ist sie?
Theoretisch darf laut Gesetzgeber ein Kind, das 15 kg oder mehr wiegt, auf einer Sitzerhöhung im Auto mitfahren. Da das Kind auf dem festen Kissen sitzt, lässt sich der Sicherheitsgurt ordnungsgemäß anlegen, womit die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt sind. Dennoch ist eine einfache Sitzerhöhung ohne Rückenlehne nur bedingt zu empfehlen.
Darum ist eine einfache Sitzerhöhung nur bedingt zu empfehlen
Lediglich bei einem Frontalzusammenstoß ist ein gewisser Schutz gegeben. Ein Seitenaufprallschutz fehlt jedoch gänzlich. Da keine Führung für den Sicherheitsgurt vorhanden ist, kann ein Kind leicht aus dem diagonalen Gurt rutschen, insbesondere wenn es einschläft und zur Seite kippt. Aus diesen Sicherheitsgründen nimmt Stiftung Warentest einfache Kindersitzerhöhungen ohne Lehne nicht in seine Tests auf, da sie ein mangelhaftes Qualitätsurteil erhalten würden.
Ein exemplarischer Crashtest einer reinen Kindersitzerhöhung ohne Lehne zeigte erschreckende Ergebnisse: Bei einem seitlichen Aufprall schlug der Kopf des Dummys ungebremst gegen die Autotür. Da der Kopf eines kleinen Kindes tiefer aufschlägt als der eines Erwachsenen, hätte auch ein Kopfairbag hier nicht ausreichend geholfen.
Deshalb wird allgemein empfohlen, das Kind wenigstens in einer Sitzerhöhung mit Rückenlehne zu transportieren. Bei solchen Modellen ist die obere Gurtführung integriert und sorgt für einen optimalen Verlauf des Gurtes.
Falls es dennoch ein reines Sitzkissen sein soll, sollte dies so spät wie möglich verwendet werden. Ganz ohne Kindersitz darf man im Auto erst ab einer Körpergröße von 1,50 m mitfahren.
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